Ma-Co-Re-Mix (Vol. 60) [Spider-Man 2099 Nr. 3 & Spider-Gwen Nr. 1]

Um langsam aber sicher auf das kommende Event „Secret Wars“ zuzusteuern, „arbeite“ ich im heutigen Ma-Co-Re-Mix die letzten beiden Bände ab, die noch davor spielen. Naja, zumindest die, die chronologisch gesehen noch davor gehören und Bezug zur Kontinuität haben. Ich habe zwar auch noch ein paar Marvel Exklusivs und die Rocket Raccoon-Bände, aber die kann man auch außerhalb der Kontinuität noch reviewen. Daher beschränkt es sich auch nur auf das heutige und das nächste Ma-Co-Re-Mix bevor es übernächste Woche dann direkt mit den ersten Ausgaben der „Secret Wars“-Hauptserie weitergeht, gefolgt von den ersten Spider-Man-bezogenen Ausgaben innerhalb der „Spider-Man & Die Avengers“-Reviewreihe. Ich werde es genauso handhaben, wie schon bei „Spider-Verse“ das Event in diese beiden Review-Reihen verteilen …

MaCoReMix

Spider-Man 2099 Nr. 3: Maestro! [Februar 2016]

Autor: Peter David
Zeichner: Will Sliney
Format: Softcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Spider-Man 2099 (2014) 9-12
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Eigentlich sollte sich Miguel nach den Ereignissen in „Spider-Verse“ in seinem Universum, dem Jahr 2099 wiederfinden. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Alles ist zerstört und die wenigen Überlebenden fristen ihr Dasein in Angst vor Maestro, dem zukünftigen Herrscher mit der Intelligenz des Bruce Banner und der Kraft des Hulk. Ihm bleibt nichts weiter übrig, als erneut in die Vergangenheit zu reisen, und das zu beheben, was der Auslöser für diese traurige Version der Zukunft und seiner früheren Gegenwart ist. Aber auch hier bekommt es Miguel mit einigen Problemen zu tun, wovon seine Nachbarin Tempest noch das Kleinste ist …

Okay, fünf Kapitel, die sich Peter David erneut mit dem Spider-Man aus dem Jahr 2099 befasst und auch fünf Kapitel, die das Finale dieser Serie vor dem Event „Secret Wars“ darstellen. Und ja, so richtig überzeugen kann da Ganze nicht, obwohl es sehr unterhaltsam ist. Während sich die ersten beiden Kapitel mit einer zerstörten Zukunft befassen, die Miguel um jeden Preis reparieren muss, ist in den letzten drei Kapiteln das Wichtigste Miguels Nachbarin Tempest, die mit ihrer durch Miguel verursachten Mutation einiges an Ärger bedeutet. Aber das zerstörte 2099 ist komplett vergessen genauso wie Maestro, der es ebenfalls in die Gegenwart geschafft hat. Alles wirkt gehetzt und unorganisiert. Es scheint wirklich so, als hätte David noch so einiges mit seinem Helden vorgehabt und nur wegen „Secret Wars“ keine Möglichkeit mehr dafür gehabt. Dies nimmt, gerade handlungstechnisch, sehr viel an Spannung und Freude und lässt mit als Leser etwas unbefriedigt zurück.
Zeichnerisch gibt es hingegen nichts auszusetzen. Will Sliney liefert actionreiche Bilder ab, denen es aber an Detailreichtum und Emotionen mangelt. Gerade die Mimik stellt nach wie vor ein großes Problem im Artwork Slineys dar. Gefühle über das Gesicht oder auch die Körpersprache zu transportieren gelingt nicht immer und sorgt mitunter für eine gewisse unfreiwillige Komik, was den Storys nicht immer zuträglich ist.

Wie bereits erwähnt macht der Band an sich schon Spaß, lässt mich aber auch ein bisschen unbefriedigt zurück. Das Ende, welches irgendwie zwanghaft auf den „Secret Wars“ zusteuert wirkt gehetzt unvollständig und nicht wirklich durchdacht. Zu viele offene Fragen und lose Enden, die möglicherweise im Event geklärt werden. Oder sind sie sogar Teil der kommenden Handlung? Panini, oder anders gesagt Christian Endres verweist zwar im Editoral am Ende auf weitere Veröffentlichungen, auch in anderen Serien, in denen Maestro auftaucht und an denen peter David und Will Sliney übergangsweise mitarbeiten, aber so richtig interessiert bin ich nicht daran. Gerade wenn es darum geht, nur meine offenen Fragen beantwortet zu sehen. So werde ich einfach warten und schauen, ob die Editorals der kommenden Eventserien dazu ihren Teil noch beitragen können.

Spider-Gwen Nr. 1: Drahtseilakt [Dezember 2015]

Autor: Jason Latour
Zeichner: Robbi Rodriguez
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Spider-Gwen (2015) 1-5
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Gwen ist wieder zu Hause. Nach Spider-Verse hat sie den Weg in ihr Universum gefunden und muss sich nun mit ihren eigenen Problemen und Kämpfen auseinandersetzen. Nicht nur, dass ihre Band, die „Mary Janes“ sie scheinbar nicht mehr braucht, auch ihr Vater, der als Cop eigentlich hinter ihr her sein sollte und sie dennoch schützt, stellen ihr Leben kräftig auf den Kopf. Plötzlich tauchen auch noch einige neue Schurken auf, die, wie es scheint, allesamt irgendwie mit dem Kingpin und dessen Handlanger Matt Murdock zu tun haben …

Kaum hatte Spider-Gwen ihren ersten Auftritt in der „Edge of Spider-Verse“-Miniserie hinter sich gebracht explodierte sprichwörtlich das Internet. Sie paralysierte die Fans sofort und das ging auch an den Verantwortlichen bei Marvel nicht spurlos vorbei. Und deshalb hat man sich kurzerhand entschlossen, der zauberhaften alternativen Gwen Stacy eine eigene Serie zu widmen, die Panini auch prompt auf Deutsch in dem vorliegenden Band veröffentlicht. Auch wenn der Band inhaltlich nach Spider-Verse ansetzt, kann man ihn auch ohne das Vorwissen aus dem Event lesen, da er sich ausschließlich mit den Ereignissen um das doch recht verkorkste Leben von Gwen Stacy dreht und Spider-Verse nur am Rand erwähnt wird. Und diese private Teenie-Drama, angereichert mit typischen Superhelden-Elementen präsentieren Jason Latour und Robbi Rodriguez gekonnt und in einer Pracht, die man sich als echter Fan kaum entgehen lassen sollte.
Die Handlung an sich ist zwar recht dünn und legt das Hauptaugenmerk auf Gwens persönliches Drama, doch dies setzen die beiden souverän in Szene. Hinzu kommen die wunderbaren und frischen Zeichnungen von Robbi Rodriguez, die mit der außergewöhnlichen Farbgebung von Rico Renzi perfekt harmonieren. Spider-Gwen ist alleine schon durch ihr Kostüm und die dafür verwendeten Farben, Weiß, Pink, Türkis und Schwarz eine ungewöhnliche Kombination, die sich im gesamten Band fast nahtlos fortsetzt.

Nicht umsonst ist Spider-Gwen ein Fan- und Kritikerliebling. Gwen Stacy auf diese frische und freche Art auferstehen zu lassen, ihr originales Andenken dennoch zu ehren und sie eine moderne, humorvolle, emotionale, rasante, actionreiche und trotzdem irgendwie vertraute Geschichte erleben zu lassen, gefällt mir als doch schon etwas älteren Marvelianer sehr gut. Und ja, ich freue mich auch schon sehr auf den nächsten Band. Keine Ahnung warum, aber irgendwie hat es mir diese Inkarnation wirklich angetan.

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