Ma-Co-Re-Mix (Vol. 70) [Rocket Raccoon Nr. 3 & The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 5]

Wie ihr seht, versuche ich mein Versprechen zu halten und regelmäßig wieder ein paar Reviews hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Natürlich bedeutet das eine Menge Arbeit und ich weiß auch, dass ich bei Weitem nicht so gut bin, wie andere Blogger, oder so erfolgreich, aber dafür fehlt mir auch einfach die Zeit und mein Blog soll eben vorrangig ein Hobby und etwas Persönliches sein. Ich verdiene hiermit kein Geld und auch sonst fliege ich eher unter dem Radar der Verlage und Leser. Aber das macht nichts. So werden wenigstens kleinere Fehler auch nicht so dramatisch aufgebauscht und ich kann hier mein Ding machen und auch experimentieren. So ähnlich geht es eigentlich auch Rocket Raccoon, der heute das Finale seiner ersten deutschen Sonderbandserie erlebt, nur um mal wieder den Bogen zurückzuschlagen zum eigentlichen heutigen Thema …

MaCoReMix

Rocket Raccon Nr. 3: Krawall im All [November 2015]

Autor: Skottie Young, Andy Lanning, Andy Schmidt
Zeichner: Jake Parker, Gustavo Duarte
Format: Softcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Rocket Raccoon (2014) 9-11, Guardians Team-Up (2015) 5
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Wir schreiben das Jahr 2046, als ein wütender und mutierter Groot die Erde terrorisiert und zerstört. Der Einzige, der jetzt noch helfen kann, ist sein alter Freund Rocket. Doch der will gar nicht helfen. Immerhin haben die Menschen Groot selbst zu diesem Etwas, das er jetzt ist, gemacht. Aber so ganz kann Rocket seinen Freund dann doch nicht im Stich lassen. Oder ist das alles überhaupt nicht wahr? Naja egal. Erst einmal müssen Rocket und Groot ein paar Schilden bezahlen, wobei es interessanter wäre, die Geheimnisse um Rockets Herkunft zu lösen. Doch dafür braucht er die Chronik von Halfworld und die hat rein zufällig gerade sein „Freund“ Kleb im Angebot. Nun muss sich Rocket nur noch entscheiden, was ihm wichtiger ist …

Ein letztes Mal schickt Skottie Young den kleinen Weltraumwaschbären auf ein paar aberwitzige Missionen und lässt dabei kein Klischee aus. Sei es eine mögliche Zukunftsvision, oder die Frage nach der eigenen Vergangenheit inklusive eines persönlichen Dramas der Entscheidung über Rockets Zukunft. Und auch, wenn Young hier viel mit Klischees spielt, wird es dennoch nie langweilig, da er mit seinem eigenen und ganz typischen Erzählstil selbst solchen Situationen noch Spannung und Humor entlocken kann. Am Ende von Skotties Run an Rocket Racoon, finden wir uns genau da wieder, wo alles begann und so schließt sich ein Kreis, wie auch der Kreis des Lebens sich schließt.
Visuell braucht sich Jake Parker, der seit geraumer Zeit die Zeichnungen beisteuert, ebenfalls nicht hinter Young zu verstecken. Zwar ists ein Stil sichtbar anders, als der von Young, passt aber dennoch perfekt auf die tierische und abgedrehte Art von Rocket Raccoon.
Das ebenfalls in diesem Band enthaltene Guardians Team-Up Nr. 5 ist ganz witzig, sonst aber weiter nicht erwähnenswert. Eher so eine Art Bonus, um den Band noch voll zu bekommen.

Irgendwie ist es schon schade, dass die Serie schon wieder zu Ende ist. Ich weiß zwar, dass es mit Rocket und auch Groot weitergeht und ja, die beiden sind mir seit den Guardians ganz schön ans Herz gewachsen, aber dennoch schwingt eine gewisse Melancholie mit dem Ende dieses Bandes mit. Aber für das nächste Review habe ich dann ja den Band mit Groots Miniserie, bei der auch Rocket wieder mitmischen wird. Und die zwei „Rocket Raccon & Groot“-Bände liegen auch noch auf meinem Lesestapel. Material ist also noch genug vorhanden.

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 5: Niemandsland [Monat Jahr]

Autor: Roberto Aguirre-Sacasa
Zeichner: Mike Perkins
Format: Softcover/Hardcover/Limitiertes Hardcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: The Stand: No Man’s (2011) 1-5
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,95 Euro (SC) / 24,95 Euro (HC) / 39,95 Euro (Lim. HC)

Die Lage in Boulder spitzt sich weiter zu. Während mehrere Trupps die Opfer des tödlichen Captain Trips-Virus aus dem Gebiet der Freizone um Boulder entfernen, zu denen auch Harold Lauder gehört, ist Mutter Abigail noch immer verschwunden. Das Komitee versucht einigermaßen normale Strukturen in das Leben der Bewohner zu bekommen und sich gleichzeitig auf den unausweichlichen Kampf mit Randall Flagg vorzubereiten, dessen Macht inzwischen bis nach Boulder reicht. Denn während sich Nadine für Randall frei hält, als sein Mutter seines zukünftigen Sohnes, sucht sie Harold Lauders Nähe, um nicht alleine zu sein. Der jedoch plant im Auftrag von Flagg einen tödlichen Sprengstoffanschlag auf das Komitee von Boulder …

Wer den Roman und Film kennt, merkt spätestens hier, dass sich Roberto Aguirre-Sacasa ein Stück weit näher an der Romanvorlage orientiert, und sich nicht der Hektik der Film-Adaption hingibt. Obwohl dieser Band schon das vorletzte Kapitel darstellt, befinden sich viele der Hauptfiguren noch immer in Boulder und begeben sich erst zum Ende des Bandes auf den Weg nach Las Vegas. Hierdurch werden den Geschehnissen in und um Boulder wesentlich mehr Bedeutung zugemessen, als es in der Filmversion gemacht wurde. Auch die zwischenmenschlichen Aspekte, nicht nur bei den Hauptfiguren, werden weiter vertieft, als es die Filmadaption überhaupt möglich machen könnte, wenngleich es weniger ist, als in der Romanvorlage und, dies muss ich auch zugeben, selbst wenn mir Mike Perkins Zeichnungen sehr gut gefallen, ich teilweise andere Vorstellungen von der Umgebung Boulders, den Menschen und Szenarien beim Lesen des Romans hatte.
Dennoch kann ich auch diesmal das Artwork von Mike Perkins kaum kritisieren. Bis auf wenige Momente, in denen meist die Gesichter etwas merkwürdig wirken, sehen sämtliche Zeichnungen großartig aus und fangen die düstere und teils verzweifelte Stimmung sehr gut ein. Und auch, wenn so viel Böses in der Luft um Boulder liegt, sehen viele der Landschaften malerisch und friedlich aus, was zu einem gewissen, aber dennoch in meinen Augen willkommenen Widerspruch führt.

Tja, es steuert auf das große Finale zu und so langsam heißt es Abschied nehmen. Und auch, wenn ich weiß, wie es ausgeht, kann ich mich einer gewissen Spannung und Erwartungshaltung nicht erwehren und freue mich auf die letzte Ausgabe. Doch vorher ist nächste Woche erst einmal ein neues „Asterix Review Special“ an der Reihe.

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