Spider-Man & The Avengers (8) (Spider-Man Nr. 104-105 & Marvel Heroes Magazin Nr. 1)

Um wieder ein bisschen Boden gut zu machen, gibt es wieder ein paar gebündelte Kurzreviews. Diesmal ist Spider-Man an der Reihe. Und zwar von der 104 bis zur 111, dem großen Finale, inklusive kurzem Zwischenstopp beim Ende der Welt, dazu gibt es ein paar leichtere Magazinausgaben, die den Avengers-Part dieser Rubrik abdecken sollen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 104 [Panini, Dezember 2012]

Kaum, dass die Ereignisse rund um Spider-Island abgeklungen sind, tauchen auch schon wieder neue Probleme auf. Immer öfters gibt es merkwürdige Tote, die offenbar vom Himmel fallen. Während der neue Polizeichef davon ausgeht, dass es sich um Jugendliche handelt, die immer noch glauben Spinnenkräfte zu haben, erkennt sowohl Spider-Man, als auch seine Ex-Freundin Carlie Cooper, ein vollkommen anderes Muster. Er hat den Adrian Toomes, alias den Geier im Verdacht …

Slott legt eine kleine Pause ein, um dem Leser ein wenig Luft zum Verschnaufen, nach Spider-Island zu lassen. und dennoch liefert er einen spannenden und actionreichen Thriller ab. Spidey, Seite an Seite mit seiner Ex-Freundin. Detektivisches Ermitteln und gnadenlose Superheldenaction. Mehr braucht es diesmal nicht um den Leser zu unterhalten. Und nach Spider-Island ist das genau das Richtige. Zeichnerisch wird Slott erneut von Camuncoli unterstützt und der glänzt wieder mit dynamischen und actionreichem Artwork. Sogar ein paar kleine Gags hat er eingebaut. Besonders schmunzeln musste ich über ein New Yorker Taxi mit dem Kennzeichen „5L077“.

FAZIT:

Kurzweilige Action mit einem Spider-Man, der noch immer ein wenig an den Nachwehen zu Spider-Island zu knabbern hat. Dennoch macht die Ausgabe viel Spaß und bringt mit dem Geier erneut einen von Spideys klassischen Gegnern ins Rampenlicht.

Spider-Man Nr. 105 [Panini, Januar 2013]

Die Sinistren Sechs sind wieder zurück. Und diesmal hat es Doctor Octopus auf die Intelligencia abgesehen. Eine Gruppe von hochintelligenten Superschurken, welche mit einer neuen Waffe, der Zero-Kanone, die Weltherrschaft an sich reißen möchten. Doch Doc Ock hat andere Pläne und macht mit Sandman, Rhino, Chamäleon, Shocker und Mysterio Jagd auf seine Gegner …
Währenddessen bekommt Peter in New York ganz andere Probleme. Eigentlich wollte er nur kontrollieren, was sein Freund Grady Scraps Neues erfunden hat. Doch dessen Erfindung, 24-Stunden-Zukunftsportal, offenbart etwas Furchtbares. Denn in weniger als 24 Stunden wird New York aufgehört haben zu existieren, und keiner wei0 warum. Nun liegt es an Spider-Man, dies noch zu verhindern …

Da macht Slott schon eine kurze Pause, nur um dann gleich mit einem neuen und zerstörerischen Abenteuer weiterzumachen. Abgesehen von Doctor Octopus‘ Plänen, die auch noch wichtige Ausmaße annehmen werden, stellt er Spider-Man erneut eine Aufgabe entgegen, welche nicht so einfach zu bewältigen ist. Slott inszeniert diesen Mystery-Endzeitthriller auf gewohnt spannende Art und Weise, und lässt dies von Humberto Ramos dynamisch in Szene setzen. Man kann von Ramos halten, was man will, aber Dynamik und actionreiche Momente kann der Mann einfach perfekt Szene setzen. Doch auch die ruhigen Momente, wie eine kurze Sequenz mit Peter und Julia Carpenter, der neuen Madame Web, setzt der Mexikaner souverän um.

FAZIT:

Spider-Man unter Slott, mit Ramos und Camouncoli ist und bleibt für mich ein echtes Highlight. Das Team schafft es jedes Mal, mich zu überraschen und dennoch wohlzufühlen. Slott verknüpft gekonnt Spider-Mans Vergangenheit und Gegenwart miteinander um daraus eine neue, spannende und aufregende Zukunft zu kreieren. So kann es für mich gerne weitergehen. Dazu zwei der aktuell, für mich persönlich, besten Zeichner an Spider-Man. Da kann nicht mehr viel schief gehen.

Marvel Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, April 2009]

Ein neuer Mutant wird von einem Team Mutantenhasser mitten in Holland in eine Falle gelockt. Statt Gleichgesinnte zu finden, wird er sofort mit einem Sentinel konfrontiert. Doch die X-Men sind nicht weit und helfen dem neuen Freund …
Iron Man trifft auf Doctor Octopus und bekommt gleichzeitig Probleme mit seiner aktuellen Freundin und einem Geschäftspartner. Aber Tony Stark hat alle Zügel in der Hand. Zumindest bis Doc Ock seine Trumpfkarte ausspielt …

Gemischte Abenteuer mit verschiedenen Marvelhelden. Bunt durcheinandergewürfelt. X-Men, Avengers und noch vieles mehr. Die Abenteuer sind dabei eher kurz und einfach gehalten, was durch die angestrebte Zielgruppe der Kinder von 4 bis 12 verdeutlicht wird. Auch die Zeichnungen lehnen sich eher an Filme und TV-Serien an, wodurch ein hoher Wiedererkennungswert erzielt wird.

FAZIT:

Solide Ausgabe für die Kleinen. Mit kurzweiligen Comicabenteuern, vielen Infos rund um die Marvelhelden, Rätseln und einem Spielzeug-Extra. In diesem Fall Wolverine-Klauen mit abschießbaren Projektilen. Nicht ganz kindgerecht in meinen Augen, aber wenigstens auf Grund des verwendeten Materials relativ ungefährlich.

Spider-Island Reviewserie (5): Spider-Man (Vol.2) #100 [Panini, Juli 2012]

Mit der großen Jubiläumsausgabe starte endlich auch das neue Spinnen-Event, Spider-Island!!!

Spider-Man (Vol. 2) #100

Spider-Island beginnt mit einem Riesenknall. Aber nicht etwa weil fast ganz New York plötzlich mit Spinnenkräften ausgestattet ist, sondern weil es ausgerechnet Peter Parkers Freundin, Carlie Cooper, die forensische Ermittlerin erwischt. Und diese freut sich auch noch riesig darüber und präsentiert ihre neue Fähigkeiten ihrem Partner ganz stolz. Peter sieht das naturgemäß mit gemischten Gefühlen, allen voran, weil eine Stadt voller Spider-Men nur Ärger bedeuten kann. Denn es wurden ja nicht nur gute Bewohner von New York mit diesen Kräften ausgestattet, sondern auch so ziemlich jeder Kleinkriminelle. Daher ergibt es sich auch, dass kaum das die Fähigkeiten sich offenbaren, die Stadt im Chaos versinkt. Das ändert sich auch nicht, als die Rächer eintreffen und versehentlich auch auf den echten Spider-Man einschlagen …

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke ...

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke …

Genaugenommen hat es sich ja schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. Der Schakal ist wieder da, und erneut beginnt er, seine Intrigen zu spinnen. Doch es gibt Rätsel im Hintergrund. Das, Wie, Warum und vor allem mit Wessen Hilfe hat, der Schakal all dies bewerkstelligt. Da hat sich Slott wieder eine ganze Menge einfallen lassen und verknüpft erneut Spider-Mans Vergangenheit mit der Gegenwart. Allen voran Peters Gedanken darüber, wie er seine Spinnenkräfte eventuell an Carly übertragen haben könnte, als er noch nicht wusste, dass ganz New York betroffen ist. Das sind ganz besondere Handkniffe von Slott und diese Art der Erzählung beherrscht er perfekt.
Aber nicht nur Slott darf zeigen, was er kann. Zusammen mit Christos Gage zeigt er, wie sich Phil Urich in seiner Rolle als neuer Hobgoblin weiterentwickelt und Fred van Lente blickt in den Hintergrund, und fördert nicht nur bekannte Gesichter zutage, sondern auch eine ganze Menge an Geheimnissen. Und dies macht er wie gewohnt, sehr gut und vor allem spannend.

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So bunt wie die Autorenriege ist auch das Zeichnerquartett. Die beiden Hauptstories werden hierbei von Stefano Caselli und Humberto Ramos getragen. Caselli hat einen sehr coolen, leicht Manga-artigen aber dennoch anatomisch korrekten dynamischen Zeichenstil. Dem ein wenig entgegen steht Ramos‘ Stil, der wesentlich energiegeladener, dafür aber anatomisch etwas problematischer ist. Da passiert es schon einmal, das die Protagonisten Posen einnehmen, die zu ernsthaften Körperschäden führen würden, dafür aber extrem stylisch aussehen. Wieder anders ist es mit den Bildern von Giuseppe Camuncoli. Seine Bilder sind von dominanten Outlines geprägt und die Details werden hauptsächlich durch die Koloration erzeugt. Minck Oosterveer, der leider viel zu früh verstarb, hat sich der Umsetzung des letzten Kapitels in dieser Ausgabe angenommen und zeigt den düstersten Stil in diesem 100 Seiten Jubiläumsheft. Die Zeichnungen wirken stellenweise fast wie aus einem Horrorcomic entnommen und unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, welche Autor Van Lente hier erzeugt.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

FAZIT:

100 Ausgaben Spider-Man, 100 Seiten Spannung und der Start des neuen Spinnen-Mega-Events. Was will man als Spider-Man-Fan mehr. Vor allem wenn es sich Panini nicht nehmen lässt und von dieser Ausgabe auch noch einen ganzen Batzen an Comicshop-Variantcovern anfertigen lässt. Da hat man dann die Chance noch ein Heft zu ergattern, auf dem der eigene Comicshop, von Spidey gerettet wird. Doch schon alleine der Inhalt ist es wert, das Heft zu besitzen. Spannung, Action, Humor. Einfach alles ist vertreten und so vergehen die vielen Seiten fast wie in Sekunden. Nicht etwa weil kaum Inhalt vorhanden ist und nur schöne Bilder darin platz finden, sondern weil man von der ersten Seite in die Geschehnisse eintaucht und erst auf der letzten Seite wieder in die Wirklichkeit entlassen wird.
So kann es gerne mit Spider-Island weitergehen, vor allem dann, wenn sich weitere Geheimnisse rund um die Pläne des Schakal offenbaren und diese auch glaubwürdig präsentiert werden. Doch nach dieser Ausgabe sehe ich dem mit gutem Gefühl entgegen.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Im Netz von Spider-Man #34 [Panini, Januar 2012]

Mit der heutigen Ausgabe endet leider auch schon „Big Time“. Was viele aber vielleicht schon überhaupt nicht mehr auf dem Radar haben, ist die Tatsache das Dan Slott bereits einen Neustart für den Netzschwinger mit US-Amazing Spider-Man #546 (auf deutsch in Spider-Man (2004-….) #52) mit dem Story-Arc „Brand New Day“ geschrieben hat. Für viele war dieser Reboot alles andere als ein Highlight, um nicht sogar zu sagen ein absoluter Reinfall. Viel wurde darüber in den verschiedensten Foren rund um die Welt diskutiert und auch bei Marvel selbst hat man Jahre später versucht mit „One Moment in Time“ (auf deutsch „Ein besonderer Augenblick„) einiges davon zu korrigieren.

Doch jetzt hat Dan Slott bewiesen das er es auch besser kann. Er konnte und kann dem Wandkrabbler eine neue, interessante, frische und dennoch irgendwie gefühlsmäßig bekannte Zukunft geben, wie es sie schon lange nicht mehr innerhalb der regulären US-Monatsserien gab. Dieses Feeling welches bis vor kurzem nur noch in den britischen Spectacular Spider-Man Magazin-Ausgaben zu finden war (welche aber von Disney vor einem knappen halben Jahr verboten wurden) findet nun endlich wieder den Weg in die reguläre Kontinuität.

Und damit Vorhang auf für das Finale von „Big Time“…

Im Netz von Spider-Man #34

Inhalt:

  1. „Armee der Insekten (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 1)“ (Army of Insects (Revenge of the Spider-Slayer, Part 1) / Amazing Spider-Man #652 [Mrz 2011])
  2. „Alle deine Lieben werden sterben! (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 2)“ (All You Love Will Die (Revenge of the Spider-Slayer, Part 2) / Amazing Spider-Man #653 [Mrz 2011])
  3. „Selbstverstümmelung (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 3)“ (Self-Inflicted Wounds (Revenge of the Spider-Slayer, Part 3) / Amazing Spider-Man #654 [Apr 2011])
  4. „Wiedergeburt“ (Rebirth / Amazing Spider-Man #654 [Apr 2011])
  5. „Flashpoint“ (Flashpoint / Amazing Spider-Man #654.1 [Apr 2011])

"Bitte nicht auf der Rakete reiten!" 😀

Alistair will Rache und zwar nicht nur an Spider-Man, sondern auch am gesamten Jameson-Clan, denn immerhin ist J. Jonah Jameson für den Tod seines Vaters verantwortlich. Um sein Ziel zu verwirklichen hat Smythe nicht nur den Scorpion wieder zu neuem frischem Leben erweckt, auch noch andere durch Jameson zerstörte Existenzen sind auf seiner Seite und von ihm mit neuen Fähigkeiten ausgestattet worden. Um Jonah deshalb das schlimmste aller möglichen Leiden (vor seinem eigenen Tod) zuteil werden zu lassen, will Smythe John Jameson bei seinem nächsten Flug zur Horizon-Labs-Orbital-Station in den sicheren Tod schicken. Dafür schafft er es sich in das Kontrollzentrum einzuschleichen, aber er rechnet nicht damit das Peter Parker, alias Spider-Man, inzwischen Mitarbeiter bei Horizon Labs, ebenfalls vor Ort sein soll und somit entbrennt ein gefährlicher Kampf direkt auf dem Space Shuttle zwischen Spider-Man und dem neuen verbesserten Skorpion…
Zwischenzeitlich fliehen Jonah und sein Vater in die Stadt vor weiteren Angreifern die im Namen von Smythe auf Beutefang gegangen sind. Denn auch Marla und May sind Ziele von Smythe, da sie in direktem Bezug zu Bürgermeister Jameson stehen.

Da sage noch einer bei den Printmedien wäre nichts mehr zu holen.

Auch Robbie Robertson ist als Jonahs Freund eine ideale Zielscheibe. Zum Glück hat aber Spidey mit den Rächern gute Freunde an seiner Seite, auf die er jederzeit zählen kann. Und so eilen Peter bei der Andru Air Force Base Luke Cage, Ms. Marvel Iron Fist und Jewel zu Hilfe während Peter sich mit Ben Grimm und Mockingbird auf Richtung Stadt macht um nach seiner Tante zu sehen, die inzwischen noch ganz unbehelligt in einem Wellness-Spa der Erholung fröhnt, als Smythes Handlanger durch die Wand brechen.

Nicht mal mehr entspannen kann man sich in Ruhe!

Nicht nur das ab dann an zwei Orten ein dramatischer Kampf entbrennt, auch die Tatsache das Peter seinem neuen Boss fast sein Geheimnis offenbaren muss, nein es kommt noch schlimmer. Am Ende verliert ein für alle Personen sehr liebgewordener Mensch, der stets nur das Beste wollte sein wertvollstes Gut. Sein Leben…

Geht es nur mir so, oder sieht das aus wie ein Flughörnchen?

Anders hingegen ergeht es Flash, der durch das Projekt Wiedergeburt 2.0, eine neue Chance auf das Leben erhält. Mit Hilfe des von Mac Gargan getrennten Aliensymbionten Venom, soll Flash als Geheimagent für die Regierung in Aktion treten. Doch seine Zeiten mit dem Symbionten sind begrenzt. Denn je länger Flash mit dem Symbionten verschmilzt um so schädlicher ist dies für seinen Körper und seine Psyche. Doch bei einem seiner Einsätze geht etwas schief…
FAZIT:
Was soll man zu „Big Time“ so sagen? Es macht einfach nur Spaß. Slott liefert Spannung, Dramatik, Action und Humor am laufenden Band. Dabei schafft es Slott dennoch eine Kontinuität aufzubauen wie ich sie schon lange im Marvel Universum vermisse. Bezugspunkte aus der näheren oder auch weiter zurückliegenden Vergangenheit werden mal mehr und mal weniger offensichtlich aufgegriffen und dem Leser präsentiert. Oftmals sind es auch nur ein paar Details im Hintergrund die einen fragen lassen „War da nicht erst etwas wo das vorkam?“ oder „Ist das nicht der gleiche wie im vorletzten Heft?“ und so weiter…
Also „Big Time“ erfreut mich wirklich zunehmends immer mehr, und auch wenn dieses Mal nicht Ramos am Zeichenstift saß, so ist Stefano Casellis Arbeit ebenso gelungen und weiß das Auge zu erfreuen. Dafür darf Ramos ja dann bei der .1-Ausgabe von Venom noch sein Talent beweisen und macht dies auch gewohnt souverän.
Zusammenfassend kann man sagen das sich „Big Time“ wundervoll weiterentwickelt hat und ich hoffe es bleibt auch bei den weiteren Story-Arcs so spannend und unterhaltsam wie bisher.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Marvel & Subs, Panini

Spider-Man #92 [Panini, Januar 2012]

Weiter geht es mit „Big Time“ und auch diesmal passiert einiges. Auch wenn meine heutige Zusammenfassung das nicht vermuten lässt. Aber wenn ich euch zu viel verrate, warum solltet ihr es denn dann noch lesen? 😉

Spider-Man #92

Inhalt:

  1. „Ohne Titel“ (Untitled / Amazing Spider-Man #650 [Feb 2011])
  2. „Ohne Titel“ (Untitled / Amazing Spider-Man #651 [Feb 2011])

Über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich gut streiten...

Der Kampf mit dem neuen Hobgoblin fordert nicht nur einiges von Spider-Man. Auch das Gebäude von Horizon Labs, Peters neuem Arbeitgeber, muss einiges einstecken. Das einzige Problem ist das niemand mitbekommen soll das Peter Spider-Man ist und das lässt sich wohl am besten bewerkstelligen indem man den exzentrischen Wissenschaftler spielt.

Hat an sich schon etwas, das neue Kostüm, aber...

Was jedoch von enormen Vorteil ist, ist die Tatsache das Peter nun fast uneingeschränkte Möglichkeiten hat sein Superheldenego aufzubessern. Und das benötigt er auch als er mit der Black Cat beim Kingpin einsteigen will um sich etwas wiederzubesorgen, was der böse Hobgoblin aus den Horizon Labs mitgehen lassen hat…
FAZIT:
Spannend, dramatisch, romantisch, humorvoll und mit vielen neuen Möglichkeiten entwickelt sich „Big Time“ erfolgreich weiter. Mir gefällt wirklich sehr gut was Dan Slott bisher mit dem Wandkrabbler so anstellt. Dazu passen natürlich Ramos‘ Bilder wie die Faust aufs Auge. Denn auch wenn sich vieles in Peters Leben verändert hat, eines ist geblieben. Das herrliche Chaos das ihn stets und ständig umgibt. Es ist fast ein bisschen wie in der frühen Zeit von Spider-Man wo alles noch ein bisschen unkoordiniert schien und nicht auf lange Sicht geplant wurde, bzw, einfach nur die „Lücken“ zwischen zwei Events geschlossen werden mussten.
Wieder einmal ein sehr schönes Heft, das auf voller Länge überzeugt, viel Spaß macht und die Neugierde auf die nächste Ausgabe weckt.

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Spider-Man #91 [Panini, Dezember 2011]

Heute geht es weiter mit der nächsten Ausgabe zu „Big Time“…

Spider-Man #91

Inhalt:

  1. „Ein neuer (alter) Kobold in der Stadt“ (Kill to Be You / Amazing Spider-Man #649 [Jan 2011])
  2. „Die letzte Lektion“ (The Final Lesson / Amazing Spider-Man #650 [Feb 2011])
  3. „Das Beste von mir“ (The Best Version of Myself / Amazing Spider-Man #601 [Okt 2009])

Wenn man Arbeit mit nach Hause nimmt...

Peter hat sich endlich ein Herz gefasst und Carlie seine Liebe nicht nur gestanden, sondern auch gezeigt. Und als wäre dies nicht schon der Gipfel seines Glücks hat Peter auch noch mit Hilfe von Marla Madison, J. Jonah Jamesons Frau, einen Job bekommen in dem er nicht nur ungestört an wissenschaftlichen Spielereien für sein Alter Ego, Spider-Man, basteln kann, sondern auch noch sehr gut verdient und sich keine Sorgen mehr um Geld machen muss.

Phil ist schon eine komische Type.

Auch für Phil Urich, der Neffe von Ben Urich, der nun beim neuen Daily Bugle arbeitet gibt es Neuigkeiten. Wobei seine Neuigkeiten eher mit seiner Vergangenheit als heldenhafter Grüner Kobold zu tun hat. Doch nun will Phil nicht als Held auftrumpfen (immerhin hat dies früher schon nicht funktioniert), sondern er will sich als Schurke einen Namen machen. Und dies klappt am besten in dem man jemanden aus dem Weg räumt der sich bereits einen Namen im Gewerbe gemacht hat.

"Total Recall" lässt grüßen...

Doch alles Gute zieht auch etwas Böses an und dies passiert in Form von Alistair Smythe, dem Sohn des legendären Spinne-Killer-Konsdtrukteurs Spencer Smythe…

Zu guter letzt gibt es noch einen kleinen Sprung in die Vergangenheit in der Peter seiner alten Schulkameradin Jessica Jones ein wenig sein Lebensmotto erklärt und ihr damit nur verdeutlichen will, was sie selbst eigentlich schon längst weiß…
FAZIT:
„Big Time“ geht weiter und es ist wirklich groß. Dan Slott und Humberto Ramos präsentieren einen frischen Wandkrabbler wie schon lange nicht mehr im 616er Marvel Universum. Ohne dabei auf typische Merkmale oder Eigenschaften der Hauptprotagonisten zu verzichten, wird eine neue Welt eingeführt, die in sich trotzdem so stimmig und glaubhaft ist wie es lange schon nicht mehr war. Wer sich mit Spidey auseinandersetzen möchte, in seine, zugegebenermaßen sehr vielschichtige, komplexe und mit Altlasten belastete Vergangenheit einzulassen, für den sind dieses Heft und das vorangegangene Im Netz von Spider-Man #33, der ideale Einstiegspunkt.

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Im Netz von Spider-Man #33 [Panini, November 2011]

Mit der heutigen Rezension stürze ich mich in Spider-Mans „Big Time“. Das neue Ereigniss vom neuen Autoren welches Spider-Man neuen Schwung geben soll…

Im Netz von Spider-Man #33

Inhalt:

  1. „Noch eine Tür“ (Another Door/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  2. „Ehre deinen Vater“ (Honor Thy Father…/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  3. „Finger weg!“ (Stanbd Off/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  4. „Norahs letzte Nacht in NYC“ (Norah’s Last Night in NYC/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  5. „Jameson, mach das Licht aus! Das Musical!“ (J. Jonah Jameson – The Musical/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  6. „Ein amerikanischer Held“ (American Hero/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  7. „Du wieder?“ (You Again?/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  8. „Big Time“ (Big Time/Amazing Spider-Man #648 [Jan 2011])

Spidey einmal anders

Harry will nach den Ereignissen der letzten Zeit die Stadt mit seinem Sohn verlassen. Darum gibt er für alle seine Freunde eine Abschiedsfeier, zu der auch Peter und seine „Freundin“ Carlie eingeladen sind. Aber wie es das typische Parker-Glück nun einmal will, kommt es direkt vor der Feier zu einem Streit zwischen den beiden und Pete geht alleine zu Harrys Feier. Dort trifft er neben Flash auch auf MJ die als Jackpot verkleidet ihrem Ex-Mann auf die emotionalen Beine helfen will. Auch Vin der gerade erst aus dem Gefängnis heraus ist besucht Harrys Abschiedsparty, jedoch nur damit er Harry ein paar wichtige Grüße von seinem Vater ausrichten kann…

Neue Regeln für Alle!

Als nächstes erlässt J. Jonah Jameson, seines Zeichens Bürgermeister, ein neues Gesetz nachdem niemand Aufgaben erledigen soll die in das Aufgabengebiet eines Anderen fallen, da er sich sonst strafbar macht. Damit will Jameson natürlich hauptsächlich den freundlichen Netzschwinger aus der Nachbarschaft ärgern der gerne überall hilfsbereit eingreift. Doch so richtig durchdacht ist seine neue Regelung natürlich nicht, und das muss Jonah am eigenen Leib erfahren…

Ein unvergesslicher Abend

Auch Norah ist in New York nicht mehr ganz glücklich und will ihre Zukunft stattdessen lieber in Wisconsin versuchen. Doch Peter will dem nicht tatenlos zusehen und spendiert seiner Ex-Kollegin die wohl schönste Nacht in New York an der Seite von Spider-Man…
Nach einem Zeitungsinterview plagt Peter das schlechte Gewissen, da sein Freund Flash mitteilte das er nur wegen Spider-Man zu dem geworden ist was er ist. Spider-Man sei sein großes Vorbild gewesen und nur um ihm nachzueifern hat er sich für die Armee gemeldet, und dort dann leider auch seine Beine verloren…
Danach treffen wir Mia Flores die seit Brand New Day versucht an Peter heranzukommen. Dafür stellt sie alles mögliche an, quer durch die letzten Ausgaben nur um dann am Ende auf Harrys Abschiedsparty zu landen…

Und nun beginnt „Big Time“ mit einem chaotischen Angriff von haufenweise Riesenoktopussen, die halb New York zerstören wollen. Doch Spider-Man und die Rächer sind vor Ort um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Auch in den neuen Büros des Front Line tut sich etwas als Jonah zusammen mit seiner Frau auftaucht und seinem alten Freund Robbie Robertson den Namen Daily Bugle vermacht, um der Stadt auch in Zukunft eine neue Konstante Größe im Nachrichtenbusiness zu bieten. Für alles scheint es also bergauf zu gehen, nur Peter hat mal wieder sein typisches Glück als Michele die Stadt verlässt, und Peter nun unvermittelt auf der Strasse steht. Keine Wohnung, kein Job und irgendwie auch keine Zukunft ist Peter nun auf der Suche nach dem was sein neues Leben werden könnte…
FAZIT:
Diese Ausgabe markiert einen Wendepunkt im Leben von Spider-Man und Peter Parker, und das gleich in mehrfacher Sicht. Zum eine verlässt ein langjähriger Wegbegleiter Peters Lebensweg, um selber eine neues Leben zu beginnen, und auch Peters Beziehung zu Carlie erlebt eine neue Stufe. Sehr viele schöne Rückblicke, oftmals mit einem humorvollen Augenzwinkern, als auch dramatische Geschehnisse die einem einen Kloß in den Hals befördern sind genauso vertreten wie einfache Hau-Drauf-Action. Zeichnerisch ist der gesamte Band in meinem Augen eine gelungene Abwechslung. Zeichnerisch passt jeder Künstler perfekt zur jeweiligen Geschichte und unterstreicht somit den Charme der jeweiligen Geschichte ideal.

Das Quiz für angehende Forscher!

Der Beginn von „Big Time“ ab ca. der Hälfte des Bandes ist dann noch einmal die Krönung dieser Ausgabe. Dabei gefällt mir besonders Ramos dynamischer, emotionaler und dennoch dramatischer Zeichenstil sehr gut. Neben Mark Bagley und der guten alten Zeichnergarde, gehört Ramos zu meinen Lieblingen, auch wenn ich weiß das sein Manga-liker Stil bei vielen eben genau deswegen nicht ankommt. Aber dies ist eben Geschmackssache.
Unterm Strich bleibt eine hervorragende und sehr gute Ausgaben mit vielen Abwechslungsreichen Geschichten, die perfekt einen Neubeginn für das Leben von Spider-Man/Peter Parker markiert und symbolisiert.

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