Jessica Jones: Blind Spot – Im Visier [Panini Comics, August 2020]

Die ersten beiden Megabände habe ich euch bereits vorgestellt, der dritte folgt auch bald, aber vorher gibt es erst einmal eine neue Minserie mit der taffen Netflix-Heldin. Ausnahmeautorin Kelly Thompson hat die Nachfolge an Brian Michael Bendis Kreation angetreten und legt nun gemeinsam mit Mattia de Iulis und Marcio Takara ihren ersten Story-Arc vor …

Jessica Jones: Blind Spot – Im Visier

Autor/in: Kelly Thompson
Zeichner/in:
Mattia De Iulis, Marcio Takara
Format:
Softcover
Umfang:
140 Seiten
Inhalt:
Jessica Jones: Blind Spot 1-6
Verlag:
Panini Comics
Preis:
17,00 Euro
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Meine Comic-Einkäufe der Woche (KW 31/32)

Wegen der Eröffnung des Planet Comics-Cafés letzte Woche in Erfurt, und weil es nur zwei Comics in dieser Woche waren, habe ich mich entschlossen das für diese Woche aufzusparen und dann alles auf einmal zu präsentieren. Neben den beiden Comics der letzten Woche, die direkt von Panini kamen und die letzten beiden Ausgaben des aktuellen Abos beinhalteten, gab es außerdem die neue Lieferung an Abos von meinem neuen Vertrauensmann in Sachen Comics, Stefan Kulnik vom Comicflohmarkt.de und eine Vorbestellung, der vierte Band der Teenage Mutant Ninja Turtles Universe-Reihe, sowie die vierzehnte Ausgabe der WHOA! Comics-Anthologie direkt von Plem Plem Productions

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Jessica Jones Megaband Nr. 2: Alias (2) [Panini, Oktober 2016]

Inzwischen ist es fast ein Jahr her, dass ich euch den ersten Band der hochgelobten Soloserie von Jessica Jones aus der Feder von Brian Michael Bendis vorgestellt habe. Daher dachte ich mir, dass es ruhig an der Zeit wäre, den zweiten Band, der auch gleich den Abschlussband darstellt, zu reviewen …

Jessica Jones Megaband Nr. 2: Alias (2)

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Michael Gaydos, Mark Bagley, Rick Mays
Format: Softcover
Umfang: 348 Seiten
Inhalt: Alias 16-28, Marvels 75th Anniversary Celebration (IV) & What if Jessica Jones had joined the Avengers?
Verlag: Panini Comics
Preis: 29 Euro Weiterlesen

Meine Comiclieferung für Oktober/November 2016

Eigentlich habe ich die Lieferung schon letzte Woche erhalten, und wer mir auf Facebook, Twitter und Instagram folgt, konnte die Bilder auch schon letzte Woche sehen, aber hier habe ich mal wieder getrödelt. Und so gibt es wieder mit ein paar Tagen Verspätung, meine aktuelle Comiclieferung aus dem Comicshop meines Vertrauens, dem Comic Attack in Erfurt und ein paar zusätzliche Sachen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Dabei ist die aktuelle Lieferung von Plem Plem Productions, dazu ein ganz besonderes Bild, welches ich mir von Herrmann Comix-Künstler Maxim Christof Seehagen als Sketch gewünscht habe, und dann von Dennis „bouncieD.“ Lehmann kolorieren lassen habe und ein Band, den ich am Kiosk geholt habe. Die zwölfte Ausgabe der Lustiges Taschenbuch Ultimate Phantomis-Reihe …

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Jessica Jones – Alias Megaband Nr. 1 [Panini, Juli 2016]

Es gibt Serien, die haben es in Deutschland wirklich nicht leicht. Nicht etwa, weil sie schlecht sind, bei Weitem nicht, sondern vielmehr, weil der deutsche Comicmarkt ein vollkommen anderer, als der amerikanische ist, wo Verkaufszahlen einen anderen Rahmen haben und Serien dadurch auch bessere Chancen. In Deutschland braucht es schon einen zugkräftigen Namen, oder noch besser gleich mehrere. Am besten ist es dann natürlich auch noch, wenn zeitgleich ein Film oder eine Serie der jeweiligen Hauptfiguren anlaufen und dementsprechende Erfolge feiern. Noch besser ist es dann natürlich, wenn man noch mit bekannten Künstlern glänzen kann.
Genauso eine Serie ist „Alias“ von Brian Michael Bendis und Michael Gaydos mit ihrer Protagonistin Jessica Jones. Immer wieder wurde sie von den Fans gefordert und immer wieder musste Panini ablehnen, dass sie, trotz durchaus zugesprochenen Qualitäten, kaum Chancen hierfür auf dem deutschen Markt sehen. Bis Netflix mit ihrer Serie „Jessica Jones“ kamen …

Jessica Jones – Alias Band 1

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Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]

Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.

Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island

Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen ...

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen …

Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.

Die neue Madame Web.

Die neue Madame Web.

FAZIT:

Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

„Venom Sonderband #2: Spider-Island“ bei Panini Comics bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Avengers #13 [Panini, März 2012]

Fear Itself geht weiter, und die Avengers sehen sich weiteren Problemen gegenüber …

Avengers #13

Die Interviews gehen weiter. Wie hat Captain America den Verlust seines Partners verkraftet? Diese Frage stellen sich auch die Avengers, und als sich Steve die Möglichkeit bietet Sin endlich dingfest zu machen, scheinen seine Mitstreiter nur hilflos zusehen zu können, wie er in sein Schicksal rennt.
Ebenfalls mit ihrem eigenen Schicksal muss die Nanny der kleinen Danielle, die Tochter von Jessica Jones und Luke Cage, kämpfen. Denn als das Chaos über die Stadt hereinbricht, muss sie schnellstmöglich zum Rächeranwesen gelangen, damit die New Avengers endlich losziehen können. Doch was sie dabei über sich selbst erfährt überrascht Doreen, das Squirrel Girl …

Sin stellt Steve eine Falle.

Die letzte Avengers-Tie In-Ausgabe war die bisher Schlechteste und wer jetzt denkt, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, den kann ich beruhigen. Denn tatsächlich gefällt mir dieses Tie In wieder besser. Aber wenn ich ehrlich sein muss, auch nur der zweite Teil des Heftes. Der Erste ist wieder platt und pathetisch und typisch amerikanisch. Captain America verzweifelt über den Tod seines früheren Partners Bucky Barnes, will die Mörderin zur Rechenschaft ziehen und tappt dabei in eine Falle. Alles schon Mal da gewesen und alles auch schon wesentlich besser. Auch die Zeichnungen von Romita Jr. gefallen mir hierbei immer weniger. Sein Stil wird auffallend unübersichtlicher und seine Gesichter sehen inzwischen fast alle gleich aus. Frauen haben grundsätzlich unnatürlich hohe Wangenknochen, Männer fast immer ein Gesicht, als würden sie es die Nacht über in einer Mikrowelle aufbewahren. Dies liegt aber auch ein wenig am Inker Klaus Janson, den ich eigentlich sehr schätze, wenn er denn mit den richtigen Künstlern zusammenarbeitet. Und es gab mal Zeiten da haben sich auch Romita und Janson gut ergänzt, aber seitdem Romitas Stil sich so verschlechtert hat, scheint da nichts mehr zu retten zu sein.

Ist das Steve Rogers oder einer von Romeros lebenden Toten?

Doch Teil Zwei des Heftes entschädigt dafür teilweise wieder. Zwar sind auch hier die Zeichnungen wahrlich kein Hingucker, zu Deodato habe ich mich in der letzten Ausgabe schon ausgelassen, und daher will ich mich lieber der sehr gelungenen Geschichte widmen. Diesmal steht nämlich kein großer Held, keine besondere Person, ja nicht einmal ein Avenger im Vordergrund, sondern nur das Kindermädchen. Und auch wenn Doreen, alias Squirrel Girl, einmal ein Avenger war, ein Great Lakes Avenger um genau zu sein, so ist sie im Augenblick für mich trotzdem einer der faszinierendsten Charaktere, welche die New Avengers zu bieten haben. Das Mädel hat Mumm und Energie. Sie hat das Herz am rechten Fleck und gelegentlich auch mal ein vorlautes Mundwerk. Was ebenfalls sehr interessant ist, ist die Verbindung die Doreen mit Logan zu haben scheint. Da ist noch einiges an Potenzial vorhanden, welches hoffentlich nicht einfach so unter den Tisch gekehrt wird.

Doreen, alias Squirrel Girl, nach ihrer Jagd über die Dächer.

FAZIT:

Diese Ausgabe ist zwar noch immer nicht wieder auf dem Startniveau des Events, aber dennoch etwas besser gelungen. Zumindest zum Ende hin. Das wohl Beste für ein solches Event ist neben einer actionreichen Haupthandlung, eben auch immer ein kleines bisschen Soap und Drama, das die nötige Würze und das Gleichgewicht bringt. Wenn das Marvel und auch die anderen Verlage endlich erkennen, dann würden uns Gurken wie Secret Invasion oder The Siege erspart bleiben. Und jetzt muss ich doch noch etwas zu Deodatos Zeichnungen in der zweiten Geschichte sagen. Denn er schafft es wirklich toll Doreens Flucht über die Hauserdächer so einzufangen, dass man ihre tierische „Herkunft“ erkennt. Wie sie flitzt, springt und klettert, das ist ein reinrassiges Eichhörnchen. Anders kann ich das nicht beschreiben.
So jetzt habt ihr mich erwischt. Ich habe doch noch etwas Gutes zu Deodato gesagt. Aber wenn man eine Münze in einer Dreckpfütze findet, kann man das doch auch ruhig erwähnen.

Wie ein Eichhörnchen. Sehr gute Arbeit von Deodato.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Avengers #12 [Panini, Februar 2012]

Fear Itself geht weiter, diesmal mit dem nächsten Avengers-Tie In …

Avengers #12

Die Interviews gehen weiter und dieses Mal stehen zwei Damen im Vordergrund. Zum einen ist dies Spider-Woman, Jessica Jones, die noch immer mit ihrer Vergangenheit hadert und nach dem Ereignis sucht, mit dem sie sich reinwaschen kann, und zum Anderen ist es Hawkeyes Ex-Frau, Mockingbird alias Barbara „Bobby“ Morse. Auch diese hat ein einschneidendes Erlebnis hinter sich und will nun mit dem neu gewonnenen Leben mehr anfangen als bisher …

Nur noch viel BOOM!

Ganz ehrlich? Was soll das? Ich meine im letzten Heft war das ganze als kleine Auflockerung noch ganz schön, aber diesmal ist es einfach nur schlecht. Wenn man mal von den wirklich emotionsgeladenen Interviewbildchen absieht, ist der Rest einfach nur eine Prügelorgie. Die Erzählung, wie Jessica sich gegen den, unter den mystischen Mächten des Hammers stehenden, Hulk stellt, ist stellenweise arg unglaubwürdig und ziemlich chaotisch. Einziger Lichtblick hierbei ist die sich weiter anbahnende Liebesgeschichte zwischen Clint und Jessica, den Rest der Story kann man getrost vergessen.

Liebe ist doch etwas schönes …

Auch Bobbys Erzählung darüber, wie sie nach dem Hinterhalt von H.A.M.M.E.R. nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen ist, sind alles andere als eine Offenbarung. Ebenfalls sehr unglaubwürdig ist hierbei das Verhalten einiger ihrer Rächerkollegen, allen voran Spider-Man, der mit der Art und Weise wie er reagiert und argumentiert eher Out of Character wirkt, auch wenn er dies nur tut, weil er wegen Victoria Hand, das Team verlassen will. Er nimmt ihr noch immer ihre Vergangenheit übel, wo wir dann auch schon wieder bei der Vergangenheitsbewältigung wären, mit der auch Jessica im ersten Teil des Heftes zu kämpfen hat. Von diesem kurzen Moment abgesehen ist auch dieser Teil, durch die Erzählung des Kampfes mit Sin und ihren Blitzkrieg U.S.A.-Truppen einfach zu inhaltlos und irrelevant für das eigentliche Event.

Die Vergangenheit holt uns alle immer wieder ein …

Was mich persönlich aber an dieser Ausgabe am meisten erstaunt, ist die Verarbeitung der eigenen Vergangenheit, der jüngeren amerikanischen Geschichte an sich. Es ist gerade einmal 10 Jahre her, dass Amerika den wohl verheerendsten Angriff auf die eigene Bevölkerung, dazu noch im eigenen Land, erleben musste. Den Verlust des World Trade Centers. Und dann, sehen wir in einem Comic, der im eigentlichen Sinne nichts mit den Ereignissen zu tun hat, wie eine geschockte Heldin auf einem Dach steht und den Rächerturm zusammenfallen sieht, und zwar genau so wie damals die beiden Twin-Towers. Vergangenheitsbewältigung ja, aber so ist das Ganze einfach nur wieder einmal typisch amerikanisch und pathetisch.

Spideys Oberschenkel mit den Augen von Deodato.

Die Zeichnungen können mich diesmal leider überhaupt nicht überzeugen. Während Bachalo an den ruhigen Passagen noch immer fehlbesetzt wirkt und während der Actionsequenzen wirklich gut herüberkommt, so sind Deodatos Zeichnungen einfach nur grauenhaft. Früher hat mir Mike Deodato an Elektra wirklich gut gefallen, aber wenn man seinen Spider-Man in dieser Ausgabe sieht, mit Oberschenkeln die fast dreimal so umfangreich, wie seine Oberarme sind, dann lässt sich das nicht mehr schönreden, selbst dann, wenn die Bilder wirklich sehr detailliert sind. Hier wirkt die Anatomie, des eigentlich wesentlich agileren Spider-Man unverhältnismäßig überproportioniert.

FAZIT:

Zwar habe ich bereits eine Ausgabe zur schlechtesten bisher gekürt aber diese hier überbietet jene noch bei Weitem. Wichtig ist nur, dass diese Ausgabe bisher kaum etwas beinhaltet, was länger im Gedächtnis bleibt. Zumindest im positiven Sinne. Aber wer will sein Gedächtnis schon unbedingt mit Negativem belasten. Von daher habe ich nur die Hoffnung, dass die nächste Ausgabe dieses Events wieder besser ausfällt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Spider-Man #91 [Panini, Dezember 2011]

Heute geht es weiter mit der nächsten Ausgabe zu „Big Time“…

Spider-Man #91

Inhalt:

  1. „Ein neuer (alter) Kobold in der Stadt“ (Kill to Be You / Amazing Spider-Man #649 [Jan 2011])
  2. „Die letzte Lektion“ (The Final Lesson / Amazing Spider-Man #650 [Feb 2011])
  3. „Das Beste von mir“ (The Best Version of Myself / Amazing Spider-Man #601 [Okt 2009])

Wenn man Arbeit mit nach Hause nimmt...

Peter hat sich endlich ein Herz gefasst und Carlie seine Liebe nicht nur gestanden, sondern auch gezeigt. Und als wäre dies nicht schon der Gipfel seines Glücks hat Peter auch noch mit Hilfe von Marla Madison, J. Jonah Jamesons Frau, einen Job bekommen in dem er nicht nur ungestört an wissenschaftlichen Spielereien für sein Alter Ego, Spider-Man, basteln kann, sondern auch noch sehr gut verdient und sich keine Sorgen mehr um Geld machen muss.

Phil ist schon eine komische Type.

Auch für Phil Urich, der Neffe von Ben Urich, der nun beim neuen Daily Bugle arbeitet gibt es Neuigkeiten. Wobei seine Neuigkeiten eher mit seiner Vergangenheit als heldenhafter Grüner Kobold zu tun hat. Doch nun will Phil nicht als Held auftrumpfen (immerhin hat dies früher schon nicht funktioniert), sondern er will sich als Schurke einen Namen machen. Und dies klappt am besten in dem man jemanden aus dem Weg räumt der sich bereits einen Namen im Gewerbe gemacht hat.

"Total Recall" lässt grüßen...

Doch alles Gute zieht auch etwas Böses an und dies passiert in Form von Alistair Smythe, dem Sohn des legendären Spinne-Killer-Konsdtrukteurs Spencer Smythe…

Zu guter letzt gibt es noch einen kleinen Sprung in die Vergangenheit in der Peter seiner alten Schulkameradin Jessica Jones ein wenig sein Lebensmotto erklärt und ihr damit nur verdeutlichen will, was sie selbst eigentlich schon längst weiß…
FAZIT:
„Big Time“ geht weiter und es ist wirklich groß. Dan Slott und Humberto Ramos präsentieren einen frischen Wandkrabbler wie schon lange nicht mehr im 616er Marvel Universum. Ohne dabei auf typische Merkmale oder Eigenschaften der Hauptprotagonisten zu verzichten, wird eine neue Welt eingeführt, die in sich trotzdem so stimmig und glaubhaft ist wie es lange schon nicht mehr war. Wer sich mit Spidey auseinandersetzen möchte, in seine, zugegebenermaßen sehr vielschichtige, komplexe und mit Altlasten belastete Vergangenheit einzulassen, für den sind dieses Heft und das vorangegangene Im Netz von Spider-Man #33, der ideale Einstiegspunkt.

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