Review Kurzüberblick (4) (Spawn Nr. 102 & 103)

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit zwei Ausgaben Spawn weiter …

Comic Review Kurzüberblick

Spawn Nr. 102 [Panini, Oktober 2012]

Jim und der Clown müssen sich aussprechen. Denn nachdem Jim Downing, alias Spawn, erfahren hat, dass der Clown ihn belügt, wollte er diesen eigentlich lieber aus dem Weg räumen. Doch der Clown schafft es Jim davon zu überzeugen, dass sie sich gegenseitig brauchen, um gegen den wiedererwachten Malebolgia bestehen zu können. Der ist zwar noch damit beschäftigt seine Kräfte zu sammeln, aber deswegen noch lange nicht ungefährlich …

Langsam, sehr langsam kommt die Geschichte voran und stellenweise ist es ehrlich gesagt verwunderlich, wie es das Autorenteam schafft, so viel Text mit so wenig Inhalt zu füllen. Es wird sehr viel Drumherum geredet und dem gegenüber zu wenig gehandelt. Das ist fast genauso schlimm, wie seitenlanges Rumgekloppe und kaum Handlung.
Zum Glück können wenigstens die Zeichnungen von Szymon Kudranski überzeugen. Diese sind zwar nach wie vor sehr düster und geheimnisvoll, stecken bei genauerer Betrachtung aber dennoch voller Details. Negativ fällt jedoch auf, das Kudranski sehr viel kopiert und photoshopt. So ändern sich viele Panels nur dadurch, dass es das gleiche Bild ist, der Bildausschnitt jedoch verändert wurde, oder minimalste Änderungen an Figuren, wie Mund, Arm- oder Beinhaltung, vorgenommen wurden. Das schmälert den durchaus positiven Gesamteindruck doch sehr.

FAZIT:

Kaum Handlung und dazu Bilder, die sich streng genommen wiederholen, dafür aber sehr gut aussehen und viel geheimnisvolles transportiert. Doch wenn nicht langsam etwas Schwung in die Geschehnisse kommt, sehe ich für Spawn, nicht nur bildlich, schwarz.

Spawn Nr. 103 [Panini, Januar 2013]

Lange Zeit hat sich Jim Downing versteckt. In der Dunkelheit, vor der Gesellschaft und vor allem vor seiner eigenen Vergangenheit. Nun begibt er sich mit einer neu gegründeten Stiftung mitten in die Öffentlichkeit und zieh so das gesamte Interesse auf sich. Dadurch will er aber nicht nur mit seinen Kräften anderen helfen, sondern auch vielleicht Informationen über sich selber und sein Leben vor dem Koma erhalten. Doch diese Aktion ruft auch Feinde auf den Plan …

Endlich gibt McFarlane ein wenig Gas und präsentiert zum Ende hin noch einen ganz fiesen Cliffhanger. Das ist eine Situation, die ich persönlich, so nicht vorhersehen konnte und den ich sehr begrüße. Gibt es doch dieser Storyline zusammen mit der Stiftung wieder einiges an Schwung. Die Frage bleibt nur, ob dieser Schwung ausreicht, um wieder vorwärst zu kommen, oder ob diese Serie doch letztendlich stecken bleibt.
Zeichnerisch gibt es, bis auf die immer auffälligeren Photoshop-Elemente, Kopien und Mehrfachverwertungen seiner Zeichnungen, an dem, was Kudranski abliefert, kaum etwas zu meckern. Und, dass dies kein echter Beinbruch sein muss, zeigt Greg Land bei jeder seiner arbeiten aufs Neue.

FAZIT:

Neuer Schwung, frische Ideen und ein echt gemeiner Cliffhanger könnten die Serie noch retten. Wenn es nur nach den Zeichnungen ginge, wäre Spawn aktuell nicht mal so schlecht. Doch handlungstechnisch gab es in den letzten Ausgaben kaum Relevantes. Aber vielleicht ändert sich dies ja ab sofort.

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