The Last Of Us: American Dreams [Cross Cult, Juli 2013]

Das Hauptspiel und die DLCs Left Behind und das Erbarmungslos Paket habe ich bereits hier vorgestellt. Jetzt ist auch der zugehörige Comic an der Reihe. Dieser erschien zwar bereits im Sommer 2013 bei Cross Cult, aber gekauft habe ich ihn erst dieses Jahr und dann lag er auch noch ein wenig auf meinem Lesestapel herum. Aber jetzt genug der Ausflüchte. Wie sich der Comic nun schlägt, zeigt euch mein Review …

The Last Of Us: American Dreams

Mit American Dreams wird jedoch nicht etwa DIE Vorgeschichte erzählt, sondern nur eine Vorgeschichte. Denn das wie, und warum, klärt nur das Spiel und selbst dort gibt es eine gute Vorgeschichte in fesselnden Bildern. American Dreams widmet sich dem zweiten Hauptcharakter des Spiels, Ellie.
Diese landet nämlich kurzerhand in einer Militärschule. Neunzehn Jahre sind seit dem Ausbruch der der parasitären Pilzinfektion vergangen. Die Menschen leben nicht mehr nur miteinander, sondern vor allem gegeneinander. Freundschaften sind selten, das Überleben des Stärkeren dominiert. Der wertvollste Besitz ist neben dem Leben nur das, was man bei sich tragen kann. Und so ist Ellies wertvollster Besitz ihr Walkman. Ausgerechnet den wollen ihr ein paar Jungs aber nun gleich am ersten Tag abnehmen. Dank einer neuen Freundin jedoch, gelingt es ihnen nicht. Mit der jungen afroamerikanischen Dame, die auf den Namen Riley hört, macht Ellie dann auch Nachts gleich einen folgenschweren Ausflug …

Was machen Mädels Abends wenn ihnen langweilig ist? Um die Häuser ziehen …

Dem einen oder anderen könnte der Name Riley jetzt bekannt vorkommen. Das ist auch überhaupt nicht so abwegig, da Riley die zweite Protagonistin aus dem DLC Left Behind ist. American Dreams spielt aber einige Zeit vor den Ereignissen in Left Behind. Die Handlung selbst, ohne zuviel davon zu verraten, ist nicht wirklich umfangreich. Genaugenommen spielt alles innerhalb einer Nacht. Es passiert auch nicht wirklich viel Weltbewegendes, aber das was passiert, hat es schon in sich. Neben ein wenig Action mit Infizierten und den Fireflies gibt es aber auch Persönliches und Emotionales. Da es aber möglicherweise auch Leute gibt, die mit The Last Of Us bisher keine Berührungspunkte hatten, will ich mal kurz die Grundlagen erklären.

Vergangenheit und Gegenwart. Freude und Leid. Oftmals liegt alles so dicht beieinander.

Die Welt hat sich nach dem Ausbruch eines Pilzparasiten verändert. Dieser mutiert die Menschen, sodass sie sich ähnlich wie Zombies verhalten. Niedere Instinkte regieren das Handeln dieser ehemaligen Menschen. Die Infektion erfolgt durch Sporen in der Luft, wodurch infizierte Menschen automatisch wieder zu Wirten werden und nach dessen Ableben auch Sporen freisetzen. Gerade in dicht besiedelten Gebieten führte dies schnell zu fast kompletten Ausrottung. Nur in ländlichen Gebieten war die Epidemie weniger aggressiv. Seit dem Ausbruch haben sich vorrangig zwei Lager gebildet. Einmal das Militär, welches mit Quarantänezonen und drastischen Mitteln die Seuche einzudämmen versucht. Und zum anderen die Fireflies, die auf eine andere Lösung setzen und so etwas wie Rebellen darstellt. In dieser Welt finden sich die junge Ellie und der etwas introvertierte Joel. Joel hat den Auftrag Ellie, die seit einem „Unfall“ infiziert ist, zu den Fireflies zu bringen. Denn aus irgendeinem Grund scheint die Infektion bei Ellie nicht auszubrechen. Ihre Immunität könnte die Grundlage fr ein Heilmittel sein. Das ist grob die Haupthandlung des Spieles, wobei cih auch hier das Finale nicht vorwegnehmen möchte. Außerdem sollte es nur als Erklärung dienen, worauf man sich bei „The Last Of Us: American Dreams“ einlassen kann.

Infizierte sind gefährliche Gegner.

Im Grunde also, ist American Dreams und auch The Last Of Us eine Variation des Zombiethemas in typischer postapokalyptischen Setting. So ist auch das Artwork des Comics angelegt. Düstere, dramatische und melancholische Bilder sind es, die Faith Erin Hicks hier auf das Papier gezaubert hat. Der Stil erinnert dabei ein wenig an Bryan Lee O’Malleys Scott Pilgrim, hat aber dennoch genug Eigenständigkeit, um kein Abklatsch dessen zu sein. Außerdem ist Hicks nicht nur die Zeichnerin, sondern auch Co-Autorin des Bandes, der die 4 US-Einzelhefte sammelt. Wer sich an Zombies und artverwandten Themen noch nicht sattgesehen hat und dem Spiel auch einiges abgewinnen kann, der ist mit dem Band bestens bedient. Es werden zwar nur wenig neue Einblicke geboten, aber eine Bereicherung zum Spiel ist es in meinen Augen allemal.

Freund oder Feind. Manchmal kann man nicht wirklich sicher sein.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Sony Computer Entertainment America LLC / Naughty Dog / Dark Horse / Cross Cult

Als Extras enthält der Band ein paar Skizzen von Ellie.

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