Spider-Man & The Avengers (23) (Spider-Man Nr. 12-14)

Weiter geht es mit dem nächsten Teil zu den Spider-Man-Reviews. Diesmal sind die Hefte 12 bis 14 an der Reihe, in denen die „Die dunkelste Stunde“-Storyline gesammelt ist. Hier trifft der neue überlegene Spider-Man zum ersten Mal auf Colonel Flash Thompson und seinen Agent Venom. Aber sowohl davor, als auch danach gibt es noch einen mehr oder minder kleinen „Zusatz“ …Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 12 [Panini, Juli 2014]

Autor: Dan Slott, Christos N. Gage
Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Humberto Ramos
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Superior Spider-Man 21-22
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Betty Brant will gerade wieder beim neuen Daily Bugle anfangen, als sich alte Muster erkennen lassen. Denn plötzlich bricht Stunner, Doc Ocks frühere Geliebte, durch die Wand, auf der Suche nach Spider-Man. Sie will Octavius‘ Tod rächen, ohne das sie weiß, wer sich nun im Körper des Helden befindet. Dementsprechend fällt dann auch das erste Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Partner aus …
Ähnlich verhält es sich mit Peters früherem Freund Flash Thompson, der zwischenzeitlich als Agent Venom ist und sogar für die Regierung unterwegs war, sowohl mit den Secret Avengers als auch mit den Thunderbolts. Doch in dem Glauben dieser Spider-Man würde ihn kennen, will er den neuen Crime Master dingfest machen, als SpOcks Spider-Bots auf den Symbionten aufmerksam werden. Das vermeintliche Wiedersehen ist daher alles andere als freundlich und könnte für Flash sogar tödlich enden …

Noch immer ist Dan Slott ein guter Erzähler, auch wenn er hier des Öfteren von Christos N. Gage unterstützt wird. Ein Grund dafür ist Slotts neue Silver Surfer-Serie, dessen ersten Band ich bereits hier reviewt habe. Deshalb fehlte dem Spider-Man-Fanboy die Zeit und Gage half ihm aus. Leider merkt man dies den Geschichten auch ein wenig an, denn wie schon beim Annual fehlt ein wenig das Besondere und so ist der zweite Teil des Heftes wieder nur wie ein „besseres“ Team-Up-Heft aufgebaut. Helden treffen sich und Helden verkloppen sich. Nix Besonderes, wenn da nicht wenigstens ein paar der Hintergrundstoryelemente wären, die es dann zumindest ein kleines bisschen aus der Belanglosigkeit holen.
Für die Zeichnungen sind Giuseppe Camuncoli, im ersten Teil und Humberto Ramos, im zweiten Teil verantwortlich. Beide Zeichner liefern sehr gute und ansehnliche Arbeit ab, wobei jeder seinen ganz eigenen Stil hat, den man wiederum mögen muss. Während Camuncoli weitaus realistischer ausfällt, gefällt mir an Ramos vor allem der Manga-Style, der auch nach all den Jahren ein bischen was Besonderes ist.

Die Storyline „Die dunkelste Stunde“ fängt im Grunde ganz vielversprechend an, verliert aber ebenso schnell an Spannung. Wesentlich besser gefällt mir da der Abschluss um die Geschichte m it Stunner, welche bereits in Ausgabe 10 begonnen hatte und nur vom Annual und dem kurzen Parker-Rückblick unterbrochen wurde. Allerdings hat die dunkelste Stunde wieder Ramos, den ich sehr schätze und deshalb bleibt es immer noch ganz gut. Zumindest für mich.

Spider-Man Nr. 13 [Panini, August 2014]

Autor: Dan Slott, Christos N. Gage
Zeichner: Humberto Ramos
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Superior Spider-Man 23-24
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Venom kann aus dem Kampf mit Spider-Man fliehen und taucht unter. Spider-Man versucht dennoch ihn ausfindig zu machen, weiß aber, dass er auch andere Verpflichtungen hat. Mit seiner neuen Freundin Anna Maria, der kleinwüchsigen Tutorin, will er seine Tante May und deren Ehemann Jay, den Vater von J. Jonah Jameson, zum Abendessen einladen, damit May und Jay Anna kennenlernen. Peters frühere Partnerinnen haben derzeit mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Mary Jane eröffnet ihren neuen Club und hat mächtig Stress, sodass ihr Peters verändertes Verhalten nur bedingt auffällt und Carlie Cooper, die Forensikerin des NYPD, befindet sich in der Gefangenschaft des grünen Kobolds, der an ihr mit dem Koboldserum experimentiert. Wie es der Zufall aber will, findet der geschwächte Flash Thompson Zuflucht bei seinem alten Freund Peter Parker, ohne zu wissen, dass dieser sein neuester Gegner, Spider-Man ist. Bei dem Versuch Flash vom Symbionten zu trennen kommt es zum Unfall und Spider-Man verschmilzt erneut mit dem außerirdischen Wesen …

Man merkt zwar durchaus, dass Slott das Grundskript für dieses Abenteuer angefertigt hat, aber die Details, welche die sonstigen Slott-Abenteuer ausmachen, die fehlen hier leider. Zwar leistet Christos N. Gage durchaus unterhaltsame Arbeit und auch die Hintergrundelemente, wie die Story um Mary Jane, und Carlie Cooper, die das Geheimnis um den neuen Spider-Man lüften konnte, überzeugen, aber es fehlt dennoch etwas. Manchmal ist es einfach schwer zu beschreiben, aber letztendlich ist es so, als würde dieses gewisse Etwas fehlen und es bleibt nur Unvollständiges zurück. Eine innere Unzufriedenheit sozusagen, die aus dem Unterhaltsamen, das Besondere macht.
Besonders hingegen sind die Zeichnungen, welche diesmal komplett von Humberto Ramos stammen. Schon mit der im März 2004 gestarteten Serie „Der spektakuläre Spider-Man“ bei Panini, gab es Ramos mit Spider-Man und Venom. Die Serie hatte mir damals schon sehr gut gefallen und enthielt neben der neu gestarteten zweiten „Spectacular Spider-Man“-Serie auch Venoms neue Serie, die es aber leider nur auf fünf deutsche Auftritte brachte, während es in den Staaten immerhin schon 18 Ausgaben waren. Wobei Venoms Serie nicht von Ramos, sondern von Francesco Herrera gezeichnet wurde. Aber immerhin gab es in Spectacular Spider-Man auch gleich ein Treffen der Beiden.

Es bleibt weiterhin spannend, zumindest im Rahmen dessen, was Christos N. Gages Fähigkeiten betrifft, und recht unterhaltsam. Das für mich beste sind aber mitunter Ramos‘ Zeichnungen, die ich mir immer wieder gerne ansehe.

Spider-Man Nr. 14 [Panini, September 2014]

Autor: Dan Slott, Christos N. Gage, Dean Haspiel
Zeichner: Humberto Ramos, Dean Haspiel
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Superior Spider-Man 25, Amazing Spider-Man 692
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Der außerirdische Symbiont, der den neuen verbesserten Spider-Man übernommen hat, sorgt noch immer für mächtig Ärger und ruft sogar die Rächer auf den Plan. Diese können und wollen nicht zusehen, wie der Superior Venom Menschenleben gefährdet. Währenddessen macht auch Carlie Cooper, Peters Ex-Freundin und Forensikerin des NYPD, eine gravierende Veränderung durch. Nach dem Kontakt mit dem Koboldserum, welches ihr von ihrer High School-Schwester Lily Hollister, die bereits als Menace ihr Unwesen treibt, verabreicht wurde, mutiert Carlie ebenfalls zu einem wahren Monster, was auch gleich ihr neuer Name wird. Doch während Carlie sich mehr oder weniger selbst überlassen wird, taucht im Kopf von SpOck Peters Geist erneut auf, um den Symbionten von seinem Wirt zu lösen und so Spider-Man zu befreien …
Zusätzlich zum Finale gibt es noch eine Kurzgeschichte von Dean Haspiel (Autor und Zeichner), in der es um einen kurzen aber historischen Moment in der Spider-Man-Chronologie geht. Denn in der Nacht als Spider-Man sein Kostüm „für immer“ ablegen will, wird es von einem kleinen Gauner gefunden, der nur ein wenig Geld für seine todkranke Enkelin brauchte und schlussendlich ein viel größeres Geschenk findet. Er besucht seine Enkelin als Spider-Man, weil diese ein großer Fan des Netzschwingers ist.

Ein durchaus würdiges Finale spendiert Dan Slott gemeinsam mit Christos N. Gage der „Die dunkelste Stunde“-Storyline und bringt auch gleichzeitig Peters Geist zurück. Inwiefern das Auswirkungen haben soll, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar, aber sicher ist, dass es welche haben wird. Slott und Gage liefern grundsolide und sehr unterhaltsame Arbeit ab, die überzeugt und Spannung schürt. Selbst die Kurzgeschichte von Dean Haspiel ist gelungen, wenngleich mir der Zeichenstil nicht ganz so zusagt und ein wenig übertrieben cartoony für den Inhalt wirkt.
Beim Hauptteil, dem Finale, überzeugt wieder einmal Humberto Ramos und dieser schafft es die nun verwandelte, oder mutierte, oder wie auch immer man dies nun nennen mag, Carlie Cooper echt creepy aussehen zu lassen. Auch der Superior Venom wirkt durch Ramos Stil sehr bedrohlich und unberechenbar. Aber Ramos kann nicht nur creepy, sondern auch ganz schön sexy und dies beweist er unter anderem wieder an Mary Jane und vielen anderen weiblichen Charakteren.

Mir gefällt der Superior Spider-Man bisher ganz gut. Auch wenn ich anfänglich Bedenken hatte, konnten diese durch Dan Slott, der heute übrigens Geburtstag hat, zerstreut werden. Nicht falsch verstehen, ich will Peter auch gerne zurück, aber es gibt viele interessante Ansätze, die nur mit SpOck möglich sind, und die ich gerne ausgereizt sehen würde. Mal schauen, ob ich im nächsten Reviewblock mit Spider-Man weitermache, oder ob ich mich vorher lieber dem „Infinity“-Event widme. Was denkt ihr?

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