Justice League of America Nr.1 Die Extremists [Panini Comics / DC Comics, Dezember 2017]

Derzeit verfolge ich fleißig die monatlich erscheinenden DC Rebirth Heftserien Justice League und Suicide Squad. Mir gefallen die Hefte sehr gut und da dachte ich mir, starte ich mal mit dem ersten Band der neu formierten etwas menschlicheren Helden rund um Batman. In Justice League of America gibt es auf über 130 Seiten die ersten sechs US-Hefte gesammelt in einem Band zu lesen. Die ersten vier Hefte befassen sich mit den Extremists, welche Chaos auf Erden mit Feuer und Vernichtung bereinigen wollen und die letzten beiden Hefte mit einer armen Kleinstadt, die nun als Waffenlager dient. Die neu formierte Justice League of America hat einiges zu tun, um diesem Chaos Einhalt zu gebieten.

Justice League of America Nr.1 Die Extremists

Batman wacht nicht nur über Gotham City, er ist auch ein Teil der ruhmreichen Justice League um Wonder Woman, Flash und Superman. Jetzt nach den Ereignissen der Crossover Reihe Justice League vs. Suicide Squad hat Batman ein neues Team zusammengetrommelt. Die Mitglieder wurden bereits im vorangegangen Justice League of America: Rebirth Special dem Leser vorgestellt. Der entscheidende Unterschied zu den Helden, wie wir sie kennen, besteht darin, dass sich die einfachen Menschen der Bevölkerung mit den neuen Helden um Batman identifizieren können. So gehören unerfahrene Nachwuchshelden mit ihren ganz persönlichen (menschlichen) Problemen zum Team. Ob sich die einfache Bevölkerung wirklich mit dieser neuen Heldentruppe identifizieren kann? Batman, Caitlin Snow alias Killer Frost, Lobo, Ray mit der Macht über Licht, Atom, Black Canary und Vixen werden es in den ersten Heften Lord Havoc und den Extremists schon zeigen.
Bis auf ein paar Unstimmigkeiten untereinander der neuen Helden scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, doch dann taucht wie aus dem Nichts plötzlich Havoc und die Extremists auf. Sie machen in einem heißen Feuergefecht sehr deutlich, warum sie auf die Erde gekommen sind. Havoc hat seine Welt verloren, doch die Erde will er retten! Dieser Widerspruch liegt der Zerstörung von Havoc und den Extremists zugrunde. Wie kann man die Erde den retten, wenn man sie vorerst zerstört und die Bevölkerung versucht, zu beherrschen? Das können Batman und sein Team nicht einfach so hinnehmen. Havoc reist nach Kravia und dort werden Havoc und die Extremists im Sinne der Diplomatie zu kravianischen Staatsbürgern ernannt. Kravoc festigt seine Macht und beginnt diese auszuweiten. Um der Erde zu helfen, benötigt es die richtige Führung! Batman und sein Team werden es in dieser Ausgabe Havoc und den Extremists schon zeigen, wo der Hammer hängt …

Lobo hat's voll drauf!

Lobo hat’s voll drauf!

Die nächste Geschichte dreht sich um eine arme kleine Stadt mit dem Namen Vanity. Hier werden nun Waffen für den Kriegstreiber Nikos Aegeus von der Bevölkerung hergestellt. Die Armut der Bevölkerung von Vanity wird zusehends weniger, doch dies ist nicht im Sinne von Batman und seinem Team, dass Waffenverkauf und Waffenproduktion dafür verantwortlich sind. Es dauert nicht lange, bis sich Batman mit seinem Team Nikos Aegeus in den Weg stellt. Aegeus meint, die Zerstörer haben die Macht, nicht die Erbauer!

Havoc hat mehr von der Erde erwartet ...

Havoc hat mehr von der Erde erwartet …

Geschrieben von Steve Orlando und mit Zeichnungen versehen von Ivan Reis, Andy MacDonald und anderen, erweisen sich Story und Zeichnungen in Kombination mit einer sehr bunten und kraftvollen Farbgebung als ein actionlastiges Gewusel zwischen Kampf und Zerstörung. Kampfhandlungen und Action der vielen verschiedenen Charaktere auf beiden Seiten (Gut/Böse) stehen hier im Vordergrund. Es bleibt nicht sehr viel Zeit für ruhigere intensive Momente der einzelnen Helden und deren Persönlichkeiten. Einzelne Beweggründe der jeweiligen Charaktere werden im Kampfgetümmel dem Leser nähergebracht. So erhält der Leser ein zeichnerisch typisch amerikanisches Mainstream Produkt, welches diesen Ansprüchen definitiv gerecht wird, aber auch noch nicht viel mehr! Im Grunde genommen besiegen die Helden Havoc, die Extremists und Aegeus. Genau das kann der Leser in diesem Heft nachlesen und sich anschauen! Was vielleicht zu Beginn etwas verwundert ist, dass Havoc im Grunde die Erde retten möchte! Er möchte sie mit Führung und Ordnung auf seine ganz eigene Art unterwerfen und dementsprechend vor größerem Chaos beschützen! Handeln Havoc und sein Team also wirklich aus bösen Absichten heraus? Dieser Aspekt der Story ist definitiv interessant und klingt vielversprechend. Ansonsten hat mich diese Ausgabe zwar gut unterhalten, doch richtig packen konnte sie mich noch nicht! Für meinen Geschmack zu viele Charaktere und zu viel Kampfgetümmel. Als Autor und Zeichner ist genau diese Herausforderung mit Sicherheit besonders schwierig, denn wie sollen alle Charaktere dem Leser ausgiebig vorgestellt werden und entsprechend Raum zur Entfaltung in einem Heft erhalten?
Eine klare Kaufempfehlung kann ich nicht richtig aussprechen. Jeder, der sich für das neue Team um Batman interessiert, sollte sich ggf. das dazugehörige Special anschauen und einmal reinschnuppern!

Was ist das?

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Justice League of America Nr.1 Die Extremists

Copyright by Panini / DC Comics

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