Gratis Comic Tag 2018-Review (26): Die drei ??? [Kosmos]

Eigentlich wollte ich die Gratis Comic Tag-Reviews ein wenig mischen, dass sich möglichst wenig Genres, Stile, Inhalte, usw. mischen. Tja, und nun habe ich gleich zwei deutsche Veröffentlichungen nacheinander. Aber das ist halb so schlimm, denn nachdem ich mir „Die drei ???“ nahm und durchblätterte, war da etwas, dass sofort mein Interesse weckte. Und nicht nur Eines. Aber dazu mehr im Review …

Die drei ??? – Das Dorf der Teufel

Die mysteriöse Todesnachricht von Frederik Jacobson und das damit ebenso seltsame Verschwinden seines Sohnes Daniel Jacobson ruft die drei Fragezeichen auf den Plan. Gemeinsam machen sie sich auf in das kleine abgeschiedene Dörfchen Redwood Falls. Doch nicht nur, dass dort noch nie jemand etwas von einem Daniel Jacobson gehört hat, auch der eigentlich tot geglaubte Frederik Jacobson erfreut sich bester Gesundheit. Aber das Dorf hat noch weitere sehr gefährliche Geheimnisse, wie die drei Detektive bald erfahren müssen …

Eigentlich soll man ja einen Comic und auch ein Buch, niemals durchblättern oder gar auf die letzten Seiten schauen, um sich nicht die Spannung zu nehmen. Doch hin und wieder halte ich mich nicht an diese Regel, wie auch in diesem Fall. So entdeckte ich gleich zwei für mich faszinierende Details. Zum einen ist an diesem Band, oder besser gesagt Auszug eines Bandes, der mir bekannte Ivar Leon Menger beteiligt (zu dessen Hörspiel „Monster 1983“ gibt es demnächst ein Review auf dem Blog) und es gibt einen Mehrwert zu diesem Heft und hoffentlich auch zur eigentlichen Veröffentlichung. Mithilfe eines QR-Codes gibt es einen Soundtrack, der das Leseerlebnis noch einmal steigern soll. Klar hab eich das „Angebot“ genutzt und mir das Heft mitsamt musikalischer Untermalung zu Gemüte geführt.
Was soll ich nun sagen. Ich finde es großartig. Die Musik passt sich den Kapiteln und somit der Stimmung jeweils perfekt an, untermalt die Szenerie noch einmal zusätzlich und schafft so eine noch tiefere Atmosphäre. Zusammen mit den eher skizzenhaften und farbtechnisch reduzierten Zeichnungen, die nur Akzente setzen, wird der Leser in eine spannende Geschichte gezogen, die mit allen Sinnen genossen werden kann.
ABER! Ja, es gibt ein Aber. So gut, wie mir die Idee gefällt, so anfällig ist diese auch wieder für Kritik. Liest man zu langsam, oder zu schnell, verfliegt der Effekt schneller als einem lieb ist, und man kommt aus dem Lesefluss. Außerdem wird so die eigene Fantasie eingeschränkt, was beim Lesen ja doch einen gewissen Reiz ausmacht. Jeder Mensch, der Geschichten liest, weiß, dass man sich in den geschilderten Situationen die Musik selbst gestaltet, die Geräusche selbst inszeniert und ja, auch Stimmen anders zuordnet, als es vielleicht ein Schauspieler oder Synchronsprecher umsetzen könnte.

Sieht man aber einmal von diesen Kritikpunkten ab, erhält man ein wundervolles experimentelles Comic, welches vor allem Hörspielfreunden und Comiclesern neue Möglichkeiten eröffnet. Die Verschmelzung zweier so fantasiebetonter Bereiche ist es eigentlich alleine schon wert, ausgetestet zu werden. Und ja, ch glaube ich werde bei Kosmos vielleicht einmal nachfragen, ob ich da etwas bekomme, um zu schauen, ob dies nicht nur auf wenigen Seiten funktioniert, sondern auch bei einem „abendfüllenden“ Abenteuer.

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