WHOA! Comics Nr. 14 [Plem Plem Productions, August 2018]

Nun, mit dem heutigen Heft gehen die Plem Plem Reviews eigentlich vorerst zu Ende. Denn nun habe ich nur noch die bayerischen Fassungen der ersten drei Ausgaben von Tracht Man, die ich aber eher in einer Art Special als einem reinen Review vorstellen wollte, weil ich die Hefte einzeln bereits reviewt habe. Daher nun die bisher aktuellste Ausgabe der Anthologiereihe WHOA! Comics …

WHOA! Comics Nr. 14

Autor: Hannes Radke, Andreas Butzbach, Yana Adamovic, Paranoid Polly, Lara Keilbart
Zeichner: Hannes Radke, Andreas Butzbach, Yana Adamovic, Paranoid Polly, E*phi
Format: Heft
Umfang: 28 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis: 4,90 Euro

Der Typ ohne Hose findet einen neuen möglichen Verbündeten, eine junge Frau möchte einem sehr wichtigen Mann ganz dringend einen Geburtstagskuchen überreichen, das Finale von „Of Words Forgotton“ kostet vieles, während zwei Männer die Ruhe des Lebens auskosten und die Geburtsstunde von „Mommy Nature“ wird auch noch erzählt …

Anders, als es den Anschein hatte, und wie mich Thorsten bereits beim letzten WHOA! Comics-Review auch berichtete, hat der „Typ ohne Hose“ noch kein Ende gefunden, sondern wandert schnurstracks weiter in sein Abenteuer. Andreas Butzbachs Mischung aus Western und Mystery-Science Fiction-Thriller ist manchmal etwas schwierig im Verständnis, da die Episoden oftmals recht kurz sind, wenn man sich aber die vergangenen Ausgaben noch einmal zu Hand nimmt, bleibt alles schon verständlich und sieht auch gewohnt gut aus. Schade finde ich, dass „Of Words Forgotton“ inzwischen zu Ende ist. Es fing gerade an, so richtig schön spannend zu werden. Und von Hannes Zeichnungen bin ich sowieso ein Fan. Ich hoffe, dass da noch mehr von ihm kommt. Der Minion von Paranoid Polly ist ebenfalls kein Unbekannte, auch wenn er diesmal nur am Rande auftaucht, bei der Erzählung der Origin von Mommy Nature. Hier bleibt es gewohnt dabei Superhelden zu karikieren und dies auf sehr unterhaltsame Art.

Neu dabei ist Yana Adamovic‘ „Nirvana“. Doch wie ein Nirvana wirkt weder die Handlung, noch die Zeichnungen, weshalb ich von einer bewussten Wahl des Titels als eine Art Provokation ausgehe. Über die Story werde ich daher auch nichts verraten, bin aber dennoch begeistert darüber, dass man ganze acht Comicseiten mit nur sieben Worten sinnvoll füllen kann. Dass man die ganzen acht Seiten lang, dann noch zusätzlich mit einem wahnsinnigen Artwork überrascht wird, welches nicht nur mit Licht und Schatten, sondern auch der Perspektive des Betrachters spielt, begeistert mich zusätzlich. Witzig und traurig zugleich ist die Story von Lara Keilbart und E*phi. Ist es nun ein vergifteter Kuchen, der Versuch mithilfe eines Liebestrankes etwas zu reparieren oder doch ein gebrochenes Herz? Auf jeden Fall hat die Geschichte weitaus mehr zu bieten, als nur die offensichtliche Ebene. Und dann wäre da noch der visuelle Part. Der mangaeske Strich, der Detailreichtum, die teils massiv überzogene Darstellung der Emotionen und die kleinen Gags am Rande, ich würde mir ja Sorgen machen, wo die Spinne plötzlich gelandet ist, machen die Story zu einer Art heimlichen Highlight in dieser Ausgabe.

Wie man sehen und lesen kann, ist WHOA! Comics die derzeit beste Anthologie-Serie auf dem deutschen Markt für mich. Ja, ich muss zugeben, dass es da nicht mehr so viele gibt, leider und „Jazam!“, der bisherige Marktführer, ist derzeit recht still geworden und erscheint zudem auch nur einmal jährlich, dafür aber mit mehr Umfang. Zieht man allerdings die vier WHOA! Comics-Ausgaben im Jahr zusammen hat man in etwa denselben Umfang.
Allerdings beschäftigt mich derzeit eher eine andere Frage. Da ich ja von WHOA! Comics ein Jahresabo abgeschlossen habe, würde mich mal interessieren, wie es mit der Verlängerung aussieht. Automatisch verlängert sich das auf jeden Fall nicht. Aber meldet sich dann Plem Plem und fragt mich, ob ich es eventuell verlängern möchte, und wo kann ich sehen, wie lange das Abo läuft? Fragen über Fragen, die ich wohl am besten Thorsten oder Chris stellen werde.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2018 Plem Plem Productions und aller beteiligten Künstler

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