Bongo Comics des Monats … Oktober bis Dezember 2018 [Panini, Oktober/November/Dezember 2018]

… Oktober bis Dezember

Zum Ende dieses Jahres bringe ich auch eine weitere Rubrik zum Abschluss, wobei ich das nicht ganz freiwillig mache. Dieses letzte „Bongo Comics des Monats …“-Review sammelt die letzten drei von Panini Comics veröffentlichten Neuerscheinungen. Mit der heute vorgestellten Simpsons Comics Ausgabe Nr. 248 musste nämlich auch Panini die Veröffentlichung der Bongo Comics einstellen, mit Ausnahme der Simpsons Kollektion, die bis auf weiteres weiterlaufen darf. Leider umfasst dieses Review nicht mehr den Chief Wiggum One Shot, da Panini diesen nicht mehr einzeln als Heft veröffentlichen darf, wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe. Da ich das Heft aber als US-Fassung vorliegen habe, werde ich es im Rahmen eines „I Want You For US-Comics“-Review vorstellen.

Simpsons Comics Nr. 247 [Oktober 2018]

Autor: Ian Boothby
Zeichner: Rex Lindsey
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons Comics 244
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,20 Euro

Bei einem kleinen Unfall mit leicht überlagertem Obst im Kwik-E-Mart wird Krustys Affe Mr. Teeny „verletzt“ und Bart muss ab sofort für ihn einspringen. Weil es aber Probleme mit dem Kostüm gibt, wird er kurzerhand von Krusty in eben jenes eingeklebt, was wiederum dafür sorgt, dass Bart am nächsten Tag in der Schule eine Art Sonderstellung genießt. Unterdessen hat auch Homer einen Sonderauftrag im Kraftwerk und dabei muss ihm mal wieder Lisa helfen …

Zwei Handlungsbögen, die sich nicht wirklich überschneiden, aber alleine nicht ausreichen, um ein Heft zu füllen, zeugen auf den ersten Blick nicht wirklich von Ideenreichtum. So sind letztendlich zwar beide Handlungen für sich gesehen recht kurzweilig, bieten aber kaum genug Gehalt, um länger im Gedächtnis zu bleiben. Da reicht es auch nicht, dass Ian Boothby das „Planet der Affen“-Franchise versucht bis aufs äußerste auszureizen. Wobei es nicht nur beim Planet der Affen bleibt. Auch andere Affenstorys müssen dran glauben. Aber es ist, wie es immer bei Boothby ist, die Handlung ist unwichtig, solange möglichst viele Anspielungen eingebaut sind.
Auch die Zeichnungen, selbst wenn Rex Lindsey gewohnt gute Arbeit abliefert, retten weder die Handlungen, noch den Rest. Man orientiert sich halt wie gewohnt an der TV-Serie und Eigenständigkeit wird halt alles andere als groß geschrieben.

Ein eher mäßiges Heft mit dünnem Inhalt und wenig Eigenständigkeit, dass vor allem von den mittelmäßigen Anspielungen lebt. Einziger Lichtblick ist, wie immer, die redaktionelle Betreuung seitens Panini und auch, dass es nach wie vor Leserbriefe zu geben scheint, ist recht unterhaltsam.

Der mächtige Moe Szyslak Nr. 1 [November 2018]

Autor: Ian Boothby, Terry Delegeane, Tony Digerolamo, Dean Rankine
Zeichner: Phil Ortiz, Mike Kazaleh, Nina Matsumoto, Dean Rankine
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons One Shot Wonder: The Mighty Moe Szyslak 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,50 Euro

Da hat doch Moe plötzlich einen Bruder, und der bringt immer nur Ärger. Komischerweise sieht ihn nur keiner, außer eben Moe. Selbst Homer, Barney, Lenny und Carl wissen nicht mehr, wie sie mit ihrem Freund umgehen sollen …
Und selbst als das Problem gelöst ist, taucht ein neues auf, als Barney und Moe mit einer von Professor Frink erfundenen Zeitmaschine quer durch die Zeit reisen, nur um eine Frau für Moe zu finden …
… naja, und dann bräuchte Moe auch noch einen neuen Putzlappen, weil sein alter Wegbegleiter das zeitliche gesegnet hat.
Zum Schluss verschlägt es Moe noch in eine Datingshow, wie gewohnt „erfolgreich“ …

Die Simpsons One Shot Wonder sind ja, meist recht kurzweilige und oft sehr unterhaltsame Ausgaben, die einen der vielen Nebencharaktere ins Rampenlicht holt. Viele waren inzwischen dabei und nun ist der beliebteste Barkeeper an der Reihe. Die erste Story ist dabei recht einfach gehalten, was vermutlich auch am Autor liegt, der erneut mehr wert auf Anspielungen, als auf Handlung legt. Die zweite, eine Kurzgeschichte von zwei Seiten, ist da auch nicht wirklich überraschend, hat dafür aber mehr Witz und Charme, als die wesentlich längere erste Story. Am meisten überzeugt mich aber die dritte Geschichte, was vielleicht auch an der Thematik liegt, wobei das Ende auch keine Überraschung darstellt und die vierte und letzte Story ist einfach nur kurzweilig und sonst nichts.
Während die Geschichten meist recht ähnlich sind, sind es die Zeichnungen auch. Aber es gibt leichte Unterschiede. Neben Dean Rankine, dessen Stil inzwischen sehr gut erkennbar ist und Mike Kazaleh, der ebenfalls eine leichte Eigenständigkeit bewahrt hat, sind auch noch Phil Ortiz und Nina Matsumoto dabei. Beide sind recht ähnlich, wobei Matsumotos Stärke darin liegt, so gut wie alles zu simpsonoifizieren.

Von allen anderen One-Shots ist diese Ausgabe nach meinem Empfinden eher im Mittelfeld anzusiedeln. Es ist kein schlechtes Heft, aber es gibt auch durchaus besser, wobei mir auch diesmal wieder ein Extra fehlt, oder etwas Besonders, was den zusätzlichen Charme der Reihe ausgemacht hätte und früher öfters dabei war.

Simpsons Comics Nr. 248 [Dezember 2018]

Autor: Nathan Kane
Zeichner: Rex Lindsey
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons Comics 245
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,20 Euro

Bei einem Einkaufsbummel beschließen die Simpsons, ihren Haushalt um ein weiteres Haustier zu erweitern. Die Wahl fällt auf einen Hasen mit einem Ohr, der eine gewisse Aggression gegen Bongo Comics zu haben scheint. Denn diese werden kurzerhand „zerfleischt“. So richtig dumm wird es erst, als die Simpsons entdecken, dass der Bongo Comics-Verlag seinen Sitz in Springfield hat, was dem Hasen überhaupt nicht gefällt, erst recht nicht, als er zu einem Riesenhasen mutiert …

Das ist sie nun, die letzte offizielle Simpsons Comics-Ausgabe und die wartet mit ein paar Überraschungen auf. Unter anderem hat sich Bongo Comics-US-Redakteur Nathan Kane entschlossen für die letzte Ausgabe die Geschichte zu schreiben und darin auch gleich den eigenen Verlag dem Erdboden gleichzumachen, als Erklärung für die Einstellung. Naja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht und die Jungs von Bongo konnten das schon immer, ganz besonders über sich selbst und das konnte man bei Bongo schon immer sehr gut. Die Story selbst ist sehr witizg und unterhaltsam, besser, als das, was in den letzten Ausgaben teilweise „verbrochen“ wurde, möchte ich fast sagen. Auch das sich Nathan Kane an Matt Groenings Anfangszeiten und dessen frühe Arbeiten erinnert, um das Ende des Simpsons Comics-Verlags einzuläuten, sondern auch, dass er dies mit Charme und Respekt macht, ohne dabei den typischen Simspons-Humor zu vergessen.
Die Zeichnungen von Rex Lindsey sind gewohnt gut und fangen nicht nur den Charme der Serie gelungen ein, sondern sind auch einer Abschlussausgabe würdig. Über den mangelnden eigenen Stil möchte ich angesichts dieser letzten Ausgabe nichts anmerken und freue mich einfach über die visuelle Arbeit.

Die letzte Ausgabe und trotzdem die Qualität in den letzten Jahren fast schon kontinuierlich weiter abgesunken ist, werde ich ein wenig wehmütig. Meine regelmäßige Simpsons-Dosis bekomme ich zwar noch im TV, zumindest solange wie die Serie läuft, aber es gab auch sehr gute Comicstorys und ja, eine Zeit lang waren die Comics sogar besser als die TV-Serie. Nun hat Bongo aber sämtliche Veröffentlichungen eingestellt und wann und wo, oder ob es überhaupt in Comicform weitergeht, weiß zumindest bis heute niemand sicher. Daher hat diese Ausgabe dennoch einen hohen Stellenwert, auch, weil es einfach die letzte Ausgabe ist, unabhängig vom Inhalt. Unterhalten wurde ich aber trotzdem gut und deswegen bleibt ein weinendes und ein lachendes Auge zurück. Danke Bongo Comics.

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