Ma-Co-Re-Mix (Vol. 92) [Venom (2. Serie) Nr. 1 & Moon Knight (2. Serie) Nr. 3]

Damit ich nicht ganz ins Stocken gerate und eventuell zu faul werde, und dadurch die Rückstände wieder zu groß, gibt es heute die erste Ausgabe der neuen Venom-Serie, sowie das Ende des Lemire/Smallwood-Runs an Moon Knight, einer Serie die mich überaschenderweise sehr schnell fesseln konnte. Aber schafft sie es auch bis zum Ende durchzuhalten, und wie schneidet der neue Venom ab?

MaCoReMix

Venom (2. Serie) Nr. 1: Finstere Rückkehr [März 2018]

Autor: Mike Costa
Zeichner: Iban Coello, Juan Antonio Ramirez, Gerardo Sandoval
Format: Softcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: Venom (2017) 1-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Der Venom-Symbiont ist am Ende. Ohne einen Wirt irrt er durch die Gassen und die Obdachlosen und Penner bieten ihm immer nur kurzzeitig ein „Obdach“. Doch jeder „Körpertausch“ schwächt ihn weiter und so kommt ihn der zwielichtige Lee Price gerade recht. Jung, stark und auf den ersten Blick leicht zu kontrollieren, da er bereits mit einigen psychischen Problemen zu kämpfen hat. Doch der neue Wirt entpuppt sich als sehr widerspenstig. Denn während seiner Zeit mit Flash Thompson hat der Symbiont einen viel über die Menschen und den Wert des Lebens gelernt. Lee jedoch scheint Spaß am sinnlosen Schlachten zu haben, was dem Symbionten nicht gefällt. Leider sorgen Lees Eskapaden für viel Aufmerksamkeit und ruft die Regierung auf den Plan. Die hat einen Spezialisten für solche Fälle: Eddie Brock!

Dem Symbionten einen neuen Wirt zu verpassen ist nichts Ungewöhnliches, zumal das „Kostüm“ seit Jahren herumgereicht wird wie eine billige Nutte vom New Yorker Straßenstrich. Kaum jemand, der es nicht bereits für kürzere oder längere Zeit getragen hat. Dennoch gab es einige Momente, Träger, die wie Mike Costa nun zeigt, wesentlichen Eindruck auf den Symbionten gemacht haben und sein Wesen zumindest in teilen verändert hat. Wobei bereits der erste Wirt Eddie brock im Laufe seiner Karriere eine Art Ehrenkodex entwickelt hat, indem er nur „Schuldige“ und Kriminelle tötete. Dennoch wartet Costa mit einigen recht interessanten Ideen auf, die er aber leider nicht richtig ausarbeitet und dann zu verwerfen scheint. Oder baut er nur etwas auf? Diese Frage stellt sich mir zumindest bei einigen Passagen und schürt daher die Hoffnung auf spätere Ausgaben.
Zeichnerisch ist der Band durchaus sehenswert, was aber auch daran liegt, dass mir Sandovals mangeskes Artwork sehr gut gefällt und die beiden Gastzeichner nur auf sehr wenige Seiten beschränken, sodass man Sandovals Zeichnungen in vollen Zügen genießen kann.

Venom und Mike Costa starten zwar nicht gerade mit neuen Ideen durch, aber dafür mit reichlich frischem Schwung. Jetzt heißt es nur den Schwung halten und die Serie nicht gleich wieder an den Baum fahren, was bei einem solchen Charakter nicht ganz so einfach ist.

Moon Knight (2. Serie) Nr. 3: Tod und Geburt [Februar 2018]

Autor: Jeff Lemire
Zeichner: Greg Smallwood
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Moon Knight (2016) 10-14
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Der letzte Kampf steht an und Moon Knight/Marc Spector/Steven Grant/Jake Lockley stellt sich seiner großen Herausforderung, der Begegnung mit Konshu. Doch welche der vielen Persönlichkeiten wird überleben, wenn nicht vielleicht doch Konshu am Ende als Sieger daraus hervorgeht. Auf jeden Fall gibt es vorher noch einiges gutzumachen und sich zu verabschieden …

Lemire dreht in seinem Finale noch einmal richtig schön auf, schickt Marc in seine eigene Vergangenheit, erklärt teilweise seine verschiedenen Persönlichkeiten ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen und lässt somit dem Leser noch einiges an Interpretationsmöglichkeiten, was mir wiederum sehr gut gefällt. Eine gute Geschichte muss dem „Konsumenten“ nicht von Anfang bis Ende vorgekaut werden. Es tut sehr gut hin und wieder das Gehirn einzuschalten, selbst Entscheidungen zu treffen und sich Meinungen zu bilden und dies schafft Lemire auch bei Moon Knight wieder außergewöhnlich gut.
War der ursprüngliche Grund diese Serie anzutesten damals bei der ersten Ausgabe eigentlich nur Lemire, der mir an „Animal Man“ von DC gut gefallen hatte, so hat sich auch der Zeichner Greg Smallwood zu einem Grund entwickelt, eine seiner nächsten Arbeiten anzutesten. Dieses Skizzenhafte, das Experimentelle und Spielen mit den Layouts, Erzähltempo und dem gesamten Storytelling, hat mich auch in diesem Band regelmäßig wortlos gemacht. Immer wieder bin ich einfach nur in den Zeichnungen versunken, habe deren Details bestaunt, oder die verrückte Ausarbeitung bestaunt, wobei es grundsätzlich nicht neu ist, dass man einen Comic mehrmals drehen muss, um der Handlung folgen zu können. Smallwood jedoch hat diese Kunst auf eine neue Stufe gehoben, wenn auch, in meinen Augen, leider etwas zu wenig.

Da diese Ausgabe das Finale des Lemire-Runs darstellt, der mich auch erneut überzeugt hat, habe ich die Serie dennoch genau aus diesem Grund aus meinem Abo genommen. Vielleicht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt den Folgeband von Jacen Burrows und Max Bemis nachholen. Derzeit sorgen die beiden Künstler und der Vorankündigunsgtext jedenfalls nicht für Begeisterungsstürme bei mir.

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