Batman vs. Justice League (35) (Batman Nr. 36 & Justice League Nr. 36)

Wer hätte das gedacht. Nun bin ich doch schon fast am Ende meines Stapels der beiden Serien angekommen. Nur noch ein Review und dann geht diese Reviewreihe in den Ruhestand. Es sei denn, ich reaktiviere sie irgendwann wieder einmal. Was die Zukunft bringt, weiß immerhin niemand. Doch erst einmal schauen wir uns die beiden heutigen Hefte an, bevor es dann dem Ende zugeht …

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Moon Knight Nr. 1: Willkommen im neuen Ägypten [Panini Comics, Februar 2017]

Es gibt Helden, die schon immer eine Art Schattendasein fristen. Obwohl ihre Geschichten meist um Welten besser als der Mainstream sind, Top-Autoren und Zeichner sie immer wieder neu erfinden, den Status Quo auf teils innovative Weise verändern und dennoch bleibt ihnen der große Erfolg verwehrt. Einer dieser Helden ist Moon Knight. Viele Serien und Identitäten begleiteten Marc Spector auf seinem Weg, genauso wie eine Unmenge an sehr talentierten Autoren und Zeichnern. Die neueste Inkarnation stammt nun aus der Feder des kanadischen Multitalents Jeff Lemire und dem Zeichner Greg Smallwood. Wie sie dem Diener Konshus erneut auf die Beine helfen wollen, lest ihr nun hier in diesem Review …

Moon Knight Nr. 1: Willkommen im neuen Ägypten

Autor: Jeff Lemire
Zeichner: Greg Smallwood, James Stokoe, Francesco Francavilla, Wilfredo Torres
Format: Softcover
Umfang: 132 Seiten
Inhalt: Moon Knight (2016) 1-5
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro Weiterlesen

Review Kurzüberblick (3) (Animal Man Nr. 2, Swamp Thing Nr. 2)

In der heutigen Kurzübersicht gibt es die beiden New 52-Serien, welche ich in Tradeform in meinem Abo habe. Animal Man und Swamp Thing. Und warum packe ich die gemeinsam in ein Review? Ganz einfach. Wegen des sich anbahnenden Crossovers und weil die beiden Serien aufgrund ihrer Thematik sowieso, irgendwie zusammengehören.

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Animal Man #1: Die Jagd [Panini, Juli 2012]

Zur Abwechslung gibt es heute einmal einen Band, der schon ein gutes Weilchen ungelesen hier bei mir herumlag. Nach der Lektüre frage ich mich nur noch …
… warum er dort so lange lag?

Animal Man #1: Die Jagd

Buddy Baker ist nicht nur Schauspieler, sondern auch der Superheld Animal Man. Als dieser hat er aber seiner Frau versprochen, weniger in Aktion zu treten. Doch als ein verwirrter Mann auf der Kinderstation eines Krankenhauses mit einer Waffe herumfuchtelt, muss Buddy doch wieder los. Bei diesem Einsatz kommt es zum ersten Mal zu einem Zwischenfall, der Buddy und insbesondere seine Tochter in ein Abenteuer hineinzieht, das weitaus größere Auswirkungen haben kann, als es Buddy zuerst ahnen lässt.
Denn mit ihr zusammen begibt er sich auf die Suche in das Rot und trifft dort einige seiner „Vorfahren“, die ebenfalls Animal Men waren. Diese Totem möchten das Buddys Tochter der neue Avatar der Tiere wird, und für diese in einen epischen Krieg zieht. Aber nicht nur die Totem sind auf der Jagd nach Buddys kleiner Tochter …

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Animal Man wird als eine der besten Serien von DCs New 52 Relaunch gehandelt, und dies auch mit Recht. Denn diese gekonnte Mischung aus Horror, Superheldenaction und Drama macht alleine schon eine große Faszination der Reihe aus. Jeff Lemire schafft einen zerbrechlichen, sympathischen und verängstigten Helden, der dennoch niemals aufgeben will, vor allem wenn es um seine Familie geht. Aber Lemire deutet auch eine Staffelstabweitergabe an, indem er Buddys Tochter weiter ins Scheinwerferlicht rückt, wohl wissend, dass die vierjährige als Hauptdarstellerin einer Horror-Action-Superheldenserie eher ungeeignet ist.

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Grafisch unterstützt wird Lemire von Travel Foreman, der besonders die Szenen im Rot und die mystischen Fabelwesen und Monster in Szene setzen kann. Dafür sehen seine Menschen ein wenig seltsam und deformiert aus, und ich meine nicht die, welche von den drei Jägern übernommen wurden. Denn sowohl die Gesichter als auch die Körper weißen oftmals unfreiwillig komische Deformierungen auf, die für den Storyablauf störend wirken. Aber in den Szenen im Rot glänzt Foreman wieder mit seiner vollen Bandbreite an künstlerischem Können. Die Figuren sehen abschreckend und trotzdem faszinierend aus und zwingen den Leser trotz eines gewissen Ekels weiter hinzuschauen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

FAZIT:

Jeff Lemires und Travel Foremans Animal Man wird seinem guten Ruf wirklich gerecht. Die Story ist dicht und dramatisch und die Bilder wissen zumindest in den surrealen Passagen zu überzeugen, bauen aber dagegen in den reellen Abschnitten stark ab. Wenn man aber von diesem Kritikpunkt absieht, ergibt sich ein faszinierender Band, mit eindrucksvollen Horrorelementen und einem bewegenden Familiendrama, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man einmal ein wenig abseits des normalen und einfachen Superhelden-Mainstreams unterhalten werden möchte. Am besten entfaltet sich der Band, wenn man ihn zusammen mit der „Schwester“-Serie „Swamp Thing“ genießt.

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

„Animal Man #1: Die Jagd“ bei Panini Comics bestellen.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 DC Comics / Panini

Sweet Tooth 1: Aus dem tiefen Wald (Panini, Mai 2012)

Der neunjährige Junge Gus lebt mit seinem strenggläubigen Vater in einer Holzhütte im Wald, abgeschieden von der Zivilisation. Soweit so normal, wäre Gus nicht ein Hybride, eine neue Art, eine Kreuzung aus Mensch und Tier, in Gus‘ Fall: Halb Mensch, halb Hirsch. Hinzu kommt, dass die Zivilisation, so wie wir sie kennen, vor 7 Jahren, aufgrund einer unbekannten Krankheit, größtenteils unterging. Gus‘ Mutter starb daran und auch sein Vater ist davon befallen. Gus‘ ist der Einzige, der gegen die Krankheit immun zu sein scheint, wie alle Hybrid-Kinder. Deshalb wollen ihm auch viele Menschen ans Leder und Gus Vater versucht ihn zu lehren, wie er dem entgehen kann.
Dann jedoch erliegt auch der Vater dieser Krankheit und auf seiner ersten Solo-Wanderung durch den Wald wird Gus fast von ein paar Jägern getötet, wäre da nicht der mysteriöse Jepperd, der ihn in letzter Sekunde rettet und ihm anbietet, ihn in ein Reservat für Hybrid-Kinder zu bringen. Entgegen der Warnungen seines Vaters und vorrangegangenerAlpträume bezüglich Jepperd, folgt der Junge dem Mann in eine fremde und ihm feindlich gesonnene Welt …

Sweet Tooth ist für mich ein eigenwilliger Comic, sowohl was Story als auch Zeichnungen angeht. Dennoch schafft es Lemire hier, dass die Geschichte einen völlig in ihren Bann zieht. Diese Abgeschiedenheit am Anfang in Verbindung mit den flehenden Gebeten von Gus Vater … die Anschauung, dass jeder Andere, der nicht um Erlösung fleht ein Sünder sei, der hilflose Gus, der die Welt um ihn herum nicht versteht … all diese Aspekte werden für meinen Geschmack gut vermittelt und so leidet man mit dem kleinen Hybriden … der Cliffhanger am Schluss ist natürlich auch fies, was die Wartezeit auf Band 2 umso bitterer erscheinen lässt.

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