Batman vs. Justice League (35) (Batman Nr. 36 & Justice League Nr. 36)

Wer hätte das gedacht. Nun bin ich doch schon fast am Ende meines Stapels der beiden Serien angekommen. Nur noch ein Review und dann geht diese Reviewreihe in den Ruhestand. Es sei denn, ich reaktiviere sie irgendwann wieder einmal. Was die Zukunft bringt, weiß immerhin niemand. Doch erst einmal schauen wir uns die beiden heutigen Hefte an, bevor es dann dem Ende zugeht …

BMVSJL

Batman Nr. 36 [Juni 2015]

Autor: Brian Buccellato
Zeichner: Francis Manapul
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Detective Comics (2011) 32-33
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Batman ermittelt gegen die Drahtzieher hinter der wieder neu aufgetauchten Droge Ikarus, weil deren neuestes Opfer, Elena Aguila, Bruce Waynes neue Geschäftspartnerin war, die auch noch auf der Schwelle zu Wayne Manor verstarb. Annette Aguila ermittelt, weil sie wissen möchte, wer ihre Mutter auf dem Gewissen hat und Harvey Bullock ermittelt, weil es etwas Persönliches ist, da er nicht nur glaubt, dass Bruce Wayne mit in der Sache drin hängt, sondern sein ehemaliger Partner beim letzten Auftauchen der Droge sein Leben verlor. Und so gerät nicht nur Batman zwischen die Fronten …

Im Gegensatz zur letzten Ausgabe wird diesmal trotz anziehender Dramatik, etwas „langweiliger“, was vermutlich an der Handlung an sich liegt. Zu viele Gegner und ebenfalls gleichviele Interessen treffen hier aufeinander, was der Spannung leider nicht zuträglich ist. Stellenweise wirkt es sogar, als würde Buccellato sich in seiner eigenen Geschichte verzetteln. Dennoch muss ich zugeben, dass es bisher immer noch besser ist, als der übliche Durchschnitt der Detective Comics bisher.
Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass dieser Umstand den wirklich grandiosen Zeichnungen von Francis Manapul geschuldet ist, der wieder ein visuelles Feuerwerk abbrennt. Gerade zum Ende des Heftes hin wird es mit dem Auftauchen eines neuen „Gegners“ (?) wirklich atemberaubend schön.

Trotz der angesprochenen Mankos bin ich gespannt, wie das Finale des Story-Arcs ausfällt, der mich bisher positiv überrascht hat. Und wenn die Handlung und die Zeichnungen stimmen, dann macht das schon sehr vieles aus.

Justice League Nr. 36 [Juni 2015]

Autor: Jeff Lemire
Zeichner: Jed Dougherty
Format: Heft
Umfang: 56 Seiten
Inhalt: Justice League United: Futures End (2014) 1 & Justice League: Futures End (2014) 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Fünf Jahre in der Zukunft. Die Justice League existiert nicht mehr in der Form, wie es sie bisher gab und auch die Justice League United hat sich aufgelöst. Doch plötzlich erhalten die ehemaligen Mitglieder einen Hilferuf von J’onn J’onnz, dem Martian Manhunter, der auf dem Mars ein Gefängnis bewacht, in dem die schlimmsten Schurken der Erde gefangen sind. Offenbar plant einer einen Ausbruch und hat es geschafft, den Manhunter unter seine Kontrolle zu bringen. Alleine schaffen es die verbliebenen Mitglieder der JLU nicht und suchen deshalb Hilfe bei der JL …

Nachdem es bereits in der letzten Ausgabe die neue Zweitserie „Suicide Squad“ in die Zukunft und somit in das Event „Futures End“ verschlagen hat, ist nun auch die Liga, oder besser gesagt sind zwei der Ligen, ebenfalls dort angekommen. Als Autor für dieses durchaus spannende Tie In-Kapitel zeichnet Ex-„Animal Man“-Autor Jeff Lemire verantwortlich, der zuletzt mit seiner Neuinterpretation von „Moon Knight“ überzeugen konnte. Auch diesmal bezieht sich Lemire auf frühere Eriegnisse und macht dies so geschickt, dass man als nicht regelmäßiger DC-Leser dennoch nicht das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben, wohingegen Dauerleser und Kenner das eine oder andere Schmunzeln sicher nicht verkneifen können.
Nicht ganz so gelungen, weil leider nur durchschnitt, sind die Zeichnungen von Jed Dougherty. Sehen seine technisierten und verunstalteten Eisbären, ganz zu Beginn der Geschichte, noch wirklich gut aus, verkommt der Rest zu einem 08/15-Zeichner-Einerlei. Die Panelaufteilung und das Storytelling sind nichts Besonderes und bremsen sogar hin und wieder den Lesefluss, und dies, obwohl die Geschichte an sich spannend ist. Sämtliche Schurken- und Heldenposen könnten aus dem „Wie zeichne ich Comicsuperhelden“-Lehrbuch stammen.

Eine wirklich gelungene Geschichte, die leider an der visuellen Umsetzung krankt. Das ist wirklich schade, da Lemire hier etwas sehr Unterhaltsames und Kurzweiliges verfasst hat, das sowohl Kenner, als auch Gelegenheitsleser unterhalten kann. Wobei dies aber auch der, wie immer sehr guten redaktionellen deutschen Betreuung geschuldet ist, die Leser aufklären, auch wenn sie nicht das gesamte Verlagsprogramm kaufen und lesen.

Da diesen Monat beide Serien nicht vollends überzeugen konnten, gibt es für beide einen Punkt. Aufholen kann die Liga dadurch zwar nicht mehr, weshalb der Sieger eigentlich schon feststeht, aber dennoch möchte ich euch das letzte Review dieser Reihe nicht vorenthalten, da es wieder mit doppelter Batman-Dosis daherkommt.

Batman 25 : 21 Justice League

Amazon Partnerlinks:

„Batman“ Nr. 36 bei Amazon bestellen.
„Batman – Detective Comics Paperback Nr. 6: Ikarus“ bei Amazon bestellen.
„Justice League“ Nr. 36 bei Amazon bestellen.
„Justice League Paperback Nr. 8: Injustice League“ bei Amazon bestellen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.