Preacher Nr. 1: Der Anfang vom Ende [Panini, Juli 2007]

Manchmal hat das Leben einen echt beschissenen Humor. Nicht, dass es mir wieder mal schlechter geht, aktuell geht es mir sogar ganz gut, aber da macht man schon mal eine Pause, fährt weg, um von allem ein wenig Abstand zu gewinnen, und nimmt sich für die abendliche Lektüre ein paar Comics mit (Romane natürlich auch). Ein bisschen Marvel und DC, etwas Image und IDW, dann noch ein wenig Disney und Manga und ich greife auch zu Preacher Band Nr. 1, weil ich dachte: „Okay, ist bestimmt nett zu lesen. Hast es ja jetzt auch schon ein Weilchen hier liegen. Warum also nicht.“ Und dann beginne ich zu lesen und bin begeistert, was jetzt sicherlich keine Überraschung ist. Aber dann passiert das, was das Jahr 2016 schon zu Beginn zum beschissensten Jahr für uns Comicfans und Menschen im Alter von 30 aufwärts. Steve Dillon stirbt viel zu jung und nun ist dieses Review eher eine Art Andenken an einen großen Künstler geworden. Dennoch denke ich, dass auch Garth Ennis und die Serie Preacher nicht zu kurz gekommen sind …

Preacher Nr. 1: Der Anfang vom Ende

Autor: Garth Ennis
Zeichner: Steve Dillon
Format: Hardcover
Umfang: 216 Seiten
Inhalt: Preacher 1-7
Verlag: Panini Comics
Preis: 24,95 Euro
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Die Panini-Neuerscheinungen der 11. KW 2015

Wie jede Woche präsentieren wir euch hier die Neuerscheinungen von Panini für die nächste Kalenderwoche. Immer schön übersichtlich mit Covermotiv und allen Infos. Alle Angaben sind hierbei Verlagsangaben und unverbindlich. Kurzfristige Änderungen seitens Panini sind möglich. Weiterlesen

Die Panini-Neuerscheinungen der 48. KW 2014

Wie jede Woche präsentieren wir euch hier die Neuerscheinungen von Panini für die nächste Kalenderwoche. Immer schön übersichtlich mit Covermotiv und allen Infos. Alle Angaben sind hierbei Verlagsangaben und unverbindlich. Kurzfristige Änderungen seitens Panini sind möglich.

Die Comic-Neuerscheinungen bei Panini für die 48. KW
Alles von Image, Dark Horse, IDW, Dynamite, Bongo & Co.
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Wieder großer Superheldentag bei Amazon!

Amazon Superhelden

Wie schon am 20. Juni zum Start von Man of Steel, gibt es auch heute wieder einen Superhelden-Tag bei Amazon mit reichlich Rabatten eine ganze Menge an DVDs und Blu-rays (auch 3D) zu Filmen und Serien und sogar ganz Box-Sets und Premium Collections rund um das Thema Superhelden an.

Dabei sind unter anderem:

Blu-rays (ab 7,97 €), DVDs (ab 4,97 €), TV-Serien (ab 9,97 €), 3D-Blu-rays (ab 14,97 €), Premium Collections (ab 13,97 €) und Box Sets (ab 8,97 €) wie Nolans Batman Trilogie teilweise sogar als Special Editions, Smallville Staffelboxen, beide Batman The Dark Knight Returns, Sherlock Holmes, Supernatural Staffelboxen, Green Lantern, V wie Vendetta, Logans Run, Sucker Punch, Appleseed, diverse DC Universe Animated Movies und noch vieles mehr …

Vorbeischauen lohnt sich also.

Hier nochmal der Link zum Superhelden-Tag bei Amazon.

Neil Young Greendale [Panini, Juli 2013]

Dominik_AVAHeute möchte ich euch über einen sehr interessanten Comic berichten. Ich hätte ihn mir sehr wahrscheinlich niemals selber gekauft, steht er doch nicht auf meiner „zu kaufen“ oder „ ich wünsche mir in absehbarer Zeit“ Liste. Diesen Comic habe ich zum Geburtstag von meinem Cousin geschenkt bekommen und weil ich in erster Linie mit dem Klappentext nicht so viel anfangen konnte war ich um so gespannter darauf, wie dieser Comic mir wohl gefallen würde.

Neil Youngs Greendale

Nun, dieser Comic wird geleitet vom legendären Musiker Neil Young. Mir ist Neil Young ehrlich gesagt kein großer Begriff gewesen und auch jetzt habe ich diesen noch nicht weiter gegoogelt. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn die Geschichte funktioniert auch einwandfrei ohne jegliches Vorwissen über Neil Young. Jedenfalls erzählt diese Graphic Novel die gesamte Geschichte der berühmten Rockoper von Neil Young in traumhaft schönen Bildern.

Der Stammbaum der Familie Green

Der Stammbaum der Familie Green

Mit der Aufmachung dieses Bandes bin ich sehr zufrieden. Gebunden im handlichen Format (Maße: 17,7 x 26,6 cm ) lässt sich diese Graphic Novel sehr gut lesen und auch in der Hand halten.

Auf der ersten und der letzten Seite befindet sich jeweils eine Abbildung des Stammbaumes der Familie Green. Diese beiden Seiten sind für mich für das allgemeine Verständnis der Geschichte und für die Beziehungen der Charaktere untereinander von enormer Bedeutung gewesen. Ich habe des öfteren mir diesen Stammbaum anschauen müssen, da fast jede Person in Bezug auf den Hauptcharakter Sun Green näher beleuchtet wird. Und somit geht es in erster Linie darum, alle Personen näher vorzustellen und in einen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Sun Green scheint anders zu sein als die anderen Kinder in ihrem Dorf. Sie hat eine besondere Beziehung zur Natur. Eines Tages erscheint ein Fremder in ihrem Dorf der ihr Leben auf den Kopf zu stellen scheint. Von nun an müssen einige Leute sterben.

Eine Rückblendung aus alten Tagen

Eine Rückblendung aus alten Tagen

Wie bereits der Klappentext beschreibt, kann ich nur zustimmen, dass diese Geschichte eine inspirierende Fabel über das politische Heranreifen einer jungen Frau in Amerika ist.  An dem Tag wo in Bagdad die Bomben fallen erscheint der mysteriöse Fremde in Greendale. Immer wieder wird Bezug auf das damalige Kriegsgeschehen genommen. In den Medien wird zwischenzeitlich über den Einsatz im Irak berichtet. Die gesamte Geschichte beinhaltet eine angenehme Portion Magie die nie zu penetrant auf den Leser wirkt. Der mysteriöse Gegenspieler behält dadurch etwas sehr unheimliches, fremdes und zugleich auch ein wenig vertrautes. Mich erinnert dieser mysteriöse Gegenspieler ein wenig an „ The Stand“ – von Stephen King.  Er hat irgendetwas gruseliges an sich, vielleicht ist es die leuchtend rote Farbe seines Jacketts und der schwarze Hut?

Seine letzte Tat...

Seine letzte Tat…

Mit Sun Green gelingt es den Autoren einen Charakter zu erschaffen, mit denen sich sicherlich viele Leser gut identifizieren können. Sun wirkt sehr menschlich und handelt stets glaubwürdig. Ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe und den Tod könnten beinahe jedem so ergehen. Ihre Sehnsüchte und Ängste werden gekonnt dargestellt. So wird zwischendurch sehr deutlich, dass sich Sun nach Liebe sehnt. Als Sun einen Hauch neugewonnener Stärke in sich fühlt erstrahlt die gesamte Seiten in einem freudigem hellem Blütenregen. Da lässt sich diese neugewonnene Stärke beinahe wahrhaftig spüren. Ich bin mit den Zeichnungen von Cliff Chiang mehr als zufrieden. Beinahe durchgehend sind seine Zeichnungen detailverliebt. So gibt es meistens einen ausgearbeiteten Hintergrund oder schön anzusehende Charaktere. Wobei der Hintergrund meist nicht bis in das letzte Detail ausgearbeitet wurde aber dennoch so, dass es für den Leser schön anzuschauen ist.
Die Farbgebung wirkt auf dem Papier ein wenig erdfarbenmässig. Das passt aber optimal zur Geschichte und deren Inhalt in Bezug auf Sun Green’s Naturverbundenheit. Kräftige Farben am Tag und in der Nacht wechseln sich mit etwas zurückhaltenderen Farbtönen in Träumen oder Rückblenden ab. Mit den Zeichnungen und der Farbgebung bin ich absolut zufrieden.
Die Geschichte transportiert Themen wie Krieg, Friede, Naturschutz und Pazifismus. Immer wieder mal zwischendurch kann es dem Leser so vorkommen, dass diese Graphic Novel ein wenig zu pathetisch wirkt. Das ist aber sicherlich Geschmackssache. So zum Beispiel wenn Sun mit dem Mikrofon vor laufender Kamera für eine bessere Welt protestiert. Zum Ende hin schaffen es die Autoren die Geschichte in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Einzig und allein was mit Sun ihrem Freund passiert ist bleibt etwas offen. Das magische was zu Anfang der Geschichte sicherlich leicht fremd wirken mag, wirkt zum Ende hin vertrauter und auch aus deren Sicht nachvollziehbar. Mit „aus deren Sicht“ sind die leicht fremdartigen Wesen aus Sun ihren Träumen, wie alle anderen Charaktere der Familie Green gemeint. Mir hat die gesamte Graphic Novel sehr gut gefallen, ich kann sie ruhigen Gewissen an alle Weiterempfehlen. Wem etwas Pathos nicht abschreckt und mit den genannten Themengebieten sich anfreunden kann, sei diese Graphic Novel wärmstens empfohlen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 DC/Vertigo / Panini Comics

Diesen Comic bei Amazon bestellen

Große Amazon Aktion zum Start vom Superman – Man of Steel

Amazon Superhelden

Wenn ein so lange erwarteter Film, wie „Man of Steel“ in die Kinos kommt, da kann sich auch ein Unternehmen wie Amazon nicht lumpen lassen. Daher hat man den heutigen 20. Juni zum Superhelden-Tag bei Amazon ernannt und bietet mit reichlich Rabatten eine ganze Menge an DVDs und Blu-rays (auch 3D) zu Filmen und Serien und sogar ganz Box-Sets und Premium Collections rund um das Thema Superhelden an.

Dabei sind unter anderem:

Blu-rays (ab 7,97 €), DVDs (ab 4,97 €), TV-Serien (ab 9,97 €), 3D-Blu-rays (ab 16,97 €), Premium Collections (ab 14,97 €) und Box Sets (ab 9,97 €) wie Nolans Batman Trilogie teilweise sogar als Special Editions, Smallville Staffelboxen, beide Batman The Dark Knight Returns, Sherlock Holmes, Supernatural Staffelboxen, Green Lantern, V wie Vendetta, Logans Run, Sucker Punch, Spawn, Blade, Appleseed und noch vieles mehr …

Vorbeischauen lohnt sich also.

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Transmetropolitan Nr. 1: Schöne neue Welt [Panini, Mai 2013]

Mit der heutigen Review präsentiere ich den ersten Band einer ganz besonderen Serie. Aber wieso ganz besondere Serie? Ganz einfach. Von vielen Seiten habe ich immer wieder gehört, wie toll doch Transmetropolitan sei und dass ich die Serie unbedingt einmal lesen müsste. Und jetzt bringt Panini die komplette Serie in fünf edlen Hardcover-Bänden heraus. Also habe ich nett nachgefragt und ein Rezensionsexemplar erhalten. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Panini bedanken. Heute hat Transmetropolitan seinen offiziellen Veröffentlichungstermin und deshalb gibt es hier nun mein Erfahrungsbericht mit diesem Band, damit ihr auch wisst, weshalb ihr euch die Serie unbedingt zulegen solltet.

Transmetropolitan Nr. 1: Schöne neue Welt

Eine ruhige Berglandschaft wird von einem Telefonklingeln unterbrochen. Ein zersauster und offenbar verwirrter Mann nimmt den Hörer ab, und beginnt sein Gegenüber anzuschreien. Dieser verwirrte Mann ist Spider Jerusalem. Weltklasse-Buchautor und eine anerkannte Persönlichkeit. Am Telefon ist sein Herausgeber, der ihn daran erinnert, dass er noch zwei Bücher abzuliefern hätte. Doch Spider ist pleite. Er ist nackt, ungepflegt und vollkommen überdreht. Der gesamte Vorschuss für die besagten beiden Bücher ist für Drogen und Essen draufgegangen. Auch sonst hat er alles verkauft. Und gefickt hat er auch seit über vier Jahren niemanden mehr. Aber um diese Bücher fertigzubekommen, muss er zurück in die Stadt. Die Stadt, die ihn krankgemacht hat.
Also macht er sich auf den Weg. Und schneller als er es selber erwartet hat, findet sich Spider in der Stadt wieder zurecht. Er bekommt einen Kolumnenjob bei seinem „alten Freund“ Royce, ein Appartement und sogar eine Assistentin. Dann legt er los, und schon mit seiner ersten Kolumne, die von einem Transientenaufstand berichtet, meldet er sich erfolgreich zurück. Transienten sind Menschen, die ihre Gene mit denen einer außerirdischen Rasse mischen und dann auch noch ihre Unabhängigkeit wollen. Doch es geht schief und Spider deckt die Gründe auf. Er verändert den Blickwinkel der Stadt und handelt sich damit einiges an Ärger ein. Aber er gibt nicht auf, und schliddert so von einem Chaos ins Nächste, trifft alte Bekannte und lernt Neue kennen. Immer in Begleitung von neuen Problemen …

Alles beginnt in dieser Bergidylle, und nimmt von hier an seinen skurrilen Lauf.

Alles beginnt in dieser Bergidylle, und nimmt von hier an seinen skurrilen Lauf.

Warren Ellis erschafft nicht nur eine Figur, die oberflächlich betrachtet ein echtes Arschloch ist, sondern auch noch eine erschreckende Zukunftsvision einer Welt, die dennoch so beängstigend realistisch erscheint, dass man eine Gänsehaut bekommt. Die gesamte Welt ist vernetzt. Die Technik bestimmt das Leben und das Leben wird von der Wissenschaft reguliert. Genetische Verbesserungen erhöhen die Lebensqualität und das Lebensalter. Religionen entstehen im Stundentakt, Kommunikation und Informationsbeschaffung funktionieren auf den seltsamsten Wegen. Newspollen, die Nachrichten vor die Augen in den eigenen Pollenstaub projizieren, konzentrierte Werbespots, die sich im Schlaf im Gehirn entladen, Kommunikatoren, die durch den Darm über das Skelett die Kontaktaufnahme ermöglichen.
Ellis hat so ziemlich jede kranke Idee zu Papier gebracht die einem auch nur einfallen kann. Oder auch nicht. Denn vieles davon ist so pervers und abgedreht, das man im ersten Moment erschrocken ist. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet umso mehr erkennt man, dass Spider Jerusalem nur ein Mensch ist. Ein Mensch mit Fehlern und auf der Suche nach der Wahrheit. Ein Mensch mit außergewöhnlichen Mitteln der auf ungewohnten Wegen sein Ziel zu erreichen versucht. Ein Mensch mit dem Herzen am rechten Fleck und einer Schnauze, die sich nicht scheut, alles ungeschönt auszusprechen. Und dann merkt man. Nicht Spider ist das Arschloch, sondern die Welt um ihn herum.

Spider Jerusalem, bei dem, was er am besten kann. Schreiben.

Spider Jerusalem, bei dem, was er am besten kann. Die Wahrheit in die Welt hinausschreiben.

Für Transmetropolitan konnte Warren Ellis den überaus begabten Darick Robertson gewinnen. Dieser hat bereits frühzeitig durch seine Arbeiten an Justice League Europe für DC und New Mutants für Marvel zeigen können, was in ihm steckt. Und für Transmetropolitan war er einfach die ideale Besetzung. Seine Bilder schaffen es, die Welt, welche Ellis konstruierte, glaubhaft und dennoch fantastisch abzubilden. Kleinste Details erfüllen die Szenarien mit Leben und schaffen so eine unglaublich dichte Atmosphäre, die auch visuell eine Herausforderung für den Leser darstellt. Es gibt in dem ganzen Band nur zwei Konstanten. Die eine ist Spider Jerusalems auffallende Brille, in Grün und Rot, mit den Live-Linsen, welche für ihn Fotos und Videos aufzeichnet und der dreiäugige Smiley. Dieser beschließt nicht nur jedes Kapitel, sondern taucht auch zwischendurch immer wieder einmal auf. In der gesamten, und sich ständig ändernden Welt fallen diese beiden Dinge besonders auf. Spider verändert sich. Mal mit langer Mähne, mal mit Bart, mal vollkommen kahl. Aber immer mit seiner Brille und immer mit diesem Smiley-Badge, den Spider sogar selbst nutzt.
Während aber Darick die Stadt wild wuselnd und chaotisch darstellt, ist seine Interpretation der Berge und Landschaften das genaue Gegenteil. Groß, frei und friedlich. Weitaus weniger Details, die aber dennoch alles darstellen, was benötigt wird. Während man in den Stadtszenerien visuell förmlich erschlagen und überfordert wird, darf das Auge in den Reservaten, die zur Erhaltung älterer Kulturen dienen, entspannen und beruhigt schweifen.
Dazu trägt auch ganz bewusst die Farbgebung von Nathan Eyring bei. Er gestaltet die Landschaften in beruhigenden und warmen Erdfarben und sanften, friedlichen Pastelltönen. Dem gegenüber stellt er eine grelle und bunte Stadt, die durch starke Kontraste und klar abgegrenzte Farben genauso verstörend wirkt, wie durch die düsteren und Angst erfüllenden Passagen und Stadtviertel. Dominantes Rot, aufdringliches Blau, blendend helles Gelb und verschleierndes Grau. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass Eyring seinen Job versteht und dadurch die ideale Wahl für Transmetropolitan ist.

Glauben oder nicht glauben? Das ist hier die Frage!

Glauben oder nicht glauben? Das ist hier die Frage!

Mit Bonusmaterial war Panini, trotz der wirklich tollen Aufmachung des wunderschön gestalteten Hardcovers, eher geizig. Es gibt lediglich eine Einführung von Garth Ennis, der aus den Anfangstagen von Transmetropolitan erzählt. Darin schildert er unter anderem, wie unsicher Warren Ellis war, was die Qualität und den Erfolg seiner Serie betrifft. Außerdem sind noch alle clean Coverarts in dem Band anzufinden und zwei kurze Biografien zu Warren Ellis und Darick Robertson.

FAZIT:

Dieser Band stellt meine erste direkte Begegnung mit Transmetropolitan dar. Sicher, ich hatte bereits vorher davon gehört und gelesen. Und dennoch konnte ich den Hype darum nicht ganz nachvollziehen. Nachdem ich nun diese Ausgabe gelesen habe, ist es aber klar. Denn Ellis und Robertson erschaffen nicht nur eine tragische und dennoch komische Hauptfigur, mit der man sehr schnell mitfiebert, sondern auch eine Welt, die faszinierend und verstörend zugleich ist. Als Leser ist man sofort von den Möglichkeiten, die sich den Menschen in dieser Zeit und Welt bieten fasziniert. Aber man merkt auch sehr schnell, dass all dies seine Schattenseiten hat. Und davon gibt es hier reichlich. Denn Ellis schickt seinen „Helden“ in Abenteuer, die mehr Schatten, als Licht aufweisen.
Jetzt ist es für mich nicht mehr verwunderlich, wieso diese Serie so hochgelobt wird. Denn hier stimmt fast alles. Und der zu Beginn schwer wirkende Einstieg erledigt sich spätestens nach dem zweiten oder dritten Kapitel. Denn hier beginnt man als Leser Spider zu vertrauen, und das, obwohl er zu Beginn eine sehr verstörende und auch verstörte Persönlichkeit aufweist. Transmetropolitan ist ein Meisterwerk, und das ist es nicht umsonst. Dieser Band, nein diese Serie, sollte kein echter Comicfan auslassen.

Solche Figuren gibt es nur in Transmetropolitan. Der kopflose Sohn von Spider Jerusalem!?

Das kommt dabei heraus, wenn Spider kopflos in der Welt herumvögelt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 1997-2013 DC/Vertigo & Panini Comics

Hellblazer #2: Erbsünde (2) [Schreiber & Leser, Dezember 1998]

Da mein Blog ja hauptsächlich ein Comic-Blog sein soll, auch wenn ich jetzt mehr Aufmerksamkeit mit einem anderen Artikel erregt habe, was überhaupt nicht mein Ziel war, so soll es heute dennoch mit einer neuen Comicreview weitergehen…

Hellblazer #2: Erbsünde 2

Der Vietnamkrieg ist vorbei. Zumindest für die meisten Einwohner der amerikanischen Kleinstadt Liberty. Denn viele haben ihre Söhne in jenem Krieg verloren. Doch dank des Erweckungskreuzzuges sollen nun die längst totgelgaubten zurückkehren. Doch für diese verlorenen Jungs ist der Krieg niemals zu Ende gegangen. Sie kämpfen nach wie vor in einer längst verlorenen Schlacht um ihre Seelen…
Danach macht sich die Damnation Army in England breit. Und dahinter steckt niemand geringeres als der Dämon Nergal. Er schafft sich mit ein paar willenlosen Opfern ein Monster welches John Constantine fangen und töten soll, aber es gibt noch ein Problem mit dem sich auch Nergal nicht so einfach abgeben will. Der Erweckunsgkreuzzug hat sich seine gute Freundin Zed geschnappt weil sie in ihr die Wiedergeburt der heiligen Maria sehen, welche einen neuen Jesus gebären soll. Doch Nergal will das nicht zulassen und stattet den zwischenzeitlich schwer verwundeten John Constantine mit Dämonenkräften aus damit er gestärkt die Geburt eines neuen Messias verhindert…
FAZIT:
Der zweite Band von Hellblazer: Erbsünden ist wie schon der erste sehr düster, dramatisch und emotional. John wird hier besonders von seinen Freunden die er bereits verloren hat und auch weitere von ihnen verliert mehr und mehr heimgesucht, wobei er sich dabei schuldiger vorkommt, als es seine „Geisterfreunde“ eigentlich wollen. John kämpft hier so sehr mit seiner eigenen Schuld, dem Versagen und der Tatsache das er seine Freunde im Stich gelassen hat, obwohl diese „mehr oder weniger“ für ihr Handeln selber verantwortlich waren, das er sich seiner neuen Aufgabe schon gar nicht mehr stellen will und alles hinwirft.
Die Zeichnungen sind dabei gewohnt gut und werden nur kurzzeitig durch Gastzeichner etwas aufgelockert, bzw. durchgerüttelt.
Insgesamt ist auch dieser Band wieder gute Kost die gut unterhält und auch teilweise zum Nachdenken anregt, wobei sowohl bei der Story, als auch bei der Charakterentwicklung und den Zeichnungen noch einiges an Luft nach oben ist.

„Hellblazer #2: Erbsünde (2)“ bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
Review: „Hellblazer #1: Erbsünde (1)“ [Schreiber & Leser, Oktober 1998]

Hellblazer: Garth Ennis Collection 1 – Gefährliche Laster (Panini, Februar 2012)

Vorweg: Ich hatte mit der Figur des John Constantine vor der Hellblazer Garth Ennis Collection (GEC) nicht viel zu tun, auch wenn ich den Kinofilm kannte.

Lob/Kritik an Panini: Ich finde toll, dass sie die Reihe im HC-Format rausbringen, wie es bei Preacher der Fall war, dadurch wird die GEC wohl zum Schmuckstück des geneigten Sammlers. Wie erwähnt, habe ich mich aber vorher noch nicht mit Hellblazer beschäftigt, dadurch waren mir viele Namen und Anspielungen etwas fremd. Hier wäre eine kurze Einleitung in Textform vielleicht hilfreich gewesen.

Nun aber zum Inhalt:

Der Sammelband enthält 3 Geschichten:

„schlechte Angewohnheiten“

Hier geht es darum, dass der kette-rauchende Dämonenjäger John Constantine im Begriff ist, an Lungenkrebs zu sterben. Das kommt den Dämonen, die John über die Jahre bekämpft hat, natürlich recht: Dank seiner Verfehlungen wird Constantine zur Hölle fahren, wo sie sich bei ihm revanchieren können. Kein Wunder, dass Constantine darauf keine Lust hat und mit allen Mitteln versucht seinem Schicksal zu entgehen.

„Der Pub, in dem ich geboren wurde/Liebe tötet“

Ein Kredithai versucht an eine Baufläche zu kommen, auf der ein Pub steht, in dem Constantine und seine „Freunde“ Seit Jahren verkehren. Als der Pub von Schlägern niedergebrannt wird, rächen sich die Geister der, im Feuer umgekommenen, Besitzerin und ihres zuvor verstorbenen Mannes auf brutale Weise an den Männern. Nur Constantine kann sie noch zur Vernunft bringen.

„Lord of the Dance“

Am Weihnachtstag begegnet John einem Wintergeist aus alter Zeit, der enttäuscht darüber ist, was aus dem „Fest des Winters“ gemacht wurde. Daraufhin führt Constantine ihn in einen Pub, in dem der „alte Geist“ weiterlebt.
Vieles, was Ennis später in Preacher, meiner Meinung nach, zu seiner persönlichen Perfektion bringt, (Kneipen)Gespräche, Tod und Teufel/Gott etc., ist natürlich auch hier schon zu finden, es wirkt auf mich jedoch noch nicht so auf den Punkt gebracht, wie es in Ennis Meisterwerk (Preacher) der Fall ist, es wirkt als hätte Ennis seine „Stimme“ noch nicht richtig gefunden. Die Zeichnungen waren für mich zwar gewöhnungsbedürftig aber nicht störend, auch wenn man Dillon auch anmerkt, dass er sich bis zu Preacher noch weiter entwickelt hat. Somit wäre Hellblazer für sich genommen kein Stoff, den ich von Ennis/Dillon gewohnt bin, als Fan von Ennis (und auch Dillon) finde ich es aber interessant, eben diese Entwicklung von Hellblazer zu Preacher zu beobachten.

Den Comic gibt’s bei Panini oder eben Amazon.

Fables 2: Farm der Tiere (Panini, März 2007)

Nach den Geschehnissen von Band 1 „Legenden im Exil“ muss Rose Red zur Strafe ihre Schwester Snow White bei ihrer halbjährlichen Stippvisite auf  „der Farm“, dem Außenposten von Fabletown, wo nicht-menschliche Fables leben, begleiten. Bei ihrer Ankunft merken die Schwestern jedoch sofort, dass etwas nicht stimmt: Der „Farmvorstand“ Weyland Smith wurde durch die 3 (kleinen) Schweine ersetzt, die den Kontakt zu Fabletown abgebrochen haben und nun mit ihren animalischen Anhängern in die Heimat einmarschieren wollen, um das Land vom Feind zurück zu erobern. Nach einem grausamen Mord wird jedoch klar, dass die Tiere erst Fabletown übernehmen wollen und während Snow zu fliehen versucht, wählt ihre Schwester einen anderen Weg …

„Farm der Tiere“, inspiriert durch den gleichnamigen Roman von George Orwell, dient für mich, wie der Vorgänger, „Legenden im Exil“, als Comic, der die Fables vorstellt, dieses Mal werden die tierischen Fables auf der Farm vorgestellt, diese haben ihre ganz eigenen Probleme: Während sich die menschlichen Fables relativ frei in der Welt bewegen können, ist ihre persönliche Freiheit, durch den Umstand, dass sie ihr langes Leben auf der Farm fristen müssen, stark eingeschränkt. Dies führt zu noch stärkerer Sehnsucht nach der alten Heimat, als dies bei den menschlichen Fables der Fall ist, und letztendlich zu einem aufbegehren gegen die „Machthaber“ in Fabletown.

„Fables #2: Farm der Tiere“ bei Amazon bestellen.