Punisher: Soviet – Russische Sünden [Panini Comics, August 2020]

Ennis und der Punisher. Das ist ein Duett wie Milch und Schokolade, wie Ernie und Bert, wie Yin und Yang, naja die Liste könnte ich noch ewig weiterführen, aber wir konzentrieren uns besser auf den vorliegenden Band, mit dem Garth Ennis seine Rückkehr nach über 10 Jahren feiert. Vor zwanzig Jahren erneuerte der nordirische Kultautor die Figur des Punisher in der sehr erfolgreichen ersten Marvel Knights-Miniserie. Mit einer neuen Miniserie meldet er sich nun wieder zurück und es ist fast, als wäre er nie weg gewesen …

Punisher: Soviet – Russische Sünden

Autor/in: Garth Ennis
Zeichner/in:
Jacen Burrows
Format:
Softcover
Umfang:
220 Seiten
Inhalt:
Punisher Soviet 1-6
Verlag:
Panini Comics
Preis:
17,00 Euro

Konstantin Pronchenko, ein russischer „Geschäftsmann“ wie man sagen könnte, bekommt Besuch von Frank Castle, alias dem Punisher. Nach und nach werden einige seiner „Geschäftszweige“ lahmgelegt. Dumm nur, das Frank damit überhaupt nichts zu tun hat und offenbar jemand Neues hinter diesen Racheaktionen steckt. Jemand Neues, den Frank kurz darauf kennenlernt. Valery Stepanovich ist der Mann, der noch eine offene Rechnung mit Pronchenko hat, und nachdem er Frank erklärt, weshalb er dies tut, schließen sich die beiden zu einem tödlichen Duo zusammen …

Nach seinem grandiosen Run hinterließ Garth Ennis 2009 einen runderneuerten, düsteren und dennoch glaubhaften Antihelden, mit einer komplexen Vergangenheit, der sogar als Vorlage für einen erfolgreichen Kinofilm, sowie eine nicht minder erfolgreiche Netflix-Serie diente. Seitdem haben sich viele Fans und Kritiker eine Rückkehr von Ennis zum Punisher gewünscht. Mit der nun vorliegenden Miniserie erfüllt sich jener Wunsch und das Ergebnis ist ein neues Abenteuer, welches nahtlos an die früheren Arbeiten Ennis‘ anschließt. Erneut erweitert Ennis das Leben Punishers um einige sehr interessante Facetten, charakterisiert in ein weiteres Mal als einem Mann mit einem großen Herz für Menschen die Hilfe brauchen und alles verpackt in einem Ennis-typischen Meisterwerk, welches nur oberflächlich mit viel Gewalt und Hass daherkommt.

Für die Zeichnungen in diesem Band ist niemand anderes, als Jacen Burrows verantwortlich, mit dem Ennis bereits an „Crossed“ zusammengearbeitet hat. Burrows ist dabei der perfekte Künstler um die Angst, die Trauer, den Hass und die Verzweiflung in die Gesichter aller Beteiligten Protagonisten. Aber auch die eher negativen Darstellungen weiß Burrows zu Papier zu bringen und dabei wird es teils sehr explizit, weshalb Panini auf der Rückseite des Bandes eine Leseempfehlung ab 18 Jahren ausspricht. Fans und Kenner von Burrows Arbeit wissen somit, was sie in diesem Band erwartet und alle anderen sollten lieber vorher einen Blick riskieren, denn dieser Band ist nichts für zarte Nerven.

Zehn Jahre hat es gedauert, bis Ennis nach Hause zurückgekehrt ist und er hat dem Punisher eines der schönsten Geschenke gemacht. Ein neues Abenteuer, eines mit Herz und dem typischen Ennis-Punisher und allem, was dazu gehört. Diese Rückkehr von Ennis ist wahrhaft eine fulminante.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2020 Marvel Characters B.V. / Panini Comics

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