Nachdem das letzte Mal die Folge 14 ausgestrahlt wurde und ich in den Kommentaren zur Review freundlicherweise darauf hingewiesen wurde, dass die Ausstrahlung sich eventuell an der Produktionsreihenfolge orientiert, folgt hier die Episodenreview zur offiziellen 13. Folge …
Kategorie Serien
Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 6)
Gestern waren wie gewohnt die Turtles an der Reihe und heute kommt der Ultimative Spider-Man dran. Und auch hier gab es ein kleines Folgen-Wechsel-Dich-Spielchen. Es wurden nämlich die Episoden 11 und 13 gesendet. Doch dazu später noch etwas mehr …
Episode 11: Wahre Freunde
(Venomous)
Bereits zwei Mal trafen Spider-Man und Venom aufeinander. Und in einem dieser Fälle war Peter Parkers bester Freund, Harry Osborn, der Träger dieser gewalttätigen Bestie. Doch Harry hatte den Symbionten zuletzt besiegt. Oder etwa doch nicht? Denn plötzlich tauchen Beweise auf, die Spider-Man als brutalen Schläger darstellen. Peter ist sofort klar, dass hier wieder einmal nur Venom dahinter stecken kann. Harry beteuert jedoch seine Unschuld. Dennoch lässt sich Peter nicht abwimmeln und observiert seinen besten Freund. Im Oscorp-Tower kommt es dann zum Kampf zwischen Norman Osborn und seinem Sohn Harry, der sich ihm gegenüber als Venom geoutet hat. Wie kann Spider-Man seinem besten Freund jetzt noch helfen, ohne dabei dieses Geheimnis an seine Teamkameraden oder S.H.I.E.L.D. zu verraten …?
Binnen kürzester Zeit werden Spider-Man und Venom, nun bereits zum dritten Mal, aufeinander losgelassen. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Jedoch wirkt es in dieser Episode stark gekünstelt und auch gehetzt. Nicht nur, dass die Konfrontationen innerhalb dieser Folge unglaubwürdig inszeniert werden, auch das Handeln von Harry ist stark Out of Character. Auch die erneut thematisierte Beziehung zwischen Vater und Sohn Osborn, tritt auf der Stelle. Zwar zeigt sich hier erstmals, dass Norman auf seinen Sohn stolz sein kann, aber dies beruht nur auf der Symbiose von Harry mit Venom. Es gibt aber auch Positives. So entwickelt sich das Team der jungen Superhelden ein kleines Stück weiter, indem das gemeinsame Vertrauen ausgebaut wird. Vor allem im Sinne des Teamzusammenspiels, auch und gerade, gegen ihren Mentor Nick Fury.
Wie schon in den ersten beiden Episoden mit Venom, ist auch in dieser das gesamte Setting sehr düster. Nachtszenen, dunkle Flure und schlecht beleuchtete Forschungslabore bestimmen das Gesamtbild. Tagesaufnahmen sind eher die Seltenheit und auch die Figuren, allen voran Harry, wurde eine emotional dunklere Mimik „spendiert“. So fallen bei ihm, ähnlich einer durchzechten Nacht, die visuelle Abgeschlagenheit im Gesicht, sowie die dunklen Augenringe fast schon übertrieben stark auf.
Dafür sind die Kampfszenen mit Venom wieder hervorragend dynamisch und publikumswirksam inszeniert. Erneut wurde mittels Computereffekten eine virtuelle Kameraperspektive zwischen den verfeindeten Kämpfern positioniert. Dadurch fühlt man sich wieder mitten ins Kampfgeschehen hineingezogen. Das erzeugt eine zusätzliche Dramatik und Spannung, da oftmals nur Teile des Bildes klar zu erkennen sind.
FAZIT:
Sieht man einmal davon ab, dass mir persönlich das neue Aufeinandertreffen zu schnell erfolgt ist und das dunkle Setting erneut genutzt wird, bleibt eine durchaus akzeptable Folge. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Venom ist ganz klar eine Gefahr und die kennen viele auch schon aus den Comics. Und Spider-Man ist ein Wissenschaftsgenie, was auch kein Geheimnis ist. Aber wie um Himmels willen kann man auf den Gedanken kommen, dass ein Teenager, ein Mittelschüler, es schaffte, ein Gegenmittel zu entwickeln? Eines welches ein solches Monster auflöst, und das alles binnen weniger Minuten? Sicher handelt es sich um eine Superhelden-Fantasy-Serie und da bin ich schon einiges gewohnt, aber so etwas stellt mir doch immer wieder die Nackenhaare auf.
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Episode 13: Dr. Strange
(Strange Days)
Peter bekommt einen Riesenschock, als er beim morgendlichen Zähneputzen feststellt, dass er über sechs Arme verfügt. Und auch seine Tante May hat plötzlich einen Spinnenkopf. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Dieser Verdacht bestätigt sich, als Danny Rand, alias Iron Fist, Spider-Man aus diesem Albtraum befreit. Als beide daraufhin feststellen, dass sie nicht die einzigen Traumopfer sind, sondern die ganze Stadt davon betroffen ist, suchen sie den größten Magier der Welt auf. Dr. Strange! Zu dritt machen sie sich auf in die Traumwelt von Nightmare, um sich nicht nur dem Gegner, sondern auch den eigenen Albträumen zu stellen …
Albtraumwelten. Traummonster. Fantastische Gestalten. Persönliche Ängste. Magie und Zauberei. Alles Zutaten für eine tolle Geschichte? Sollte man meinen. Und in diesem Fall klappt es auch. Natürlich darf man nichts tiefgründig Psychologisches erwarten. Es handelt sich immerhin um eine Kinderserie. Und diese soll mit ihrer Moral vor allem dafür sorgen, dass Kinder keine Angst mehr vor Albträumen haben. Die Umsetzung hierfür ist gelungen. Die Szenarien sind fantastisch und spiegeln eine mögliche Traumwelt dennoch glaubhaft wieder. Verzweigte, frei schwebende Pfade. Einzelne Türen, die überall hinführen könnten und es auch tun. Auch die Einführung einer weiteren Marvel-Figur erfolgt zielsicher. Mit Doctor Strange, dem Magier, wurde erneut eine Figur gewählt, die es bereits mehrfach in diverse Animationsumsetzungen geschafft hat. Zuletzt gab es einen vollkommen eigenständigen Animationsfilm mit dem Zauberer von Agamotto der Direct-to-DVD auch in Deutschland erschien und sehr sehenswert ist.
Ein großes Manko an dem „neuen“ Doctor Strange, ist aber für mich persönlich, sein junges Auftreten und seine ebenfalls so junge Stimme. Während der aus den Comics und dem bereits erwähnten Animationsfilm bekannte Stephen Strange ein Mann um die 40 bis Anfang 50 ist, wirkt dieser hier wie gerade einmal Mitte 20. Dadurch geht ein wenig die Glaubwürdigkeit als „größter Magier der Welt“, wie er auch in der Folge genannt wird, verloren. Dennoch passt er, wohl gerade dadurch, ein wenig besser in diese Serie, als es sein älteres Pendant getan hätte.
FAZIT:
Eine Folge, wie sie für Kinder nicht besser hätte umgesetzt werden können. Eine einfache aber auch nützliche Moral. Leicht erlernbar für Kinder. Dazu fantastische Welten, Helden, die am Ende siegreich sind und Zauberei. Alles, was ein Kinderherz begehrt. Und manchmal auch das Kinderherz in einem Comicnerd, wie mir. Aber es gibt auch was zu meckern. Wieso muss SuperRTL die Folgen durcheinander senden? Letzte Woche war es noch ein einfacher Vertauscher, als Folge 10 vor Folge 9 ausgestrahlt wurde. Diese Woche wurden die Originalfolgen 11 und 13 gesendet und die 12 folgt nächste Woche zusammen mit der 14. Hat das einen tieferen Grund? Vielleicht erbarmt sich ja SuperRTL und gibt uns eine Antwort hierrauf.
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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 14) [Nickelodeon]
Wie schon letzte Woche, gibt es auch diese Woche wieder eine neue Episodenreview zur aktuell gelaufenen Teenage Mutant Ninja Turtles Episode vom Sonntag …
Episode 14: Ein neues Mädchen ist in der Stadt
(New Girl in Town)
Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 5)
Nach der gestrigen Turtles Episodenreview, gibt es heute wieder etwas vom ultimativen Spider-Man …
Folge 9: Lokis Rache
(Field Trip)
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schulausflug in das historische Museum werden. Doch plötzlich erscheint ein Eisriese aus einer alten nordischen Steintafel und das junge Superheldenteam um Spider-Man scheint hilflos demgegenüber zu sein. Zum Glück taucht jetzt Thor auf und greift den Frischlingen unter die Arme. Als der Feind besiegt scheint und Thor sich dessen vergewissern möchte passiert das Unglaubliche. Er verwandelt sich in einen Frosch. Aber das ist nur äußerlich, denn hilflos wird der Sohn Odins dadurch jedoch nicht. Schnell stellt sich heraus, dass Loki, Thors Bruder, hierfür verantwortlich ist. So entwickelt sich ein einfacher Schulausflug schnell zu einem haarsträubenden Abenteuer mit nordischen Göttern und Monstern …
Was bleibt einem groß zu dieser Geschichte zu sagen? Sie ist nett. Mittlerweile wirken die Folgen ein wenig lieblos. In kurzer Folge werden Helden aus dem Marvel Universum präsentiert, ohne wirklich eine Geschichte zu erzählen. Anders als die „Avengers: Die mächtigsten Helden der Welt“-Serie gibt es hier keinen wirklichen roten Faden, welcher die Folgen miteinander verbindet. Einzig das Training von Nova, White Tiger, Power Man, Iron Fist und Spider-Man durch S.H.I.E.L.D. ist eine Gemeinsamkeit, die alle bisherigen Folgen miteinander aufweisen. An sich sind eigenständige Episoden nichts Schlechtes. Immerhin bieten sie die Möglichkeit Geschichten zu erzählen, ohne auf die Geschehnisse im Hintergrund eingehen zu müssen. Einzig die Tatsache, dass Thor in einen Frosch verwandelt wird, könnte langjährige Fans aufhorchen lassen. Schon im klassischen US-The Mighty Thor #364 wurde diese Idee auf ähnliche Weise von Walter Simonson umgesetzt.
Während die Geschichte nur mittelmäßig ist, können wenigstens die Bilder, die Action und das Charakterdesign überzeugen. Thor und Loki sind auch für Nicht-Kenner der Comics sofort wiederzuerkennen und der zum Frosch verwandelte Donnergott sorgt ebenfalls für ein angenehmes Schmunzeln. Die Action wird bereits wie bei der Iron Man Episode mit vielen Effekten und einem abermals in meinen Augen übertriebenen Actionfeuerwerk dargestellt. Überall knallt und leuchtet es in allen möglichen Farben. Für Kinder durchaus in Ordnung, für mich persönlich eher ein Stilmittel um von der flachen Geschichte abzulenken.
FAZIT:
Dieser Folge merkt man deutlicher als bisher an, dass sie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Das mag auch in Ordnung sein. Die plakative Moral, dass Kinder unbedingt in der Schule aufpassen sollten, hätte man aber auch behutsamer anbringen können. Gleiches trifft auf den sehr offensiven Humor zu. Dieser ist oftmals so direkt und lächerlich, das es eher unfreiwillig komisch wirkt. Nach Episode fünf, mit Iron Man, ist dies die bisher Schwächste und kann vermutlich nur Kinder überzeugen und begeistern. Als langjähriger Fan, hat man neben der Kurzweil nur sehr wenig, was einen an der Folge begeistern könnte.
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Folge 10: Körpertausch
(Freaky)
Mesmero ist gerade dabei, eine Bank auszurauben. Aber Spider-Man will dem nicht tatenlos zusehen und stellt den Bankräuber. Dieser hat jedoch die Bürger der Stadt unter seiner Kontrolle. Doch dann tauch Wolverine auf und gemeinsam schaffen sie es, Mesmero aufzuhalten. Doch schon am nächsten Morgen kommt die böse Überraschung. Mitten im Unterricht tauschen die beiden Helden ihre Körper und eine chaotische Jagd beginnt, an deren Ende die Wiederherstellung der ursprünglichen Ordnungen stehen soll …
Dass Brian Michael Bendis der Autor der Serie ist, wüsste man spätestens nach dieser Episode, selbst wenn sein Name nie in den Credits geführt wird. So langsam bekommt man, gerade als langjähriger Comicleser und Kenner das Gefühl, dass Bendis die Ideen ausgehen. Diese Körpertauschgeschichte hat BMB nämlich bereits in der ersten „Ultimate Spider-Man“-Comicserie verbraten. Dort war es auch schon nicht neu, aber, und das muss man ihm anrechnen, wenigstens witzig. Dieser damals so wunderbare Humor fehlt in dieser Episode aber gänzlich. Stattdessen verkommt die Folge eher zu einer Aneinanderreihung diverser Slapstickeinlagen. Solche Adaptionen von Comicgeschichten sind durchaus, auch von mir, gerne gesehen. Jedoch nicht, wenn der Humor so flach und fast schon mit dem Holzhammer präsentiert wird. Slapstick mag ein Stilmittel sein, kann aber auch durch den übertriebenen Einsatz genau das Gegenteil erreichen.
Genauso ungewollt komisch wie die Geschichte, ist auch die Umsetzung von Sabretooth. Dieser sieht stellenweise einfach nur lächerlich aus. Sein Outfit an das klassische Kostüm angelehnt und dürfte somit besonders Nostalgikern gefallen. Dem Gegenüber ist aber sowohl seine Mimik als auch sein Verhalten eher das einer weichgespülten Version des gefährlichen Wolverine-Gegners. Es ist nachvollziehbar, dass Sabretooth hier nicht mit seinen brachialen Klauen und den Hauern auftreten kann, die er im Comic trägt. Zu schnell könnte Er bei der anvisierten Zielgruppe sonst Albträume oder Angstzustände hervorrufen. Dennoch wäre hier eine gewisse Originaltreue nicht verkehrt gewesen. Denn immerhin hatte es Sabretooth bereits in der X-Men Animationsserie in den neunziger Jahren zu einem gewissen Ruhm geschafft.
FAZIT:
Anfangs Feinde, dann Leidensgenossen und am Ende fast wie Freunde. So oder so ähnlich könnte man die Handlung zügig zusammenfassen. Wer Logan, alias Wolverine, kennt, der wird sich an dessen Verhalten ein wenig stören. Klar kann der Haudegen auch nett sein. Aber wenn ihm so ein Bub entgegen kommt, dann dauert es normalerweise, selbst bei einem Peter Parker schon etwas länger, bis der Kanadier warm wird. Für die Kinder ist diese Episode durchaus unterhaltsam und Kenner der Comicserie werden sich gerne an die damalige Geschichte zurückerinnern. Wenn man also einmal davon absieht, dass hier erneut Altes neu aufgewärmt wird, ist diese Episode durchaus gelungen. Dennoch wäre, schon alleine wegen des aktuellen Teamcharakters und S.H.I.E.L.D., einiges mehr an Potenzial vorhanden gewesen, um die an sich gute Geschichte, noch ein wenig zu modifizieren.
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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 12) [Nickelodeon]
Es ist Mittwoch und so gibt es auch heute wieder eine neue Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview…
Episode 12: Das Ding aus der Tiefe
(It Came From the Depths (FKA Leatherhead))
Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 11) [Nickelodeon]
Auch am Osterwochenende hat es sich Nickelodeon nicht nehmen lassen die neueste Folge der Teenage Mutant Ninja Turtles auszustrahlen. Und natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, diese heute zu reviewen …
Episode 11: Mouser-Attacke
(Mousers Attack! (FKA Mouserthon))
Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 10) [Nickelodeon]
Nach der gestrigen Der ultimative Spider-Man Review zu den Folgen sieben und acht, folgt heute die Review zur zehnten Episode der Teenage Mutant Ninja Turtles, bevor morgen dann die elfte Folge ausgestrahlt wird …
Episode 10: Panik in der Kanalisation
(Panic in the Sewers (FKA Mojo Rising))
Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 4)
Weiter geht es mit den Reviews zu den Episoden sieben und acht der Serie Der utlimative Spider-Man. Diesmal zwar etwas später, als die letzten beiden Male, aber besser spät, als nie. 😉
Episode 7: Energie
(Exclusive)
Eigentlich wollte Mary Jane ein ganz besonderes und exklusives Interview mit Spider-Man machen, als der Hulk die halbe Stadt in Schutt und Asche legt. Doch wie sich schnell herausstellt, ist nicht der Hulk das Problem, sondern ein nicht sichtbares Energiewesen, welches ebenso gefährlich zu sein scheint, wie der Hulk. Mittendrin, in der ganzen Action, ist Mary Jane Watson mit ihrer Kamera und riskiert dabei ihr Leben für die Story, mit der sie einen Wettbewerb des Daily Bugle gewinnen möchte. Und so ganz nebenbei will sie noch beweisen, dass Spider-Man nicht das Monster ist, zu welchem ihn Jameson immer machen will …
Rasante Action und eine spannende Geschichte kennzeichnen diese neue Episode. Man könnte fast von spannungsgeladen sprechen, wenn Spider-Man und der Hulk gegen ein unsichtbares Energiewesen antreten müssen. Hierbei werden einige Erinnerungen an die frühe Animationsserie aus den 80er Jahren wach, als ebenfalls ein Energiewesen Spider-Man das Leben schwer machte. Damals war es noch Electro der zusammen mit dem Videoman in „Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde“ für Chaos sorgte. In dieser Folge gibt es nun gewisse Ähnlichkeiten. Hier tritt ebenfalls ein Trio dem Monster gegenüber. Aber diesmal sind es nicht Firestar und Iceman, sondern Hulk und Mary Jane, an Spider-Mans Seite. Und ich muss feststellen, dass auch dieses Mal die Konstellation mit zwei männlichen und einem weiblichen Darsteller gleich ausfällt. Dies zeigt erneut, das obwohl die Serie sehr wohl an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, die Macher auch immer wieder Kleinigkeiten einbauen, die man nur als langjähriger Fan von Spider-Man erkennen und verstehen kann. Dennoch bleibt die Serie auch für Neueinsteiger klar verständlich und unterhaltsam.
Besonders Positiv fällt diesmal der Blickwinkel auf. Oder wenn man in einer Animationsserie überhaupt davon sprechen kann, die Kameraführung. Denn dank der Aufmachung, die an den Science-Fiction/Katastrophen-Film Cloverfield erinnert, fühlt man sich auch als Zuschauer immer mitten im Geschehen. Anhand der Sichtweise durch Mary Janes Kamera wird man regelrecht in die Handlung gesaugt. Ständig in Bewegung und immer auf dem Sprung vor der nächsten Gefahr. Seite an Seite mit dem Helden der Serie, quer über sämtliche Häuserdächer. So wird bereits durch die Kameraperspektive und die Schnitte eine enorme Spannung aufgebaut. Dies zieht sich dann auch fast bis zum Ende. Und ab dem Moment, wo der Trick mit der Kamera nicht mehr zur Verfügung steht, greift die Dramatik um ein Menschenleben die bisherige Spannung auf und trägt Sie bis zum großen Finale.
FAZIT:
Nach den beide letzten, etwas schwächeren Episoden, überzeugt diese Folge wieder mit einer guten und spannenden Geschichte sowie einer dramatischen und überzeugenden Präsentation. Wie gewohnt kommt auch diesmal der inzwischen fest etablierte, aber manchmal etwas seichte, Humor nicht zu kurz. Des weiteren gibt es auch wieder einen Gastauftritt von Stan Lee, der in dieser Folge aber fast schon ein wenig übertrieben senil dargestellt wird, und somit etwas Out of Character erscheint. Die Episode thematisiert auch erneut den fast schon obligatorischen Kampf zwischen J. Jonah Jameson und Spider-Man um die Gunst der New Yorker Bürger und das Image des Helden in der Öffentlichkeit. Während ihn Jonah gerne als Gefahr darstellt, wäre Spidey lieber der Liebling der Stadt.
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Episode 8: Zurück in Schwarz
(Back in Black)
Spider-Man bekommt Konkurrenz. Dies mag an sich nichts Besonderes sein. Aber dieser neue Held ist Spider-Man! Noch ein Spider-Man? Und dazu noch in einem wesentlich cooleren und publikumswirksameren schwarzen Kostüm? Doch wer ist dieser neue und in allen Belangen bessere Spider-Man?
Wenig später kann es Peter kaum glauben, als sich sein bester Freund Harry Osborn als der neue Spider-Man in schwarzem Outfit herausstellt. Und dieser hat sich nicht einfach ein schwarzes Kostüm angezogen, um dem Netzschwinger Paroli bieten zu können, sondern Harry hat sich einen Rest des Venom-Kostüms, welches sein Appartement verwüstet hat, gesichert. Er hat es und mit ihm trainiert und danach in ein kleines Technikgadget gepackt, um so binnen Sekunden in sein neues Outfit schlüpfen zu können. Aber dieser Rest, dieses Etwas, hat noch immer sehr viel Macht und Harry beginnt sich zu verändern …
Mit diesem Episoden-Titel wird direkt Bezug auf die inzwischen fast schon klassische Storyline „Back in Black“ aus der Comicserie genommen. Diese begann kurz nach dem Civil War und führte in den bei den Fans umstrittenen „Brand New Day“. Fast schon nebenbei wird ebenfalls die Demaskierung aus dem Civil War thematisiert. Doch anders als in den Comics wird hier der Humor wesentlich stärker in den Vordergrund gerückt. Die möglichen Gefahren, welche durch die Demaskierung für Peter, seine Freunde und seine Familie, entstehen könnten, werden fast schon übetrieben ins Lächerliche gezogen. Für Fans und Kenner ist dies schon sehr enttäuschend. Dafür wird aus dem Venom aus der vierten Episode endlich der Venom, den die Comicleser schon länger kennen. Sehr seltsam mutet dagegen der Dr. Octopus dieser Animationsserie an, der sich noch nicht richtig an irgendeine Comicversion anlehnen lässt. Denn dieser ist weder wie der klassische Otto Octavius, noch wie der, der zuletzt in den deutschen Ausgaben von sich reden machte, und mehr tot als lebendig war. Auch der Person aus dem ultimativen Comicuniversum gleicht sie kein Stück, und so stellt sich die Frage ob der Zuschauer hier vielleicht eine neue Inkarnation des ewigen Kontrahenten von Spider-Man erleben kann.
An Dramatik hat auch diese Folge wieder einiges zu bieten. Dennoch bleibt sie hinter der direkt vorangegangenen Episode ein wenig zurück. Sie ist aber immer noch besser, als die Folgen von letzter Woche. Jedoch es gibt auch etwas, was sie der siebten Folge voraushat. Sie hat storytechnisch mehr Tiefgang und arbeitet das durchaus schwierige Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater weiter aus. Die Tatsache, dass Harry immer wieder um die Gunst seines Vaters buhlen musste, führte bereits in den Comics zu sehr dramatischen Handlungsbögen, im Verlaufe dessen Harry nicht nur geisteskrank, sondern auch drogensüchtig wurde. Ich bin gespannt, inwieweit die Autoren hierauf ebenfalls zurückgreifen werden. Potenzial hatten diese Geschichten damals schon und davon ist bis heute nichts verflogen. Das Setting ist wieder, genau wie in der Folge mit dem ersten Auftritt von Venom, wesentlich düsterer ausgefallen. Passend natürlich nicht nur zum Gesundheitszustandes des Helden, der mit einer massiven Grippe zu kämpfen hat, sondern auch zur Stimmung von Spider-Man, der seine Zukunft gegenüber dem neuen Spider-Man, sprichwörtlich schwarz sieht.
FAZIT:
Diese Folge weiß vor allem Comickenner zu überzeugen. Mit sehr vielen Anspielungen an die Comicgeschichte des Helden werden Fans geradezu in Entzückung versetzt. Dennoch kann die Handlung auch ohne diese Kenntnisse voll und ganz überzeugen, da sie in sich stimmig, glaubhaft und spannend dargestellt und präsentiert wird. Die jüngeren Fans werden vor allem ihre Freude an dem niesenden und herum“rotzenden“ Helden haben, der sich dem bösen schwarzen Monster entgegenstellt und am Ende trotzdem als strahlender Sieger hervorgeht.
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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)
Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …
Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)
Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …
Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.
Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.
FAZIT:
Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.
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Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)
Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …
Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.
Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.
FAZIT:
Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?
Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL
Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.
Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 9) [Nickelodeon]
Heute geht es nach fast einem Viertel Jahr mit den Reviews zu der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie weiter …















































