Batman / Aliens II # 1 – 3 [Panini, November 2003 – März 2004]

Heute trifft Batman zum zweiten Mal auf die Aliens, nach den beiden Softcovern beim Ehapa Verlag Ende der Neunziger Jahre, in dieser dreiteiligen Miniserie…

Batman/Aliens II (1 von 3)

Nach einem kurzen Vorgeplänkel auf dem Mt. Erebus im Jahre 1928 das die Geschichte einläutet, finden wir uns im Gotham der Gegenwart wieder. Eine Baugrube mit einem seltsamen Kellergewölbe erregt die Aufmerksamkeit der Bauarbeiter und des Bauherrn. Ein Keller mit Wänden aus Stahl, Stahlbeton und Ziegelsteinen, über 2 Meter stark, hindert sie am Vorankommen. Sehr schnell beantwortet sich die Frage warum dieser Keller so angelegt wurde das nichts hereinkommt, oder doch besser nicht heraus???

Batman/Aliens II (2 von 3)

Batman ist im Glauben die Aliens besiegt zu haben und auch die 3 Männer welche er gerettet hat sind, nachdem ihnen die Alienbabys herausoperiert wurden, wieder auf dem Weg der Besserung. Plötzlich taucht eine ominöse Dame namens Catherine Fortune auf und teilt ihr Interesse an den Aliens mit. Doch ein Alien hat überlebt und will die Babys retten. Nach einem heftigen Schlagabtausch schafft es das Alien zu fliehen, nur um kurz darauf in Arkham neue Opfer zu finden. Dort trifft Batman erneut auf Fortune nur um festzustellen das sie eine offenbar engere Bindung zu den Aliens besitzt. Doch allein diese Tatsache verbirgt nur noch ein größeres Geheimnis…

Batman/Aliens II (3 von 3)

Batman erwacht auf einer verlassenen Ölbohrinsel (BP lässt grüßen 😀 ), und wird dort von Alien-Hybridwesen überrascht die aus dem Erbgut von Harvey Dent, Pamela Isley, Jonathan Crane, Victor Fries und dem Joker geschaffen wurden. Doch das macht es nicht wirklich gefährlicher, da den Aliens vor allem ihre Instinkte und das Fehlen jeglicher Gefühle und Hemmungen, ihre wahren Kräfte verleiht. So schafft es Batman sehr schnell diese 5 Wesen zu überwältigen. Doch das eigentliche Problem, ein Alienwesen mit den Genen von Killer-Croc, steht ihm noch bevor…

Alles in allem ist Batman/Aliens II eine sehr gute Crossover-Mini mit imposanten Bildern, die leider manchmal etwas gehetzt wirkt. Dennoch gehört sie zu den besseren Crossovern und kann von mir durchaus weiterempfohlen werden.

DC Crossover #10: Superman vs. Predator #3 [Panini, Januar 2003]

Mit der heutigen Review endet auch schon das dreitilige Crossover zwischen Superman und den Predators. Und irgendwie bin ich sogar froh darüber…

DC Crossover #10: Superman vs. Predator #3 (von 3)

Schon nach einem kurzen Aufeinandertreffen im zweiten Band dieser Jagd flösste Superman dem Predator gehörig Respekt ein, und das obwohl er durch einen seltsamen Virus geschwächt wurde. Trotzdem besinnt sich der Jäger auf seinen Kodex bei dem nur das Versagen schlimmer als der Tod ist. Und so beginnt der Jäger seine Spuren und die seiner Rasse zu verwischen, während Superman versucht den Wissenschaftler aufzuhalten…
Fazit:
Eigentlich zählt David Michelinie für mich zu den ganz großen Autoren der Comicindustrie. Besonders seine einfühlsamen und dramatischen Geschichten für Spider-Man waren ganz große Kunst in meinen Augen. Daher schmerzt es mich umso mehr hier von ihm solches Mittelmaß zu lesen. Immer wieder kleine Ungereimtheiten und auch sonst fehlt der Story die Dynamik. Das können leider auch nicht die Bilder von Alex Maleev retten der mit seinem sonst so filigranen und dennoch kantigen Zeichenstil immer wieder kleine Kunstwerke schafft, aber an dieser Geschichte wirkt er etwas fehlbesetzt. Auch hätte mMn ein wesentlich dunkleres Setting dem ganzen mehr Dramatik verliehen. So verkommt das ganze zu einer „Superman ist krank und kann trotzdem jeden besiegen“-Lobpreisung wie es sie schon Tausendfach gab.

Ihr habt noch nicht genug von den Predators wie sie sich gegen Superman schlagen und wollt diesen Dreiteiler lieber selber lesen? Dann wisst Ihr ja wo ihr diese drei Ausgaben finden könnt, wenn Ihr die letzten beiden Reviews aufmerksam gelesen habt. 😉

DC Crossover #10: Superman vs. Predator #2 [Panini, November 2002]

Weiter geht es heut emit dem zweiten Band des Superman/Predator-Crossovers…

DC Crossover #10: Superman vs. Predator #2 (von 3)

Superman findet sich zusammen mit den Wissenschaftlern in einem unterirdischen Gefängnis einer alten Maya-Zivilisation die der „böse“ Wissenschaftler als Basis nutzt um seine mörderischen Pläne durchzuführen. Aber das Auftauchen von so vielen Menschen, die sich auch noch bekämpfen rufen den Jäger und Beschützer auf den Plan. Dieser zerstört nicht nur das verlassene Raumschiff sondern beginnt auch sofort damit sämtliche Spuren über die Existenz dieser Alienrasse zu verwischen…
FAZIT:
Auch das zweite Kapitel dieses Dreiteilers kann noch nicht richtig überzeugen. Zwar nimmt die Geschichte mit dem Auftreten und doch recht brutalen Handelns des Predators an Fahrt zu, aber es will einfach keine Spannung aufkommen. Sehr viele Passagen wirken sogar regelrecht langatmig.

Auch hier gilt wieder wie gestern, das Comicmarktplätze, Flohmärkte und Ebay die besten Anlaufstellen sind um günstig an dieses Heft zu kommen.

DC Crossover #9: Superman vs. Predator #1 [Panini, September 2002]

Crossover sind seit den 70er Jahren eine regelmäßige Erscheinung. Doch nicht nur zwischen den diversen Comicverlagen gab es Treffen, auch die Filmwelt (oder dessen Comicadaptionen) durften auf einige der bekanntesten Comichelden treffen…

DC Crossover #9: Superman vs. Predator #1 (von 3)

Tief im Dschungel findet eine Gruppe von Wissenschaftlern ein verlassenes Raumschiff. Mit Hilfe dessen erhoffen sie sich große wissenschaftliche Erfolge. Doch neben den Geheimnissen einer längst verschollenen Alienrasse befinden sich vor Ort auch Unmengen von menschlichen überresten. Diese und die mögliche Gefahr die ihre Existenz darstellen könnte, ruft Superman auf den Plan. Kaum vor Ort wird er mit Hilfe eines hochfrequenten Schallstosses derart geschwächt, das seine Superkräfte immer wieder aussetzen. Doch dieser Schallstoss hat auch noch eine andere Funktion gehabt. Er meldet den Zutritt zum verlassenen Raumschiff und alarmiert somit deren Besitzer. Doch auch ein ominöser dunkler und verrückter Wissenschaftler samt Söldnertruppe hat Interesse an der ausserirdischen Technologie…
FAZIT:
Irgendwie kommt die Story nicht richtig in Fahrt. Zuviel herumgeplänkel und zu wenig typische Predator-Action. Da habe ich mir ehrlich gesagt mehr von versprochen.

Um dennoch in dieses Abenteuer hineinzuschnuppern, einfach mal die üblichen Comicmartkplätze, Foren, Ebay und Trödelmärkte abklappern. Aber nicht zuviel dafür bezahlen. Mehr als 1€ sollte es definitiv nicht sein. 😉

Die Offenbarung (Carlsen, April 2006)

Manchmal gibt es Comics auf die wird man von allen Seiten hingewiesen und sozusagen mit der Nase darauf gestossen, und dann gibt es solche die eher ein Geheimtipp sind und sich langsam einen ausgewählten Leserkreis offenbaren. Offenbaren ist in diesem Fall sogar die perfekte Wortwahl, denn es geht um die 6-teilige Minsiserie „Revelations“ von Paul Jenkins und Humberto Ramos welche in den USA vom August 2005 bis Januar 2006 bei Dark Horse Comics erschienen ist. Die Miniserie lief sogar erfolgreich genug um bereits im Juli 2006 als Paperback nachgedruckt zu werden. Doch bevor die USA das Werk in gesammelter Form präsentiert bekam, spendierte der Carlsen Verlag Deutschland ein sehr schön aufgemachtes Hardcover…

Die Offenbarung

Charlie Northern ist Detective bei Scotland Yard und ein Katholik der nicht mehr an das glaubt was einen Katholiken sonst ausmacht. Sein Glaube ist erschüttert und ausgerechnet er soll jetzt einen mysteriösen Mord im Vatikan aufklären. Kardinal William Richleau ist ermordet worden. Doch es ist kein einfacher Mord. Der Kardinal wurde mehrere Meter aus einem Fenster direkt auf einen Stahlzaun gestossen und aufgespießt. Nun muss Detective Northern nicht nur herausfinden wer der Mörder ist, sondern kommt dabei auch einer seltsamen Verschwörung auf die Spur, die weit über das menschliche Verständnis alles was existiert hinausgeht. Dabei bekommt Charlie auch Unterstützung von Lucille Pelliccia, auch Lucy genannt, die für den Vatikan als Buchhalterin das Desaster mit der Barclay Bank ins Reine bringen soll. Dadurch hat sie sehr tiefen Einblick in das Wesen und Handeln des Vatikans, und kann Charlie so mit Informationen unterstützen die ihm bei seinen Ermittlungen hilfreich sein könnten.
Doch was Charlie noch nicht ahnt, ist wie mächtig der Vatikan wirklich ist. Oder besser gesagt einige seiner Repräsentanten. Und so kommt Charlie schnell hinter ein paar Geheimnisse und auch näher an Lucy heran…
FAZIT:
„Die Offenbarung“ ist ein herrlicher Mysterythriller bei dem ein verbitterter und auch irgendwie innerlich gebrochener und enttäuschte Detective gegen eine Institution ermittelt der er früher blindlinks gefolgt ist. Paul Jenkins schafft es mit seiner Darstellung von Charlie einen Charakter zu präsentieren den man einerseits mag und andererseits auch wieder verabscheut. Nicht immer sind seine Handlungen nachvollziehbar, auch oder gerade weil sie emotional erfolgen. Genauso gelungen wie Jenkins Grundstory ist die visuelle Umsetzung, oder besser gesagt Präsentation, von Humberto Ramos. Anfangs wirken Ramos Zeichnungen, bzw. sein Stil noch ein wenig ungewohnt, aber schon sehr schnell stellt sich eine passende und wirkungsvolle Symbiose ein, die durch gekonnt platzierte Slapstickeinlagen auflockert.
Auch wenn das Ende für mich persönlich ein wenig enttäuschend war, so ist jedoch der Weg dorthin Spannung und Adrenalin pur. Schon alleine deshalb ist dieses kleine Highlight etwas ganz besonderes und eine fast uneingeschränkte Leseempfehlung für alle die mal etwas anderes als die typische Superheldenkost ausprobieren möchten.

„Die Offenbarung“ bei Amazon kaufen