Predator vs. Judge Dredd vs. Aliens (Gratis Comic Tag Review Nr. 20) Cross Cult, Mai 2017]

Wer kennt sie nicht? Die gefährlichen Predator, der strenge Judge Dredd und die nicht zu unterschätzenden Aliens. Drei große Franchises, die jedoch gewisse Ähnlichkeiten miteinander aufweisen und teils nicht zum ersten Mal aufeinandertreffen, wurden nun in diesem Crossover vereint …

Predator vs. Judge Dredd vs. Aliens

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Die Übertragung [avant–verlag, April 2013]

Heute möchte ich über eine sensationelle Entdeckung meinerseits berichten, nämlich über den hervorragenden Comic von Manuele Fior: „Die Übertragung“.

Aufmerksam geworden auf Manuele Fior bin ich durch den meiner Meinung nach sehr gelungenen Comic: Fünftausend Meter in der Sekunde“. Dieser hat mir so gut gefallen, dass ich bereits mit einer enormen Vorfreude auf sein neuestes Werk gewartet habe. Haben mich in “Fünftausend Meter in der Sekunde” die schönen Zeichnungen und allem voran die Farbgebung maßgeblich umgehauen in Kombination mit einer hervorragenden Story, so sieht es auf den ersten Blick bei „Die Übertragung“ ganz anders aus.

Die Übertragung

Zeichnerisch ist der gesamte Band in schwarz – weiß gehalten. Bereits das Cover enthält dementsprechend keine Farbgebung. Zeichnerisch hat mir dieser Band auch ohne Farbe äußerst gut gefallen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Gesichter und deren Formen. Diese wirken durchaus etwas unpassend zum gesamten Körper der Figuren, was aber in Bezug auf die Story und deren Verlauf nicht weiter tragisch ist. Die Gesichter wirken teils etwas rund, teils etwas lang gezogen, wahrscheinlich verstärkt die enorme Ausdrucksweise der gezeichneten Augen diesen Eindruck. Die Zeichnungen sind nicht zu sehr detailverliebt im Hintergrund sowie an den Charakteren selber. Alles ist schön zu erkennen und für den Leser wahrzunehmen. Dennoch, etwas mehr Detailverliebtheit würde meiner Meinung nach nicht schaden. Richtig gut zur Geschichte passend gelingt es Manuele Fior die Zeichnungen so zu gestalten, dass durch diese die Spannung stellenweise bis ins Unermessliche steigt. So gibt es in einer Szene auf knapp 2 Seiten nahezu nur Dunkelheit zu sehen. Die Zeichnungen skizzieren ein Wechselspiel zwischen Licht und Schatten, zwischen Tag und Nacht. Immer wieder aufgelockert durch beeindruckende panoramaartige Ansichten, die den Leser in den Seiten schwelgen lassen. Eine lockere und durchaus erschwingliche Atmosphäre wird am Tag unter anderem durch gekonnt in Szene gesetzte Aquarelltupfer erzeugt. Dies geschieht vornehmlich in wichtigen Gesprächen der einzelnen Charaktere.

Die Aufmachung dieses Bandes kann sich ohne Kompromisse sehen lassen. Im Hardcover-Format (Maße: 22,8 x 30,7 cm ) auf 176 Seiten macht der Berliner Avant – Verlag absolut nichts falsch.

Ohne ein Vorwort geht es direkt mit der Geschichte auch schon los:

KLAPPENTEXT

In einer nahen Zukunft ist die gesellschaftliche Entwicklung erstarrt. Während sich die reiche Oberschicht in Enklaven auf dem Land absondert, übernehmen die jungen Menschen die aufgegebenen Stadtzentren und suchen dort nach einem anderen Leben. Raniero, ein Psychologe in den 50ern, kriegt mit der enigmatischen Dora, einem Mitglied der Bewegung „Die Neue Konvention“, eine neue Patientin, die ihn aus seinem schematischen Alltag reißt. Dora behauptet, telepathische Fähigkeiten zu haben und seltsame Formen am Himmel zu sehen – Zeichen einer außerirdischen Zivilisation. Visionen, die auch Raniero teilt …

Das Szenario mag vielleicht den ein oder anderen vom Klappentext her etwas irritieren, jedoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Die Story weiß von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
Der anfängliche Autounfall und der erste Kontakt mit den schier unerklärlichen Phänomenen sind wahrhaftig gut in Szene gesetzt. Allein nach dieser Anfangssequenz möchte man schon unbedingt Wissen, wie es den hier weitergeht. Und all die entstehenden Fragen werden zumindest im Ansatz letztendlich auch beantwortet, wobei dem Leser zum Ende hin genügend Spielraum für seine eigenen Gedanken bleiben. In erster Linie geht es hier zum einen um die seltsamen unerklärlichen Phänomene am Himmel aber ebenso um die Beziehungen der Menschen untereinander. Generationenübergreifende Fragen und Verhaltensweisen werden angesprochen und thematisiert, so zum Beispiel die Ehe und das Thema Familie. Raniero hatte einen Autounfall, und seine Frau ist gerade dabei, ihn zu verlassen. Auf der Arbeit begegnet Raniero seiner neuen Patientin, die anscheinend dieselben mysteriösen Zeichen am Himmel sehen kann. Es entwickelt sich eine äußerst spannende Geschichte, die vorwiegend auch die Beziehungskonflikte der einzelnen Charaktere behandelt. So gehört Ranieros Patientin der neuen Konvention an, was bedeutet: Im Artikel 1 steht, die neue Konvention gründet sich auf dem Prinzip der Nichtexklusivität. Es scheint Raniero schon abstoßend genug, dass sich zwei Personen gleichzeitig von jemandem angezogen fühlen können.
Diese auftretenden Konflikte zwischen jungen andersdenkenden Menschen und der älteren Generation werden von Manuele Fior gekonnt thematisiert, ohne letztendlich den Bezug zu den seltsamen Phänomenen zu verlieren. Zum Ende der Geschichte rücken diese seltsamen Phänomene wieder in den Vordergrund und entwickeln ein überraschendes durchaus befremdliches Ende. Über das gesamte Album hinweg entsteht beim Leser eine Art Faszination und Befremdlichkeit dem übernatürlichen gegenüber. Einerseits meint der Leser durchaus alles schon Mal so oder ähnlich anderswo gelesen zu haben, um dann im selben Augenblick Raum und Boden unter den Füßen zu verlieren. Dieses Wechselspiel von Vertrautheit und Faszination gepaart mit Fremdheit entfalten eine enorme Spannung, die sich wahrhaftig bis zum Ende zieht. Einzig und allein eben dieses Ende könnte dem ein oder anderen missfallen, was aber meiner Meinung nach Geschmackssache ist.

Dominik_AVAAlles in allem habe ich mich sehr gefreut, dieses Werk lesen zu dürfen. Auch wenn mir „Fünftausend Meter in der Sekunde“ etwas besser gefallen hat, aber das mag wohl wirklich größtenteils an der tollen Farbgebung liegen, die hier einfach „fehlt“ (was nicht weiter schlimm ist, da die Zeichnungen wirklich gut zur Geschichte passen auch ohne „Farbe“). Die Story mag auf den ersten Blick unspektakulär oder auch belanglos klingen, aber ich kann wirklich nur noch mal sagen: Lasst euch davon nicht irritieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Avant – Verlag & Manuele Fior

Dieser Comic ist in jedem gut sortierten Comicladen oder direkt bei Amazon zu bestellen.

Welten des Schreckens #6 [Weissblech, Dezember 2012]

Dominik_AVAEndlich mal wieder habe ich mir die Zeit für ein frisches Weissblech Heft genommen. Diesmal ist es die aktuelle Welten des Schreckens Ausgabe Nummer sechs.

Viel Spaß beim lesen.

Welten des Schreckens #6

Geschichten:
Welten des Schreckens 6

Wenn Toltemeki träumt
Autor: Levin Kurio
Zeichner: Kolja Schäfer

Tag X
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Sie kommen in Frieden!
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Von Menschen und Göttern
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio

Widerstand ist zwecklos!
Autor, Zeichner: Levin Kurio
Colorist: Marte Kurio-Deiterding, Levin Kurio

…Ungeziefer!
Zeichner: Lep
Autor, Colorist: Levin Kurio

Diese Ausgabe ist im Dezember 2012 erschienen, kurz vor dem 21.12.2012.
Aus aktuellem Weltuntergansanlass befasst sich diese Ausgabe explizit mit Aliens. Was, wenn SIE kommen? Erfahrt das und mehr in diesem apokalyptischen Alien – Invasions – Extra!

Wenn Totemeki träumt, in dieser Geschichte geht es um ein primitives Volk, welches eine seltsame Entdeckung macht. Kukulcan, ein außerirdischer (oder Gott?!) ist mit seinem Raumschiff abgestürzt. Er macht sich das primitive Volk zu seinen Untertanen, so dass diese ihn verehren und vergöttern. Durch Opfergaben ergeben sich für Kukulcan Möglichkeiten den Menschen zu studieren.  Das Volk wächst, bis Kukulcan seine Arbeit auf der Erde erledigt hat und wieder ins All verschwindet.

Als ich diese erste Geschichte (alleinstehend für sich?!) gelesen habe,  wirkte ich zuerst etwas enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, irgendeine Pointe oder etwas was mich fasziniert. Nun ich habe weitergelesen und wurde eines besseren belehrt.

Tag X hat mich anfangs ein wenig an Tomb Raider oder Indiana Jones erinnert. Zumindest  strömte zu Beginn dieser Geschichte dieses typische Indiana Jones/ Tomb Raider Feeling auf mich aus. Das empfand ich als ziemlich cool. Und schon ein paar Seiten weiter wurde mir klar, dass die erste Geschichte mit dieser hier zusammenhängt. Das wiederum machte es umso interessanter und auch spannender.

In Tag X und Sie kommen in Frieden!, strömen die Aliens auf die Erde. Und schon bald wird einem klar, dass Kukulcan wieder aufgetaucht ist. Kukulcan gehört zu dem Volk der Hunab. Aber schon lange bevor das Volk Hunab die Erde betreten hat, wussten die Faal bereits Bescheid.

In von Menschen und Göttern geht es um genau diesen Konflikt der zu beginnen droht.
Die Aliens (Götter?!) und die Menschen fangen an sich zu bekriegen. Was genau hat es mit den Faal auf sich? Aliens und Menschen verbünden sich, doch kämpfen die Menschen auf der richtigen Seite?

In Widerstand ist zwecklos! wird alles zunichte gemacht. Diese Story ist absolute Kriegsstory. Schlachten, Explosionen und Aliens. Zu guter Letzt sollen die Menschen die Erde auch noch aufgeben!

Als mir klaIMG_0001r wurde, dass alle Geschichten  miteinander verknüpft sind, empfand ich große Freude beim lesen.

Am besten hat mir der Schluss der letzten Geschichte … Ungeziefer! gefallen.
Hier wird einmal mehr deutlich, wie sehr die Sichtweise der Dinge die Situation verändern kann. Absolut klasse. Genau das habe ich mir anfangs bei der ersten Geschichte gewünscht. Genau dieses Erlebnis von „Aha, so ist das, oder Wow, krass, hätt ich nicht gedacht…“
Mit diesem genialem Abschluss, der alle Geschichten miteinander verbindet, schafft es das Heft einen nachhaltigen Eindruck auf den Leser zu bewirken.  Und somit bin ich vollends mit der aktuellen Weissblech Ausgabe Welten des Schreckens #6 zufrieden.

Zeichnerisch ist alles wie gehabt. Wer Horror Schocker Ausgaben kennt, oder auch andere Welten des Schreckens Ausgaben, der weiß was einen hier in zeichnerischer Hinsicht und Qualität erwartet. Dennoch wirken die Zeichnungen stellenweise etwas plump, verbreiten jedoch diesen typischen coolen und vor allem zur Geschichte passenden Trash Charme. In dieser Ausgabe gibt es genügend Action, Dramatik und Sozialkritik, ja gar Satire ist vorhanden.

Alle Weltuntergansfreunde dürften an diesem Comic Heft  freudig erregt mit den Aliens kommunizieren und weitere Welten des Schreckens Ausgaben bei der nächsten Comic Bestellung ordern.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Weissblech Comics.

Batman / Aliens II # 1 – 3 [Panini, November 2003 – März 2004]

Heute trifft Batman zum zweiten Mal auf die Aliens, nach den beiden Softcovern beim Ehapa Verlag Ende der Neunziger Jahre, in dieser dreiteiligen Miniserie…

Batman/Aliens II (1 von 3)

Nach einem kurzen Vorgeplänkel auf dem Mt. Erebus im Jahre 1928 das die Geschichte einläutet, finden wir uns im Gotham der Gegenwart wieder. Eine Baugrube mit einem seltsamen Kellergewölbe erregt die Aufmerksamkeit der Bauarbeiter und des Bauherrn. Ein Keller mit Wänden aus Stahl, Stahlbeton und Ziegelsteinen, über 2 Meter stark, hindert sie am Vorankommen. Sehr schnell beantwortet sich die Frage warum dieser Keller so angelegt wurde das nichts hereinkommt, oder doch besser nicht heraus???

Batman/Aliens II (2 von 3)

Batman ist im Glauben die Aliens besiegt zu haben und auch die 3 Männer welche er gerettet hat sind, nachdem ihnen die Alienbabys herausoperiert wurden, wieder auf dem Weg der Besserung. Plötzlich taucht eine ominöse Dame namens Catherine Fortune auf und teilt ihr Interesse an den Aliens mit. Doch ein Alien hat überlebt und will die Babys retten. Nach einem heftigen Schlagabtausch schafft es das Alien zu fliehen, nur um kurz darauf in Arkham neue Opfer zu finden. Dort trifft Batman erneut auf Fortune nur um festzustellen das sie eine offenbar engere Bindung zu den Aliens besitzt. Doch allein diese Tatsache verbirgt nur noch ein größeres Geheimnis…

Batman/Aliens II (3 von 3)

Batman erwacht auf einer verlassenen Ölbohrinsel (BP lässt grüßen 😀 ), und wird dort von Alien-Hybridwesen überrascht die aus dem Erbgut von Harvey Dent, Pamela Isley, Jonathan Crane, Victor Fries und dem Joker geschaffen wurden. Doch das macht es nicht wirklich gefährlicher, da den Aliens vor allem ihre Instinkte und das Fehlen jeglicher Gefühle und Hemmungen, ihre wahren Kräfte verleiht. So schafft es Batman sehr schnell diese 5 Wesen zu überwältigen. Doch das eigentliche Problem, ein Alienwesen mit den Genen von Killer-Croc, steht ihm noch bevor…

Alles in allem ist Batman/Aliens II eine sehr gute Crossover-Mini mit imposanten Bildern, die leider manchmal etwas gehetzt wirkt. Dennoch gehört sie zu den besseren Crossovern und kann von mir durchaus weiterempfohlen werden.