Kick-Ass: Hit-Girl: Hit-Girl in Kolumbien [Panini, Dezember 2018]

Damals im Kino hat der erste Kick-Ass Film mich umgehauen. Der Film gefällt mir so gut, er trifft einfach den Spirit, den Zeitgeist eines Superhelden. Der Film zählt neben Terminator 2 zu meinen Lieblingsfilmen. Ich kann mir den Film immer wieder anschauen. Ich würde mich sehr über weitere Comics und Kino Blockbuster freuen. Hit-Girl ist zurück. Die zwölfjährige Killerin hat New York verlassen und sorgt nun erstmalig in Kolumbien für Gerechtigkeit. Ich bin nicht enttäuscht und nicht zufrieden mit dieser Ausgabe. Woran das liegt, das könnt ihr in meiner Besprechung nachlesen. Viel mehr als pures Gemetzel und Geballer kann man in diesem Band nicht unbedingt finden.  Natürlich gibt es eine Story, doch die ist nicht sonderlich tiefgründig, gar mega spannend oder auch anderweitig ergreifend. Ich bin jedoch guter Hoffnung das Hit-Girl in Zukunft in anderen Ländern auf der Welt, spannendere Geschichten zu erzählen hat.

Kick-Ass: Hit-Girl: Hit-Girl in Kolumbien

Autor: Mark Millar 
Zeichner:  Ricardo Lopez Ortiz
Format: Softcover
Umfang: 116
Inhalt: US: Hit-Girl (2018) 1-4
Verlag: Panini Verlag
Preis: 14,99 Euro Weiterlesen

The METAHUMAN$ Remastered Nr. 1 [Plem Plem Productions, Mai 2014]

Neuauflagen sind in der Comicwelt nichts Besonderes. Manche Kühe werden fast schon jährlich gemolken. Da gibt es Neuauflagen über Neuauflagen, mit zusätzlichem Bonusmaterial, neuem Lettering und was weiß der Teufel nicht alles. Oftmals steckt nur Geldschneiderei dahinter. Manchmal aber auch der Wille etwas Gutes noch besser zu machen. Bei den METAHUMAN$ hat Plem Plem nun auch den Weg einer Neuauflage beschritten. Ob diese nun zur einen, oder anderen Kategorie gehören, könnt ihr hier nachlesen …

The METAHUMAN$ Remastered Nr. 1

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The Lego Movie [ April 2014, Warner Bros. Picture]

Dominik_AVAKinostart war am 10.04.2014. Bereits der Trailer hat mich überzeugt, ein Kinoticket zu kaufen. Mit Freunden saß ich dann am Freitag zur Primetime (20.15 Uhr) im halbwegs gefülltem Kino in Münster. Erstaunlicherweise saßen im Publikum beinahe gleich viele Kinder und Erwachsene Filmfreunde. Einige Familien mit ihren Kindern, ebenso wie viele Studenten und jung gebliebene, die sich (wahrscheinlich) mit Lego in ihrer Kindheit auseinandergesetzt haben, warteten nun auf den Beginn des Kinofilms. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Film eine FSK 0 bekommen hat, durfte man scheinbar während der Werbung leider keinen „The Amazing Spider – Man 2: Rise of Electro“ Trailer dem Publikum zeigen. Somit sah der Zuschauer lediglich den Schriftzug des Filmes und den damit verbundenen Kinostart am 17. April 2014 über die Kinoleinwand flattern.

Bevor es losgeht, noch eben die Brille für die dreidimensionale Unterhaltung aufsetzen und dann heißt es auch schon abtauchen in die Welt von:

the-lego-movie-posterThe Lego Movie

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Teenage Mutant Ninja Turtles (2014) Trailer (Update: Jetzt mit deutschem Trailer)

Nachdem heute bereits ein kurzes Sneak Peak veröffentlicht wurde, ist jetzt endlich der erste offizielle Trailer zu Michael Bays „Teenage Mutant Ninja Turtles“ online gegangen. Schaut ihn euch an und sagt mir ruhig in den Kommentaren, was ihr davon haltet. Die Action überzeugt auf jeden Fall, aber das Design der Turtles schreckt mich als großen Fan eher ab.

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Steel Diver Sub Wars (Nintendo, Februar 2014)

U-Boot Simulationen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Selbst Multiplayer-Online-Schlachten sind möglich. Klar, dass Nintendo da auch ein Stück vom Kuchen abhaben will, und schickt daher „Steel Diver Sub Wars“ auf dem Nintendo 3DS (plus XL und 2DS) ins Rennen.

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Chew – Bulle mit Biss! #7: Faule Äpfel [Cross Cult Verlag, Januar 2014]

Chew – Bulle mit Biss!#7: Faule Äpfel

Kurz und bündig:

Yeah, Chew rockt. Auf geht’s in die siebte Runde.

Klappentext:

Da ist was faul!

Tony Chu ist endlich aus dem Koma erwacht und muss schmerzlich erfahren, dass während seiner Abwesenheit Schreckliches vorgefallen ist! Doch ihm bleibt nicht lange Zeit, um den Verlust seiner Zwillingsschwester zu betrauern. Der cibopathische Bundesagent und sein alter – neuer Partner Colby müssen den Spuren der Verwüstung eines tückischen Energydrinks, der alle Konsumenten in Flammen aufgehen lässt, und einer Hohepriesterin nachgehen, die einen Heiligen Krieg ausgerufen hat: den Krieg gegen die Hühnchenfresser auf der ganzen Welt! Doch Rache ist süß und so sucht Tony auch einen Weg, Tonis Mörder zu schnappen …

Genauso kurios wie seine Vorgänger und genauso unglaublich!

Mit „Faule Äpfel“ beweisen die CHEW – Schöpfer ein ums andere Mal, dass Comics nicht umsonst so heißen!

Unglaublich, dass jeder neue Band die Messlatte für irre Einfälle höher legen kann“

(Kathrin Rohmann, AGM Magazin)

Die Beerdigung

Die Beerdigung

Um das Gesamtwerk zu verstehen, ist es schon Voraussetzung, die bisherigen Bände gelesen zu haben. Ansonsten fühlt man sich schnell verloren in der Welt rund um Tony Chu, dem „Cibopath“

Dieser Sammelband enthält die US – Hefte 31 bis 35.

Chew ist einzigartig, mir ist bisher keine Serie untergekommen, die ähnlich „abgedreht“lustig und verrückt und dennoch cool daherkommt. Nicht umsonst hat Chew den Will Eisner und den Harvey Award eingeheimst.

Ich muss schon zugeben, dass wenn man diese Reihe nicht kennt, es auf den ersten Blick die Zeichnungen sind die einen entweder „abschrecken“ oder eben faszinieren. Die Zeichnungen entsprechen eben nicht den gängigen Comics, die man so kennt, sie wirken einfach viel zu skurril, zu bizarre, zu abgedreht, zu seltsam proportioniert, übertrieben und außergewöhnlich!
Dieser besondere Zeichenstil von Rob Guillory ist mit unter anderem das Markenzeichen und Aushängeschild dieser einzigartigen Serie. Dieser Zeichenstil zieht sich von Anfang an durch alle Bände. Die Zeichnungen von Rob variieren zwischen Slapstick Elementen, actiongeladenen Elementen sowie teils ruhigeren Szenen. Das Schöne dabei ist, dass Rob kräftig in seinem Farbtopf gerührt haben muss, denn die Farbgebung gestaltet sich als außerordentlich bunt und kräftig. Beinahe alle Farben die es gibt, finden in diesem Band ihren Platz. Ich bin ein Freund von hellen kräftigen Farben, ich mag es, wenn man die Bilder gut erkennen kann und nicht im Dunkeln fischen muss. Dementsprechend gefällt mir diese bunte kräftige Farbgebung besonders gut. Richtig cool sind die großen Splash Seiten, diese rocken richtig. Es ist wahrlich skurril, wenn Poyo oder auch Pengthulu über die Bildfläche huschen …

Aber nicht nur die Zeichnungen machen Chew so einzigartig und vor allem beliebt bei den Lesern, natürlich darf eine ausgeklügelte Story, die den Leser bei der Stange hält, nicht fehlen. Und genau diese geniale Story schreibt uns John Layman.

Ein irrwitziger Einfall jagt den nächsten, so geht es bereits seit dem ersten Band. Zwischendurch muss ich gestehen habe ich stellenweise wirklich gedacht, die gesamte Reihe ist einfach zu abgedreht, zu verrückt, zu skurril, zu seltsam, oder wie soll ich sagen, zu „strange“. Ich habe mir ein wenig Sorgen gemacht, dass die Story nicht richtig vorankommt. Anders ausgedrückt, aufkommende Tiefgründigkeit verschwindet zu schnell und es wird wieder „leicht albern“.

Aber genau hier schaffen es Autor und Zeichner, gekonnt die Leser zu beeindrucken.
Zwischen Handlung, Story, Slapstick, Albernheit, Tiefgründigkeit (in geringerem Maße) und vor allem Spannung, bekommt der Leser immer wieder neue irrwitzige Einfälle der Autoren vorgeworfen, die einfach passen.

An die Arbeit!

An die Arbeit!

Genau das ist es, was ich sehr bewundere. Diese abgedrehten Zeichnungen passen absolut zu dieser ebenso abgedrehten Story! Nebenschauplätze werden behandelt, ebenso wie die Geschichte rund um Tony im Gesamtzusammenhang. Es ist wirklich cool zu erfahren, wie es um die tückischen Energydrinks bestellt ist und ebenso interessant sind die Handlungsstränge rund um die Hohepriesterin. Sicherlich werden wir von dem ein oder anderen in den nächsten Bänden noch etwas mehr erfahren. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht.

Dieser Band wirkt meines Erachtens etwas „ernster“ und bringt die Handlung weiter voran. Sehr interessant in diesem Band ist die Suche nach dem Mörder von Tony seiner Schwester. Die Jagd ist äußerst spannend dargestellt und zieht sich durch den gesamten Band.
In allen Bänden von Chew lassen sich fast überall in beinahe jedem Panel kleine lustige Anspielungen, Texte, Äußerungen oder Ähnliches finden. Das ist auch in diesem Band so, zwar auf Englisch, aber das macht nichts. Manchmal hört man kritische Stimmen, die komprimierte DinA 5 Aufmachung sei etwas irreführend für diese detaillierten Zeichnungen und eventuell nicht angemessen genug in Bezug auf die US-Heftversionen. Aber wie dem auch sei, ich für meinen Teil finde die Aufmachung passend und absolut handlich zum Lesen.
Was mir auch immer wieder sehr gut gefällt ist, dass der Leser an die Hand genommen wird. Bereits seit dem ersten Band wird dem Leser immer wieder erläutert, welche Personen welche Fähigkeiten haben und was es bedeutet zum Beispiel ein Cibopath oder ein Cibovoyante zu sein. Das gestaltet das Lesen eines Bandes um einiges einfacher.
Ich bin gespannt was mich im achten Band rund um Tony Chu alles erwarten wird.

Dominik_AVAIch würde mir wünschen, dass diese Richtung, wie sie bereits im sechsten Band angedeutet wurde, beibehalten wird. Hoffentlich bleibt es weiterhin ein gekonnter Spagat zwischen skurrilen bizarren und vor allem kräftig bunten Farben und einer ebenso albernen, schrägen, lustigen wie auch spannenden Geschichte mit voranschreitender Handlung.

In diesen Sinne lasst euch diese einmalige Reihe nicht entgehen! So etwas gab es bisher zuvor noch nicht zu lesen in Comic Form!

Diesen Band könnt ihr in jeder gut sortieren Buchhandlung, in jedem Comic Shop oder direkt bei Amazon erwerben.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Image Comics / Cross Cult

The Last Stand: Seine Stadt. Sein Gesetz. [Splendid Film/WVG, Mai 2013]

Arnie is back, yeah!

Dominik_AVAArnold Schwarzenegger war mein Held in meiner frühen Teenager Zeit. Ja er hat mich über mehrere Filme hinweg sehr fasziniert. Mehr als 11- mal habe ich mir damals Terminator 2 reingezogen. Andere schauen sich so oft Titanic an, doch mir hat es Terminator angetan. Damals wollte ich so viele Filme wie möglich mit Arnold Schwarzenegger sehen. Ungefähr ab dem Jahre 2003 wurde es aufgrund der politischen Karriere rund um Arnold sehr ruhig, was seine Filme anbelangt. So kam es, dass Arnold nach und nach bei mir in „Vergessenheit“ geraten ist. Meine Aufmerksamkeit hat sich dann wohl anderen Idolen gewidmet …

Endlich habe ich mir „The Last Stand“ angeschaut, in der Hoffnung, alte „Action Gefühle“ und Erinnerungen mit Arnold Schwarzenegger wieder lebendig werden zu lassen.

The Last Stand

Klappentext:

Unter der Regie des koreanischen Ausnahmetalents Kim Jee – woon („I saw the Devil“, „Bittersweet Life“) spielt der Ex – Gouverneuer Arnold Schwarzenegger einen erbarmungslosen Sheriff. Neben visueller Eleganz und stilsicher platzierten Gags fesselt „The Last Stand“ vor allem durch Nonstop – Action und kompromisslose Härte. Neben Schwarzenegger sind u.a. Johnny Knoxville („Jackass“), Jaimie Alexander („Thor“), Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“), Eduardo Noriega („Transsiberian“), Peter Stormare („Constantine“) und Rodrigo Santoro („300“) an der gnadenlosen Jagd beteiligt.

Ex Drogen – Cop Owens (Arnold Schwarzenegger) bekämpft seit einiger Zeit nur noch die Verbrechen in der verschlafenen Grenzstadt Sommerton Junction. Deren ländliche Idylle ist jedoch vorbei, als der berüchtigte Drogenboss Gabriel Cortez (Eduardo Noriega) aus einem FBI- Gefängnistransport entkommen kann. Begleitet von einer Bande gesetzloser Söldner, die vom eiskalten Burell (Peter Stormare) angeführt wird, rast Cortez mit einer getunten Corvette Z1 Richtung mexikanischer Grenze. Sein Weg führt ihn dabei direkt durch Sommerton Junction. Und genau dort wollen John Bannister (Forest Withaker) und seine Gesetzteshüter den gejagten Verbrecher stellen. Owens will sich zunächst aus dem unausweichlichen Duell heraushalten, greift dann aber doch ein. Schließlich ist dies seine Stadt und hier ist ER das Gesetz…

Anscheinend spielen in diesem Film eine Menge prominente Schauspieler mit. Mir war dies während des ganzen Films gar nicht so bewusst. Erst zum Schluss konnte ich den ein oder anderen weiteren Schauspieler anderen Filmen zuordnen. Johnny Knoxvile kannte ich bereits aus „Jackass“. Jaimie Alexander kannte ich aus dem Film „Thor“ und auch Rodrigo Santoro aus „300“ sagte mir was, aber die anderen Schauspier konnte ich auf Anhieb nicht weiter mit anderen Filmen identifizieren oder zuordnen. Mir war das beim schauen des Filmes auch gar nicht so wichtig, ich wollte einfach Wissen, wie Arnold Schwarzenegger seine Rolle in diesem Film macht.
Für mich stellte sich die einzige Frage: Kann Arnold mich überzeugen mit seinem Charme und ist es ihm möglich, mich erneut zu faszinieren?

Arnold is back

Arnold is back

Die Story dieses Filmes ist keine bahnbrechende neue Erfindung.

Zu Anfang wird einem das kleine verschlafene Sommerton Junction mit seinen Bewohnern und dem „Polizeirevier“ inklusive dem Sheriff Owens nähergebracht. In dieser Stadt geschehen ein paar merkwürdige Ereignisse, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Darauf wechselt die Story Richtung Vegas. Dort wird gezeigt, wie der berüchtigte Drogenboss Gabriel aus einem FBI Gefängnistransport entkommen kann. Diese Szenen sind unglaublich actionreich. Spektakuläre Schießereien und Stunts gepaart mit einer wirklich sehenswerten Kameraführung.

Gabriel entkommt und fährt mit seiner getunten Corvette Z1 in Richtung mexikanischer Grenze. Das FBI ist ihm dabei stets auf den Fersen. Bis Gabriel in Sommerton Junction ankommt, dauert es noch eine Weile. Die Handlung wechselt nun immer wieder zwischen dem FBI, Gabriel und seiner Geißel sowie den merkwürdigen Vorkommnissen rund um Sommerton Junction. Erst darauf folgt der actiongeladene Showdown.

Mehr passiert hier eigentlich nicht. Die Handlung hat eigentlich nicht wirklich etwas neues zu bieten, was andere Filme nicht auch schon in irgendeiner Art und Weise dem Zuschauer zeigen konnten. Was macht den Film den dann so sehenswert? Ist es nur Arnold Schwarzenegger?

Eine interessante Begegnung

Eine interessante Begegnung

Mich hat die rasante Kameraführung in den actiongeladenen Szenen sehr beeindruckt. Die wilden Schießereien aus den interessantesten Winkeln, richtig gut in Szene gesetzt. Aber was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Action während der rasanten Fahrt mit der Corvette Z1. Dieser Wagen rast so was von schnell, dass ist schier unglaublich. Nun ja, es sieht zwar alles cool aus aber man sieht ebenso schnell wie unrealistisch das alles wirkt. Die Action ist cool gemacht, keine Frage, die rasanten Fahrten mit der Corvette Z1 Wissen zu begeistern. In einer Szene überholt die Corvette Z1 einen Wagen, dreht sich auf der Strecke und der überholte Wagen rast wie auf einer Rampe über die Corvette hinweg und „explodiert“. Natürlich dreht sich in diesem Augenblick die Corvette Z1 wieder in die richtige Richtung und fährt ohne einen Kratzer weiter. Es ist mehr als offensichtlich, dass der Fahrer dieses Wagens, scheinbar „nie“ wirklich über eine echte Straße in diesem Tempo gerast ist. In einer anderen Szene knutschen Gabriel und die Geißel während der Fahrt im Auto. Aber wer schaut bei dieser Geschwindigkeit auf die Straße? Es geht ja anscheinend nur geradeaus, aber bei diesem Tempo, wer lenkt die Corvette Z1 denn beim Knutschen? Nun ja, mich haben solche Szenen nicht weiter gestört. Was richtig cool ist, sind die Action Szenen im Maisfeld. Owens und Gabriel liefern sich ein „Such die Katz“ Spiel im Maisfeld. Ja das ist richtig cool gemacht und auch hier hat mich die geniale Kameraführung wieder mehr als nur begeistert. Auch die Brutalität ist nicht unbedingt ohne. Nun, es gibt weitaus brutalere Filme mit mehr Blut und einem viel höheren Ekelfaktor. Erwachsene Zuschauer kennen mit Sicherheit krassere Filme als diesen. Bei den vielen Schusswechseln spritzt viel Blut, gerade bei Kopfschüssen, aber auf eine zu explizite und drastische Darstellungsweise wurde weitestgehend verzichtet.

Arnold Schwarzenegger macht seine Sache hier richtig gut. Natürlich ist er nicht mehr der alte Jungspund wie früher, aber was solls. Seine Sprüche, seine Mimik sind und bleiben unschlagbar. Ja er hat es noch voll drauf, sobald Arnie eine Waffe in der Hand hält geht’s los. Eins ist klar, Arnie hat mich wieder angesteckt.

Der koreanische Regisseur Kim Jee – wonn hat mit „The Last Stand“ seinen ersten amerikanischen Spielfilm mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle gedreht. Das Bonusmaterial hat mir gut gefallen. Normalerweise schaue ich mir Bonusmaterial nicht unbedingt an, nur bei Filmen, die mich wirklich interessieren bzw. wo ich einen Drang verspüre, es mir anzuschauen. Das Bonusmaterial gibt Eindrücke darüber, wie der Film entstanden ist. Die Hauptdarsteller werden vorgestellt und kommen zu Wort, es gibt ein leider relativ kurzes Interview mit Arnold Schwarzenegger zu sehen und deleted & extended scenes werden dem Zuschauer gezeigt. Meinem Empfinden nach hat mir das Zusatzmaterial recht gut gefallen.

Bild und Tonqualität sind einwandfrei, hier kann der Heimkinofreund ohne weitere Bedenken zugreifen.

Ein weiteres interessantes Highlight im Film sind die unterschiedlichen Hauptdarsteller der Stadt Sommerton Junction. Johnny Knoxville zieht mit Helm, Schild und einer Art Superwaffe in den Kampf. Die anderen Hauptdarsteller in der Stadt, die sich gegen die kommende Bedrohung zu verteidigen versuchen, gehen die Sache dann doch etwas ernster an. Dem ein oder anderen mag dies etwas aufstoßen, aber man könnte es auch einfach Klamauk nennen. Jedem das seine, aber es passt nur bedingt in den Film hinein. Man fragt sich, wieso macht er das, aber was solls, es ist ein Action Film. Hier wird geballert, Hirn ausschalten und los geht’s. Ich fand es eher lustig, etwas unpassend aber nicht schlecht.

Alles in allem bin ich wieder fasziniert von Arnie.

Arnold und ein Teil seines kleinen Teams

Arnold und ein Teil seines kleinen Teams

Yeah, kauft euch diesen Film, schaltet euer Gehrin eine Weile aus, lasst es krachen, lehnt euch zurück und genießt den „Speedrausch“ in der Corvette Z1 und am Ende ist auch schon alles wieder vorbei. Was will man mehr, gute kurzweilige Unterhaltung mit enorm guter Kameraführung und einem klasse Hauptdarsteller, Arnie at his best!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012-2013 Splendid Film/WVG

Diesen Film in der Uncut Version bei Amazon erwerben.

Danger Girl – Trinity [dani books, November 2013]

Mit Trinity treten die Danger Girls bei dani books erneut in Erscheinung. Diesmal sogar für die Käufer der Printausgabe inklusive einer kostenlosen Digital Copy. Aber lohnt sich das neue Abenteuer? Bietet es das, was man von den Girls und den Machern erwartet?

Danger Girl – Trinity

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The Homeland Directive [Carlsen, Januar 2013]

Für die heutige Review möchte ich mich ganz herzlich bei Carlsen Comics für die Bereitstellung dieses Bandes als Rezensionsexemplar bedanken. Dieser Comic ist wirklich etwas besonderes. Warum? Das erfahrt ihr in dieser Review …

The Homeland Directive

Anfangs scheint es noch eine normale Grippe zu sein. Doch schnell entwickelt sich daraus eine tödliche Epidemie, an deren Ende Millionen von Amerikanern sterben könnten. Was ist die Ursache, und in welchem Zusammenhang stehen der kürzlich ermordete Dr. Ari Musa und seine Kollegin Dr. Laura Regan, beide Mitarbeiter des Centers for Disease Control and Prevention, mit diesem möglichen Anschlag? Als aber Dr. Regan plötzlich von einer Gruppe abtrünniger Regierungsagenten entführt wird, welche ihr eine unfassbare Geschichte offenbaren, wird es immer mysteriöser. Ist dieser Terroranschlag auf das amerikanische Volk vielleicht sogar eine Aktion der eigenen Regierung? Und wie weit steckt der Präsident in dieser Verschwörung mit drin? Der Gruppe bleibt nicht viel Zeit, das Rätsel zu lösen, da ihnen auch das FBI und andere Organisationen der Regierung dicht auf den Fersen sind …

Die Epidemie breitet sich aus.

Die Epidemie breitet sich aus.

The Homeland Directive ist ein Comic-gewordener Kinofilm. Atmosphärisch dicht, spannend und voller Action. Auch wenn die Handlung schon ab der Hälfte vorhersehbar ist, wird es dennoch nicht langweilig. Robert Venditti schafft ein Szenario, welches sich bewusst dem Zitat von Benjamin Franklin: „Wer bereit ist, grundlegende Freiheiten aufzugeben, um kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ bedient. Denn dieses Zitat fasst die Geschehnisse sehr treffend zusammen. Einziges Problem sind einige der auftretenden Figuren. So bleiben unter anderem der FBI Special Agent John Carson, als auch der Homeland Security Secretary Albert Keene und seine Stabschefin, trotz nicht gerade unwichtiger Rollen eher eindimensional und flach. Kaum Persönlichkeit und kaum Emotionen. Dass es aber auch anders, und vor allem besser, geht, zeigen die Ausarbeitungen der Persönlichkeiten von Dr. Laura Regan und Gene Robillard vom United States Secret Service.

Ein Mord im Auftrag der Regierung.

Ein Mord im Auftrag der Regierung.

Visuell ist dieser Band sehr schwer zu beschreiben. Denn Zeichner Mike Huddleston bedient sich sehr verschiedener Stile, Farbgebungen, Zeichen- und Hilfsmittel um ein außergewöhnliches Leseerlebnis zu schaffen. Während beispielsweise im Oval Office des Präsidenten noch grobe Bleistiftskizzen mit Radierungen überzeugen, dominieren in der nächsten Szene, im Büro des Secretary der Homeland Security, bereits starke Tuschelinien, Rasterfolien und Fotoelemente. Farben werden in diesem Band eher dezent eingesetzt, wenn man von ein paar wenigen Ausnahmen absieht. So wird eine Szene bei einer Veranstaltung mit geradezu psychedelischen Farben untermalt. Immer sind die Farben eine Unterstützung der jeweiligen Situation und wirken trotz ungewöhnlicher Farbgebung und -mischung in sich stimmig. Einzig die Tatsache, dass die Perspektiven gelegentlich arg überzogen sind, stört das eigentlich eher realistische Gesamtbild merklich.

Gespräche im Oval Office gehören zur Tagesordnung.

Gespräche im Oval Office gehören zur Tagesordnung.

FAZIT:

Mit The Homeland Directive liefern Autor Robert Venditti und Zeichner Mike Huddleston ein grandioses Werk ab, das sich mit seiner Story und der grafischen Umsetzung nicht vor den großen Hollywood-Kino-Blockbustern verstecken braucht. Sowohl die Geschichte als auch das Artwork bildet ein gelungenes Gesamtwerk und fesseln den Leser von der ersten Seite an. Auch wenn es einige kleinere Kritikpunkte gibt, an denen beide Künstler noch arbeiten sollten, ist es schnell möglich, sich in der Geschichte zurechtzufinden, und zu verlieren.
Dieser spannende Thriller ist eine Empfehlung an alle, die etwas Außergewöhnliches suchen, und sich nicht vor einer Geschichte mit Verrat am eigenen Volk, einer Handvoll Action und, zumindest teilweise, gut ausgearbeiteten Figuren, scheuen.

Dr. Laura Regan auf der Flucht vor der Regierung, mit Agenten der Regierung.

Dr. Laura Regan auf der Flucht vor der Regierung, mit Agenten der Regierung.

„The Homeland Directive“ bei Carlsen Comics bestellen.
„The Homeland Directive“ bei Carlsen Comics bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Top Shelf Productions / Carlsen Comics

Welten des Schreckens #6 [Weissblech, Dezember 2012]

Dominik_AVAEndlich mal wieder habe ich mir die Zeit für ein frisches Weissblech Heft genommen. Diesmal ist es die aktuelle Welten des Schreckens Ausgabe Nummer sechs.

Viel Spaß beim lesen.

Welten des Schreckens #6

Geschichten:
Welten des Schreckens 6

Wenn Toltemeki träumt
Autor: Levin Kurio
Zeichner: Kolja Schäfer

Tag X
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Sie kommen in Frieden!
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Von Menschen und Göttern
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio

Widerstand ist zwecklos!
Autor, Zeichner: Levin Kurio
Colorist: Marte Kurio-Deiterding, Levin Kurio

…Ungeziefer!
Zeichner: Lep
Autor, Colorist: Levin Kurio

Diese Ausgabe ist im Dezember 2012 erschienen, kurz vor dem 21.12.2012.
Aus aktuellem Weltuntergansanlass befasst sich diese Ausgabe explizit mit Aliens. Was, wenn SIE kommen? Erfahrt das und mehr in diesem apokalyptischen Alien – Invasions – Extra!

Wenn Totemeki träumt, in dieser Geschichte geht es um ein primitives Volk, welches eine seltsame Entdeckung macht. Kukulcan, ein außerirdischer (oder Gott?!) ist mit seinem Raumschiff abgestürzt. Er macht sich das primitive Volk zu seinen Untertanen, so dass diese ihn verehren und vergöttern. Durch Opfergaben ergeben sich für Kukulcan Möglichkeiten den Menschen zu studieren.  Das Volk wächst, bis Kukulcan seine Arbeit auf der Erde erledigt hat und wieder ins All verschwindet.

Als ich diese erste Geschichte (alleinstehend für sich?!) gelesen habe,  wirkte ich zuerst etwas enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, irgendeine Pointe oder etwas was mich fasziniert. Nun ich habe weitergelesen und wurde eines besseren belehrt.

Tag X hat mich anfangs ein wenig an Tomb Raider oder Indiana Jones erinnert. Zumindest  strömte zu Beginn dieser Geschichte dieses typische Indiana Jones/ Tomb Raider Feeling auf mich aus. Das empfand ich als ziemlich cool. Und schon ein paar Seiten weiter wurde mir klar, dass die erste Geschichte mit dieser hier zusammenhängt. Das wiederum machte es umso interessanter und auch spannender.

In Tag X und Sie kommen in Frieden!, strömen die Aliens auf die Erde. Und schon bald wird einem klar, dass Kukulcan wieder aufgetaucht ist. Kukulcan gehört zu dem Volk der Hunab. Aber schon lange bevor das Volk Hunab die Erde betreten hat, wussten die Faal bereits Bescheid.

In von Menschen und Göttern geht es um genau diesen Konflikt der zu beginnen droht.
Die Aliens (Götter?!) und die Menschen fangen an sich zu bekriegen. Was genau hat es mit den Faal auf sich? Aliens und Menschen verbünden sich, doch kämpfen die Menschen auf der richtigen Seite?

In Widerstand ist zwecklos! wird alles zunichte gemacht. Diese Story ist absolute Kriegsstory. Schlachten, Explosionen und Aliens. Zu guter Letzt sollen die Menschen die Erde auch noch aufgeben!

Als mir klaIMG_0001r wurde, dass alle Geschichten  miteinander verknüpft sind, empfand ich große Freude beim lesen.

Am besten hat mir der Schluss der letzten Geschichte … Ungeziefer! gefallen.
Hier wird einmal mehr deutlich, wie sehr die Sichtweise der Dinge die Situation verändern kann. Absolut klasse. Genau das habe ich mir anfangs bei der ersten Geschichte gewünscht. Genau dieses Erlebnis von „Aha, so ist das, oder Wow, krass, hätt ich nicht gedacht…“
Mit diesem genialem Abschluss, der alle Geschichten miteinander verbindet, schafft es das Heft einen nachhaltigen Eindruck auf den Leser zu bewirken.  Und somit bin ich vollends mit der aktuellen Weissblech Ausgabe Welten des Schreckens #6 zufrieden.

Zeichnerisch ist alles wie gehabt. Wer Horror Schocker Ausgaben kennt, oder auch andere Welten des Schreckens Ausgaben, der weiß was einen hier in zeichnerischer Hinsicht und Qualität erwartet. Dennoch wirken die Zeichnungen stellenweise etwas plump, verbreiten jedoch diesen typischen coolen und vor allem zur Geschichte passenden Trash Charme. In dieser Ausgabe gibt es genügend Action, Dramatik und Sozialkritik, ja gar Satire ist vorhanden.

Alle Weltuntergansfreunde dürften an diesem Comic Heft  freudig erregt mit den Aliens kommunizieren und weitere Welten des Schreckens Ausgaben bei der nächsten Comic Bestellung ordern.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Weissblech Comics.