War of the Realms Nr.1 [Panini/Marvel, Oktober 2019]

Ich muss zugeben, ich hatte bedenken. Ich habe mir das Marvel Event so vorgestellt, dass es Krieg zwischen den Welten gibt und sehr viele Helden und Schurken gegeneinander antreten und sich die Köpfe einhauen. Dazu wuselige Zeichnungen, die nicht sonderlich vom amerikanischen Mainstream abweichen und eine Story, die aufgrund der vielen actionlastigen Kampfszenen nicht überzeugen kann. Ungefähr so habe ich mir dieses Event vorgestellt. Ob sich meine Bedenken bestätigen oder nicht, das erfährt der Leser in diesem kleinen Bericht von mir 😉

War of the Realms Nr.1

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Comix Nr. 45 [JNK Verlag, Oktober 2014]

Dominik_AVASeit 2010 gibt es in mal mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Zeitungsausgabe Comix für 3 Euro käuflich zu erwerben.
Comix bietet unter anderem angenehme Unterhaltung, lustige Comicstrips, Cartoons, Fortsetzungscomics und Mangas, Novitäten bzw. eine Liste der aktuellen Comics, verschiedene Künstler bzw. Gespräche zum Thema Comics sowie kurze Reviews zu ausgesuchten Comicbänden.
Man darf also nur hoffen, dass es weitergeht und der Leser sich in regelmäßigen Abständen auf neue Ausgaben der Comix freuen kann. Es lohnt sich, vor allem, wenn man als Leser eine Comicserie ins Auge gefasst hat und einen kleinen Einblick bereits vorab im aktuellen Comix erhaschen kann. Immer wieder lassen sich so auch interessante Titel entdecken, die man sonst kaum bzw. nur minimal wahrgenommen hat.

Comix Nr. 45

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The Lego Movie [ April 2014, Warner Bros. Picture]

Dominik_AVAKinostart war am 10.04.2014. Bereits der Trailer hat mich überzeugt, ein Kinoticket zu kaufen. Mit Freunden saß ich dann am Freitag zur Primetime (20.15 Uhr) im halbwegs gefülltem Kino in Münster. Erstaunlicherweise saßen im Publikum beinahe gleich viele Kinder und Erwachsene Filmfreunde. Einige Familien mit ihren Kindern, ebenso wie viele Studenten und jung gebliebene, die sich (wahrscheinlich) mit Lego in ihrer Kindheit auseinandergesetzt haben, warteten nun auf den Beginn des Kinofilms. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Film eine FSK 0 bekommen hat, durfte man scheinbar während der Werbung leider keinen „The Amazing Spider – Man 2: Rise of Electro“ Trailer dem Publikum zeigen. Somit sah der Zuschauer lediglich den Schriftzug des Filmes und den damit verbundenen Kinostart am 17. April 2014 über die Kinoleinwand flattern.

Bevor es losgeht, noch eben die Brille für die dreidimensionale Unterhaltung aufsetzen und dann heißt es auch schon abtauchen in die Welt von:

the-lego-movie-posterThe Lego Movie

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Spider-Man & The Avengers (7) (Spider-Man Magazin Nr. 65-66 & Avengers Nr. 20)

Heute gibt es auch die vorerst letzte Review aus dieser Rubrik. Ab morgen geht es dann in großen Schritten weiter, um ein wenig zu Marvel Now! aufzuholen. Den Anfang macht das Avengers versus X-Men Event inklusive der Tie-Ins aus der Avengers Heftserie.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #65 [Panini, Dezember 2012]

Eigentlich hatte Spider-Man den Sandman und Kraven erst vor gar nicht so langer Zeit ins Gefängnis gebracht und dennoch stehen die Beiden jetzt vor ihm, um sich zu rächen. Doch Spidey lässt sich davon nicht den Tag verderben, denkt er wenigstens. Doch dann fahren Kraven und der Sandman ganz schön heftige Geschütze auf und Spider-Mans Chancen sinken …

Nach der letzten Ausgabe, die ein wenig wirr daherkam, wurde es diesmal wieder etwas besser. Die Geschichte lies sich locker lesen, war unterhaltsam und kurzweilig. Wie eben eine Geschichte für ein solches Magazin sein soll.
Wie immer mit den passenden Zeichnungen, diesmal von Rob DiSalvo, die zur stimmigen Atmosphäre beitragen. Ideal für zwischendurch und noch besser um es mit den Kindern zusammenzulesen.

FAZIT:

Wieder ein rundum gelungenes Magazin, ohne Fehler mit genau der richtigen Dosis an Spannung und Humor. Nicht nur für die Kleinen gut geeignet, sondern auch für alle die zeitlose und schöne Geschichten mit Spider-Man lesen wollen.

Spider-Man Magazin #66 [Panini, Januar 2013]

Pausen sind bei Spider-Man so eine Sache. Meist dauern sie nicht lange, und wenn dann werden sie auch zumeist abrupt unterbrochen. So auch diesmal, als ein junger und bewusstloser Mann durch ein Fenster kracht. Als Spider-Man dem nachgeht gerät er in einen Konflikt mit dem Mandarin. Nun wird es gefährlich, denn der eigentliche Iron Man-Gegner dreht mit seinen 10 Ringen ganz schön auf …

Das Es hin und wieder ein Gegner-wechsel-dich gibt ist nichts Außergewöhnliches. Doch manchmal ist es schon seltsam, wen man da gegeneinander schickt. Der Mandarin gehört bei Iron Man schon zu den gehobeneren Gegnern, die man nicht mal so eben wegwischt. Dennoch passiert dies in der Geschichte. Und so ganz nebenbei werden noch ein paar Z-Klasse-Schurken verbraten. Hier hatte wirklich jemand keine Lust eine Geschichte zu schreiben und hat stattdessen einen Rahmen konstruiert, um möglichst viele Prügeleien unterzubringen.
Im Artwork gibt es dagegen weniger Enttäuschungen. Das bleibt dank Rob DiSalvo gewohnt solide und eben auch kunterbunt. Das passt und gefällt auch den Kleinen vor allem dann, wenn der Mandarin seine Ringe einsetzt.

FAZIT:

Etwas lahme Story, die selbst die Kleinsten nicht überzeugen kann, aber mit tollen Bildern. Ähnlich einem Michael Bay Popcorn-Kinostreifen. Hirn aus, Bilder genießen. Dass es dennoch besser geht, haben bereits ältere Ausgaben der Magazinreihe bewiesen.

Avengers #20 [Panini, November 2012]

Endlich zeigt Norman sein wahres Gesicht. Zusammen mit seinen Wissenschaftlern von AIM, Hydra und HAMMER hat er das Adaptoid-Programm an sich getestet und stellt sich nun den Rächern gegenüber. Diese jedoch ergeben sich nicht kampflos und haben sogar einen Plan, wie sie Norman ausschalten können.
Aber auch die neuen Rächer sehen sich eine Überraschung gegenüber. Wie es aussieht, war Skaar die ganze Zeit ein Doppelagent, der für Captain America gearbeitet hat. Nun müssen die neuen Rächer nur noch gegen Osborns Rächer gewinnen.
Und auch Vision muss sich seinen Problemen stellen. Seit seiner Deaktivierung durch She-Hulk ist vieles passiert, was der Android erst einmal verabreiten muss. Und dazu reicht es nicht nur She-Hulk und Magneto aufzusuchen, sondern sich auch sich selbst zu stellen …

Zu einer der letzten Ausgaben hatte ich mich noch beschwert, dass es nicht vorangehen würde und nun ist Knall auf Fall alles vorbei. Das war schon überraschend. Nur leider nicht positiv überraschend. Denn jetzt wirkt die Geschichte zu gehetzt und auch zusammenhanglos. Zwar gibt es als Erzählmittel die Zeitsprünge, aber die verwirren sogar stellenweise ein wenig. Einzig die Vision-Story konnte mich persönlich noch überzeugen. Es war schon sehr interessant zu lesen, wie Vision nach seiner Reaktivierung versucht in das „Leben“ zurückzukehren.
Die Zeichnungen sind alles nicht mein Geschmack. Noch immer pinselt Daniel Acuña wild herum, Mike Deodato zeichnet Strichlein über Strichlein und überfrachtet somit seine ansonsten sehr guten und dynamischen Bilder und bei David Finch alle Figuren von einem Panel zum nächsten um locker 30 Jahre altern und dann wieder jung wirken. Da werden den Gesichtern regelrechte Furchen hinzugefügt, dass man als Leser einen echten Schock bekommt.

FAZIT:

Das Finale dieser Storyline enttäuscht auf voller Länge. Die Geschichte sind nicht wirklich spannend und nur noch eine reine Prügelorgie und das Artwork beleidigt das Auge an allen Ecken und Enden. Stellenweise wirkt es so, als hätte man die Geschichte nur konstruiert, um die Zeit bis zum Event Avengers vs. X-Men zu überbrücken, und da wären eigentlich so viele Möglichkeiten gewesen, zumindest eine gute Geschichte zu erzählen. Aber das Ergebnis ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Schade drum, aber offenbar ist Bendis wohl doch schon ausgebrannt. Oder er war mit anderen Sachen so sehr beschäftigt, dass er die Avengers-Serien vernachlässigt hat.

Spider-Man & The Avengers (6) (Spider-Man Magazin Nr. 63-64 & Avengers Nr. 19)

Die nächste Ausgabe der Spider-Man & The Avengers-Reviews steht vor euch. Auch diesmal wird es mit zwei Spider-Man Magazinen und der Avengers Heftserie randvoll gefüllt sein. Mehr oder weniger. 😀

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #63 [Panini, Oktober 2012]

Peter ist mit seinen Klassenkameraden gerade in Griechenland unterwegs, als auch Magneto dort sein Unwesen treibt. Also ist Peter sofort klar, dass er helfen muss, auch wenn seine Freundin Chat ihm klarzumachen versucht, dass die Avengers bereits informiert und auf dem Weg seien.

Wie schon in Ausgabe #61 befindet sich auch diesmal wieder die junge Dame an Peters Seiten, die auch über sein Heldenleben bescheid weiß. Diesmal erfährt man als Leser sogar, dass Chat, so ihr Name, eine Mutantin ist. Und dass sie die Fähigkeit hat, mit Tieren zu sprechen. Diese Infos sind zwar schön, aber helfen noch immer nicht wirklich weiter.
Die Zeichnungen hingegen sind wieder gelungen und erinnern an den Standard aus Animationsserien. Bunt, frech und dynamisch. Das sind genau die richtigen Voraussetzungen für die lockeren Geschichten im Spider-Man Magazin.

FAZIT:

Lustig, und unterhaltsam präsentiert sich diese, aber dennoch zu vorhersehbare Geschichte. Untermalt mit passenden Bildern und, wie immer, reichlich Rätseln und Spielen, selbst für die Kleinsten. Angereichert wir das Heft, wie immer, mit Zusatzinfos und einem Spielzeug-Extra. Da freuen sich die Kinder und gemeinsam wird dann die Geschichte gelesen.

Spider-Man Magazin #64 [Panini, November 2012]

Der Red Ghost hat eine ganze Menge Menschen um sehr viel Geld betrogen, indem er sich als Geisterbeschwörer ausgegeben hat. Und einige seiner „Kunden“ haben danach die Hilfe der „Blonde Phantom Detektei“ in Anspruch genommen, die sich wiederum mit Spider-Man in Verbindung gesetzt hat. Gemeinsam wollen die beiden nun den Red Ghost dingfest machen …

Woher kennen sich die Dame und Spider-Man? Wie sind die Zusammenhänge? Immer öfter werden dem Leser Geschichten präsentiert, die nicht mehr so sorglos sind, wie in den Anfangszeiten. Stattdessen gibt es Kontinuität und Figuren, die dem Leser nicht bekannt sind. Das stört das Lesevergnügen doch erheblich. Da wären erläuternde Angaben sehr hilfreich.
Zeichnerisch bleibt das Niveau passend zu den Geschichten, wenngleich sie kein Highlight sind. Aber dennoch schön anzusehen.

FAZIT:

Leider bleibt das Heft wie auch die Nummer 61 etwas wirr, was an den vorkommenden Figuren liegt. Dem Leser werden diese einfach so hingeklatscht ohne erklärende Informationen. Das können auch die guten Bilder nicht herausreißen.

Avengers #19 [Panini, Oktober 2012]

Als die New Avengers endlich wieder zu Hause auf dem Rächer Anwesen ankommen, erwartet sie auch schon die nächste Überraschung. Denn dort werden sie von einer Spezialeinheit der Regierung empfangen, welche sie festnehmen möchte. Doch keiner im Team will das tatenlos hinnehmen. Aber als Luke Cage loslegen möchte, muss Dr. Strange die Stimme der Vernunft sein, und teleportiert das gesamte Team in sein Haus. Doch wie soll es nun weitergehen …?
Zwischenzeitlich spitzt sich auch bei den Avengers, welche sich fast alle in der Gewalt von Osborn und seinem Zusammenschluss von A.I.M., Hydra und H.A.M.M.E.R. befinden, die Lage zu. Weder Iron Man noch Captain America haben eine Chance zu entkommen und so liegen die Hoffnungen nun in den Händen von Vision und einer S.H.I.E.L.D.-Agentin mit außergewöhnlichen Kräften …

So langsam, aber wirklich ganz langsam, kommt Fahrt in die Storys. Sowohl bei den New Avengers als auch der Haupt-Rächerserie, Avengers, beginnt nun das Spiel von Norman Osborn um die Ergreifung der Macht, reife Früchte zu tragen. Und das spiegelt sich endlich auch in den Geschichten wieder. Wie wollen sich die beiden Rächerteams da hinauswinden, und welche Geschütze fährt der wahnsinnige Norman noch auf?
Während die Geschichten sich bessern, bleiben die Bilder auf gewohntem Niveau. Sie sind nicht so schlecht, dass einem die Augen schmerzen, aber von gut sind sie auch noch einiges entfernt. Deodato ist nach wie vor detailliert und setzt an einigen Stellen zu viele kleine Striche ein, wohingegen die Details bei Renato Guedes und Daniel Acuña eher durch die Kolorierung erzeugt werden.

FAZIT:

Ein leichter qualitativer Anstieg, der aber immer noch einiges an Luft nach oben lässt. Wenn man es genau nimmt, muss sich aber auch langsam etwas tun, denn es steht nur noch eine Ausgabe vor dem großen Avengers versus X-Men Event an. Und da sollte sich dann die Story schon aufdröseln.

Spider-Man & The Avengers (5) (Spider-Man Magazin Nr. 61-62 & Avengers Nr. 18)

Die nächste Runde in der Rubrik:

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #61 [Panini, August 2012]

Der Sandman hat angekündigt sämtliche banken nacheinander auszurauben und so kommt es, dass Captain George Stacy sich bei Peter meldet, damit dieser den sandigen Schurken aufhält. Doch der scheint nicht so recht mit dem Bösewicht klarzukommen und übergibt ihm sogar freiwillig das geforderte Geld. Wie konnte es nur dazu kommen …?

Also eigentlich bin ich ja ein Freund der frischen und unabhängigen Geschichten in den Spider-Man Magazinen. Doch diesmal habe ich nach dem Lesen gleich mehrere Fragezeichen über dem Kopf schweben. Zum Einen lebt Captain George Stacy noch, der ja eigentlich schon sehr lange das Zeitliche gesegnet hat. Damit könnte man ja noch leben, aber zum Anderen hat Peter plötzlich eine Freundin an seiner Seite, die auch noch weiß, dass er Spider-Man ist. Da bekommt man wirklich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Die Zeichnungen von Matteo Lolli sind dafür wieder sehr gelungen. Retten aber leider das Chaos innerhalb der Geschichte nicht.

FAZIT:

Eine eigentlich ganz witzige Geschichte, die aber wie aus einem Zusammenhang gerissen wirkt. Daher geht sehr viel Feeling verloren, was auch die Zeichnungen nicht herausreißen können. Schade drum. Denn Sandman ist einer der Gegner, der schon so viele Entwicklungen durchgemacht hat, dass jede Geschichte eine neue Facette dessen sein könnte.

Spider-Man Magazin #62 [Panini, September 2012]

Eigentlich wollte Spider-Man nur eine kurze Pizza Pause an der Wand eines Wolkenkratzers einlegen und dabei die Aussicht über Queens genießen, als plötzlich Kraven der Jäger auftaucht. Sofort versucht Spider-Man, in das Innere des Bürogebäudes zu gelangen. Aber Kraven ist vorbereitet und schon beginnt eine gnadenlose Jagd …

Spider-Man und Kraven ist eine Hassliebe vom ersten Tag an. Obwohl Kraven immer wieder unterlag, war er dennoch von seinem Gegner fasziniert. Diese Faszination macht auch das vorliegende Abenteuer wieder deutlich. Wortwörtlich untermalt wird dies durch das Artwork von Pere Peŕez. Aber es gibt auch etwas zu bemängeln. Kontrolliert denn niemand von Panini die Hefte, bevor sie in den Druck gehen? Hier wurde nämlich massiv geschlampt, als zwei eigentlich aufeinanderfolgende Seiten vertauscht wurden. Das ist ein Fehler, der nicht passieren darf. Und ich rede hier nicht davon, dass Blätter falsche eingeheftet wurden. Denn bis auf die beiden Seiten stimmt der Rest der Ausgabe. Dies ist ein klarer Endkontrollfehler.

FAZIT:

An sich gute Geschichte, die durch einen Fehler ein wenig getrübt wird. Ansonsten ist es wie gewohnt witzig und auch die Zeichnungen passen perfekt zur Geschichte. Kurz und knapp also, ein gutes Heft, wenn der Fehler nicht wäre.

Avengers #18 [Panini, September 2012]

Das erste Aufeinandertreffen der neuen Rächer gegen Osborns neue Rächer. Und es könnte für das Team um Luka Cage kaum schlechter laufen. Nicht nur dass Osborns Team durch die Verzögerung der New Avengers die Bedrohung bereits neutralisiert haben und somit einen Bonus bei den vor Ort befindlichen Augenzeugen besitzen, auch dass Luke Normans Team als Erstes angreift, bringt keine Pluspunkte.
Ähnlich ergeht es auch Captain Americas Team. Dieses hatte sich aufgeteilt, um Norman Osborn ausfindig zu machen. Aber jedes Duo gerät nun in eine von Osborn gestellte Falle. Und es dauert auch nicht lange, bis auch Captain America in der Gewalt des machthungrigen Wahnsinnigen gefallen ist.

Wie auch in den vorangegangenen Heften passiert genaugenommen nicht sehr viel. Die gesamte Story zieht sich immens und vieles von dem was in den 3 US-Heften in dieser Ausgabe passiert, hätte man auch locker auf der Hälfte an Seiten präsentieren können. Dazu kommen noch die Zeichnungen, die immer noch nicht so ganz gefallen, auch wenn bei den Avengers mit Renato Guedes jemand anderes an den Bleistift durfte. Aber auch bei Deodato kann ich mich an einen Osborn mit Tommy Lee Jones Gesicht nicht richtig gewöhnen, wenngleich seine Bilder außerordentlich detailliert sind. Manchmal sogar zu detailliert.

FAZIT:

Erneut eine mittelmäßige Ausgabe die viel Action und wenig Handlung enthält. Dadurch kommt kaum Spannung auf und mit den doch sehr geschmacksabhängigen Bildern, mein Fall sind sie nicht, bleibt am Ende nicht viel übrig. Schon gar nichts was länger als 64 Comicseiten im Gedächtnis bleibt.

Spider-Man & The Avengers (4) (Spider-Man Magazin Nr. 59-60 & Avengers Nr. 17)

Und auch heute gibt es wieder drei Comics, mit denen ich meinen Lesestapel abzubauen versuche. 😀

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #59 [Panini, Juni 2012]

New York steht meterhoch unter Wasser und Schuld daran ist Morris Bench alias Hydro-Man. Dieser will nicht mehr im kleinen Maßstab denken und nutzt jetzt seine Macht über das Wasser und somit über 70% der Erde. Also fordert er eine ganze Menge Geld, damit er New York nicht endgültig unter Wasser setzt und so Millionen von Menschen tötet. Doch Spider-Man weiß schon, wie er den durchgeknallten Wasserkopf aufhalten kann …

Morris Bench war wie so viele andere Gegner im Spider-Man Magazin eher aus der C-Liga der Superschurken. Dennoch kann ein guter Autor mit diesen Figuren auch gute Geschichten schreiben. Diesmal ist es aber leider gehörig danebengegangen. Die Geschichte ist flach und auch die Gags sind nur Mittelmaß. Dafür sehen die Zeichnungen von Pop Manh ganz ordentlich aus und passen zu einer solch leichtfüßigen Story.

FAZIT:

Man könnte fast sagen wie immer, aber so ganz stimmt es dann doch nicht. Gegenüber der letzten Ausgabe ist diese weitaus schwächer und nur die Bilder retten die seichte Geschichte nicht wirklich. Aber an Morris Bench liegt es nicht wirklich, denn es gibt auch sehr gute Geschichten mit dem Wasserkopf.

Spider-Man Magazin #60 [Panini, Juli 2012]

Was passiert, wenn der Mad Thinkerer rein versehentlich eine Antimaterie-Einheit in eine Kürbisbombe einbaut? Genau! Absolutes Chaos. Denn der Grüne Kobold findet das ganz witzig. Nur Spider-Man kann darüber nicht lachen, denn wenn der Kobold diese eine, bewusste Bombe wrfen sollte, ist New York nur noch Schutt und Asche. Also heißt es wachsam bleiben und jede Bombe, die der Verrückte wirft, versuchen zu fangen und sicherzustellen.

Und schon wieder der Grüne Kobold. Er ist schon eine zentrale Figur im Leben von Spider-Man. Ähnlich wie in der letzten Geschichte fehlt aber auch diesmal einiges an der Story, um wirklich zu gefallen. So wirkt das eher wie eine kurze Pause zwischen einen wirklich spannenden Film. So zum Auflockern eher. Ganz gut gefallen hat mir dagegen das Artwork von Roberto Di Salvo. Sein witziger Strich und der dynamische Panelaufbau geben der Geschichte den nötigen Witz.

FAZIT:

Wie immer eine kurzweilige Geschichte ohne Höhen und Tiefen, passendem Artwork und einigen witzigen Momenten. Für die kurze Ablenkung zwischendurch ideal, auf längere Sicht aber eher enttäuschend.

Avengers #17 [Panini, August 2012]

Noch immer sind die New Avengers ganz schön angefressen. Nicht nur, weil während ihres Einsatzes Norman Osborn entkommen konnte, sondern auch weil der Kampf mit Ultron alles andere als siegreich ausgegangen ist. Norman plant unterdessen viel weiter. Er macht Skaar ausfindig und holt sich Al Apaec, Gorgon, Dr. June Covington, Dr. Deidre Wentworth und Barney Barton in sein neues Rächerteam. Währenddessen macht sich ein Maulwurf für Osborn bei den New Avengers breit und sorgt nicht nur für Spannungen im Team, sondern auch für Chaos bei den Einsätzen. Und auch Squirrel Girl scheint ein Geheimnis mit sich herumzutragen, was auch der neue Rächer Daredevil zu bemerken scheint.
Unterdessen haben die Avengers um Captain America ihre eigenen Probleme. Denn auch dort stiftet Norman Osborn Unfrieden. Und dies schafft er nur mithilfe eines Hologramms und der Aussage, dass er ohne Prozess inhaftiert wurde. Damit wird nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung in die Helden erschüttert, sondern auch das Verhältnis der Teammitglieder untereinander.

Nach 3 deutschen und insgesamt 7 US-Ausgaben hatte ich eigentlich gehofft, das es langsam voran geht. Aber um ehrlich zu sein, dümpelt die Story noch immer vor sich hin. Das Norman ein paar falsche Rächer um sich schart ist nicht neu, und das er zusammen mit Hydra, A.I.M. und der Hand agiert ist ein langweiliges Klischee. Da fehlen nur noch die bösen Nazis, Al Quaida und die noch böseren Russen. Auch zeichnerisch gibt es nicht so viel Gutes zu berichten. Deodatos Bilder sind nach wie vor sehr durchwachsen. Während er gute Panels zaubern kann, versagt er wiederum bei teilweise ganzen Seiten. Auch sein Charakterdesign ist in meinen Augen eher fragwürdig. So sieht sein Osborn mehr wie der US-amerikanische Schauspieler Tommy Lee Jones aus, als der bekannte und geisteskranke Grüne Kobold. Ähnlich sind auch Daniel Acuñas Zeichnungen für die Avengers. Diese wirken inzwischen sehr lieblos und als wären sie unter Zeitdruck entstanden.

FAZIT:

Insgesamt schwächeln beide Rächerserien im Moment und können weder auf Seiten der Geschichte noch der Zeichnungen wirklich überzeugen. Dass mit einem US-Heft mehr der Umfang angehoben wurde, tröstet auch nicht wirklich über den schwachen Inhalt hinweg. Es wirkt sogar stellenweise so, als wüsste Bendis nicht wirklich, wohin er mit den beiden Avengers-Serien möchte. Ihm scheint ein Ziel zu fehlen oder er will einfach nur Zeit überbrücken. Aber beides ist macht mir, dem Leser, keinen wirklichen Spaß.

Spider-Man & The Avengers (3) (Spider-Man Magazin Nr. 57-58 & Avengers Nr. 16)

Weiter geht es mit zwei neuen (älteren) Ausgaben des Spider-Man Magazins und der Avengers-Heftserie.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #57 [Panini, April 2012]

Die Sinistren Sechs wollen ein paar Edelboutiquen ausrauben und haben sich dafür extra in Schale geworfen. Doch leider ist der geier nicht mit von der Partie. Denn der soll, so denkt zumindest Doctor Octopus von Spider-Man besiegt worden sein. In Wirklichkeit aber hat sich der Geier das nur als Ausrede einfallen lassen, weil er kurz zuvor Tante May die Handtasche gestohlen hat und die ihm verbal gehörig den Kopf gewaschen hat. Nun sitzt er auf einem Hausdach und ringt mit sich und seinem Gewissen, während sich Spidey frechen Wortes gegen den Rest der Bande wehren muss …

Witzig, flapsig und ganz typisch Spider-Man. Diese Ausgabe zeigt wieder einmal, wie gut diese einfachen Geschichten sein können. Das ist der Spider-Man, wie er seine Karriere begann. Mit frechen Sprüchen, schlagkräftigen Argumenten und cleveren Tricks. Zusammen mit den lockeren Zeichnungen von Matteo Lolli ist das kurzweilige Spider-Man Comic-Unterhaltung.

FAZIT:

Das sind die Geschichten, die ich an Spider-Man so mag. Einfach, witzig, spannend und am Schluss gibt’s noch einen Finalgag. Dazu die passenden Zeichnungen und fertig ist Popcorn-Kino im Comicformat. Nicht nur für Kinder geeignet.

Spider-Man Magazin #58 [Panini, Mai 2012]

Ein bisschen durch die Stadt schwingen. Die Sonne genießen, und sich über den Tag freuen. So sollte es eigentlich sein. Da taucht der Grüne Kobold auf und schon is es mit dem schönen Tag vorbei. Stattdessen gibt es Stress und Kloppe frei Haus. Aber Spider-Man lässt sich davon nicht unterkriegen und sucht den Grünen Kobold in seinem Versteck auf. In der Höhle des Löwen kommt es zum finalen Kampf …

Spider-Man gegen den Grünen Kobold. Das ist ein Kampf, der inzwischen leider nur zu alltäglich geworden ist. Und Norman Osborn war einmal ein wirklich ernst zu nehmender Gegner. Auch in der parallel reviewten Avengers-Serie ist dies der Fall. Hier jedoch ist er mit seiner Handlungsweise sehr stark Out ouf Character. Sprich er verhält sich absolut untypisch.
Dafür gefällt mir das Artwork von Patrick Scherberger sehr gut. Sein Stil ist ähnlich dem von Humberto Ramos ein wenig Manga-artig.

FAZIT:

Leider nur mittelmäßige Story, die aber durch die tollen Bilder von Scherberger etwas aufgewertet wird. Unterhaltsam ist sie aber dennoch und erfüllt damit ihren Zweck sehr gut. Kurze und humorvolle Unterhaltung für zwischendurch. Was will man von einem solchen Magazin mehr?

Avengers #16 [Panini, Juli 2012]

Ein riesengroßer Ultron ist gerade dabei, die Stark Resilient Laboratories zu zerstören, als die New Avengers eintreffen, um Iron Man beizustehen. Doch dieser Ultron birgt ein Geheimnis. Als dann auch noch ein kleiner Android aus dem Körper des Riesenultron eine Blutprobe von Wolverine nimmt, scheint das Chaos perfekt. Dennoch schaffen es die New Avengers Ultron zu besiegen, ohne zu wissen, das Norman Osborn gemeinsam mit AIM und Hammer hinter diesem Angriff zu stecken scheint.
Ganz andere Probleme haben zwischenzeitlich die Avengers. Nachdem während der Obhut der Avengers Norman Osborn aus Rykers Island fliehen konnte, ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Helden erschöpft. Aber Tony hat eine Idee. Zusammen mit Steve Rogers, alias Captain America, will er die Avengers neu formieren. Dazu braucht er vor allem eines: Alte Freunde. Also fragt er nicht nur den Black Panther, sondern bringt auch einen alten Bekannten in das Team zurück …

Inhaltlich ist diese Ausgabe sehr schwach. Da kann mich persönlich fast gar nichts überzeugen. Die erste Geschichte mit den New Avengers ist handlungsarm und bietet kaum Spannung. Zwar ist es interessant, die Geschehnisse kurz nacheinander aus zwei Blickwinkeln zu beobachten, aber etwas mehr Tiefgang und Handlung wäre die bessere Alternative. Auch die Avengers-Geschichte hat kaum Highlights. Einzig das Auftauchen eines alten Teammitgliedes stellt einen Höhepunkt dar.
Beim Artwork verhält es sich ähnlich. Auch hier sind die Zeichnungen von Daniel Acuna für Avengers klar vor denen von Mike Deodato Jr. und Will Conrad für die New Avengters. Zwar sind Deodatos Zeichnungen wesentlich dynamischer und detaillierter als die von Acuna, aber wegen der sehr vielen kleinen Striche, mit denen er seine Bilder ausfüllt, gefallen sie mir nicht ganz so gut.

FAZIT:

Eine leider eher mittelmäßige Ausgabe mit durchwachsener Handlung und nur durchschnittlichen Zeichnungen. Wenn man von ein bis zwei kleinen Highlights absieht, ist dieses Heft belangloser Ballast. Mich persönlich kann es überhaupt nicht überzeugen und ich hoffe, dass die nächste Ausgabe wieder besser wird. Sowohl von der Geschichte als auch vom Artwork.

Spider-Man & The Avengers (2) (Spider-Man Magazin Nr. 55-56 & Avengers Nr. 15)

Heute geht es weiter mit den nächsten Reviews. Zweimal das Spider-Man Magazin und einmal die Avengers Heftserie. 😉

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #55 [Panini, Februar 2012]

Eigentlich wollte Spider-Man nur einer jungen Dame helfen, die gerade ausgeraubt wurde. Aber schon bald findet er sich an der Seite von Amora vor den Toren Asgards wieder und muss nicht nur gegen die Krieger der Götterstadt kämpfen, sondern auch gegen Thor selber.

Wie immer bietet das Magazin ein kurzweiliges Abenteuer, das vor allem eines ist. Kindgerecht und dennoch frisch. Eine einfache und trotzdem spannende Geschichte, mit Thor als Gaststar und tollen Zeichnungen von David Nakayama.

FAZIT:

Interessant, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, tolle Bilder und einiges an Zusatzwissen, nicht nur für die Kleinen, machen das Spider-Man Magazin jedes Mal zu einem kleinen Spidey-Highlight. Vor allem wenn es sich um so frische Geschichten handelt, die vollkommen ohne den Ballast und die Chronologie der vergangenen 50 Jahre auskommt, den ich aber dennoch nicht auf Dauer missen möchte.

Spider-Man Magazin #56 [Panini, März 2012]

Peter ist schon ein armer Tropf. Erneut muss er sich gegen Flash Thompson und seine Footballfreunde zur Wehr setzen, die seine Tasche geklaut haben. Dummerweise ist da auch sein Spider-Man-Dress drin und so hat er keine andere Wahl, als hinterherzujagen. Doch als er der Truppe in eine alte Eiscreme-Fabrik folgt, trifft er dort nicht nur auf die Schläger, sondern auch einen ganzen Haufen an Bienen und deren Herren Swarm …

Swarm ist eine der wenigen Gegner, die auch heute noch viel zu wenig Beachtung erhalten und eigentlich immer so etwas wie die Z-Liga der Schurkengalerie Spider-Mans symbolisierte. Gerade dann ist es erfrischend schön, wenn er für ein gelungenes, aber leider auch sehr kurzes Abenteuer, wie dieses, aus der Versenkung geholt wird. Für die grafische Umsetzung ist erneut der Routinier David Nakayama verantwortlich, der wie immer seine Arbeit sehr gut macht und mit detaillierten und dynamischen Bildern überzeugt.

FAZIT:

Ich bin seit den Folgen der Spider-Man Animationsserien aus den 80er Jahren (Spider-Man 5000 und Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde) ein Fan von Schwarm. Denn auch dort hatte er des öfteren sein Unwesen getrieben. Daher freut es mich natürlich, wenn er mal wieder einen kleinen Auftritt hat. Auch wenn die Geschichte nur kurzweilig aber dafür unterhaltsam ist, wie es hier der Fall ist.

Avengers #15 [Panini, Juni 2012]

Die Nachwehen der letzten Ereignisse sind nur allzu spürbar. Der Civil War brachte das Registrierungsgesetz, die Secret Invasion führte zu massivem Misstrauen untereinander. The Siege brachte die Götter Asgards zu Fall und Fear Itself die Angst in jedem nach oben. Besonders trifft dies jedoch auf Dr. Carolina Washington zu. Sie war forensische Ermittlerin bei S.H.I.EL.D., und ihr Vertrauen wurde zerstört. Weshalb wird den Superhelden niemals ihr Handeln vorgeworfen. Wieso sind Menschen wie sie, nur dazu da, um wortlos aufzuräumen. Keine Fragen zu stellen oder gar zu kritisieren. Doch Carolina will dem nicht tatenlos zusehen. Seit Monaten sammelt sie Beweismittel, genetisches Material und Anderes. Während die Avengers sich in der Villa der New Avengers versammeln, weil Tony Starks Rächerturm nur noch ein Haufen Stahl und Betonschrott ist, trifft sich Dr. Washington mit Vertretern einiger anderer Organisationen …
Unterdessen sollen die New Avengers die Verlegung des extrem gefährlichen Norman Osborn aus dem Raft begleiten. Und auch wenn so ziemlich alle gegen diesen Auftrag waren, von dem Steve Rogers hoffte, dass er das Vertrauen in die Helden neu stärkt, kommt, was kommen muss. Norman Osborn erhält Unterstützung von außen und die Helden sind auf diese Art und den Umfang von Verrat nicht vorbereitet …

Die Storys an sich sind nicht schlecht. Doch wieso hat Panini die US-Ausgabe 16.1 der New Avengers nach die 18 der Avengers-Reihe gesetzt? Sie spielt storytechnisch vor der ersten Geschichte und sie ist auch einen Monat vorher in den USA veröffentlicht worden. Weshalb hat man hier die Chronologie durcheinandergebracht? Nur um am Ende der Avengers-Geschichte einen kleine Aha-Effekt zu haben? Tatsache ist, dass dies schon alleine durch das Covermotiv und den Schriftzug „Neue Story! Die Rückkehr der Dark Avengers!“ zunichtegemacht wurde.

Und noch etwas gibt es aus meiner Sicht zu bemängeln. Während in der Avengers-Story Daniel Acuna mit seinen Bildern noch durch ein außergewöhnliches aber extrem faszinierendes Artwork besticht, enttäuscht in der New Avengers-Geschichte der Altmeister Neal Adams. Nicht nur das seine Zeichnungen vollkommen verschoben wirken und fast so als hätte er von Anatomie keinerlei Ahnung, so wirkt sein Panelaufbau lieblos und unübersichtlich, sogar regelrecht chaotisch. An Batman hat er ohne Zweifel wahre Wunderwerke vollbracht, aber hier scheint er überfordert gewesen zu sein. Entweder waren es die Masse an Helden, der Termindruck oder, und das ist nicht böse gemeint, die Zeit seiner guten Arbeiten scheint einfach vorbei.

FAZIT:

Für einen neuen Storybogen mit der Rückkehr der Dark Avengers passiert ausgesprochen wenig. Was dann noch für das Auge geboten wird, schwankt von gut bis unterirdisch. Zusammen mit der planlosen Veröffentlichungsweise von Panini ist es eines der bisher schwächsten Hefte der Serie. Selbst für Fans nur sehr schwer zu empfehlen. Und hier meine ich nicht nur Fans der Avengers und der New Avengers und all ihrer Teammitglieder, sondern auch die von Neal Adams. Tut euch das um Himmels willen nicht an und behaltet ihn so in Erinnerung, wie er bei Batman war. Diese Ausgabe ist auf jeden Fall nichts, womit er sich schmücken sollte. Da kann ich wirklich nur hoffen, dass die nächste Ausgabe in allen Belangen wieder besser wird.

Spider-Man & The Avengers (1) (Ultimate Spider-Man/Die Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt)

Vor kurzem habe ich noch Batman gegen die Justice League antreten lassen, und diesmal sind Spider-Man und die Avengers dran. Hier in dieser Rubrik wird es immer eine Ausgabe mit dem Netzschwinger geben und eine mit den Avengers. Die Serien und Format sind dabei egal. Wichtig sind nur die Figuren. 😉

Spider-Man Avengers

Und den Start macht die Gratis Ausgabe des Müller Drogeriekonzerns, welche letztes Jahr im September erschienen ist und jeweils eine Geschichte zu den neuen Animationsserien aus „Der ultimative Spider-Man“ und „Die Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ enthält.

Ultimate Spider-Man/Die Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt

Der ultimative Spider-Man ist nicht nur ein Held. Er ist auch ein ultimativer Schüler. Doch leider wird er immer öfter zu Einsätzen gerufen, was bei seinen Lehrern, insbesondere der Englischlehrerin, nicht sehr gut ankommt. Aber Direktor Coulson hat eine Idee. Der Mandroid 13 soll als ultimativer Peter Parker den Platz des Echten einnehmen, während dieser als Spider-Man den Auftrag hat nick Fury zu beschützen. Kann das überhaupt gut gehen …?
Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Welt. Mindestens genauso mächtig, wenn nicht sogar noch mächtiger ist Fin Fang Foom, welcher momentan unter der Kontrolle des Mandarin steht. Dieser wiederum ist ein alter Bekannter von Tony Stark, alias Iron Man, und ebenfalls ein ziemlich mächtiger Gegner. Können die Avengers gemeinsam siegen …?

Chaos ohne Ende vor dem geistigen Auge von Peter Parker!

Chaos ohne Ende vor dem geistigen Auge von Peter Parker!

Für die Handlungen zeichnen zum einen Dan Slott bei Ultimate Spider-Man und Christopher Yost bei den Avengers verantwortlich. Beide Autoren sind keine unbeschriebenen Blätter. Im Gegenteil. Jeder von ihnen kann auf eine beachtliche Leistung an Storys für Marvel zurückblicken. Dass man zwei solche Profis für die Comicumsetzungen der jeweiligen Animationsserien in Betracht gezogen hat, freut mich persönlich sehr. Bereits in den Neunziger Jahren gab es Comicadaptionen zu TV-Serien von Marvel. Dort hatte man zumeist jungen Autoren die Chance gegeben sich zu etablieren, indem sie die Handlungen der Animationsserien, wie Spider-Man oder X-Men, für den Heftchenmarkt adaptierten. Diesmal jedoch sollen es keine einfachen Printversionen der TV-Folgen sein.
Beide Geschichten sind kurzweilig und sehr gelungen. Sowohl als Kenner der Comics und/oder der TV-Serie als auch als kompletter Neueinsteiger findet man sich sehr leicht zurecht. Die Handlungen sind leicht verständlich und bieten dennoch genug Tiefgang, um in die Story einzutauchen.

Die Avengers gegen Fing Fang Foom!

Die Avengers gegen Fing Fang Foom!

Beim Artwork bleiben die beiden Zeichner Ty Templeton für Ultimate Spider-Man und Chris Jones an den Avengers, dem Stil der jeweiligen Zeichentrickserie treu. Dadurch ist gerade für die Leser, welche durch die Serien auf die Comics aufmerksam werden, ein sehr hoher Wiedererkennungswert garantiert. Gerade bei Spider-Man wurden ebenfalls die kleinen Minispideys, welche als Running Gag fungieren, mit in die Comicadaption herübergerettet. Dadurch ergibt sich sofort ein ähnlicher Humor und als Leser fühlt man sich sofort „heimisch“.

Die neuen Möglichkeiten, dank S.H.I.E.L.D.-Technik.

Die neuen Möglichkeiten, dank S.H.I.E.L.D.-Technik.

FAZIT:

Diese Gratis-Ausgabe, welche es im Herbst letzten Jahres bei der Drogeriekette Müller gab, bildet einen interessanten und kurzweiligen Einstieg in die neuen TV-Comics, die aktuell auch bei Panini durchstarten. Beginnend mit dem 100-seitigen Band „Der ultimative Spider-Man Nr. 1: Mit großer Kraft“ für 9,99 € kehrt der Stuttgarter Verlag indirekt zu seinen Comicwurzeln in Deutschland zurück. Denn die ersten Marvel Comics, welche Panini in Deutschland veröffentlichte, waren jene TV-Comics zur Spider-Man Animationsserie Mitte der Neunziger Jahre. Diese erschienen damals noch im Albenformat und waren von der Papierqualität an die bekannten Panini-Stickeralben angelehnt.

Alte Feinde in neuen Abenteuern.

Alte Feinde in neuen Abenteuern.

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