War of the Realms Nr.1 [Panini/Marvel, Oktober 2019]

Ich muss zugeben, ich hatte bedenken. Ich habe mir das Marvel Event so vorgestellt, dass es Krieg zwischen den Welten gibt und sehr viele Helden und Schurken gegeneinander antreten und sich die Köpfe einhauen. Dazu wuselige Zeichnungen, die nicht sonderlich vom amerikanischen Mainstream abweichen und eine Story, die aufgrund der vielen actionlastigen Kampfszenen nicht überzeugen kann. Ungefähr so habe ich mir dieses Event vorgestellt. Ob sich meine Bedenken bestätigen oder nicht, das erfährt der Leser in diesem kleinen Bericht von mir 😉

War of the Realms Nr.1

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Thor [Marvel Studios/Paramount Pictures, 2011]

Photo by Mark Fellman / Mar – © 2011 MVLFFLLC. TM & 2011 Marvel. All Rights Reserved.

Nachdem ich letztens erst Reviews zu The Return of the First Avenger und Amazing Spider-Man 2 – Rise of Electro hier veröffentlicht habe, wollte ich versuchen auch die „älteren“ Marvel-Movies in Reviews hier vorzustellen. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt tatsächlich noch Menschen, die diese Filme noch nicht gesehen haben. Darum ist heute der erste Thor-Movie an der Reihe, der sich ebenfalls, wie auch die Iron Man-Filme, die Captain America-Filme oder Avengers in das Marvel Cinematic Universe einfügen.

Thor

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Fear Itself Sonderband #4: Epilog [Panini, Juni 2012]

Der letzte Band zum großen Event der Angst. Zwar wird es übermorgen nochmal ein kleines Abschlußspecial geben, aber dennoch bildet diese Ausgabe das eigentliche Ende von Fear Itself.

Fear Itself Sonderband #4: Epilog

Die Angst ist vorübergezogen und der Wiederaufbau beginnt. Doch nicht für alle ist es möglich, ein normales Leben weiterzuführen. Steve Rogers trauert noch immer um seinen verstorbenen Partner und Freund, Bucky Barnes. Doch als kurz vor der Beisetzung seines ehemaligen Sidekicks Besuch von Nick Fury erhält, und dieser neben Natasha Romanov, der Black Widow, jemanden im Schlepptau hat, rastet Steve aus …
Nicht ausrasten, dafür aber aus seiner gewohnten Haut muss dagegen Thor schlüpfen, oder besser gesagt Tanardus, der neue Gott des Donners, der aus der rituellen Verbrennung von Thors sterblicher Hülle hervorgeht. Aber auch Thor ist nicht so tot, wie es den Anschein zu haben scheint …
Mit viel tragischeren Entwicklungen hat derweil Tony Stark zu kämpfen. Dieser besucht den Grey Gargoyle der in einer Stasisblase gefangen ist. Tony versucht die Ereignisse in Paris zu rekonstruieren, um die dort versteinerten Menschen wieder zu befreien. Dafür stellt sich Tony sogar erneut Odin entgegen …

Steve gegen seinen ehemaligen Freund Nick Fury.

Während Fear Itself 7.1: Captain America noch mit seinen düsteren und emotionalen Bildern und einer wirklich fesselnden Geschichte, sowie dramatischen Momenten punkten kann, wirkt die 7.2-Thor-Story irgendwie konfus. So wird viel zu oft zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen hin und hergesprungen. Dies kommt dem Lesefluss in meinen Augen überhaupt nicht zugute, obwohl die Handlung an sich durchaus mit einigen Infos und Momenten aufwarten kann. Aber das zu unorganisierte Hin und Herspringen bremst den Lesefluss dann doch zu massiv aus. Dafür können wenigstens die Zeichnungen von Adam Kubert auf voller Länge überzeugen.
Auch das 7.3 von Iron Man hat fast ausschließlich Stärken vorzuweisen. Grandiose Zeichnungen von Salvador Larroca und eine fesselnde und hochemotionale Geschichte, die Tony mal ein wenig anders und auch ziemlich hilflos zeigt, ohne das auf eine seiner Schwächen eingegangen wird.

Dramatische Ereignisse in Paris.

Weniger überzeugen, zumindest in seiner Gesamtheit, kann das abschließende Marvel Point One, welches in diesem Band enthalten ist. Die einzelnen Ausblicke hingegen haben schon ein paar Highlights zu bieten. Leider wird das Ganze in einer etwas ungewöhnlichen Rahmenhandlung mit dem Beobachter, Uatu, präsentiert, der Besuch von zwei Unbekannten erhält, welche sich auch sogleich auf einige der zukünftigen Ereignisse stürzen.
Dabei werden kurze Storyfetzen präsentiert, in denen der aktuelle Nova sich einer nicht so einfachen Situation gegenübersieht. Auch X-Terminated zeigen, was in ihrer Zukunft so alles nicht richtig rund läuft, wenngleich ihre Methoden alles andere als ein Vorbild sind. Aber da wären auch noch Coldmoon und Dragonfire. Zwei Kinder die isoliert und getrennt voneinander aufwuchsen, aber immer irgendwie gespürt haben, dass ihnen ein Gegenpart fehlt. Noch schwieriger haben es aber Doctor Strange, der in den Geist eines seltsamen Mannes eindringt und dabei Erfahrungen macht, die selbst seinen Horizont überschreiten, sowie die zukünftigen Hawkeye und Spider-Man in einem Szenario das der Hölle auf Erden gleichkommt.

Eindringlinge im Heiligtum des Beobachters.

Wie man sich nun vielleicht denken kann, sind diese „Abschnitte“ von unterschiedlicher erzählerischer und visueller Qualität. Positiv ist aber vor allem, das keiner der jeweiligen Ausblicke die Rahmenhandlung unterbietet. Die Geschichte um das Eindringen in das Heiligtum des Beobachters ist eben auch genau nur das. Sie soll die einzelnen Storybögen sinnvoll (mehr oder weniger) miteinander verknüpfen. Meines Erachtens nach ist es aber nur unnötiger Ballast, und die Geschichten würden auch ohne dieses „Feature“ problemlos funktionieren. Oder man präsentiert wenigstens eine gut durchdachte und umgesetzte Story, um diese Vorschaugeschichten darin einzubetten.

FAZIT:

So wenig wie der letzte Band der Hauptserie ein Abschluss war, so wenig ist dieser Band ein Ersatz dafür. Zwar wird hier für viele zukünftige Ereignisse der Grundstein gelegt, aber es fühlt sich noch immer nicht so wirklich rund an. Aber, und das muss ich neidlos anerkennen, dieses Runde und in sich abgeschlossene Ende vermisse ich nach diesem Band auch nicht mehr wirklich. Denn hier wirkt es nun so, als würde es nahtlos weitergehen. Das Event steht nicht für sich alleine, sondern wirkt unterbewusst weiter. Das gefällt mir persönlich sehr gut, auch wenn ich nicht alle Serien weiterverfolgen kann. Immerhin ist es diesmal gelungen, dass zumindest bei mir das Interesse an einigen Handlungssträngen wachgehalten wird.

Alles was beginnt muss auch irgendwan enden.

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Fear Itself – Nackte Angst #7 [Panini, Mai 2012]

Das große Finale von Fear Itself. Aber ist dieser Band und seine Geschichte einer finalen Ausgabe würdig?

Fear Itself – Nackte Angst #7

Es kommt zum alles entscheidenden Finalkampf zwischen der Schlange und Thor. Es wird Zeit die Prophezeiung zu erfüllen. Doch nicht nur Thor sieht seinem Schicksal entgegen. Jeder Rächer will dem Albtraum endlich ein Ende bereiten. Aber neben den Helden tun auch die Menschen ohne besondere Kräfte ihr Bestes, um die Erde zu retten. Auch alltägliche Helden, wie Du und ich geben der gebeutelten Menschheit wieder Hoffnung. Wie lange können die Helden standhalten, und wird es Thor schaffen, sich gegen den Bruder von Odin, die Schlange, zu behaupten? Die alles entscheidende Frage ist jedoch, welchen Preis Thor hierfür bereit ist zu zahlen!
Wie geht es nach der Angst weiter? Wie schaffen es die Bewohner von Broxton wieder ein normales Leben zu führen, ohne die seit The Siege ansässigen Götter aus Asgard. Was wird aus Sin, und wer ist der geheimnisvolle Mann im Rollstuhl mit den mysteriösen Plänen? Und wie hat es der Hulk geschafft, sich von seinem Alter Ego Bruce Banner zu lösen?

Wer ist der geheimnisvolle Fremde und was sind seine Pläne?

Das Finale von Fear Itself kommt in Überlänge daher. Doch wenn man einmal von den Nachwehen, die hier bereits angedeutet werden, absieht, passiert außer einem weiteren Heldentot nicht wirklich viel. Die Guten siegen über die Bösen, die Menschheit kehrt zur Normalität zurück, oder versucht es wenigstens. Das sind Dinge, wie sie nach jedem Event stattfinden und da hätte ich mir persönlich einen tieferen Einblick in den Wiederaufbau und das Leben der ganz normalen Menschen gewünscht. Nur zu oft wird eben dieser Punkt ausgeklammert und irgendwie hatte ich nach dem Start und der Einbindung von Broxton gehofft, dass es diesmal anders sein würde.

Hulk ab sofort ohne Bruce Banner?

Ansonsten finde ich gerade die Ausblicke auf die zukünftigen Ereignisse sehr interessant, aber ich denke das sind genau die Fragen, welche mich persönlich am meisten reizen würden. Wie eben die Frage, wie sich der Hulk des Bruce Banners entledigen könnte, und wenn es denn so einfach ist, weshalb er es nicht schon früher getan hat.
Der Hauptteil des Heftes, das Finale sozusagen, ist leider nur üblicher Durchschnitt. Da hat sich Marvel-Architekt Fraction nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Da wäre durchaus mehr Finesse möglich gewesen, um dem Event ein würdiges und vor allem nicht alltägliches Ende zu gewähren.

Sin in den Fängen von mysteriösen Wissenschaftlern …

Zeichnerisch wird in diesem Band eigentlich nur feinste Kost aufgefahren. Stuart Immonen leistet wie immer tadellose Arbeit und auch die weiteren Künstler, wie Mark Bagley, Terry Dodson oder Pablo Raimondi, um nur Einige zu nennen, können mit sehr guten Leistungen glänzen. Einzig Howard Chaykin ist in dieser Ausgabe wieder ein visueller Totalausfall. So wie er hier Jameson und Parker zeichnet, muss man fast an übernatürliche Mutation glauben.

FAZIT:

Fear Itself ist vorbei und es war nicht ganz so schlimm, wie man es stellenweise hätte erwarten können. Ja es gab Reinfälle, aber auch echte Highlights. Diese Finalausgabe liegt irgendwo in der Mitte. Wie ein wirkliches Finale fühlt sich der Band jedenfalls nicht an. Vielleicht auch deshalb, weil es danach noch den Sonderband Nummer 4 gab, der sich den drei 7.1-Ausgaben widmet und so vielleicht noch ein etwas runderes Ende bietet als dieser hauptstorytechnische halbgare Finalband.

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Fear Itself – Nackte Angst #6 [Panini, April 2012]

Fear Itself – Nackte Angst #6

Thor wurde bei seinem letzen Kampf schwer verwundet, und so bleibt seinen Freunden nichts anderes übrig, als ihn nach Asgard zurückzubringen, damit er sich dort mit der Hilfe des Allvaters Odin erholen kann. Diese Chance nutzt Steve Rogers auch gleich, um dem Gott seine Meinung über sein Vorhaben die Erde auszulöschen, kundzutun. Andere Probleme hat derzeit Spider-Man, der sich aus dem aktiven Kampf zurückgezogen hat, um seine Tante zu suchen. Doch als er sie findet, erkennt er, was wirklich wichtig ist. Und auch Tony Stark schafft es dank der Zwerge und Gnome aus Svartalfheim einen Schritt weiter in Richtung Sieg zu gehen …

Ein weiteres Opfer des Wahnsinns …

Man merkt, dass es auf das Finale zusteuert. Ganz massiv formieren sich hier die Helden, es werden Möglichkeiten ins Auge gefasst und auch Notfallpläne geschmiedet. Tony Stark sprüht vor Ideenreichtum und Einsatzfreude, Thor und Odin finden wieder zusammen, auch wenn beide noch immer nicht die gleiche Meinung haben. Inzwischen helfen alle, die nicht aktiv eingreifen können, um den Kampf voranzutreiben, den Menschen in ihren jeweiligen Situationen oder evakuieren ganze Gebiete. Das verbreitet natürlich Hoffnung und diese spürt man auch. Allerdings muss ich auch anmerken, dass einige der Ereignisse und Wendungen stark gezwungen und gekünstelt wirken. Denn so wie sich Odin und Thor noch am Anfang bekriegt haben und nun wieder fast selig vereint sind, ohne das jeder, der beiden von seinem Standpunkt abgerückt ist, wirkt doch schon sehr unglaubwürdig. Dagegen ganz typisch ist wieder May Parkers Reaktion, als Spider-Man sie endlich findet. Das ist zwar fast schon wieder einen Tick zu pathetisch, aber genau diese Prise macht eben Spider-Man aus.

Blue Marvel im Kampf …

Ebenfalls wieder in diesem Band enthalten sind ein paar Kurzgeschichten aus der Begleitserie Fear Itself: Homefront. Zum einen sind dies, wie auch schon in den vergangenen Ausgaben, kurze Einseiter von Howard Chaykin, der mich bei „Ein Moment mit … Mr. Fear“ sogar richtig überzeugen kann, und zwei Storys, die sich mit Randereignissen zu Fear Itself befassen. Doch immer schön langsam und dann mit einem Ruck. Warum kann mich Chaykin diesmal überzeugen, oder wenigstens teilweise? Nun, der Einseiter mit Mr. Fear, der eigentlich ein Profi in Sachen Angst verbreiten ist, muss sich nun der Erkenntnis stellen, dass jemand seinen Job besser macht, und er nicht einmal mehr erkannt wird. Das ist sehr deprimierend und wurde nicht nur storytechnisch, sondern auch visuell sehr gut umgesetzt. Hier passt Chaykins Stil wirklich sehr gut. Aber ich muss auch Christian Endres, seines Zeichnes Redakteur bei Panini, recht geben, welcher sich hier auf die Reaktionen zu Chaykin aus dem Paniniforum bezieht, dass Chaykins Zeichnungen von den aktuellen Kolorierungen nicht gerade profitieren. Dagegen ist der andere Einseiter wieder einfach nur nutzlos und hässlich, oder er erschließt sich mir einfach nur nicht.

Angst kann auch andere Auswirkungen haben …

Und dann gibt es noch ein Abenteuer mit Blue Marvel der die Hälfte seiner Basis opfert, um einen Krieg zwischen Amerika und China zu verhindern. Eine Geschichte aus einem Navacho-Reservat mit dem American Eagle, der sich und sein Volk gegen ein paar verrückte Drogendealer schützen muss und so nur knapp einen Krieg zwischen den „Weißen“ und den Rothäuten verhindern kann. Sowie eine ziemlich seltsame Story mit den Great Lakes Avengers, die von ihrer Heimatstadt Milwaukee, oder besser dessen Einwohnern, gejagt werden und nur noch Asbestos Man dagegen helfen kann. Das klingt seltsam, denkt ihr? Genau das ist es auch. Während die Geschichte mit Blue Marvel und American Eagle wenigstens noch eine Moral zu vermitteln versuchen, und mit den Bildern nicht wirklich enttäuscht und Beispiel von American Eagle sogar sehr gut zu gefallen wissen, ist das Great Lakes Avengers/Defenders/X-Men/Champions/Power Pack-Debakel, genau das. Ganz witzig in seiner Belanglosigkeit, aber mehr auch nicht.

Witzig aber nicht wirklich relevant!

FAZIT:

Die Hauptstory macht wieder ein wenig mehr Spaß und kann auch mit den gewohnt guten Bildern überzeugen. Sie bringt das Event ein Stück voran und kommt ohne größere storytechnische Längen aus. Die reine Action wird minimiert und die Dramatik maximiert. Der restliche Teil des Heftes schwankt zwischen Klamauk, ernsthafter Unterhaltung und seltsamen Trash. Dass mich persönlich diesmal sogar Chaykin ein wenig überzeugen konnte, überrascht mich hierbei am meisten. Hatte ich doch schon gedacht, dass der Meister seinen Zenit überschritten hätte. Aber möglicherweise braucht Chaykin einfach nur einen anderen Koloristen, der seinen Stil unterstützt, anstatt die Zeichnungen einfach nur knallbunt auszumalen und mit Effekten zu überdecken.

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Fear Itself – Nackte Angst #5 [Panini, März 2012]

Das neue Review zum nächsten Teil von Fear Itself steht bereit, und es bringt Veränderungen mit …

Fear Itself – Nackte Angst #5

Die Lage spitzt sich immer weiter zu als Thor seinem ehemaligen Freund, Ben Grimm, Mjolnir durch die Brust jagt, um ihn zu stoppen. Beim verwandelten Hulk hat er da weitaus weniger Bedenken, aber leider auch nicht die Kraft ihn aufzuhalten. Als dann während des Kampfes von Sin und Steve Rogers, der inzwischen wieder als Captain America unterwegs ist, der Verursacher des ganzen Chaos, die Schlange, auftaucht, droht die Lage endgültig zu eskalieren …

Noch mehr Boom und immer weniger Angst.

Im Moment passiert genau das, was den vorangegangen Events auch mehr oder weniger das Genick gebrochen haben. Es eskaliert zu einer sinnfreien Prügelorgie. Die Dramatik, welche die Angst verbreitet hat, die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung sind verschunden und machen purer Gewalt platz. Doch nicht etwa weil sie aus der Verzweiflung geboren wurde, sondern einfach nur, weil es möglichst effektvoll rumsen und knallen soll.
Die wenigen Lichtblicke, in denen Tony mit Odin verhandelt, sowie Spider-Man der ein klärendes Gespräch mit Steve führt, können die Story nicht aus der Belanglosigkeit herausziehen. Selbst Spideys sonst so typisch locker, freches Mundwerk, ruft bei mir in dieser Ausgabe nicht einmal ein Zucken des Mundwinkels hervor.

Entscheidungen fallen, die nicht alle mögen.

Ähnlich belanglos sind leider auch die vier Kurzgeschichten, die sich den nächsten vier Würdigen widmen. Alles erneut nur Nacherzählungen der Origins ohne neue Blickwinkel, die auf das Event bezogen werden könnten.
Bis auf eine Ausnahme. Denn die Geschichte um Ben Grimm hat genau dies zu bieten. Sie offenbart eine innere Angst von Ben die wohl der Ausschlag war, weshalb er für den Hammer auserwählt wurde. So kann man es zumindest interpretieren.

Bens Sorgen.

Wie immer kann man den Zeichnungen von Stuart Immonen nichts Schlechtes nachsagen. Auch die Kurzgeschichten kommen diesmal etwas besser weg, als noch in der vorangegangenen Ausgabe. Wobei ich sagen muss, dass ich Lee Weeks, der die Story zum Hulk bebildert hat, bereits mit besseren Arbeiten gesehen habe. Richtig schön nostalgisch hingegen sind die Zeichnungen von Javier Pulido, der sich dem Ding angenommen hat, und mit seinem unverwechselbaren Stil, ein wenig Kirbyfeeling aufkommen lässt. Irgendwie seltsam aber dennoch faszinierend sind die Zeichnungen von Sergio Carello, der die Geschichte von Crusher Creel, dem Absorbing Man, übernommen hat. Seine Zeichnungen erinnern ein wenig an die typischen Disney-Geschichten der späten Neunziger Jahre, was vor allem an den Bewegungen der Figuren liegt. Als letzter Kurzgeschichtenzeichner fällt Mario Alberti mit seinen sehr düsteren Bildern ins Auge. Alberti der in Deutschland unter anderem bereits mit den zwei US-Miniserien X-Men & Spider-Man (auf deutsch in 100% Marvel #45) und Spider-Man and the Fantastic Four (auf deutsch in 100% Marvel #59) mit einem ganz anderen Zeichenstil überzeugen konnte, scheint hier einen bewusst differenzierten Stil gewählt zu haben, um der Geschichte gerecht zu werden.

Erinnerungen von Crusher Creel.

FAZIT:

Leider fällt mit dieser Ausgabe das Niveau des Events rapide ab. Man könnte ja noch meinen, dass es sowieso nicht mehr lange bis zum Ende braucht, aber dennoch kann man eine so gut gestartete Eventreihe besser zu einem Ende führen, als mit einer riesengroßen und eigentlich nicht zu erklärenden Prügelorgie. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn sich Matt Fraction mehr auf die Angst und deren Bewältigung mitsamt der zwischenmenschlichen Probleme bezogen hätte, als auf zwar imposante, aber wenig überzeugende Massenschlachten. Immerhin gab es auch früher schon Autoren und Filmemacher die Spannung und Dramatik ohne Gewalt und Ekel erzeugen konnten, und somit Meisterwerke schufen, die noch heute anerkannt werden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Fear Itself – Nackte Angst #4 [Panini, Februar 2012]

Der nächste Teil meiner kleinen Fear Itself-Reviewreihe steht an …

Fear Itself – Nackte Angst #4

Thor wurde aus Asgard verstoßen. Nachdem sich der Odinsohn gegen seinen Vater gewandt hat, wurde er ausgeschlossen und soll nun mit den „minderwertigen“ Geschöpfen seinem unausweichlichen Schicksal entgegensehen. Doch Thor gibt sich nicht so einfach geschlagen, und genau wie Steve Rogers, der erneut die Rolle des Captain America übernimmt, stellt er sich seinem Schicksal und seiner Angst. Doch während diese beiden sich „nur“ den Avataren der Schlange stellen müssen, entfesselt Tony Stark den für ihn schlimmsten Dämonen erneut …

Tony opfert sich …

Alles bewegt sich langsam in Richtung Finale und dies spürt man auch. Das Tempo zieht an und die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag. Doch inzwischen ist es weniger die namensgebende Angst, die um sich greift, sondern eher die zunehmende Hoffnung gepaart mit sehr viel Verzweiflung, welche die Protagonisten, teilweise bis an ihr persönliches Äußerstes, herangehen lässt. Zum einen ist dies logischerweise notwendig, damit das Event nicht auf der Stelle tritt, aber andererseits wird dadurch die Angst, welche das Event ja stetig durchziehen sollte, fast schlagartig ausgegrenzt. Die Gefahr besteht nun also darin, das Fear Itself, von einem spannenden und dramatischen Großereignis zu einer sinnlosen Riesenprügelorgie verkommt.

Juggernaut erinnert sich …

Die ebenfalls in diesem Band befindlichen vier Kurzgeschichten zu den ersten vier „Würdigen“ sind zwar nett, aber stellenweise auch nutzlos. Gerade die Zusammenfassung für Sin, die Tochter des Red Skull, wurde im Prolog sowie der ersten Ausgabe der Hauptserie, ausführlich abgehandelt. Besser kommen da schon die Zusammenfassungen zu Juggernaut und dem Grey Gargoyle weg. Diese sind, zumindest für mich, sehr interessant gewesen, weil dadurch auch länger zurückliegende Ereignisse noch einmal ins Gedächtnis gerufen werden. Titanias Rückblick ist eher eine Art Selbstbeweihräucherung und sehr viel Selbstmitleid. Das macht den Charakter für mich persönlich leider nicht wirklich interessanter.

Grey Gargoyle entdeckt die Macht!

Die Zeichnungen sind bis auf eine Ausnahme eigentlich ohne Fehl und Tadel. Die Anatomien stimmen, die Bilder sind dynamisch und nicht zu überladen an Details. Nur Titania fällt wieder aus dem Rahmen. Die Zeichnungen von Clayton Henry gefallen mir persönlich überhaupt nicht. Sie wirken kalt und seelenlos. Als beste Zeichnungen empfinde ich die Bilder von Eric Canete zur Grey Gargoyle Kurzgeschichte. Diese sind zwar nicht zu Hundert Prozent anatomisch korrekt, aber sie sprechen mich an und versprühen Witz und Dynamik. Beim Hauptevent leistet Stuart Immonen die gewohnt solide und ordentliche Arbeit. Trotzdem er zu dieser Zeit gut zu tun hatte, hat die Qualität seiner Bilder nicht darunter gelitten.

FAZIT:

Die Ausgabe an sich ist trotz der Menge an Geschichten leider recht kurz. Dies können auch die vielen detailreichen Zeichnungen nicht ändern. Storytechnisch passiert leider nicht genug um das Heft länger, als knappe 20 Minuten, in den Händen zu behalten. Die vielen kleinen Rückblicke der ersten vier Würdigen sind im Schnitt nur etwas vier Seiten lang und auch nicht gerade mit sehr viel Text versehen. Wenn dann wie bei Titania noch eher unterdurchschnittliche Zeichnungen dazu kommen, trägt das verständlicherweise nicht zur Verweildauer bei.
Davon abgesehen erhält das Event mit dieser Ausgabe eine kleine Neuausrichtung, die mehr zur Action hin geht als zur Spannung und Dramatik. An sich ist das nicht schlecht, aber es kommt zu plötzlich und zu gekünstelt. Ich hoffe, dass sich der Trend nicht in den nächsten Ausgaben fortsetzt.

Bucky Barnes …

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Avengers #11 [Panini, Januar 2012]

Einen Tag hattet ihr Pause um euch vom letzten Fear Itself-Comic zu erholen. Jetzt geht es mit dem ersten Tie-In aus der Avengers-Heftreihe weiter…

Avengers #11

In einem Interview gewähren die Rächer nicht nur Einblicke in ihr Gefühlsleben, sondern auch in ihre Beziehungen untereinander, sowie ihre größten Erfolge oder auch Niederlagen. Jeder darf dabei zu Wort kommen, und manch einer nutzt dies mehr oder weniger erfolgreich aus. Aber nicht nur lange Vergangenes wird herausgekramt, sondern auch erst kürzlich Geschehenes, in dem sich Helden als wahre Helden beweisen und Kollegen und Freunde über diese Heldentaten sinnieren.

Manche Avengers benehmen sich wie kleine Schulmädchen …

Wie kann man die Rächer besser kennenlernen als in einem Interview? Und wie kann man mehr über seine Helden erfahren, als wenn man sie selbst fragt? Doch will man wirklich alles wissen? Sollten die Helden manchmal nicht doch ein gewisses Geheimnis für sich behalten, um ihren Mythos zu wahren?
Die Idee dieses Interviews gefällt mir sehr gut. Auch die Idee zwischen den Interviewschnipseln kurze Geschehnisse in einer Art Rückblende einzuspielen, finde ich wirklich toll. Und wenn man von der zweiten Hälfte des Heftes absieht, bleibt es auch eher ruhig. Die wirkliche Spannung zieht sich hierbei mehr aus den Erzählungen, als durch imposante Bilder mit gewaltiger Action.

Und der rote Hulk kann doch fliegen …

Auch einem anderen, für mich sehr wichtigen Punkt, wird in dieser Ausgabe ein großer Platz eingeräumt. Das Zwischenmenschliche, welches das Marvel-Universum für mich immer ausgemacht hat. Die sich anbahnende Beziehung zwischen Hawkeye und Spider-Woman, das neidvolle Verhalten von Hawkeyes Ex-Frau Mockingbird, die Frühstücksgewohnheiten des Roten Hulk und Spider-Mans Reaktionen darauf sind unheimlich witzig und spannend.

Rohe Eier sind leider nicht jedermanns Sache. Vor allem Spideys nicht …

Etwas verstörend wirken jedoch diesmal die Bilder von Bachalo auf mich. Nicht grundsätzlich, denn eigentlich bin ich ein großer Freund von Chris Bachalos dynamischen Zeichenstil, aber für diese ruhige Passage ist er einfach die falsche Wahl gewesen. Auch, oder besser gerade, wegen der Tatsache, dass seine Gesichter, allen voran der guten Seele der Rächer, Jarvis, einfach nur lächerlich aussehen. Jarvis wirkt wie ein betrunkener Gossenspriti, den man in einen billigen Anzug gequetscht hat. Dafür sind die Slapstick-Szenen mit dem roten Hulk und Spidey sowie das seltsame Date mit Hawkeye und Spider-Woman kurz vor der großen Pressekonferen zur Verkündung des Wiederaufbaus von Asgard, einfach nur gelungen komisch. Denn wie sich Clint und Jessica hier verhalten, zaubert wohl jedem ein kleines Lächeln ins Gesicht.

FAZIT:

Eigentlich ist Brian Michael Bendis nicht gerade bekannt dafür Teamserien gelungen zu schreiben. Im Gegenteil. Seine Stärke sind im Normalfall die Einzelgänger mit ihren eigenen und manchmal ganz schön großen Problemen, und wie sie ihr Leben bewältigen. Denn nicht umsonst gehört der ultimative Spider-Man zu Bendis größten, erfolgreichsten und sowohl von Kritikern als auch Fans umjubeltsten Werken.
Daher überrascht es mich um so mehr, dass diese Ausgabe in meinen Augen so gelungen ist. Andererseits muss ich auch anerkennen, dass wenn man sich die Ausgabe näher ansieht, Bendis seinen Fokus nur auf einige der Rächer gelegt hat, wohingegen so manch anderer einfach nur blass und eindimensional daherkommt. Aber manchmal ist es eben, wie es ist. Entweder Bendis konzentriert sich nur auf einige seiner Protagonisten und liefert ein akzeptables Ergebnis ab oder er setzt jeden in den Fokus und verkackt dabei die eigentliche Story.
Wenn ich also ehrlich bin, ist mir die erste Möglichkeit, die liebere Wahl und ich habe am Ende ein Heft welches mich weitaus mehr überzeugt, als die letzte Ausgabe des Hauptevents.

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Fear Itself – Nackte Angst #3 [Panini, Januar 2012]

Der nächste Teil von Fear Itself steht bereit. Wie geht der Kampf gegen die Angst weiter? Und dann gibt es auch gleich noch ein wenig zu feiern. Denn dies ist auch gleichzeitig der 500. Artikel den ich auf meinem Blog veröffentliche.

Fear Itself – Nackte Angst #3

Fast alle Würdigen sind gefunden und so bleibt nur noch ein Hammer, der „verteilt“ werden muss. Nach Sin, Juggernaut, Absorbing Man, Titania, Attuma und dem Hulk, hat es nun also auch Ben Grimm erwischt. Doch was haben diese Würdigen außer dem Töten für eine Aufgabe? Und wer ist „Die Schlange“ und weshalb hat er, abgesehen von seiner schmächtigen Statur, so viel Ähnlichkeit mit Allvater Odin? Welches Geheimnis verbindet diese beiden?
Während dessen müssen auch die Agents of Atlas mit ihren eigenen Problemen kämpfen. Denn das was Jimmy und M-11 in der alten Burg in Deutschland entdeckt haben, könnte die Beziehung zwischen Jimmy und Namora ernsthaft gefährden. Wenn nicht sogar das ganze Team …

Die letzten beiden Würdigen.

In einem alles verändernden Event muss es natürlich auch immer ein Märtyrer-Opfer geben. Da macht auch Fear Itself keinen Bogen darum und muss auch diesmal einer der Helden möglichst effektvoll über die Klinge springen. Doch braucht es das wirklich noch um eine Geschichte spannend und dramatisch zu machen?
Ich persönlich kann sehr gut darauf verzichten. Vor allem mit dem Wissen, dass so ziemlich jeder Held, der sterben muss, in naher Zukunft wieder aufersteht, um den bösen Schurken erneut in den Hintern treten zu können. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz der Comics und alleine dadurch, dass dies bereits zu oft praktiziert wurde, verliert es mit zunehmendem Einsatz an Wirkung. Das ist auch in diesem Fall so, denn auch wenn ich den Verlust an sich schade finde, ist es keine Überraschung und trifft mich persönlich auch nicht wirklich.

Ben dreht durch!

Bei den Agents ist die Spannung und Dramatik wesentlich greifbarer, was vor allem an der Beziehung zwischen Jimmy und Namora liegt, und Jimmys Hadern mit seinem Zustand und der Zeit, in der er sich zurechtfinden muss. Fast hat es sogar den Anschein, dass Fear Itself hier nur als Hintergrundgeschichte dient, um das Team besser präsentieren zu können. Mich packt das Team auf jeden Fall am richtigen Nerv, sodass ich gerne wissen möchte, wie es mit den Agents of Atlas weitergeht.

Ehre die Toten.

Anders ist es hingegen wieder mit den zwei Einseitern von Howard Chaykin. Während der Erste mit dem Blick nach Paris stoytechnisch noch ganz interessant ist, fällt der Zweite, in dem es um einen zweifelnden Atlanter geht, mächtig ab. Doch was bei beiden einfach nur grauenhaft ist, sind die Zeichnungen. Wenn eine Frau solch ein Gesicht hätte, wie es Chaykin bei Miss Mignonette Gotlib darstellt, dann wäre die Menschheit sicher schon ausgestorben. So etwas kann man unmöglich schön finden.

Howard Chaykin hat seinen Zenit überschritten, wie man sieht.

FAZIT:

Im Gegensatz zum zweiten Heft, geht es hier wieder ein Stück bergauf, aber o richtig an das was die ersten beiden Ausgaben abgeliefert haben, kommt es noch nicht wieder heran. Vor allem der erneute unnötige Einsatz eines Heldentotes zieht die Ausgabe herunter. Wenn man aber davon absieht, bleibt ein solides Heft mit einer ganzen Menge Action und wieder sehr guten Zeichnungen von Stuart Immonen.
Ansonsten bleibt mir persönlich eigentlich nur die Hoffnung, dass die nächsten Ausgaben wieder etwas besser werden. Zum Glück gibt es ja noch die verschiedenen Tie-Ins, welche das Event entweder unnötig aufblähen, oder aber sinnvoll ergänzen.
Wenigstens wurden in diesem Band die Übersetzungsfehler aus Band zwei korrigiert. Das ist doch schon mal ein Fortschritt.

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Fear Itself #2 [Panini, Dezember 2011]

Der nächste Teil der Fear Itself-Reviewreihe steht bereits in den Startlöchern. Wie entwickelt sich das Event?

Fear Itself #2

Sin hat endlich, was sie wollte. Macht. Verliehen durch einen alten Hammer.

Doch Sin ist nicht die einzige Auserwählte. Denn weitere Hämmer sind an verschiedenen Orten in der gesamten Welt aus den Weiten des Alls eingeschlagen. Und jeder Hammer ist auf der Suche nach einem Würdigen. Aber dies ist nicht das einzige Problem von Steve Rogers. Die gesamte Welt steht vor der Vernichtung einer unbekannten Macht und dies ist für alle Menschen spürbar.
Genau wie Odin. Der Allvater hat mit seiner Gefolgschaft die Erde verlassen und will Asgard aus eigener Kraft wieder aufbauen …
Auch die Agents of Atlas sind inzwischen von den Ereignissen heimgesucht worden und müssen sich ebenfalls mit ein paar von Red Skulls alten Gefolgsleuten herumschlagen …

Die nächsten vier Würdigen …

Bisher ist diese Ausgabe die storytechnisch schwächste. Es passiert einfach zu wenig Relevantes für die Geschichte. Die Ausgabe fühlt sich mehr wie ein Fill-In an, als wie ein wirklicher Teil des Events. Auch die Tatsache, dass hier die Future Foundation rund um Reed schon auftaucht, obwohl Panini zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig von diesen Ereignissen entfernt war und das die Future Foundation sich hier Stiftung Zukunft nennt, ist nicht nur seltsam, sondern unfreiwillig komisch.
Dies scheint aber, wie die Sache mit dem Titel der Geschichte, in dem es „Der Würdige“ heißt, es sich aber faktisch um „Die Würdigen“ handelt, auf einem Übersetzungsfehler zu beruhen, der im Nachhinein vom Lektorat nicht korrigiert wurde.

Chaos bei der Future Foundation.

Besser schneiden dahin gehend die Geschichten im zweiten Teil des Heftes ab. Die Abenteuer der Agents of Atlas sind spannend und wissen auf voller Linie zu überzeugen. Besonders angetan hat es mir persönlich neben der Romanze zwischen Namora und Jimmy Woo, dessen Bewältigung mit dem Leben in der Gegenwart. Ein Teil tragen dazu aber auch die Bilder von Elia Bonetti bei, die mir nur in einem Punkt nicht gefallen. Die Mundpartien sehen irgendwie seltsam aus. Diese haben etwas Liefeld-Mäßiges an sich das Ich persönlich nicht mag. Aber von diesem Punkt abgesehen sind sie eine wahre Augenweide. Die vielen kleinen Details und Schraffuren machen den Eindruck, dass hier ein wirklich begeisterter Zeichner am Werk war.

Der Blitzkrieg geht los!

Weniger gut gefallen mir sowohl von der Story als auch von den Zeichnungen die zwei Seiten, welche vermutlich als eine Art Zwischenspiel herhalten müssen, und von Howard Chaykin verbrochen wurden. Ich habe weiß Gott nichts gegen Chaykin. Er hat viele Meisterwerke in seinem Künstlerleben verwirklicht, aber so wie er aktuell zeichnet, und auch koloriert wird, schmerzt es einfach nur in den Augen. Ganz davon abgesehen ist es storytechnisch so relevant wie die Info welches Toilettenpapier Steve Rogers benutzt, wo wir auch gleich beim besten Verwendungszweck für diese beiden Seiten wären.

FAZIT:

Wenn man mal von dem Zweiteiler mit den Agents of Atlas absieht, dann hätte man sich diese Ausgabe sparen können. Das können leider auch nicht Stuart Immonens wie immer sehr gute Zeichnungen retten. Denn Bilder, die keine, oder wenigstens eine kleine, Geschichte transportieren können, weil einfach keine da ist, sind zwar schön, aber in einem Comic nicht wirklich nützlich. Ich kann ehrlich nur hoffen das dies kein Trend, sondern nur ein Ausrutscher war, denn sonst sehe ich für Fear Itself schwarz.

Tote Atlanter überall …

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini