The Lego Movie [ April 2014, Warner Bros. Picture]

Dominik_AVAKinostart war am 10.04.2014. Bereits der Trailer hat mich überzeugt, ein Kinoticket zu kaufen. Mit Freunden saß ich dann am Freitag zur Primetime (20.15 Uhr) im halbwegs gefülltem Kino in Münster. Erstaunlicherweise saßen im Publikum beinahe gleich viele Kinder und Erwachsene Filmfreunde. Einige Familien mit ihren Kindern, ebenso wie viele Studenten und jung gebliebene, die sich (wahrscheinlich) mit Lego in ihrer Kindheit auseinandergesetzt haben, warteten nun auf den Beginn des Kinofilms. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Film eine FSK 0 bekommen hat, durfte man scheinbar während der Werbung leider keinen „The Amazing Spider – Man 2: Rise of Electro“ Trailer dem Publikum zeigen. Somit sah der Zuschauer lediglich den Schriftzug des Filmes und den damit verbundenen Kinostart am 17. April 2014 über die Kinoleinwand flattern.

Bevor es losgeht, noch eben die Brille für die dreidimensionale Unterhaltung aufsetzen und dann heißt es auch schon abtauchen in die Welt von:

the-lego-movie-posterThe Lego Movie

Emmet ist ein ganz durchschnittlicher unscheinbarer Bauarbeiter, der wie jeder andere auch, seiner Arbeit nachgeht. Dabei befolgt er stets seine Anleitungen, diese helfen ihm dabei, den Tag zu meistern. Doch als Emmet auf der Baustelle auf Wildstyle trifft, nimmt sein Leben eine 180°-Wendung. Nach einer uralten Prophezeiung ist es Emmet, der zum Auserwählten Meisterbauer erwählt worden ist. Er ist somit der Einzige, der in der Lage ist Lord Business daran zu hindern, den mächtigen Kragle auf die Lego Menschheit loszulassen. Der Kragle ist quasi eine Art Superkleber und dann ist es den Baumeistern jener Zeit scheinbar nicht mehr möglich, neue spontane Lego Kreationen zu bauen und entwickeln. Für Lord Business ist die Welt wie sie existiert zu durcheinander und unstrukturiert. Lord Business ist wohl der Meinung, dass diese Lego Welt ein wenig mehr Struktur und Ordnung benötigt. Es kommt, wie es kommen muss und Emmet bricht mit seinen neuen Freunden, darunter Wildstyle, Batman, der Zauberer Vitruvius sowie zahlreiche andere interessante Figuren auf, um Lord Business das Handwerk zu legen und die Prophezeiung zu erfüllen …

Lego, wer kennt diese Spielsteine nicht? Beinahe jeder, egal ob jung oder alt, ist während seines Lebens sicherlich mal mit diesen Steinen in Berührung gekommen. Endlich kommt ein ganzer Film aus diesen Steinen in Spielfilmlänge (1. Stunde und 40 Minuten) in die Kinos. Legospielsteine bieten ungeahnte Möglichkeiten der Kreativität. Noch eben ein Flugzeug, gleich eine Rakete und etwas später ein unsichtbares Raumschiff; Lego macht es möglich. Der Kreativität und der Fantasie sind wohl kaum Grenzen gesetzt und genau dies bemerkt der aufmerksame Zuschauer bereits zu Beginn des Films. Eine ganze Lego Stadt erwacht zum Leben. Hier ist wirklich alles, aber wirklich alles, aus Lego gebaut. Während der Flucht schaffen es Wildstyle und Emmet ein eindrucksvolles Motorrad aus herumliegenden Einzelteilen, oder mal eben schnell ein Retro Gleiter zu bauen.
Selbst das Meer ist komplett aus Lego, ebenso wie das Wasser aus der Dusche. Das sieht wahrlich schon verdammt cool aus und hat mich sehr beeindruckt.

Emmet seine Couch

Emmet auf seiner Couch

Hinzu kommen die coolen Charaktere, die diesen Film enorm unterhaltenswert machen. Emmet wirkt stets cool und sympathisch, Wildstyle und Batman haben es echt drauf und sorgen für den ein oder anderen Hingucker. Der alte Zauberer Vitruvius weiß mit der Prophezeiung umzugehen, er ist quasi ein weiser cooler Typ mit taufrischen Sprüchen. Lord Business ist ein typischer Bösewicht. Ich finde ihn wirklich nicht sympathisch, nicht wirklich cool, einfach einen Bösewicht so, wie ihn ein Film wie dieser eben braucht, um zu funktionieren. Richtig cool ist, dass einige Gastcharaktere ihren Auftritt in diesem Movie haben, unter anderem die Turtles, Das Gespenst, Supermann, Wonder Woman und Green Lantern. Neben diesen Lizenzfiguren wurden auch eigens für diesen Movie Charaktere erschaffen, sowie zum Beispiel das immer fröhlich wirkende Einhornkätzchen.

Zum Ende des Filmes sieht der Zuschauer die Lego Welt einmal anders, nämlich aus der Sicht eines jungen und eines Erwachsenen Menschen (echte Menschen). Für den Film wichtige Schlüsselszenen werden so gekonnt miteinander verbunden, die Realität und die Lego Welt kombinieren sich einander und ergeben einen interessanten schlüssigen Mix.

Die Musik hat absolut Ohrwurmcharakter, allen ernstes höre ich mir die Titelmusik gerade die ganze Zeit an. Nun, leider gibt es den Song noch nicht auf Deutsch bei Youtube, aber das englische „Everything is awesome“ tut’s ebenfalls!

Lego Crew

Die Lego Crew

Allein durch dieses Lied bekommt der Zuschauer einen enormen Schub an Freude auf das Gesicht geschrieben. Es fällt wahrlich sehr schwer, sich dem Charme des Filmes zu entziehen. Das liegt vor allem an den Running Gags bzw. den Witzen, die im Hintergrund ablaufen. Interessant in diesem Zusammenhang sind auch kleine Pointen und Witze, die nicht unmittelbar aufgelöst werden, sondern erst ein bis zwei Szenen später.
Der Film steht für kreatives freies Bauen einer Welt aus Legosteinen. Ebenso steht er aber auch dafür, nach Anleitung zu bauen. Wie, als ob man mit echten Legosteinen spielt. Sehr gut gefällt mir, dass der Zuschauer nicht darauf hingewiesen wird, Lego Produkte zu kaufen. In einer Szene werden jedoch auf sehr kluge interessante Weise einige Lego Produkte beworben. Das ist jedoch wiederum so cool gemacht, dass es gar nicht weiter auffällt.
Wie gesagt, als ich das Meer komplett aus Lego gesehen habe, stand mir das Staunen im Gesicht geschrieben. Der gesamte Animationsstil ist schier unglaublich gemacht. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie die Macher dies wohl vollbracht haben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wirklich alles aus Lego gebaut worden ist, sicherlich hilft hier und dort eine gewisse Technik nach und lässt für den Zuschauer diesen Lego Effekt zurück. Das Gefühl von „Stop and Go“ kommt bei den Lego Figuren äußerst gut zum Tragen.

Ebenfalls interessant dürften die Originalstimmen der einzelnen Figuren sein:

  • Chris Pratt spricht Emmet
  • Elizabeth Banks spricht Wildstyle
  • Will Arnett spricht Batman
  • Will Ferrell spricht President Business
  • Morgan Freeman spricht Vitruvius
  • Bad Cop spricht Liam Neeson

Der dreidimensionale Effekt hat sein übriges für eine brillante Filmunterhaltung beigetragen.
In auserwählten Kinos hat der Filmfreund die Möglichkeit, etwas Geld zu sparen und sich diesen Film auch ohne die Brille für den dreidimensionalen Effekt anzuschauen. Nun, ich finde jedoch dass sich der Film in 3D wirklich lohnt. Hätte ich ihn ohne diesen Effekt mir angeschaut, wäre er sicherlich auch cool gewesen, aber eben nicht so cool wie halt in 3 D. Das muss aber letztendlich auch jeder selber für sich entscheiden, vor allem wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Viele Szenen, in denen es knallt und kracht, sind dermaßen rasant geschnitten, dass es dem Zuschauer mitunter etwas schwer fallen mag, allem beim ersten Mal Schauen zu folgen. So erging es mir zwischenzeitlich, in ein paar eindrucksvoll in Szene gesetzten Lego Schlachten zwischen Emmet und Lord Business mit seiner Crew. Am liebsten hätte ich eine Fernbedienung in der Hand und könnte mir den Film etwas langsamer anschauen. All die interessanten Legosteine und versteckten „Gimmicks“ bewundern die mitunter erst nach dem zweiten Mal anschauen sich dem Zuschauer offenbaren.

Ich kann Lego – The Movie jedem jung gebliebenen Lego Freund empfehlen! Wer sich gar nicht mit Lego anfreunden kann, der wird auch kaum Freude an diesem Film haben.
Unterhaltsam ist dieser Film auf jeden Fall! Selten schafft es ein Film ab 0 Jahren, der eher für Kinder ist (meint man vielleicht), ebenso Erwachsene zu begeistern. Egal ob jung oder Alt, Kreativität und Fantasie sind, in diesem Movie kaum Grenzen gesetzt. In diesem Sinne, ich hatte beinahe durchgehend ein wohlergehendes Lächeln und Schmunzeln im Gesicht …

Copyright aller verwendeten Bilder © 2014 Warner Bros. / Lego

Lego MovieINFO:

Studio: Warner Bros. in Association with Village Roadshow Pictures and Lego
Land: USA
Budget: ca. 60.000 US-Dollar
Laufzeit:  ca. 100 Minuten
FSK:  0
Regie:  Phil Lord, Christopher Miller
Sprecher:  Emmet (US: Chris Pratt / DT: Patrick Schröder), Batman (US: Will Arnett / DT: David Nathan), Green Lantern (US: Jonah Hill), Wonder Woman (US: Cobie Smulders), Superman (US: Channing Tatum), Wyldstyle/Lucy (US: Elizabeth Banks / DT: Claudia Urbschat-Mingues), Vitruvius (US: Morgan Freeman / DT: Klaus Sonnenschein), Bad Cop (US: Liam Neeson / DT: Bernd Rumpf), Lord Business / Präsident Business (US: Will Ferrell / DT: Stefan Staudinger), Metalbeard (US: Nick Offerman), Shaquille O’Neal (US: Shaquille O’Neal)

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