Stephen King – Der dunkle Turm (Roman) Band 1 bis 5 [Heyne Verlag, 2003 – 2014]

Dominik_AVA„Der Dunkle Turm ist das wichtigste Werk meines Lebens“
Stephen King

Acht Bände umfasst die Saga um den Revolverheld Roland Deschain auf der Suche nach dem Dunklen Turm.
Die einzelnen Bände enthalten weniger Horrorelemente (was man von Stephen King nicht unbedingt vermutet), dafür mehr Fantasy, Western und etwas Science-Fiction.
Insgesamt haben alle Bände einen Umfang von über 5600 Seiten.
Ein wahres Mammut Werk also, welches Stephen King über mehr als 30 Jahre geschrieben hat. Wenn man einmal angefangen hat, kommt man nicht mehr so schnell aus Roland seiner Welt heraus. Die Hauptcharaktere (Roland, Susannah, Susan Delgado, Jake, Eddie, Oy) welche dem Leser nach und nach näher beschrieben werden, wachsen einem so sehr ans Herz, dass man wirklich wissen muss, was es mit dem Dunklen Turm letztendlich auf sich haben mag.
Über eine mögliche Filmadaption wird schon seit geraumer Zeit gesprochen, Comics (Splitter/Panini) gibt es zu den Büchern ebenfalls. Neben der Kernhandlung, die diese Reihe abdeckt, gibt es noch weitere Nebenschauplätze in Form von Kurzgeschichten und Romanen. So zum Beispiel das Buch Brennen muss Salem, welches ein Teil der Geschichte von Pater Donald Callahan näher beleuchtet.
Ich möchte den Inhalt der ersten fünf Bände dem Leser in diesem Bericht näher bringen (möglichst ohne zu Spoilern). Weiterlesen

Saga Nr. 1 [Cross Cult, August 2013]

Immer wieder gibt es Comicserien, deren guter Ruf sehr schnell über den großen Teich nach Deutschland kommt. Und dann gibt es Serien die dauern ein klein wenig, bis sie hier überhaupt jemand kennenlernt, wenn er oder sie nicht gerade eingefleischter US-Leser ist. Eine dieser Serien, die eben sehr schnell für ihre Qualität bekannt wurde, und auch dementsprechend bereits ausgezeichnet wurde, ist Saga von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Sehr schnell hatte sich daher Cross Cult die Rechte gesichert und seit Kurzem ist der erste Band in deutscher Sprache erhältlich. Ob sich die Vorschusslorbeeren lohnen oder nicht, könnt ihr jetzt hier nachlesen …

Saga Nr. 1

Eine Geburt ist fast immer ein freudiges Ereignis. Doch manchmal kann es auch Probleme mit sich bringen. Zum Beispiel dann, wenn die zwei Liebenden verschiedenen Stämmen angehören. Als sich die junge Soldatin Alana vom Planeten Landfall in den Krieger Marko vom Mond Ranke verliebt, beginnt eine aufregende Liebesgeschichte an dessen Beginn die Geburt der gemeinsamen Tochter Hazel steht. Dass sich diese beiden gefunden haben, wird von den beiden gegnerischen Parteien nicht gerne gesehen und so wird eine gnadenlose Jagd auf die junge Familie gestartet. Aber Alana und Marko haben nicht nur Feinde, sondern finden auch sehr schnell Freunde und Unterstützung. Dennoch wird das Leben auf der Flucht vor dem Militär, der Regierung und Söldnern, alles andere als leicht …

Ist sie nicht süß?

Ist sie nicht süß?

Brian K. Vaughan ist nicht nur ein mit dem Eisner-Award ausgezeichneter Autor, sondern auch ein Ausnahmetalent. Dies konnte er bereits durch seine Arbeit an „Y: The Last Man“ unter Beweis stellen. Bei Saga zeigt er erneut, dass ausgefeilte Charaktere, sympathische Figuren, filigrane Welten und mitreißende sowie actiongeladene Spannung bei ihm kein Zufall sind. Er nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und führt ihn sorgsam in eine Welt ein, die faszinierender kaum sein könnte. Wer hinter Saga einfach nur eine von vielen und typischen Science-Fiction-Serien vermutet, wird enttäuscht werden. Vielmehr ist Saga eine bunte und gelungene Mischung aus Science-Fiction, Fantasy, Comedy und Romantik mit einer ganzen Portion Action. Vaughan führt den Leser nicht einfach nur an der Hand durch ein buntes Abenteuer. Nein, er wirft ihn in eine chaotische und liebenswerte Welt und lässt ihn sich darin selbst zurechtfinden. Und dies funktioniert von Anfang, bis Ende sehr gut.

Königlicher Sex.

Königlicher Sex.

Nicht ganz unbeteiligt an diesem Erfolg, der Serie, sind natürlich auch die grandiosen Zeichnungen der Kanadierin Fiona Staples. Sie mischt klassische Science-Fiction-Elemente mit Fantasy und erschafft so neue Figuren, die einem dennoch irgendwie bekannt vorkommen. Ihr Artwork ist detailliert, ohne sich dabei in Kleinigkeiten zu verlieren. Sie scheut sich auch nicht, sowohl Gewalt, als auch Sexualität explizit darzustellen, wenn sie notwendig ist. Dennoch sind diese Elemente niemals nur Mittel zu Zweck. Vielmehr sollen sie die Geschichte unterstützen und farblich ausschmücken.
Apropos Farben. Staples bevorzugte Farbpalette sind die Erdfarben, und das merkt man auch an Saga. So dominieren die ruhigen und sanften Erdtöne. Dennoch lässt es sich die junge Frau nicht nehmen auch mit poppigen und knalligen Farben zu experimentieren, um den Fantasy-Science-Fiction-Charakter der Serie zu unterstreichen. Aber dabei achtet sie stets darauf, keinen bunten Farb-Brei zu fabrizieren und den Leser damit zu verwirren.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

FAZIT:

Es gibt nur wenige Serien, bei denen man sagen kann, dass man etwas verpasst, wenn man sie nicht liest. Saga ist eine davon. Wer schon immer eine Serie gesucht hat, die anders und trotzdem faszinierend ist, der sollte bei Saga unbedingt zuschlagen. Diese Serie hat einfach alles zu bieten, was eine gute Geschichte benötigt. Sympathische Figuren, spannende Geschichten und atemberaubende Welten. Auch wenn man, wie ich, mit Science-Fiction nicht so sehr viel anfangen kann, wird an Saga seine Freude haben. Eben genau deshalb, weil es nicht typisch Science-Fiction ist, sonder sehr viel mehr bietet. Und dieses Mehr, darf man sich in diesem wunderbaren Hardcover, welches ein wenig größer ausfällt, als das Cross Cult-typische Format, wie man es unter anderem von The Walking Dead kennt, sehen lassen. Zwar fällt das Zusatzmaterial mit „nur“ einem Interview mit Fiona Staples eher dünn aus, aber dennoch ist der Band seine 22 Euro ohne Einschränkungen wert.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Image Comics / Cross Cult

Welten des Schreckens #6 [Weissblech, Dezember 2012]

Dominik_AVAEndlich mal wieder habe ich mir die Zeit für ein frisches Weissblech Heft genommen. Diesmal ist es die aktuelle Welten des Schreckens Ausgabe Nummer sechs.

Viel Spaß beim lesen.

Welten des Schreckens #6

Geschichten:
Welten des Schreckens 6

Wenn Toltemeki träumt
Autor: Levin Kurio
Zeichner: Kolja Schäfer

Tag X
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Sie kommen in Frieden!
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Von Menschen und Göttern
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio

Widerstand ist zwecklos!
Autor, Zeichner: Levin Kurio
Colorist: Marte Kurio-Deiterding, Levin Kurio

…Ungeziefer!
Zeichner: Lep
Autor, Colorist: Levin Kurio

Diese Ausgabe ist im Dezember 2012 erschienen, kurz vor dem 21.12.2012.
Aus aktuellem Weltuntergansanlass befasst sich diese Ausgabe explizit mit Aliens. Was, wenn SIE kommen? Erfahrt das und mehr in diesem apokalyptischen Alien – Invasions – Extra!

Wenn Totemeki träumt, in dieser Geschichte geht es um ein primitives Volk, welches eine seltsame Entdeckung macht. Kukulcan, ein außerirdischer (oder Gott?!) ist mit seinem Raumschiff abgestürzt. Er macht sich das primitive Volk zu seinen Untertanen, so dass diese ihn verehren und vergöttern. Durch Opfergaben ergeben sich für Kukulcan Möglichkeiten den Menschen zu studieren.  Das Volk wächst, bis Kukulcan seine Arbeit auf der Erde erledigt hat und wieder ins All verschwindet.

Als ich diese erste Geschichte (alleinstehend für sich?!) gelesen habe,  wirkte ich zuerst etwas enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, irgendeine Pointe oder etwas was mich fasziniert. Nun ich habe weitergelesen und wurde eines besseren belehrt.

Tag X hat mich anfangs ein wenig an Tomb Raider oder Indiana Jones erinnert. Zumindest  strömte zu Beginn dieser Geschichte dieses typische Indiana Jones/ Tomb Raider Feeling auf mich aus. Das empfand ich als ziemlich cool. Und schon ein paar Seiten weiter wurde mir klar, dass die erste Geschichte mit dieser hier zusammenhängt. Das wiederum machte es umso interessanter und auch spannender.

In Tag X und Sie kommen in Frieden!, strömen die Aliens auf die Erde. Und schon bald wird einem klar, dass Kukulcan wieder aufgetaucht ist. Kukulcan gehört zu dem Volk der Hunab. Aber schon lange bevor das Volk Hunab die Erde betreten hat, wussten die Faal bereits Bescheid.

In von Menschen und Göttern geht es um genau diesen Konflikt der zu beginnen droht.
Die Aliens (Götter?!) und die Menschen fangen an sich zu bekriegen. Was genau hat es mit den Faal auf sich? Aliens und Menschen verbünden sich, doch kämpfen die Menschen auf der richtigen Seite?

In Widerstand ist zwecklos! wird alles zunichte gemacht. Diese Story ist absolute Kriegsstory. Schlachten, Explosionen und Aliens. Zu guter Letzt sollen die Menschen die Erde auch noch aufgeben!

Als mir klaIMG_0001r wurde, dass alle Geschichten  miteinander verknüpft sind, empfand ich große Freude beim lesen.

Am besten hat mir der Schluss der letzten Geschichte … Ungeziefer! gefallen.
Hier wird einmal mehr deutlich, wie sehr die Sichtweise der Dinge die Situation verändern kann. Absolut klasse. Genau das habe ich mir anfangs bei der ersten Geschichte gewünscht. Genau dieses Erlebnis von „Aha, so ist das, oder Wow, krass, hätt ich nicht gedacht…“
Mit diesem genialem Abschluss, der alle Geschichten miteinander verbindet, schafft es das Heft einen nachhaltigen Eindruck auf den Leser zu bewirken.  Und somit bin ich vollends mit der aktuellen Weissblech Ausgabe Welten des Schreckens #6 zufrieden.

Zeichnerisch ist alles wie gehabt. Wer Horror Schocker Ausgaben kennt, oder auch andere Welten des Schreckens Ausgaben, der weiß was einen hier in zeichnerischer Hinsicht und Qualität erwartet. Dennoch wirken die Zeichnungen stellenweise etwas plump, verbreiten jedoch diesen typischen coolen und vor allem zur Geschichte passenden Trash Charme. In dieser Ausgabe gibt es genügend Action, Dramatik und Sozialkritik, ja gar Satire ist vorhanden.

Alle Weltuntergansfreunde dürften an diesem Comic Heft  freudig erregt mit den Aliens kommunizieren und weitere Welten des Schreckens Ausgaben bei der nächsten Comic Bestellung ordern.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Weissblech Comics.