Weihnachtsreview-Special 2019: Spider-Man und die Avengers: Weihnachtsgeschichten

Eigentlich ist dieser schicke Hardcoverband bereits letztes Jahr im Oktober erschienen, aber aufgrund Lieferverschiebungen und meiner knappen Freizeit habe ich es letztes Jahr einfach nicht geschafft ihn zu reviewen, was ich dieses Jahr natürlich nicht wiederholen wollte. Daher folgt das Review mit einem knappen Jahr Verspätung aber dafür umso herzlicher.
Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten.

Spider-Man und die Avengers: Weihnachtsgeschichten [Oktober 2018]

Autor: Jeff Parker, David Michelinie, Darwyn Cooke
Zeichner: Reilly Brown, Todd McFarlane, Darwyn Cooke
Format: Hardcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Amazing Spider-Man (1963) 314, Marvel Holiday Special (1991) 2005 (II) & Spider-Mans Tangled Web (2001) 21
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro Weiterlesen

JL8 Special #118

Wer meinem Blog nicht nur hier, sondern auch auf Facebook folgt, weiß es schon ein wenig länger …

Quelle: Wikipedia
© Luigi Novi

Am 14. Mai erlag der sympathische kanadische Zeichner Darwyn Cooke seinem Krebsleiden im Alter von nur 53 Jahren. Neben seinen Arbeiten im Comicbereich zu denen unter anderem DC’s „Before Watchmen: Minutemen“, „Batman: Ego“, „Selinas Big Score“ und einzelne Ausgaben von „52“ (für deren 5. Ausgabe er um die Geschichte des Privatdetektivs Slam Bradley einen Eisner Award als bestes Einzelheft erhielt), sowie „X-Force“ und „Spider-Man: Tangled Web“ für Marvel, gehören, war er auch als Storyboardkünstler für Warner, zu denen auch DC Comics gehört, tätig.. Hier schuf er unter anderem Storyboards für die sehr erfolgreichen Serien „Batman: The Animated Series“, „Superman: The Animated Series“, „Batman Beyond“ und „Men in Black: The Series“. Sein Retro-Stil stach aus der Menge an Zeichnern heraus und schon jetzt bekunden sehr viele seiner Kollegen ihr Beileid via Twitter und Facebook. Auch Yale brachte mit dem heutigen Bild seine Anteilnahme zum Ausdruck und gedenkt somit dem Mann, den man selten ohne sein schelmisches Grinsen sah.

Ruhe in Frieden

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Before Watchmen: Minutemen [Panini, Juni 2013]

Heute gibt es gleich zwei Reviews zu den Before Watchmen Bänden von Panini. Den Anfang machen die Minutemen …

Before Watchmen: Minutemen

Schon vor den Watchmen, gab es Helden, die über die Schwachen und Hilflosen wachten. Dies waren die Minutemen, und dies ist ihre Geschichte. Zumindest aus der Sicht, des ersten Nite Owl, Hollis Mason. Um seine Abenteuer mit den Minutemen zu verarbeiten und auch seine Seele von vielen Dingen zu befreien, die ihn belasten, schreibt er ein Buch. Es ist 1962 und sein Buch ist fertig. Doch nicht nur sein Agent, sondern auch seine Freunde, zumindest diejenigen, die noch leben, machen ihm klar, dass sein Buch in dieser ersten Fassung nicht funktionieren kann. Zu viel Wahrheit aus nur einer Sichtweise würde das Ansehen der Minutemen zerstören. Ganz davon abgesehen, dass seine eigene Sichtweise niemals das komplexe und große Ganze erfassen könnte. Und auch wenn die vielen Handlungen, von denen einige fragwürdig und im Nachhinein sogar falsch waren, einen Großteil seines Buches ausmachen, sind diese nicht die einzige Zutat. Auch das Miteinander der Minutemen thematisiert Mason und bringt dadurch Geheimnisse ans Licht, die besser verborgen bleiben sollten …

Die guten, alten Zeiten.

Die guten, alten Zeiten.

Was braucht es, um die Vorgeschichte der Minutemen in das richtige Licht zu rücken? Drama, Action, Thrill, Liebe, gut ausgearbeitete Charaktere, faszinierende Orte, Sex und Gewalt? Mit Sicherheit. Doch was nützen die besten Zutaten, wenn der Autor nur Murks fabriziert? Nichts. Und deshalb ist auch Darwyn Cooke genau der richtige Mann um sich der Vergangenheit der ersten Heldengruppe des Watchmen-Universums anzunehmen. Er schafft es genau die richtigen Zutaten in der perfekten Dosierung zusammenzumischen und somit eine Geschichte zu präsentieren, die dem großen Vorbild von Alan Moore und Dave Gibbons würdig ist. Denn nicht nur die Story stammt aus der Feder von Cooke, sondern auch die Zeichnungen.

Weibliche Helden sahen schon damals gut aus.

Weibliche Helden sahen schon damals gut aus.

Um seine Geschichte von Freundschaft, Heldenmut, Tragödie, Liebe und Enttäuschung umzusetzen, entschied sich Cooke für einen gewissen „Retro“-Stil. Das Artwork erinnert bereits auf den ersten Seiten an Comics aus den fünziger bis siebziger Jahren. Dicke und dominante Linien rahmen große Flächen ein, in die Kolorist Phil Noto zumeist eine, einzige Farbe setzt und diesen mit ganz wenigen Schatten dennoch unheimlich viel Leben einhaucht. Dadurch entsteht eine unglaublich dichte Atmosphäre, die sich sofort auf den Leser überträgt.

Eigentlich ein Maskottchen und trotzdem ein Held, Dollar Bill.

Eigentlich ein Maskottchen und trotzdem ein Held, Dollar Bill.

FAZIT:

Wenn man schon einen Klassiker um weitere Abenteuer, Prequels, Sequels oder was auch immer erweitern möchte, dann sollte es wie hier passieren. Die Geschichte und das Artwork sollten dem großen Vorbild würdig sein, es aber dennoch nicht kopieren. Die Geschichte sollte sowohl mit dem zu verbindenden Werk funktionieren, als auch komplett eigenständig lesbar sein. Dies schafft Before Watchmen: Minutemen perfekt und stellt somit einen gelungenen Start für die Before Watchmen-Reihe dar. Wer ein großer Watchmen-Fan ist, oder erst durch den Film auf dieses Werk aufmerksam wurde und das Original von Moore und Gibbons noch nicht kennen sollte, sollte unbedingt diesen Band Probe lesen.

Silhouette. Eine der faszinierendsten Figuren dieses Bandes.

Silhouette. Eine der faszinierendsten Figuren dieses Bandes.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 DC Comics / Panini

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