Okay, eigentlich sollten diese beiden Reviews schon letzte Woche online gehen, aber irgendwie kommt halt immer etwas dazwischen, wenn man etwas plant. Aber was solls. Jetzt isses fertig und ihr könnt es lesen, wenn ihr denn wollt. Ansonsten schauts euch halt einfach die Bilder an. 😀
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Review Kurzüberblick (17) (Spawn Nr. 108 & 109)
Auch bei Spawn versuche ich ein wenig Boden gutzumachen und das wird in diesem und dem nächsten Review-Kurzüberblick passieren mit den Ausgaben 108 bis 111. Mit Ausgabe 108 hat Panini den Rhythmus und das Format umgestellt, da die Umsätze bei den Heften nicht mehr so berauschend waren. Hefte haben leider im Comicvertrieb eine nicht ganz so hohe Halbwertzeit wie Softcover, die auch später noch problemlos verkauft und auch nachgeordert werden können. Diesmal sind 108 und 109 dran, und voraussichtlich nächste Woche dann die anderen beiden. Damit müsste ich eigentlich einigermaßen aktuell sein. Jetzt sind nur noch circa 20 andere Serien im Rückstand …
Review Kurzüberblick (4) (Spawn Nr. 102 & 103)
Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit zwei Ausgaben Spawn weiter …
Spawn #100 [Panini, April 2012]
Nach einer etwas größeren Pause geht es heute mit Spawn weiter. 100 Hefte in Deutschland und das feiert Panini natürlich auch standesgemäß…
Spawn #100
Noch immer ist nicht so ganz klar was Jim als neuer Träger des Spawn-Kostüms eigentlich sein soll, oder überhaupt kann. Und noch mysteriöser wird es als er es schafft von Twitch ein paar Infos über seinen Vorgänger zu erhalten, denn dies stillt seine Neugier bei Weitem noch nicht. Als dann auch noch eine besessene Krankenschwester sich über Twitchs Partner Sam hermacht und der neue Polizist Detective Rowand es mit mehreren Schüssen auf dieses „Wesen“ nur gerade so verhindern kann wird es nur noch undurchsichtiger …
Seit dem neuen Team insbesondere dem Zeichner Szymon Kudranski hat es Spawn nicht leicht. Sehr viele negative Stimmen machen sich breit, Leser verlassen die Serie und Abos werden gecancelt. Aber warum? War Spawn nicht schon immer eine Serie, die anders war als alle anderen? Hat Spawn nicht schon immer die Leser gespalten? War es nicht so das Todd McFarlane mit seinen ausgewählten Autoren und Zeichnern schon immer ein gutes Näschen bewiesen hat?
Für mich persönlich kann ich genau dies mit „Ja!“ beantworten. Und ebenfalls sehr gut gefallen mir das neue Team und die Richtung, die eingeschlagen wird. Spawn entwickelt sich wie jede andere US-Superheldencomicserie weiter und dies ist zumindest für mich ein durchaus positiver Punkt.
Doch warum spaltet Spawn derzeit so extrem die Lager? Zum einen liegt dies am Zeichner Szymon Kudranski, der mit seinem wirklich außergewöhnlichen Stil viele alteingesessene Fans überrascht zu haben scheint. Dies ist schon ein wenig seltsam, denn Spawn hatte schon einige Zeichner, die nicht gerade willkommen geheißen wurde. Da reicht es schon, Namen wie Angel Medina und Brian Haberlin zu nennen.
Kudranskis Stil ist besonders und ganz besonders düster. Sehr viele schwarze oder zumindest dunkle Seiten prägen das Gesamtbild, immer wieder durchbrochen von kleinen aber dafür fast gleisenden Lichtern. Oftmals wird von vielen Kritikern angebracht das hierdurch Details verloren gehen, nicht zu erkennen sind, oder oftmals sogar fehlen würde. Doch wenn man sich die Zeichnungen im richtigen Licht genau ansieht, dann erkennt man sogar sehr viele Details, man muss die Bilder nur im rechten Licht betrachten. Auch Licht ist hierbei ein sehr gutes Stichwort. Denn auch die Farbgebung unterstützt Kudranskis mysteriösen Stil sehr gut und der Einsatz von Computereffekten wie Weichzeichner oder Leucht- und Glanzeffekte wird glücklicherweise auch nicht übertrieben.
Und genau wie mit den Bildern ist es auch mit der Geschichte. Denn wenn man sich so die Bilder ansieht, dann erkennt man gewisse Parallelen zu der Geschichte. Ist nicht auch Jims Vergangenheit im Dunkel verborgen? Kann man mehr über Jim erfahren, wenn man sich ihn und sein Handeln im rechten Licht betrachtet? Könnten die Bilder auch ein Stilmittel sein, um Jims geistigen Zustand wieder zuspiegeln?
Ich persönlich würde dies durchaus alles mit „Ja“ beantworten. Spawns aktueller Weg ist mysteriös und düster und nur nach und nach wird es stückchenweise heller, indem alte Rätsel offengelegt und gelöst werden. Aber dann tauchen wieder neue Rätsel auf die wieder ein Stück Finsternis bringen.
FAZIT:
Das augenscheinliche Durcheinander und die Ungewissheit, rund um und gerade über Jim, wird weiter ausgebaut. Dabei findet aber an der Figur keinerlei weitere Charakterisierung statt. Dies ist noch ein großes Manko, denn ich denke oder hoffe zumindest, dass Jim als Nachfolger von Al durchaus noch einiges an Potenzial bietet. Hier ist es in der Pflicht des Autors Jim noch mehr charakterliche Tiefe zu verleihen, als nur den Nachfolger zu präsentieren und ihm einen Wunderheilerstatus zu aufzudrücken.
Da es sich hierbei auch noch um ein Jubiläumsheft handelt, hat sich Panini nicht lumpen lassen und gleich mehrere Möglichkeiten der Zelebrierung ermöglicht. Eines davon ist ein durchaus interessantes Interview mit dem Charakter- und Serienschöpfer Todd McFarlane in dem Er ein wenig aus seiner Vergangenheit und der Zukunft von Spawn inklusive dem möglichen nächsten Film plaudert. Die andere Möglichkeit sind zwei Variantcover, welche relativ einfach mit Variant A und B betitelt wurden. Dennoch sind beide gelungen und so muss letzendlich Euer Geldbeutel und Euer Geschmack entscheiden, welche Version Ihr wählt.
Variantcover A
(666 Exemplare)
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„Spawn #97“ [Panini, Juli 2011]
„Spawn #98“ [Panini, Oktober 2011]
„Spawn #99“ [Panini, Januar 2012]
Spawn #99 (Panini, Januar 2012)
Spawn #99
Nach der „Wunderheilung“ an einem Reporter sind Sara und Jim spurlos verschwunden. Auch Twitch der noch immer an Sams Krankenbett die Stellung hält und aus den Nachrichten von dem „Heiland“ erfährt, sieht darin die Chance Sam zu retten. Sofort macht er sich auf die Suche nach Al Simmons ohne von dessen Schicksal zu wissen. Auch Jim bzw. das Kostüm hat sich in die alte Alley zurückgezogen und trifft dort auf ein paar nicht zu unterschätzende Gegner…
FAZIT:
Ab dieser Ausgabe kommt zu den bisher einigermaßen ruhigen Passagen die extreme Action dazu in derer Spawn mal wieder ziemlich heftigen Gebrauch von seinem Symbionten macht. Doch auch wenn Al schon einiges mit dem Kostüm veranstaltet hat so scheint Jim schon jetzt eine gewisse Stärke (oder vielleicht auch eben nicht) zu besitzen. Was Jim gegenüber auf jeden Fall zu fehlen scheint (und das obwohl Al Soldat war) ist eine gewisse Hemmschwelle was die Anwendung von Gewalt betrifft. Denn obwohl Jim einerseits als Heiland auftritt ist er in seiner Rolle als Spawn das genaue Gegenteil, ein skrupelloser Todbringer.
Insgesamt eine Klasse Mischung aus Action und Dramatik, die mich schon neugierig auf die Jubiläumsausgabe #100 macht.
Spawn #98 (Panini, Oktober 2011)
Spawn #98
Das Interview hat Jim leider nicht sehr viel gebracht, ausser das er vor laufender Kamera einen behinderten Jungen geheilt hat. Das sorgt natürlich für eine Menge Aufsehen und auch dazu das alle Personen in Jims Umfeld plötzlich für die Presse interessant werden. Dieser Paparazzi-Auflauf sorgt leider dann auch dafür das Jim beinahe einen Fehler begeht, als es auf ihn ankommt. Auch was seine Vergangenheit angeht kommt Jim auf ungewohnte Art und Weise weiter…
FAZIT:
Das neue Dreamteam zaubert weiter. Ist zwar eine ziemlich Großspurige Aussage, aber es trifft so ziemlich das was Spawn derzeit bei mir hervorruft. Es wird düsterer, härter und realistischer. Spawn wird endlich das, was er zumindest seinem Aussehen und Auftreten nach wohl schon immer sein sollte. Ein ungezügelter Kämpfer der seinen eigenen Weg unbeirrbar und direkt geht ohne auf Verluste zu achten und dennoch irgendwie ein Mensch geblieben ist. Bisher zumindest…!
Spawn #97 (Panini, Juli 2011)
Spawn #97
Jim Downing ist noch immer ein Unbekannter. Weder er selbst weiß wer er ist, nochirgendjemand anderes scheint ihn zu kennen oder früher gekannt zu haben. Das will Jim ändern indem er in einer landesweiten Talkshow auftritt in der Hoffnung so Infos von irgendjemandem aus Amerika zu bekommen. Doch das Interview ist nicht das einzige das Jim belastet. Kurz vor dem Interview muss Jim die Bekanntschaft eines mysteriösen Mannes machen, der behauptet Informationen über Jim und sein früheres Leben zu besitzen…
FAZIT:
Das neue Team im Leben des Spawn bringt frischen Wind und sehr viel Finsternis mit. Sowohl grafisch als auch erzählerisch werden neue Wege eingeschlagen. Nach der großen Prügelorgie in der US-#200 wird es ruhiger und textlastiger. Doch ich muss sagen mir persönlich gefällt es sehr gut. Jims Vergangenheit ist zwar nach wie vor eine riesiges Rätsel, aber ein interessantes.
Auch die Zeichnungen gefallen mir sehr gut. Szymon Kudranskis Stil ist nicht wirklich neu und sehr düster, passt aber perfekt zur aktuellen Situation um die arme verlorene Seele.

