Michi Diers „259x Condors Die Spinne“ geht in den Nachdruck

Im Mai 2012 erschienen, und bereits seit Herbst 2013 restlos ausverkauft. Für ein Buch, das im Eigenverlag erschienen ist, klingt das doch sehr positiv. Damit aber auch all diejenigen in den Genuss der Fanpublikation kommen können, die bisher keine Chance hatten, wird der erste Band noch einmal nachgedruckt. Aber alle Interessierten müssen sich beeilen, denn auch der Nachdruck wird nur in geringer Auflage erscheinen und ist bereits gut vorbestellt worden.

259x Spinne 1

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann sich die Artikel zu Band 1 und Band 2 hier auf dem Blog noch einmal durchlesen. Beide Bände werden nach wie vor zum Selbstkostenpreis für ca. 30 Euro (zzgl. Versand) abgegeben, ohne dabei einen Gewinn zu erzielen.

259x Spinne 2

Des Weiteren gibt es seit kurzem den Verlag Edition Comicographie, der weitere Fanpublikationen plant und auch bereits veröffentlicht hat. Darunter unter anderem der „Corben Index) und die „Sheriff Klassiker Chronik“ zwei jeweils auf mehrere Bände ausgelegte Nachschlagewerke. Wer sich genauer informieren möchte kann dies unter folgendem Link im ComicGuide-Forum tun.

Matrix Comics #1 [Panini, März 2008]

Mit der heutigen Review begebe ich mich in die Tiefen der Matrix, mit dem ersten Comicband zu den drei Kinoblockbustern, auch wenn diese (zumindest die Teile 2 und 3) unter den Fans leider einen nicht ganz so guten Ruf genießen. Mir persönlich gefällt die komplette Trilogie als Gesamtwerk und auch die dazugehörige Animatrix. Aber wie ist es mit den Comics…?

Matrix Comics #1

12 Kurzgeschichten aus und rund um die Matrix präsentiert dieser erste Band.
Einzeln werde ich diese jetzt nicht aufführen, da dies den Rahmen sprengen würde.
Es werden in diesen 12 Kurzgeschichten sowohl Elemente aus den 3 Filmen, wie der Angriff auf die Pequod und die Entstehung des Brotfestes von Zion erzählt, als auch neue Geschichten die das Matrix-Universum erweitern. Wie ein Roboter innerhalb der Matrix jemanden ermordet um seine eigene Verschrottung zu verhindern, wie Menschen innerhalb der Matrix plötzlich deren Existenz entdecken und wahrnehmen und wie verschiedenen Menschen die „Befreiungsangebote“ unterbreitet wurden und manche auch aus der Matrix befreit wurden. Auch wie manche Geschichten und Mythen ausserhalb der Matrix entstanden und sich etabliert haben wird erläutert und natürlich auch wie das ganz normale Leben innerhalb der Matrix immer wieder repariert und korrigiert wurde…
FAZIT:
Für mich als Fan und Freund der gesamten Matrix-Trilogie (ja mir gefallen tatsächlich alle 3 Teile) waren die beiden Bände natürlich ein Pflichtkauf. Auch wenn ich zugeben muss, das ich den Coverpreis von doch stolzen 19,95€ für gerade einmal 164 Seiten 2008 nicht hatte zahlen können. Um so glücklicher war ich das ich die Bände auf Ebay für gerade mal 10 € je stück erwerben konnte. Doch ich muss zugeben das sie auch den vollen Preis wert gewesen wären.
Für diese 12 Kurzgeschichten sind 11 hochrangige Comickünstler gebeten worden einige sher beeindruckende Arbeiten abzuliefern. Neben Top-Zeichnern wie Bill Sienkiewicz, Dave Gibbons, Ted McKeever, David Lapham, Paul Chadwick und Gregory Ruth sind auch herausragende Autoren mit an Bord. Darunter die Matrix-Schöpfer Larry und Andy Wachowski und Neil Gaiman der aber keinen Comic abliefert sondern mehr einen Kurzroman mit ein paar eindrucksvollen Illustrationen von Bill Sienkiwicz und Gregory Ruth.
Zusammenfassend ist Band 1 der Matrix Comics eine gelungen Ergänzung zu den Filmen mit aussergewöhnlichen Geschichten, auch wenn so mancher Story ein bisschen der Biss fehlt und wieder andere ein wenig zusammenhanglos wirken. Bei einigen Geschichten wirkt es sogar so als müssten diese an bestimmten Stellen im Film „platziert“ werden um am besten zur Geltung zu kommen.
Auch erwähnenswert und schön finde ich das Comic-Urgestein Michael Nagula hier mal wieder seine Übersetzerkünste anbringen durfte. Für mich als alter Condor-Hase waren das sehr schöne Erinnerungen und auch ein wenig ein altbekannter Schreib/Lesestil.

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259 x “Die Spinne” Band 2 [Eigenverlag, Juni 2012]

Bereits Anfang Juni habe ich über den ersten Band von Michael Diers 259 x Condors „Die Spinne“ berichtet. Nun ist am Donnerstag der zweite Band von der Druckerei geliefert worden und am Montag werden die ersten Ausgaben verschickt. Der zweite Band ist laut Aussage von Michael Diers noch besser geworden, was wenn man den ersten Band schon kennt fast unglaublich klingen mag. Denn schon Band Eins wusste mit einer Fülle an Infos, Zusatzmaterial und liebevoll zusammengestellten Extras zu überzeugen.

259x Spinne 2

Neben den bereits aus Band 1 bekannten Zusammenfassungen zu den „Die Spinne“-Heften (diesmal die Ausgaben 127 bis 259) finden sich auch wieder sehr interessante Begleitartikel die das Durcheinander und die Arbeit hinter den Kulissen bei Condor ein wenig erhellen sollen.

Dazu gehört Miron Seffzek der lange für Condor mit seinem etwa 10 Mann starken Team bei Satz- und Druckservice GmbH in Hamburg maßgeblich für die Gestaltung vieler Seiten in den Condor Comic Publikationen verantwortlich war. Was seine Aufgaben war, welche Freiheiten er hatte und wie die Arbeit funktionierte, vor allem als alles auf Computer umgestellt wurde, das erzählt er in einem wirklich sehr interessanten Interview mit Gerald Berse.

Auch Michael Nagula wurde zu Wort gebeten. Immerhin war er gerade in der Schlusszeit von Condor der Übersetzer und redaktionelle Betreuer schlechthin. Viele Comicfans (zu denen ich mich auch zähle) verbinden mit der Zeit in der Nagula unter anderem für die „Die Spinne“-Hefte verantwortlich war, eine wunderschöne Zeit. Doch Nagula hat nicht immer für Condor und seine Superhelden gearbeitet und davon berichtet ein ausführlicher Artikel von Michael Diers.

Aber nicht nur die Comicschaffenden sind im Blickpunkt von Michael Diers. Denn es gab auch die eine oder andere Kurisosität, wie z.B. McFarlanes kleiner Spleen mit dem Kater den er überall untergebracht hat. Viele werden diesen als den bekannten Cartoonkater Felix wiedererkennen. Die Frage ist nur weshalb McFarlanes diesen bei jeder erdenklichen Möglichkeit mit eingebunden hat. Dieser und weiteren Fragen geht Michael Diers mit akribischer Kleinarbeit auf den Grund.

Hier nun noch die genaue Auflistung was den geneigten Fan im zweiten Band von Michael Diers „259 x Condors „Die Spinne““ erwartet:

  • Vorwort von Michael Diers
  • Auflistung Die Spinne Magazin (ab #127) von Michael Diers
  • Portrait Charles Vess von Michael Diers
  • Marvel-Comic-Übersetzer Michael Nagula von Michael Diers
  • Todd McFarlane und die Sache mit dem Kater von Michael Diers
  • Kurzportrait Sandy Plunkett von Michael Diers
  • Peter Parker und ich… und die Frauen! von Michael Diers
  • Miron Seffzek–Gestalter diverser Comic-Seiten Interview von Gerald Berse
  • Coverzeichner Dennis „Bouncie“ Schattauer
  • Die Spinne – „Gelesen“ von michidiers von Gerald Berse
  • Die Neuzeit der Sekundär-Literatur wird eingeläutet! von Michael Becker

Aber wer ist eigentlich der Mann der sich all diese Mühe gemacht hat? Wer ist Michael Diers, der das Wagnis auf sich genommen hat, nachdem er durch einen unbedachten Klick bei Ebay plötzlich Eigentümer von 259 Spinne-Heften aus dem Condor Verlag wurde, und sich dann durch all die Irrungen und Wirrungen bei Condor gekämpft hat, um uns Fans und Lesern diese beiden Bände präsentieren zu können?

Michael Diers wurde 1966 in Oldenburg geboren, wo er auch noch heute mit seiner Frau lebt. Neben seiner Comicleidenschaft, für die er unter vielen Pseudonymen Rezensionen veröffentlicht (vorrangig für Paninis Vertigopublikationen) ist er auch ein ambitionierter und leidenschaftlicher Fussballer für Roter Stern Haarentor Oldenburg mit denen er einige Siege, aber auch schmerzhafte Verletzungen erleben durfte. Ausserdem fährt er gerne Fahrrad und ist des öfteren mit seiner Frau im Oldenburger Staatstheater und Programmkino, sowie bei Bundesligaübertragungen in seiner Stammkneipe anzutreffen.

Natürlich ließ es sich Michael nicht nehmen sein Werk bei vielen öffentlichen Ereignissen höchstpersönlich an den Mann, oder die Frau, zu bringen.

Der Band ist im Comicmarktplatz und bei Michael Diers unter der Mail Michidiers66@aol.com für 31€ erhältlich. Er umfasst 160 Seiten als Hardcover im Kleinformat mit Schutzumschlag.

Sehr wichtig anzumerken wäre noch, dass es sich bei den beiden Bänden um reine Fanpublikationen handelt, die zum Selbstkostenpreis an die Interessierten weitergegeben werden. Es ist nicht angestrebt mit diesen Bänden Gewinn zu erzielen und sich persönlich zu bereichern.

Sobald dann mir dann beide Bände hier vorliegen, werde ich diesen nochmals einen kleinen aber feinen Artikel widmen, in dem ich aber weniger auf den Inhalt, als vielmehr auf die Qualität und die Verarbeitung dieser privaten Veröffentlichung eingehen werde.