Batman vs. Justice League (4)

Der inzwischen vierte Fight der beiden neuen Heftserien von Paninis DC New 52 Relaunch steht bevor und wie wird sich das neue Team aus Batman gegen die alten Hasen aus Justic League schlagen?

BMVSJL

Batman Nr. 5 [Panini, November 2012]

Bruce Wayne soll sterben. Diese Drohung findet Batman, zusammen mit Harvey Bullock, am Tatort eines grausamen Mordes. Dort wurde ein noch unbekannter Mann mit mehreren Messerstichen getötet. Aber das Seltsamste ist, dass diese unter seinen Fingernägeln Hautreste eines von Bruce Waynes Schützlingen hat. Ist dieser sein Mörder, oder sogar ein Verräter an der Bat-Familie? Batman hat nicht viel Zeit um dies herauszufinden. Bruce Wayne steht in diesen Tagen im Rampenlicht der Öffentlichkeit, weil ein neues Projekt zur Verbesserung der Gesamtsituation in Gotham kurz vor dem Beginn steht. Und hierbei will Bruce noch so viele Sponsoren mit ins Boot bekommen, wie möglich. Ein Untertauchen, oder sogar Polizeischutz, fällt, schon alleine wegen seiner Doppelidentität, strikt aus …

FAZIT:

Snyder und Capullo haben bereits viele Lorbeeren für ihre Arbeit einheimsen dürfen. Aber sind diese gerechtfertigt? In meinen Augen ja. Die beiden schaffen es, Batman frisch und spannend zu inszenieren. Besser als es Tony Daniel, in der eigentlichen Mutterserie, nach dem Neustart geschafft hatte. Diese Abenteuer wirken neu und dennoch bekannt. Durch die verschiedenen Möglichkeiten, in die sich die Handlung entwickeln kann, wird auch die Aufmerksamkeit und das Denkvermögen des Lesers gefordert. Eben wie ein guter Krimi, der zum Mitraten einlädt. Und zu Greg Capullo lasse ich mich beim nächsten Mal ausführlich aus.

Justice League Nr. 5 [Panini, November 2012]

Das es nicht leicht werden wird Darkseid zu besiegen, merken die wild zusammengewürfelten Helden sehr schnell. Keiner von ihnen kommt, trotz nicht unbeträchtlicher Kräfte und Fähigkeiten, alleine gegen diese Bedrohung an. Dass dann ausgerechnet Superman noch von diesen geflügelten Monsten, die Darkseid gehorchen, entführt wird, macht die Situation nicht einfacher. Ein Plan muss her, und dieser kommt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Kopf von Batman. Jetzt muss der nur noch umgesetzt werden …
Während die Justice League gegen Darkseid kämpft, müssen sich die jungen Teen Titans Superboy entgegenstellen. Das Problem an der Lage ist jedoch, dass die Titans noch keinerlei gemeinsame Kampferfahrungen haben. Manche von ihnen noch nicht einmal Solokampferfahrung. Aber sie sind Willens und hoch motiviert. Nicht etwas Superboy zu besiegen, sondern ihn auf den richtigen Weg, weg von Nowhere, zu lenken …

FAZIT:

Beide Geschichten kommen mit schnellen Schritten voran. In beiden Teams baut sich ein Teamdenken und Handeln auf. Beide Abenteuer überzeugen mit gutem Artwork und überzeugenden Helden. Einziges Manko sind die an sich eher flachen Geschichten, die ähnlich einem Popcorn-Kino-Blockbuster zwar gefallen, aber storytechnisch auf Dauer nicht überzeugen können.

Die Justice League hat Action und Drama, eine weltweite Bedrohung und einen Haufen an Helden. Aber Batman hat Snyder und Capullo, und diese zaubern einen Helden zu Papier, wie ich ihn lange nicht mehr gelesen habe. Daher ganz klarer Punkt an den dunklen Ritter.

Batman 2 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (3)

Die dritte Runde steht bevor und es wird spannend. Wer kann sich behaupten?

BMVSJL

Batman Nr. 4 [Panini, Oktober 2012]

Charlotte Rivers hätte lieber nicht mit auf die Eröffnung von Pinguins Iceberg Casino kommen sollen. Denn nach ihrer Begegnung mit Snakeskin steht ihr Leben auf der Kippe. Aber dank Batman wird sie es wohl schaffen. Ganz anders sieht es da für Snakeskin aus, der sich als Attentäter für den Pinguin entpuppt, während Charlottes Schwester Jill ein gänzlich anderes Spiel treibt. Nichts ist, wie es scheint und alles wäre möglich …
Danach muss Batman binnen einer Stunde einige Aufgaben lösen, da sonst eine Geisel der Scarecrow in Lebensgefahr gerät. Dass er dafür Catwoman dingfest machen muss und auch sonst nicht zartbesaitet sein darf, stellt den dunklen Ritter nicht vor ein so großes Problem, wie die verstreichende Zeit …

FAZIT:

Zwei Geschichten, zwei Handlungen, zwei Aufgaben …
Aber irgendwie bleiben am Ende nur „Zwei“fel. Die Storys wirken sehr gehetzt, die Geschichten unausgegoren und schon tausendmal präsentiert. Nichts neues und noch immer dümpelt Batman in seiner Gewaltorgie umher. Einzig die Geschichte um Eli Strange, den Sohn von Hugo Strange birgt noch ein wenig Spannung. Zeichnerisch gibt es dagegen kaum etwas auszusetzen. Daniel macht seine Arbeit gut und leistet sich keine Schwächen. Die Bilder sind dramatisch, dynamisch und dennoch übersichtlich.

Justice League Nr. 4 [Panini, Oktober 2012]

Immer mehr Angreifer strömen aus den Portalen rund um die ganze Welt, aber auch die sich frisch formierten Helden erhalten Zuwachs. Neben der kürzlich zum Team gestoßenen Amazone, Wonder Woman, kommt nun auch noch der Herrscher der Meere und Ozeane, Aquaman, hinzu. Und noch jemand hat gute Chancen zum Helden zu avancieren. Der junge Victor, der nur knapp eine Tragödie in den Star Labs überlebt hat, wurde dank seines Vaters nun zu einem Cyborg, mit außergewöhnlichen Kräften …
Ebenfalls außergewöhnliche Kräfte hat Superboy, der im Namen von Nowhere Jagd auf Wonder Girl macht. Zwischenzeitlich landen Kid Flash und Solstice, wie auch immer, aus der eiskalten Antarktis mitten in New York, ausgerechnet vor dem Penthouse von Red Robin. Und dann geht es auch noch gemeinsam gegen Superboy? Na, wenn das nicht Action ist?!

FAZIT:

Während die Justice League noch sehr spannend und dramatisch daherkommt, verkommen die Teen Titans diesmal zu einem Wirrwarr. Die Handlung hat Löcher ohne Ende und es wird von einer Situation zur nächsten gesprungen. Das ist alles andere als verständlich und macht so richtig auch keinen Spaß. Die Justice League ist zwar nur minimal besser, kann aber wenigstens mit einer dramatischen Handlung um die Zukunft der Erde überzeugen. Auch die Geschehnisse um den jungen Victor sind sehr spannend und laden zum Weiterlesen ein.

Beide Hefte sind nicht wirklich der Bringer. Kaum Handlung und wenn dann sehr flach oder gehetzt. Alleine durch die internen Spannungen und die Dramatik hat Justice League einen winzig kleinen Vorsprung herausarbeiten können. Aber der ist wirklich minimal.

Batman 1 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (2)

Weiter geht es heute mit dem zweiten Aufeinandertreffen zwischen der Batman-Heftserie und der Justice League-Heftserie. Gestern hatte Batman klar die Nase vorne, mal sehen, wie es heute ist …

Batman Nr. 3 [Panini, Oktober 2012]

Kaum, dass Batman den Puppenmacher besiegt hat, steht auch schon das nächste Problem ins Haus. Die Anhänger des Joker versammeln sich vor der Polizeistation, in der das abgezogene Gesicht des Clownprinzen verwahrt wird, und der Pinguin macht mit der Neueröffnung seinem Iceberg Casino die Unterwelt auf sich aufmerksam. Aber nicht nur Batman will auf der Eröffnung einiges klären, auch die Enthüllungsjournalistin Charlotte Rivers ist an Bord und bringt sich selbst in äußerste Lebensgefahr …
Ich gebe ehrlich zu, dass ich kein sehr großer Batman-Kenner bin. Ich habe in den letzten Jahren vielmehr immer nur einige Ausgaben herausgepickt. Meist waren es abgeschlossene Abenteuer oder Klassiker, und dementsprechend klein ist mein Wissen um die Figurenriege rund um den dunklen Ritter. Daher fällt es mir auch nicht sonderlich großartig auf, wenn Tony Daniel hier neue Nebencharaktere oder Gegner einführt.

FAZIT:

Die neue Ausgabe enttäuscht gegenüber der Letzten schon ein ganzes Stück. Irgendwie hat man am Ende nicht das Gefühl, das viel passiert ist. Die Geschichte bleibt flach und überzeugt nicht wirklich. Das Einzige, was wirklich überzeugt, ist die Verbindung zwischen Charlotte und ihrer Schwester Jill, welches noch einiges an Spannung verspricht, da beide auf gegenüberliegenden Seiten stehen.

Justice League Nr. 3 [Panini, September 2012]

Eine Horde von geflügelten Monstern taucht an mehreren Orten der Erde aus verschiedenen Portalen auf und beginnt Menschen zu entführen. Das können sich die Helden Superman, Batman, Green Lantern und Flash nicht tatenlos mit ansehen. Und auch Wonder Woman muss eingreifen. Denn als kriegerische Amazone ist sie ständig auf der Suche nach einem Kampf. Währenddessen kämpft ein junger Mann um sein Leben und macht eine dramatische Wandlung durch …
Kid Flash konnte in der letzten Ausgabe aus seiner Zelle bei Nowhere, die junge Metawesen einsperrt und untersucht, fliehen und begegnete dabei der jungen Solstice. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg aus ihrem Gefängnis und landen mitten in der Antarktis. Zwischenzeitlich reist ed Robin mit Skitter, einer Art Insektenwesen, mit der Bahn durch das halbe Land, um nicht weiteres Aufsehen zu erregen. Doch ausgerechnet jetzt kommt der junge Miguel Jose Barragan, alias Bunker, und es beginnt ein aufregendes Abenteuer …

FAZIT:

Dank Wonder Woman und ihrem wirklich sehr hübschen Outfit, sowie der galaktischen Bedrohung und der beginnenden Zusammenarbeit, überzeugt mich diese Ausgabe weitaus mehr als noch die Vorangegangene. Das gleiche gilt auch für die Geschichte um die Teen Titans, wenngleich diese doch hinter der Justice League zurückbleibt. Zeichnerisch bleibt alles auf dem gleichen, guten Niveau und leistet sich keinerlei auffällige Schnitzer.

Dadurch ergibt sich in dem heutigen Fight, ein knapper Sieg für die Justice League, der hauptsächlich durch Wonder Woman erzielt wurde.

Batman 1 : 1 Justice League

Batman vs. Justice League (1)

Nachdem ich mit meiner Bongo Comics des Monats-Woche schon einmal eine geraffte Aufarbeitung meines Lesestapels gestartet habe, geht es nun mit einer neuen Rubrik weiter. Hier treten die beiden Heftserien des DC New 52-Relaunchs bei Panini, welche nach den ersten Ausgaben in mein Abo gewandert sind, gegeneinander an. Am Ende der Woche werden wir dann sehen, wer der Sieger ist …

BMVSJL

Batman Nr. 2 [Panini, September 2012]

Noch immer muss sich Batman dem Puppenmacher stellen, der bereits in der vergangenen Ausgabe ein kleines Mädchen und Commissioner Gordon in seine Gewalt gebracht hat. Und auch Batman wird diesmal arg zugerichtet. Aber er gibt nicht auf, und als sich auch noch der Pinguin einmischt, dreht Batman erst so richtig auf …
Tony Daniel hatte in den ersten beiden Ausgaben der neuen Detective Comics-Serie den Joker von der Bildfläche verschwinden lassen. Bis auf dessen Gesicht, das als abgezogene Haut als Einziges in dessen Zelle zurückblieb. Nun geht Daniel einen Schritt weiter und präsentiert einen ebenfalls geisteskranken Schurken, der nicht davor zurückschreckt, Menschen bei lebendigem Leib zu operieren.

FAZIT:

Der neue Batman und auch seine Gegner sind wesentlich brutaler. Dies mag zwar in die aktuelle Zeit passen, gefällt mir persönlich aber nicht so recht. Natürlich war der dunkle Ritter schon immer ein wenig düsterer, als der strahlende Superman, aber hier wirkt es, wie ein Versuch, Batman mit SAW zu kreuzen. Und das nur, um dem Klischee nachzukommen, dass dies als alleiniger Faktor noch Comichefte verkauft. Klar haben es gewalttätige Serien wie Crossed im Moment nicht schwer, Käufer zu finden, aber das es auch anders geht, zeigen auch andere sehr erfolgreiche Titel.
Ich persönlich, fände es besser, wenn man sich wieder mehr auf die Tugenden von Batman besinnt und seine Ermittlungsarbeit in den Vordergrund stellt.

Justice League Nr. 2 [Panini, August 2012]

Durch ein Missverständnis kommt es zu einem Kampf zwischen Batman, Superman, Green Lantern und dann auch noch Flash. Aber ein gemeinsamer Feind, schafft es dann doch noch, dass die vier beginnen zusammenzuarbeiten …
Und auch bei den Teen Titans bahnt sich etwas Dramatisches an, als Red Robin und Wonder Girl mehr unfreiwillig, zumindest auf Wonder Girls Seite, zusammenarbeiten müssen. Aber Robin lässt sich von seinen Gefühlen für Cassie Sandsmark, wie Wonder Girl mit bürgerlichem Namen heißt, beeinflussen und macht sich auf die Suche nach weiteren Mitgliedern für seine Teenager Heldengruppe …

FAZIT:

Sowohl die Story um die Justice League als auch die der Teen Titans, dümpeln leider nur gemächlich vor sich hin. Aber so richtig überzeugen können beide nicht wirklich. Wenn man jedoch sein Hirn abschaltet und einfach nur ein wenig Action haben möchte, dann ist man mit dieser Ausgabe bestens bedient. Dem Gegenüber sind die Zeichnungen keine Enttäuschung und überzeugen mit der Panelaufteilung, den Details und der visuellen Dramatik deutlich mehr als die Geschichte an sich. So entsteht leider keine wirklich gelungene Symbiose und die langweiligen und wenig überzeugenden Geschichten stehen den rasanten und dramatischen Bildern immer wieder im Weg.

Das erste Aufeinandertreffen gewinnt trotz unnötiger und übertriebener Gewalt Batman, da die Justice League und auch die Teen Titans nicht wirklich von der Geschichte her überzeugen können.

Batman 1 : 0 Justice League

Justic League #1 [Panini, Juni 2012]

Den Abschluss der DC New 52 Heftserien-Nummer 1-Review-Woche bildet die Startausgabe der neuen Justice League…

Justice League #1

Variant Cover A

Die Justice League gibt es noch nicht. Statt dessen sind jegliche Art von Superhelden neu für die Gesellschaft und wie so vieles was neu ist, erregt es den Unmut und die Angst der Gesellschaft. So kommt es das Batman, Green Lantern, Superman und Co. zwar Gutes tun, aber dafür keinerlei Anerkennung erhalten, sondern statt dessen Geächtete und Gejagte sind…
Ähnlich geht es auch den zukünftigen Teen Titans. Nachdem immer mehr jugendliche mit Fähigkeiten auftauchen und diese auch in der Öffentlichkeit ausleben, wobei einige mehr und andere weniger Kamerapräsent sind und sein wollen, regt sich Widerstand gegen diese jungen Helden. Doch irgendjemand scheint sehr starkes Interesse an den Kids zu haben…

FAZIT:

Variant Cover B

Die neuen Anfänge der neuen Justice League zu erleben ist schon etwas besonderes. Besonders auch deshalb weil DC diese Serie ca. 5 Jahre in der Vergangenheit angesiedelt hat. Auch die Tatsache das die Helden zuallererst noch nicht mal Helden sind, von einem Team ganz zu schweigen, macht die Sache sehr interessant. Ähnlich gelagert ist dies bei der Zweitserie der Teen Titans. Da werden schon fast Erinnerungen an meine Jugend wach, als die JLA noch bei Dino zusammen mit den Titans in Heftform erschienen sind.
Grafisch sind beide Storys sehr gelungen, auch wenn Jim Lees Zeichenstil kaum noch eine Weiterentwicklung erkennen lässt. Sein Stil ist gefestigt und bekannt was an sich nicht schlecht ist, aber auf mich langsam schon fast ein wenig langweilig wirkt. Dennoch sind es solide und Actionreiche Bilder, mit sehr viel Detailreichtum auch im Hintergrund. Bei den Titans weiß Brett Booth was es heißt die jungen (fast)Helden ins rechte Blickfeld zu rücken. Die Zeichnungen sind ebenfalls sehr detailliert und dynamisch.
Insgesamt also ein tolles Rundumpaket das mir sehr viel Spaß gemacht hat und weiterverfolgt wird.

Variant Cover C

Neben der regulären Ausgabe, gab es noch drei Variantcover. Variantcover A (limitiert auf 1500 Exemplare) für 4,95€, war zuerst auf dem Comic-Salon in Erlangen erhältlich, Variantcover B (limitiert auf 333 Exemplare) für ca. 30€ gab es in Online- und Comicshops und Variantcover C (limitiert auf 99 Exemplare und nummeriert) konnte und kann man evtl. auch noch bei einigen Onlinehändlern erwerben. Einen festen (oder empfohlenen) Preis gab es dafür aber nicht.

  • Format: Heft
  • Umfang: 60 Seiten
  • Preis: 4,95€
  • Erscheint: monatlich
  • Beinhaltet: US-Justice League & US-Teen Titans