Marvel Comic Sonderheft #7: Silver Surfer [Condor, Juli 1981]

Heute habe ich einen ganz besonderen Comicleckerbissen ausgegraben. Als der Condor-Verlag noch die Rechte an den deutschsprachigen Marvel Comics hatte, gab es viele Versuche mit Heftreihen in denen wechselnde Protagonisten und Helden ihre Chance auf einen Auftritt auf dem deutschen Markt hatten. Eine dieser Serien war „Marvel Comic Sonderheft“ in dem neben Annuals der regulären Heft-, Alben- und Taschenbuchserien eben auch kurze Abenteuer zum Abdruck kamen, von Helden die sonst keine eigene Serie hatten.
Einer dieser Helden ist der Silver Surfer. Eine der wohl tragischsten Figuren die Stan Lee jemals erschaffen hat. Für viele ist er einfach nur eine Memme, aber für andere eben ein besonders aufopferungsvoller Held, der alles hinter sich gelassen hat nur um der großen Liebe ein glückliches Leben zu ermöglichen…

Marvel Comic Sonderheft #7: Der Silver Surfer

Nachdem der Surfer nicht mehr Galaktus Herold ist, lebt er gefangen auf der Erde. Eingesperrt durch Galaktus Barriere ist es ihm nicht möglich weiter als eine vorgegebene Entfernung von der Erde zu reisen. So bleibt ihm sein Heimatort Zenn-La für immer unerreichbar. Als nun jedoch ein Planet abgelenkt durch ein kosmisches Schicksal seine Richtung ändert und Kurs auf die Erde nimmt, muss der Surfer alles geben um den Menschen zu helfen. Doch es will ihm keiner glauben, weder die Vereinten Nationen noch die Menschen auf der Strasse. Stattdessen beschuldigen sie den Surfer der Verursacher der Ausläufer des Planeten zu sein. Ohnmächtig und übermannt der Macht und Überzahl der Menschen unterliegt er schliesslich.
Dies ist die Chance für Mephisto den Geist und die Moral der Menschheit zu Zerstören und so deren Seelen nach der Katastrophe seiner Armee zuführen zu können. Doch der Surfer wird von einem hellen Licht gerettet und darf nun endlich sein Gefängnis, die Erde, verlassen und nach Zenn-La zurückkehren. Aber der Surfer kann die Menschheit trotz allem was sie ihm angetan hat nicht ihrem Schicksal überlassen. Er verlässt Zenn-La und seine geliebte Shalla Bal um der Erde zu Hilfe zu eilen…
FAZIT:
Eine sagenhafte und grandiose Geschichte um die wohl tragischste Figur des Marvel-Universums. Um so erstaunlicher ist daran jedoch das eben jene Geschichte nicht direkt aus dem Haus der Ideen selber, sondern aus Frankreich stammt. Autor J.K. Melwyn Nash bleibt dabei dem Stil von Schöpfer Stan Lee so treu und schafft es dennoch einem ganz eigenen Stil zu präsentieren das es einem fast die Sprache verschlägt. Auch die Zeichnungen von J.Y. Mitton stehen denen der großen Vorbilder Jack Kirby und John Buscema in absolut nichts nach.
Ebenfalls lobend zu erwähnen sei auch noch der eindringliche Sachartikel von Hajo F. Breuer, der die tragische Figur des Silver Surfer und seinen noch tragischeren Werdegang näher beleuchtet. Dieses Heft sollte meines Erachtens nach in keiner gut sortierten Marvel-Comic-Sammlung fehlen, erst recht dann nicht wenn man dem Silver Surfer auch nur einen kleinen Funken Sympathie abgewinnen kann.

Wer jetzt diese Abenteuer selber lesen möchte, der sollte die üblichen Comicmarktplätze abgrasen und bei Ebay ein offenes Auge haben. Aber mit Preisen zwischen 2,50€ und 10,00€ sollte man schon rechnen, wenn es denn im ordentlichen bis sehr guten Zustand sein soll. 😉

Der tägliche Simpsons-Tafelgag #55

Guten Morgen. Wie jeden Tag gibt es auch heute wieder einen neuen Simpsons-Tafelgag.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Staffel 4, Folge 3: “Ein gotteslästerliches Leben (Homer the Heretic)” (9F09)
Deutschland-Premiere:
21. 04. 1994

US-Premiere: 08. 10. 1992

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