Ma-Co-Re-Mix (Vol. 100) [Marvel Exklusiv Nr. 115 & Marvel: Das Hochzeitsalbum]

Ja, auch hier versuche ich ein wenig aufzuholen und da es sich hierbei um die hundertste Ausgabe des Marvel Comic Review Mix‘ handelt, dachte ich, dass es gut wäre ihn mit besonderen Inhalten zu füllen, und die bisherige Reviewreihe zu pausieren. Also habe ich meinen Lesestapel gewälzt und mich rein nach den Titeln orientiert. 100 Jahre Marvel schien da ganz passend und da Hochzeiten auch immer etwas außergewöhnliches sind, war mein Duett hierfür gefunden. Ob es nun wirklich passt, könnt ihr nun nachlesen …

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Marvel Comic Klassiker (7): Wolverine Nr. 3 – Ein Mann namens Patch [Feest, Juli 1993]

Eigentlich sollte die Wolverine-Albumreihe von Feest, damals mehr als nur drei Ausgaben umfassen. Aber obwohl die vorliegende Ausgabe keinen Abschluss enthält, kam danach nichts mehr innerhalb dieses Verlages. Die ersten vier Ausgaben der zweiten US-Wolverine-Serie ließen den Leser damals etwas fragend zurück. Diese und weitere Fragen wurden erst viele Jahre später bei Marvel Deutschland/Panini mit der zweibändigen Collection im Schuber beantwortet, die neben den ersten 10 „Marvel Comics Presents“-Ausgaben auch die ersten 16 Hefte der zweiten Wolverine-Serie beinhaltet. Doch heute möchte ich mich in diesem Marvel Comic Klassiker, den ersten vier Ausgaben jener Serie und Wolverines Abenteuer in Madripoor widmen, welches er unter dem Decknamen Patch bestritt …

Wolverine Nr. 3: Ein Mann namens Patch
[US-Wolverine (Vol. 2) #1-4]

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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Nr. XXIX: Howard the Duck [Hachette, Februar 2016]

Die offizielle Marvel Comic Sammlung ist inzwischen schon recht weit vorangeschritten und hat auch die eine oder andere Perle in deutscher Erstveröffentlichung mitgebracht. Ich selbst sammel die Serie nicht komplett, da ich vieles schon in unterschiedlichen Veröffentlichungsformen besitze und nicht alles doppelt brauche selektiere ich, was ich noch nicht, oder nicht mehr, besitze und mich interessiert. Einer dieser Bände ist der heute vorgestellte „Howard The Duck“ von Steve Gerber mit den ersten Veröffentlichungen des sarkastischen Erpels …

Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Nr. XXIX:
Howard the Duck

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Marvel Comic Exklusiv #4: Silver Surfer – Im Angesicht der Ewigkeit [Condor, April 1989]

Heute geht es wieder einmal in die Weiten des Weltalls. Ein der wohl tragischsten Figuren des Weltalls steht wieder einmal im Mittelpunkt dieser Review, welche von zwei Meistern präsentiert wird…

Marvel Comic Exklusiv #4:
Silver Surfer – Im Angesicht der Ewigkeit

Traurig und ziellos streift der Surfer umher als er auf drei Sirenen trifft die ihm im Auftrag von Mephisto alles Glück versprechen, doch er lässt sich nicht darauf ein. Wenig später trifft er dann auf seine Nachfolgerin, Frankie Raye, die jetzt als Nova in Galactus‘ Diensten steht. Ihr fühlt er sich sehr nah und so genießen die beiden einen kurzen Moment der Gemeinsamkeit und des Redens in den sonst so einsamen Monaten des Daseins. Aber auch Nova gerät kurz danach in die Fänge von Mephistos Falle und ab da beginnt das Chaos. Die sonst so erfürchtige Nova, welche bisher nur unbewohnte Welten für Galactus erwählte ist durch Mephisto so liebestrunken, das sie auch unschuldige bewohnte Welten dem Weltenverschlinger ausliefert. Nur noch der Surfer ist in der Lage Frankie zu befreien und Galactus aufzuhalten…
FAZIT:
Man merkt der Geschichte an das hier zwei Großmeister der Comicbranche am Werk waren. Stan Lee, der hier noch einmal dem Surfer ein Abenteuer kredenzt und John Buscema der dies in atemberaubenden Bildern präsentiert. Anders jedoch als andere Graphic Novels, bzw. Comics wird hier die Geschichte nicht mit Panels erzählt, sondern in Ganz- oder Doppelseitigen „Gemälden“. Dies ist anfangs etwas ungewohnt, da sich so kein normaler Lesefluss einstellt, funktioniert aber schnell dann doch sehr gut.
Insgesamt bleibt eine sehr schöne klassische Surfer-Story die aber wohl nur Nostalgikern gefallen dürfte. Stan Lees Schreibstil ist aussergewöhnlich, aber auch etwas „trockener“ als aktuelle Werke, und Big Johns Zeichnungen sind Meisterwerke, aber wer nur mit aktuellen Comics Kontakt hatte wird es wohl schwer haben daran Gefallen zu finden.

Finden kann man diesen aussergewöhnlichen Band in gut sortierten Comicshops mit Back-Up-Archiv und auf diversen Comicmarktplätzen, Flohmärkten und Ebay.

„Marvel Comic Exklusiv #4: Silver Surfer – Im Angesicht der Ewigkeit“ bei Amazon kaufen.

Marvel Comic Sonderheft #7: Silver Surfer [Condor, Juli 1981]

Heute habe ich einen ganz besonderen Comicleckerbissen ausgegraben. Als der Condor-Verlag noch die Rechte an den deutschsprachigen Marvel Comics hatte, gab es viele Versuche mit Heftreihen in denen wechselnde Protagonisten und Helden ihre Chance auf einen Auftritt auf dem deutschen Markt hatten. Eine dieser Serien war „Marvel Comic Sonderheft“ in dem neben Annuals der regulären Heft-, Alben- und Taschenbuchserien eben auch kurze Abenteuer zum Abdruck kamen, von Helden die sonst keine eigene Serie hatten.
Einer dieser Helden ist der Silver Surfer. Eine der wohl tragischsten Figuren die Stan Lee jemals erschaffen hat. Für viele ist er einfach nur eine Memme, aber für andere eben ein besonders aufopferungsvoller Held, der alles hinter sich gelassen hat nur um der großen Liebe ein glückliches Leben zu ermöglichen…

Marvel Comic Sonderheft #7: Der Silver Surfer

Nachdem der Surfer nicht mehr Galaktus Herold ist, lebt er gefangen auf der Erde. Eingesperrt durch Galaktus Barriere ist es ihm nicht möglich weiter als eine vorgegebene Entfernung von der Erde zu reisen. So bleibt ihm sein Heimatort Zenn-La für immer unerreichbar. Als nun jedoch ein Planet abgelenkt durch ein kosmisches Schicksal seine Richtung ändert und Kurs auf die Erde nimmt, muss der Surfer alles geben um den Menschen zu helfen. Doch es will ihm keiner glauben, weder die Vereinten Nationen noch die Menschen auf der Strasse. Stattdessen beschuldigen sie den Surfer der Verursacher der Ausläufer des Planeten zu sein. Ohnmächtig und übermannt der Macht und Überzahl der Menschen unterliegt er schliesslich.
Dies ist die Chance für Mephisto den Geist und die Moral der Menschheit zu Zerstören und so deren Seelen nach der Katastrophe seiner Armee zuführen zu können. Doch der Surfer wird von einem hellen Licht gerettet und darf nun endlich sein Gefängnis, die Erde, verlassen und nach Zenn-La zurückkehren. Aber der Surfer kann die Menschheit trotz allem was sie ihm angetan hat nicht ihrem Schicksal überlassen. Er verlässt Zenn-La und seine geliebte Shalla Bal um der Erde zu Hilfe zu eilen…
FAZIT:
Eine sagenhafte und grandiose Geschichte um die wohl tragischste Figur des Marvel-Universums. Um so erstaunlicher ist daran jedoch das eben jene Geschichte nicht direkt aus dem Haus der Ideen selber, sondern aus Frankreich stammt. Autor J.K. Melwyn Nash bleibt dabei dem Stil von Schöpfer Stan Lee so treu und schafft es dennoch einem ganz eigenen Stil zu präsentieren das es einem fast die Sprache verschlägt. Auch die Zeichnungen von J.Y. Mitton stehen denen der großen Vorbilder Jack Kirby und John Buscema in absolut nichts nach.
Ebenfalls lobend zu erwähnen sei auch noch der eindringliche Sachartikel von Hajo F. Breuer, der die tragische Figur des Silver Surfer und seinen noch tragischeren Werdegang näher beleuchtet. Dieses Heft sollte meines Erachtens nach in keiner gut sortierten Marvel-Comic-Sammlung fehlen, erst recht dann nicht wenn man dem Silver Surfer auch nur einen kleinen Funken Sympathie abgewinnen kann.

Wer jetzt diese Abenteuer selber lesen möchte, der sollte die üblichen Comicmarktplätze abgrasen und bei Ebay ein offenes Auge haben. Aber mit Preisen zwischen 2,50€ und 10,00€ sollte man schon rechnen, wenn es denn im ordentlichen bis sehr guten Zustand sein soll. 😉