Ma-Co-Re-Mix (Vol. 100) [Marvel Exklusiv Nr. 115 & Marvel: Das Hochzeitsalbum]

Ja, auch hier versuche ich ein wenig aufzuholen und da es sich hierbei um die hundertste Ausgabe des Marvel Comic Review Mix‘ handelt, dachte ich, dass es gut wäre ihn mit besonderen Inhalten zu füllen, und die bisherige Reviewreihe zu pausieren. Also habe ich meinen Lesestapel gewälzt und mich rein nach den Titeln orientiert. 100 Jahre Marvel schien da ganz passend und da Hochzeiten auch immer etwas außergewöhnliches sind, war mein Duett hierfür gefunden. Ob es nun wirklich passt, könnt ihr nun nachlesen …

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Gratis Comic Tag 2015 – Die Reviews (34): Avengers/X-Men: AXIS [Panini]

GCT 2015 LogoDas letzte Gratis Comic Heft-Review in diesem Jahr widmet sich dem zweiten Eventheft aus Paninis Superheldenschiene. Marvels Avengers & X-Men: AXIS. Damit wäre ich auch schon mit den Gratis Comics 2015 fertig und das nur etwas mehr als einen Monat nach den Gratis Comic Tag. Ich habe es also geschafft, euch jeden Tag ein kleines Review zu präsentieren. Und nun viel Spaß mit:

Avengers/X-Men: AXIS
[Panini, Mai 2015]

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100% Marvel #23: 1602 – Die neue Welt [Panini, Juli 2006]

Nachdem ich bereits die erste Serie „Marvel 1602“ von Neil Gaiman und Andy Kubert hier auf meinem Blog vorgestellt habe widme ich mich diesmal der Fortsetzung „1602 – New World“. In dieser Ausgabe ist leider kein Neil Gaiman oder Andy Kubert beteiligt. Statt dessen haben Greg Pak und Greg Tocchini das Ruder übernommen. Ob sie es geschafft haben dieses Schiff dennoch heil ans rettende Ufer zu segeln, könnt ihr jetzt hier lesen…

100% Marvel #23: 1602 – Die neue Welt

1602. London, England. König James lässt alle sogenannte Hexenbrut (welche aussergewöhnliche Fähigkeiten besitzen) gnadenlos hinrichten. Doch plötzlich wird James von einem großen grauen Monster angegriffen.
Der Hulk.
Kurze Zeit später erwacht David Banner in der neuen Welt umgeben von einer Horde friedlicher Dinosaurier ohne zu wissen wie er dort hin gelangte. Auch Peter Parquah der zusammen mit Virginia O’Dare in der neuen Kolonie Roanoke lebt wurde durch die Ereignisse mit dem zeitreisenden Rohjaz verändert. Der Biss einer Spinne erlaubt ihm nun an Oberflächen zu haften und über 20 Mann hohe Sprünge zu vollführen. Virginia hingegen ist mit ihrer Gestaltwandlungsfähigkeit alles andere als glücklich.
Doch plötzlich stampft eine Dinosaurier-Stampede durch die Kolonie und auch Peter kann sie nicht aufhalten. Also entschließt sich Virginia als großer weißer Tyrannosaurus aufzutreten, erhält dann aber ungewollte Unterstützung durch den Hulk.
Dieser Angriff führt dazu das auch in der neuen Kolonie ein neues Gesetz entstehen soll wodurch der auch hier betitelten „Hexenbrut“ der Garaus gemacht werden soll. Unterstützt wird dies von Meister Norman Osborne, der es aber auch auf die Macht der Indianer abgesehen hat, welche Rohjaz nach seinem Glauben zurücklies und auf das Land und die Schätze.
Zwischenzeitlich hat der König von England Anthony Stark alias Lord Iron in die neue Welt entsandt um den Verräter David Banner ausfindig zu machen und zu töten. David Banner hat aber selbst nicht mehr vor lange zu leben, da ihn sein eigener Fluch zu sehr belastet. Noch schlimmer jedoch sind die Intrigen des Norman Osborne, der sogar Dougan niederschlägt und es den Indianern anhängt nur um seinen Willen zu bekommen. Aber die Situation ändert sich schlagartig als der Hulk den Indianern unter die Arme greift und sich zusammen mit Peter Parquah, Virginia O’Dare und dem neu angekommen Lord Iron gegen Meister Osborne und seine Mannen stellt…
FAZIT:
Die neue Welt bietet leider nicht sehr viel Neues. Zwar machen die Abenteuer durchaus Spaß müssen aber im direkten Vergleich mit dem großen Vorbild mächtig Federn lassen. Zu viel wird nun aus den bekannten Figuren gezogen und zu wenig neues individuelles gewagt. Peter wird wieder zu einer Art Spider-Man und Tony ist wieder ein eiserner Krieger, Norman Osborn ist immer noch der Intrigante Denker und Planer und so zieht sich das immer weiter. Würde 1602 – Die neue Welt komplett für sich alleine stehen und nicht auf Marvels 1602 aufbauen, wäre es wenigstens gut, so ist es aber leider nur „der kleine Bruder im Schatten des großen Vorbildes“ der es leider nicht schafft die großen Fussstapfen auszufüllen.
Auch grafisch ist New World nicht mehr wirklich mit 1602 zu vergleichen. Zu sehr ist New World ein grafischer Einheitsbrei ohne wirklich aufzufallen. Zwar wird teilweise versucht den Stil von 1602 zu kopieren und einige Bilder wissen auch zu gefallen, aber insgesamt ist es leider nur Durchschnitt. Leider wirkt alles zu sehr wie eine billige Kopie des großen Meisterwerkes ohne wirklich den Anspruch zu haben dessen Nachfolger zu sein.
Zusammenfassend kann man nur sagen, das es für sich gesehen ganz nette Unterhaltung bietet, im großen Kontext aber leider nicht wirklich überzeugen kann.

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Ansonsten einfach bei Ebay, in den diversen Comicforen, Comicshops und Martplätzen nachschauen. So teuer ist der Band zum Glück nicht.

Marvel 1602 (Gesamtausgabe) [Panini, März 2010]

Immer wieder gibt es Versuche die jeweiligen Comicuniversen der großen Verlage mit neuen Geschichten aufzulockern. Dies kann man entweder mit Events (wie z.B. Blackest Nigh, Civil War, Secret Invasion, Brightest Day oder House of M) machen oder indem man einfach neue Universen kreiert in denen die altbekannten Helden neuen Abenteuern und Gefahren gegenübergestellt werden.
Einer dieser Versuche war „Marvel 1602“, aus dem Jahre 2003, in dem viele bekannte Helden in das Mittelalter und die Kolonialzeit versetzt wurden. Manche haben auch damals schon Kräfte, Andere wiederum kommen ganz ohne aus, oder erwerben sie erst im Laufe der Zeit. Autor dieses Projektes ist niemand anderes als der britische Autor Neil Richard Gaiman, der schon mit aufsehenerregenden Werken wie Coraline und Sandman auf sich aufmerksam gemacht hat. Unterstützt wird Gaiman hierbei von Andy Kubert der für die Zeichnungen und Richard Isanove welcher für die Kolorierung zuständig waren.
Heraus kam dabei ein wagemutiges Werk welches durchaus seinesgleichen sucht. Fortgesetzt wurden die Abenteuer dann zum einen in Marvel 1602: New World aus dem Jahre 2005 sowie ein paar Miniserien um die Fantastick Four (ja die Schreibweise ist so korrekt) und Spider-Man, welche zwischen 2006 und 2009 erschienen. Seitdem ist es ruhig geworden um Marvels Mittelalterepos.

Doch nun erstmal zu den gesammelten Anfängen dieser Abenteuer…

Marvel 1602 (Gesamtausgabe)

Seltsame Wetterphänomene suchen die frühe Marvelwelt im 17. Jahrhundert heim. Die Ursache dafür kann der Arzt und Magier Dr. Stephen Strange jedoch auch für die Königin von England und ihren Untergebenen Nicholas Fury nicht ausfindig machen. Auch tauchen immer mehr seltsame Menschen mit aussergewöhnlichen Kräften auf, die durch den Großinquisitor Enrique im Namen der Kirche vernichtet werden müssen. Doch nicht nur das Wetter stellt alle vor ein Rätsel. Auch die Tatsache das Doom und James, König von Schottland es auf das Leben der Königin von England abgesehen machen die Situation nicht einfacher. Als dann auch noch das junge Mädchen Virginia Dare mit ihrem Begleiter Rojhaz die alte Heimat besucht um Hilfe für die neue Kolonie zu erbitten. Aber plötzlich überschlagen sich die Ereignisse als es Doom schafft die Königin ermorden zu lassen, James an die Macht kommt, der Großinquisitor entmachtet wird, Dr. Stephen Strange verhaftet, Nicholas Fury als Verräter gebrandmarkt wird und Carlos Javiers Hexenbrut flüchten muss. Doch es gibt ja noch immer die 4 Helden der Fantastick, welche vor vielen Jahren verschwanden und auch Furys kleiner Helfer Peter Parquarh und sein bester Agent Matthew Murdoch haben noch ein paar Trümpfe in der Hand. So offenbart sich schon bald, das ein enormes Ereignis aus der Zukunft die Welt im 17. Jahrhundert gefährdet, und es stellt sich die Frage ob dies etwas mit der jungen Virginia Dare zu tun haben könnte oder ihrem mysteriösen Beschützer Rojhaz…
FAZIT:
Neil Gaimans Version des frühen Marvel Universums, welches trotzdem in der normalen Kontinuität verankert ist, weiß sehr wohl zu überzeugen. Man findet viele bekannte Figuren, erkennt Parallelen zur Neuzeit, und entdeckt dennoch viel neues. Auch die angepasste Wortwahl, welche anfangs noch etwas ungewohnt ist, passt perfekt zum Gesamtbild und verfeinert die Geschichte. Dazu trägt auch Andy Kuberts Artwork bei, welches mit seinem feinen Strich, den etwas blasseren Konturen und dem gelungenen Panelaufbau den Lesefluss deutlich fließender gestalten. Alles in allem ist Neil Gaimans „Marvel 1602“ eine gelungen Reise in die Vergangenheit und die Frühzeit des Marvel Universums mit einer fantastischen Story, gelungenen Bildern und einem kleinen Manko. Abgesehen von den Namensangleichungen haben die Figuren stellenweise viel zu viel mit ihren späteren Ichs gemeinsam. Da hätte ich mir ein wenig mehr Experimentierfreude gewünscht. So kann man als Leser fast schon blindlings viele Handlungen der Protagonisten vorausahnen. Das ist schade, und es hätte dem ganzen durchaus sehr gut getan wenn Gaiman sich da etwas weiter aus dem Fenster gelehnt hätte.

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