Gratis Comic Tag 2015 – Die Reviews (31): Don Quixote [Egmont]

GCT 2015 LogoLangsam aber sicher nähere ich mich dem Ende der Gratis Comic Tag-Reviews. Heute ist mit Don Quixote, der letzte Egmont-Titel an der Reihe und bringt ein Thema, welches bereits 2012 bei Carlsen einmal verendet wurde. Damals war es Flix, der den tragisch komischen Helden interpretierte.

Don Quixote
[Egmont, Mai 2015]

Alonso Quexana ist ein großer Fan alter Rittergeschichten. Doch irgendwann macht sein Geist nicht mehr mit und er schnappt über. Fortan glaubt er selbst ein Ritter, mit dem Namen Don Quixote de La Mancha, zu sein. Er macht sich auf, um als fahrender Ritter Gutes zu tun, und das alles nur, weil er verliebt ist in ein Bauernmädchen, für das er schwärmt und dem er den Namen Dulcinea del Toboso. Doch das Leben als fahrender Ritter ist weder einfach, noch ungefährlich. Deshalb sucht er sich einen Knappen, den Bauerntölpel Sancho Pansa. Gemeinsam bereisen sie nun die Welt …

Der Beginn von Don Quixote ist noch ganz witzig. Die Art und Weiße, wie Rob Davis den Stoff adaptiert gefällt mir sehr gut. Doch leider hält es nicht bis zum Ende an. Immer wieder gibt es zwischendurch Etappen, die sich ziehen und denen es leider an Schwung und Humor fehlt. Zwar gibt sich Davis große Mühe den Stoff mit einem Augenzwinkern zu präsentieren, alleine dadurch schon, dass er den eigentlichen Autoren von Don Quixote, als eine Art Erzähler einbaut, der sein Werk aus dem Gefängnis heraus, in dem er es angeblich erdacht haben soll, vorträgt. Durch diese Erzählweise, als Beobachter der vom Autor an die Hand genommen wird, entstehen immer wieder sehr komische Momente, vor allem dann, wenn der Autor auf Informationen aus seinem „Werk“ heraus reagiert. Der kantige Zeilenstil mit starken Linien und großen vollfarbigen Flächen passen hierbei sehr gut zu dem etwas verschrobenen Helden der Geschichte.

Sieht man einmal von den zwischenzeitlichen Längen ab, ist Don Quixote eine gelungene und humorvolle Adaption des Stoffes von Miguel De Cervantes, ohne es dabei zu verwässern oder gar zu verhöhnen. Die Adaption ist vielmehr sehr liebevoll und mit Hochachtung vor dem Werk entstanden und wirkt dennoch frisch und innovativ. Selbst wenn man Don Quixote bereits in mehrfacher Ausführung kennen sollte.

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