Ma-Co-Re-Mix (Vol. 36) (Die neuen X-Men Nr. 10 & 11)

Heute gibt es die doppelte Dosis X-Men, denn mit den Heften 10 und 11 schließt die Battle of the Atom-Storyline und die wollte ich komplett genießen und nicht mit andauernden Unterbrechungen. Darum habe ich die Reviews ein wenig umgestellt und versuche lieber ein paar zusammenhängende Hefte zusammenzufassen, zumindest dort wo es passt.

MaCoReMix

Die neuen X-Men Nr. 10 [Mai 2014]

Autor: Jason Aaron, Brian Michael Bendis, Brian Wood
Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Stuart Immonen, David Lopez
Format: Heft
Umfang: 76 Seiten
Inhalt: Wolverine & The X-Men 36, All-New X-Men (2013) 17 & X-Men (2013) 6
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Während Emma Frost mit ihren drei Schülerinnen und der jungen Jean Grey ein Psi-Gefecht gegen die ältere Jean alias Xorn aus der Zukunft führt, eskaliert auch in der realen Welt die Lage. Der junge Cyclops will nicht tatenlos zusehen und Wolverine ist der Meinung, dass die jungen X-Men aus der Vergangenheit auch genau dort wieder hingehören. Unterdessen reist Magik mit den in der Schule zurückgebliebenen jungen Beast und Iceman in die Zukunft, aus der die neuen X-Men stammen. Dort entdecken die drei ein furchtbares Geheimnis. Denn die Zukunft ist nicht so, wie es die X-Men aus jener Zeit geschildert haben …

Drei US-Hefte und insgesamt mehr als 70 Seiten Umfang sind es, zumindest auf dem Papier. Denn effektiv bleiben davon nicht viele Seiten übrig die sich alleine der Handlung widmen. Zieht man dann noch Werbung, Redaktionelles (das wie immer sehr gut und informativ ist) und die Originalcover ab, welches zusammen immerhin auch noch einmal 16 Seiten macht, bleibt sogar noch weniger. Und dann wären da noch ein Haufen doppel- und einseitige Splashpages, die zwar toll aussehen, zur Handlung aber nichts beitragen. Kurz gesagt, man könnte dieses Heft auch mit der Hälfte an Umfang ausstatten und würde dennoch nichts an Story einbüßen. Sowohl Jason Aaron, als auch Brian Michael Bendis legen den alleinigen Wert auf die Action und Dramatik. Das Persönliche und Zwischenmenschliche liegt in den Händen von Brian Wood, wobei dies hier auch schwächer ausfällt, als noch im letzten Heft.
Zeichnerisch gibt es weniger auszusetzen. Mit Stuart Immonen ist wieder einer meiner Favoriten an Bord und auch Giuseppe Camuncoli, der bereits Spider-Man zeichnete, ist ein echter Hingucker in Sachen Details, Dynamik und Storytelling. Der dritte im Bunde, David Lopez leistet erneut guet Arbeit, ist abe rim Grunde der Schächste von den Dreien. Aber und das ist wiederum etwas Gutes in meinen Augen, hatte ich bei seiner Ausgabe, in Zusammenarbeit mit brian Wood als Autor, wieder dieses schöne X-Men-Feeling, wie damals bei Condor mit der „Die neuen X-Men“-Heftserie mit Chris Claremont und Ann Nocenti.

Battle of the Atom kommt inzwischen ein wenig ins Straucheln und begibt sich leider mehr in Richtung hirnlose Action. Und das, obwohl es genug ungenutztes Potenzial gibt. Dies ist dummerweise ein Manko vieler Events und Crossover der letzten Jahre. Aber vielleicht tut sich ja zum Ende hin noch etwas und selbst wenn nicht, ist es mit Heft Nummer 11 sowieso abgeschlossen.

Die neuen X-Men Nr. 11 [Juni 2014]

Autor: Brian Michael Bendis, Jason Aaron, Brian Wood
Zeichner: Chris Bachalo, Giuseppe Camuncoli, Esad Ribic, Kristopher Anka, Stuart Immonen
Format: Heft
Umfang: 84 Seiten
Inhalt: Uncanny X-Men (2013) 13, Wolverine and the X-Men 37 & X-Men: Battle of the Atom (2013) 2
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Die vermeintlichen X-Men der Zukunft, die sich inzwischen als die Bruderschaft der Zukunft herausgestellt haben, versuchen die X-Men der Vergangenheit die sich noch immer in der Gegenwart befinden in ihre Zeit zurückzuteleportieren. Doch irgendetwas funktioniert nicht und so müssen sie vorerst bleiben, wo sie sind. Stattdessen tauchen nun auch noch die echten X-Men der Zukunft aus und die Lage eskaliert, als die Bruderschaft der Zukunft die Cape Citadel-Militärbasis angreifen und somit auch noch S.H.I.E.L.D. auf den Plan rufen. Diese greifen nicht nur mit Raketen aus den Helicarriers an, sondern haben auch ihre eigenen Sentinels dabei. Jetzt gilt es nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft zu retten …

So gut, wie Battle of the Atom begann, so unrühmlich ist es in meinen Augen auch zu Ende gegangen. Die Handlung hatte am Schluss kaum noch Substanz und auch sonst überzeugt es nicht mehr so, wie noch am Anfang. Zu gehetzt und zu sehr auf dramatische und opulente Action wirkt es nun getrimmt, und dies gefällt mir persönlich nicht wirklich. Zumal die X-Men hier mit einem wirklich tief greifenden Problem, dem der Zeitreise und deren Auswirkungen, zu kämpfen haben. Doch dieser Kampf tritt zugunsten mehrseitiger Actionszenen in den Hintergrund und verschwindet fast vollständig. Nur am Ende in einigen Epilogen wird es noch einmal kurz aufgegriffen.
Genauso verwirrend und unübersichtlich wie die Handlung ist auch die Optik. Zumindest beim letzten Kapitel, an dem fünf verschiedene Zeichner mitgewirkt haben. Die Kritikpunkte von Chris Bachalo aus Heft 9 sind immer noch aktuell und auch bei Giuseppe Camuncoli und Stuart Immonen hat sich meine Meinung nicht geändert. Da wären aber noch Esad Ribic und Kristopher Anka, die mich persönlich nicht überzeugen können. Außerdem gilt auch hier, wie bei Heft 10, dass man sich locker 50 Prozent der Seiten hätte einsparen können, da sie in meiner Auffassung weder handlunsgrelevant sind, noch gut aussehen.

Mit diesem umfangreichen aber ehrlicherweise auch inhaltsarmen Heft ist Battle of the Atom abgeschlossen und irgendwie bin ich auch froh darüber. Zum einen kehrt nun hoffentlich ein wenig Ruhe ein und man kann sich wieder dem widmen, was die X-Men in meinen Augen ausmachen, und zum anderen hört dieser Wechsel zwischen den Serien, und die damit verbundene schwankende Qualität auf. Leider bedeutet dies aber auch, dass das Zepter wieder vorrangig in Bendis‘ Hand liegt, was nicht gerade positiv ist.

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