Ma-Co-Re-Mix (Vol. 69) [Rocket Raccoon Nr. 2 & The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 4]

Nach einer Woche Pause, in der es das Asterix Review Special gab, geht es im heutigen Review mit dem zweiten Rocket Raccon Band und der vierten Ausgabe der The Stand-Comicadaption weiter. Langsam aber sicher schaffe ich es dann doch, meinen Lesestapel etwas zu verkleinern. Vielleicht bin ich ja auch irgendwann so aktuell, dass ich mit Re-Reads beginnen kann, von Ausgaben, die ich vor meiner Blogzeit gelesen habe. Aber das steht noch in den Sternen, wie so vieles andere auch …

MaCoReMix

Rocket Raccoon Nr. 2: Quer durch die Galaxie und dann links [August 2015]

Autor: Skottie Young
Zeichner: Skottie Young, Jake Parker, Filipe Andrade
Format: Softcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Rocket Raccoon (2014) 5-8
Verlag: Panini Comics
Preis: 9,99 Euro

Kaum, dass Rocket die Ereignisse um seinen Doppelgänger hinter sich gebracht hat, warten schon einige neue Abenteuer auf ihn. Ego, den lebenden Planeten von seinen Läusen zu befreien ist dabei noch die einfachste Aufgabe. Wesentlich schwieriger wird es auf dem Eisplaneten Fron, wo sogar das Leben seines besten Freundes Groot plötzlich auf dem Spiel steht. Dagegen war der Campingausflug im Humpaloof-Wald auf dem Planeten Juxx geradezu ein Spaziergang …

Alles beginnt mit einer kurzen sehr unterhaltsamen Geschichte, die komplett von Skottie Young stammt und in der Groot eines seiner aufregendsten Abenteuer zum Besten gibt. Natürlich auch nur mit seinen Worten, wodurch dem Leser einiges an Aufmerksamkeit abverlangt wird, weil Groots Wortschatz, wie vielen sicherlich bekannt ist, stark beschränkt ist. Doch schon nach wenigen Panels, beginnt man die drei bekannten Worte mit jeweils anderer Betonung zu lesen, wodurch eine gewisse Verständlichkeit entsteht. Eine sehr witzige und dennoch spannende Art der Erzählweise, die Young hier nutzt. Aber auch die restlichen Abenteuer sind sehr unterhaltsam, witzig und kurzweilig, und das sage ich, obwohl ich gewisse Probleme mit Science Fiction-Stoffen habe. Hier machen es aber neben den Figuren, auch der Humor, mit dem Skottie die Geschichten würzt.
Hinzu kommen die wirklich gelungenen Zeichnungen, nicht nur von Skottie Young, den ich, wie viele wissen, sowieso verehre, sondern auch jene von Jake Parker, dessen Stil dem Youngs recht ähnlich ist und Filipe Andrade, der zwar ein wenig düsterer und noch skizzenhafter, dafür aber auch irgendwie malerischer wirkt.

Rocket macht mir nach wie vor einen Riesenspaß und ich freue mich schon auf die nächsten Ausgaben. Ich hätte nicht wirklich erwartet, dass ein kleiner Waschbär und ein wortkarger Baum reichen, um eine Serie alleine zu tragen, aber ich habe mich geirrt, und das freut mich sehr.

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 3: Schergen des Bösen [Oktober 2011]

Autor: Roberto Aguirre-Sacasa
Zeichner: Mike Perkins
Format: Softcover/Hardcover/Limitiertes Hardcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: The Stand: Hardcases (2010) 1-5
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,95 Euro (SC) / 24,95 Euro (HC) / 39,95 Euro (Lim. HC)

Die Gemeinschaft um Abigail Adams hat sich in der Freizone um Boulder niedergelassen und versucht eine neue Gesellschaft aufzubauen, während Randall Flaggs es sich mit seiner Armee in Las Vegas gemütlich gemacht hat. Flaggs und seine Gefolgsleute leben einen harten Stil, bestrafen alle, die nicht dem Willen und Befehlen Flaggs gehorchen mit drastischen Mitteln. Doch auch in Boulder spielen nicht alle mit offenen Karten. Allen voran Harold Lauder. Als auch Mutter Abigail erkennt, dass sie nicht frei von Sünde ist, begibt sie sich auf eine Wanderschaft …

Jeder Band der „The Stand“-Comicadaption beinhaltet einen eigenständige Miniserie, die sich im Kern mit jeweils eine anderem Hauptthema befasst, und die zusammen dennoch das Werk von Stephen King gut wiedergibt, ohne dabei zu langweilen, selbst wenn man Roman und Verfilmung bereits kennt. Dennoch verzichtet Roberto Aguirre-Sacasa darauf, den Roman einfach nur zu bebildern, oder die Verfilmung als Comic zu adaptieren und versucht einen eigenständigen Weg zu gehen. So widmet er sich auch den zentralen Themen des Romans und den sehr wichtigen zwischenmenschlichen Beziehungen, nutzt aber grundsätzlich andere Blickwinkel und Sichtweisen der verschiedenen Figuren, nicht nur, um ein anderes Bild der Szenarien zu formen, sondern auch zusätzliche Einblicke in das gesellschaftliche Leben der beiden Lager zu gewähren.
Hierbei sind Mike Perkins malerische Bilder von essenzieller Bedeutung, da sie nicht nur den Figuren Leben einhauchen, sondern auch die Landschaften fast schon fotorealistisch abbilden. Und trotzdem nicht versucht wird die Verfilmung zu kopieren, kommen einem gelegentlich dennoch gewisse Bilder eben jener Adaption vor das geistige Auge, während man diesen Band liest. Vergleicht man dann aber aus reiner Neugier parallel die beiden Adaptionen, so musste ich feststellen, dass gewisse Szenen zwar ähnlich angelegt, aber visuell nicht kopiert wurden. Perkins schafft es einfach nur, alles so cineastisch zu präsentieren, dass man glaub es bereits gesehen zu haben.

Ja, ich kenne den Roman auswendig und auch die Verfilmung habe ich bereits öfter gesehen, als ich Finger an meinen Händen habe. Und dennoch werde ich auch jetzt noch von dieser Adaption wunderbar gefesselt und lasse mir den einen oder anderen wohligen Schauer über den Rücken jagen. So kann es dann ruhig noch die letzten beiden Bände weitergehen.

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