Iron Man/Hulk Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Heute gibt es ein weiteres Marvel NOW!-Review zur morgen erscheinenden Heftserie Iron Man/Hulk. Wie gut schlagen sich die beiden Rächer in einem Heft?

Iron Man/Hulk Nr. 1 (Marvel NOW!)

Eigentlich wollte Tony Stark ein bisschen entspannen. Auch wenn ihm seine Partnerin Pepper Potts einen Strich durch die Rechnung machen will, als er ein vermeintlich dummes Blondchen abschleppen will. Dich ausgerechnet jetzt bekommt Tony eine SMS von May Hansen. Diese hatte damals Extremis entwickelt, welche Tony Stark und seine Rüstung auf die nächste Stufe gehoben hatte. Nun wurde sie aber ermordet und Extremis geraubt. Jetzt kann nur noch Tony Stark, alias Iron Man, das Schlimmste verhindern.
Ganz andere Probleme hat indessen der Hulk. Oder eben auch nicht. Denn Bruce Banner schafft es Maria Hill, ihres Zeichens S.H.I.E.L.D.-Direktorin, zu überzeugen, den Hulk aufzunehmen und ihm selbst unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit diesen will er während der Phasen, in denen er nicht das grüne Gammamonster ist, der Menschheit Gutes zu tun. Hierfür legt er Maria Hill einen Reinigungsfilter für Wasseranlagen vor mit dessen Hilfe innerhalb von fünf Jahren alle durch Wasser verursachten Krankheiten ausgerottet werden könnten. Doch wird S.H.I.E.L.D. auf diese Forderungen eingehen und Hulk zu einem S.H.I.E.L.D.-Agenten machen?

Hulk Smash! Aber diesmal eben nicht nur.

Hulk Smash! Aber diesmal eben nicht nur.

Kieron Gillen tritt bei Iron Man ein schweres Erbe an. Immerhin hat Matt Fraction in seinem langen Wirken an der Serie etwas vorgelegt, dass schwer zu erreichen und noch schwerer zu halten sein wird. Dennoch gab es Hoffnung. Diese jedoch wurde bereits nach den ersten Seiten zerstört und gnadenlos auf dem Boden zerschmettert. Nicht nur dass die Story belanglos wirkt, auch die Zeichnungen von Greg Land sind kaum zu ertragen. Fotohintergründe, die mit einfachsten Bildbearbeitungsprogrammen angepasst wurden, sind dabei noch das harmloseste. Hinzu kommen Posen der Figuren, wie man sie in Hunderten von Modeillustrierten tausendfach gesehen hat. Auch hier schafft es „Copy-Man“ Land seine „Talent“ darzustellen. Da helfen auch die bonbonbunten Farben von Guru eFX nicht mehr weiter. Insgesamt ist das Artwork bei Iron Man zwar durchaus realistisch, aber insgesamt auch seelenlos und platt.

Iron Man über der Stadt. Richtig malerisch. Dank Photoshop ist alles möglich.

Iron Man über der Stadt. Richtig malerisch. Dank Photoshop ist alles möglich.

Was bei Iron Man noch wortwörtlich vor den Baum gefahren wird, klappt bei Hulk um so besser. Mark Waid kreiert eine faszinierende und spannende Geschichte, die Hulk neu definiert. Nicht mehr nur das Monster steht nun im Vordergrund, sondern auch Banner. Und dieser will ab sofort mit seinem Geist überzeugen und seinen Freunden, wie Reed Richards und Tony Stark, nacheifern. Unterstützt wird Waid hierbei von Leinil Francis Yu. Dieser ist ein Zeichner, der mir persönlich nicht immer zusagt. Vor allem wenn es darum geht, Gesichter und deren Mimik darzustellen. Hier macht er aber trotzt dieser persönlichen Unzulänglichkeit seine Arbeit sehr gut und schaffte es die Handlung stimmungsvoll in Bildern umzusetzen. Zusammen mit den gedeckten Farben von Sunny Gho wirkt das Gesamtbild sehr ernsthaft und gediegen. Eben auch passend zum Charakter von Bruce Banner.

Bruce und Maria Hill im intensiven Gespräch.

Bruce und Maria Hill im intensiven Gespräch.

FAZIT:

Eigentlich bin ich seit meiner Jugend gewohnt in Deutschland Comicserien zu lesen, die immer und irgendwie Zweitserien enthielten. Oftmals waren richtige Perlen darunter, die sonst alleine niemals den Weg über den großen Teich geschafft hätten. Dass Panini bei einigen Serien dieses Format weiterführt, ist unter gewissen Punkten verständlich. Schade ist es eigentlich nur dann, wenn die Hauptserie so eine Gurke ist, wie es hier der Fall ist, und die Zweitserie der eigentliche Diamant. Dies könnte der Heftserie sonst ziemlich schnell einen Gnadenstoß versetzen. Vor allem, wenn viele Leser, so wie ich persönlich auch, lieber auf eine Tradeveröffentlichung des grünen Monsters mit dem hellen Köpfchen warten werden. Andererseits muss ich gestehen, dass Iron Man aufgrund der Kinofilme wohl die bessere Zugkraft haben wird, und mit seinem Artwork wohl auch eher die Kinogänger anspricht, wohingegen Hulk die langjährigen Comicleser schneller überzeugen wird.

Ein Bild wie es aus jedem x-beliebigen Werbeprospekt hätte stammen können.

Ein Bild wie es aus jedem x-beliebigen Werbeprospekt hätte stammen können.

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 4) (FF – Fantastic Four Nr. 5, Venom Nr. 6)

Der vierte Re-Mix steht bereit. Diesmal mit zwei Finalausgaben. Naja irgendwie zumindest.

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 3) (FF – Fantastic Four Nr. 4, Venom Nr. 5)

Weiter geht es mit dem nächsten Review-Mix. Die weiteren Ausgaben der Fantastic Four und Venom sind bereit.

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 2) (FF – Fantastic Four Nr. 3, Venom Nr. 4)

Auch heute gibt es einen neuen Ma-Co-Re-Mix mit zwei weiteren Ausgaben der FF – Fantastic Four und Venom.

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 1) (FF – Fantastic Four Nr. 2, Venom Nr. 3)

Ihr wundert euch bestimmt, was ich mit dieser Abkürzung sagen will. Das ist ganz einfach. Hinter dieser Rubrik verbergen sich zukünftig bunt gemischte Marvel Kurz-Reviews, die nicht in die Rubriken der Klassiker oder der monatlichen Serien passen. Beginnen wird diese Rubrik mit einer Reihe von FF – Future Foundation/Fantastic Four und Venom-Ausgaben.

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Wolverine Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Auch heute gibt es eine weitere Marvel NOW!-Review aus Panini neu gestarten Heftserien. Diesmal ist es das erste Double-Feature-Heft mit Wolverine und Deadpool.

Wolverine Nr. 1 (Marvel NOW!)

Wenn es etwas gibt, das Wolverine überhaupt nicht mag, dann ist es, wenn Unschuldige sterben müssen. Als jedoch ein verrückter Geiselnehmer nach und nach seine Geiseln tötet und es dann auch noch auf seinen Sohn abgesehen hat, muss er etwas unternehmen. Aber der Verrückte hat eine Strahlenwaffe, die aus Menschen binnen Sekunden Staub macht. Doch kaum das Wolverine den Geiselnehmer ausgeschaltet hat, entpuppt sich sein Sohn als ebenso gefährlich …
Andere Gegner hat dagegen Deadpool. Denn der plappernde Söldner darf sich mit mehreren toten Präsidenten auseinandersetzen, die als Zombies zurückkehren. Und da ein Captain America sich als Präsidentenmörder wirklich nicht gut macht, muss eben der gute Wade Wilson ran …

Wolverine greift an.

Wolverine greift an.

Wolverine kommt als fasst schon klassisches Abenteuer daher. Keine großen Neuerungen, sondern eine Figur wie man sie kennt und auch liebt. Die Geschichte selber ist nichts besonderes, ruft aber ein gewisses Nostalgie-Feeling bei mir hervor. Ein großes Problem jedoch ist, dass dieser „neue“ Wolverine wesentlich geschwätziger ist. Während ich einen eher ruhigen und distanzierten Wolverine kenne und gewohnt bin, arbeitet er hier sogar mit der Polizei zusammen und rechtfertigt sein Denken und handeln. So richtig anfreunden kann ich mich damit noch nicht. Ähnlich ist es mit Deadpool. Dass ich kein wirklicher Freund des Söldners mit der großen Schnauze bin, habe ich schon mehrfach, auch auf diesem Blog, erwähnt. Dennoch hätte mich ja diese neue Serie faszinieren können. Hätte. Tut sie aber leider nicht. Obwohl die Story-Idee echt gelungen und herrlich abgedreht ist, geht mir Wade schon nach kurzer Zeit auf die Nerven. Sein dummes Geschwätz mag vielen gefallen, micr persönlich jedoch nicht. Mit einem anderen Helden würde die Geschichte aber leider nicht funktionieren.

Deadpool auch. Aber irgendwie anders.

Deadpool auch. Aber irgendwie anders.

Auch grafisch ist Wolverine eher einfach gehalten und erinnert an frühere Abenteuer. Leider hat dies aber auch Nachteile. Denn die Details fallen wie auch die Farbgebung sehr dünn bzw. flach aus. Somit bleibt das Artwork von Alan Davis leider nur Durchschnitt. Ganz anders ist es hingegen mit Deadpool. Hier darf Tony Morre zeigen, was er wirklich kann. Dank Moore blüht die Geschichte richtig auf und die abgedrehte Idee kommt sehr gut zur Geltung. Doch das alleine reicht mir persönlich nicht aus. Schon gar nicht, wenn man im Hinterkopf den Gedanken hat, das Moore nie lange an einer Serie als Zeichner dranbleibt.

Fast schon klassisch, wie Wolverine aus einem Haufen Knochen herauskommt.

Fast schon klassisch, wie Wolverine aus einem Haufen Knochen herauskommt.

FAZIT:

Zwei Helden, die eigentlich grundverschieden sind und dennoch eine Gemeinsamkeit haben. Das Waffe X Projekt. Trotzdem kann mich, wenn ich schon Eine wählen müsste, nur Wolverine überzeugen. Dies liegt vor allem daran, dass es ein klassisches Flair mit sich bringt. Dennoch ist keine der beiden Serien ein wirklicher Hit und auf Dauer würden wohl beide, bei der aktuellen Qualität, nicht lange bei mir durchhalten. Zum Testen und für zwischendurch sind sie aber ganz okay. Nur monatlich muss ich sie mir nicht geben, und selbst wenn sie im Trade kommen, würde ich bei Wolverine noch zweifeln, und Deadpool käme sowieso nicht in Frage. Aber das ist eine persönliche Sache. Technisch ist Deadpool durchaus in Ordnung.

Echt abgedreht. Deadpool gegen Zombiepräsidenten.

Echt abgedreht. Deadpool gegen Zombiepräsidenten.

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Avengers Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Heute geht es weiter mit der nächsten Heftserie unter dem neuen Marvel NOW!-Banner. Die Avengers. Wie auch das gestrige Spider-Man und das morgen folgende Wolverine und Deadpool, erscheint Avengers offiziell morgen am 9. Juli.

Avengers Nr. 1 (Marvel NOW!)

Mit Ex Nihilo steht der Erde eine neue und massive Bedrohung bevor, wie sie selbst die versierten Rächer noch nicht erlebt haben. Dieser gottähnliche Gegner will von seiner „Garten“ auf dem Mars, in dem Glauben Gutes zu tun, die Erde verändern, terraformieren, um sie zu retten. Denn ein seinen Augen sieht er für die Menschheit keine Zukunft mehr. Als die Avengers nun das erste Mal auf ihn treffen, gibt es bereits die erste Ernüchterung. Er besiegt mit seinen zwei Gehilfen, seiner Schwester Abyss und dem Androiden Aleph. Binnen kürzester Zeit sind Thor, Iron Man, Hulk, Hawkeye, Black Widow und Captain America geschlagen und als Warnung schickt Ex Nihilo den geschundenen Captain wieder zurück zur Erde. Doch dort gibt er nicht auf, sondern sammelt viele Freunde um sich, um einen neuen Angriff zu wagen …

Ex Nihilo will die Erde verändern.

Ex Nihilo will die Erde verändern.

Wenn Jonathan Hickman etwas in die Hand nimmt, dann kann daraus etwas ganz Besonderes werden. Schon seine Serie FF – Future Foundation konnte mit frischen Ideen und klassischen Anleihen punkten, und somit etwas Bekanntes vollkommen neu präsentieren. Und ähnliches versucht er nun mit den Avengers. Zu Beginn wird das fast schon klassische Team zusammen mit dem Hulk präsentiert, nur um im Verlauf des Heftes mit weiteren „Ersatz“-Rächern erweitert zu werden. Dabei legt Hickman weniger Wert auf eine detaillierte Darstellung der einzelnen Rekrutierungen, als vielmehr die Begründung, warum eine solche „Aufstockung“ notwendig ist. Leider bleiben alle Figuren in dieser Ausgabe eher flach und entwickeln kaum Profil. Selbst der böse, böse Superschurke ist irgendwie nur ein Abziehbild, des klassischen Gegners mit einer noch klassischeren Bedrohung. Alles ist ein wenig zu klischeehaft und vorhersehbar. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass dies nur einleitend ist und Hickman bald zu alter Form aufläuft. Spannend ist die Geschichte, trotz der bekannten Faktoren, auf jeden Fall.

Aber die Avengers haben etwas dagegen.

Aber die Avengers haben etwas dagegen.

Für die Umsetzung von Hickmans Visionen ist Jerome Opeña verantwortlich. Mit seinen filigranen Bildern zaubert er Unmengen an Details auf jede Seite. Für meinen Geschmack stellenweise zu viele davon. Die Gesichter sehen auf manchen Panels durch die vielen kleinen, feinen Striche aus, wie Falten und dadurch wirken die Figuren, als wären sie sehr alt. Sehr gelungen hingegen sind dafür die Landschaften. Hier wirken die Details weniger störend und werten das Artwork sogar noch auf. Ähnliches gilt für die Farbgebung von Dean White. Diese ist immer sehr dezent und unterstützt die Zeichnungen von Opeña, ohne aufdringlich zu wirken.

Doch sie müssen sich geschlagen geben.

Doch sie müssen sich geschlagen geben.

FAZIT:

Eine spannende Geschichte mit Zeichnungen, die nicht so ganz meinen Geschmack treffen. Das ist schon eine schwierige Sache. Aber ich denke, dass die Avengers erst einmal eine Chance bekommen. Denn immerhin kann auch ein Jonathan Hickman mit zwei Heften noch keinen Meilenstein abliefern. Und vielleicht werde ich ja auch mit Opeña noch warm. Zusätzlich hat das Heft bzw. die Serie ja noch einen Bonus. Spider-Man. Und da kann ich immer nur sehr schwer Nein sagen.

Rächer sammeln!

Rächer sammeln!

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Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Heute gibt es die erste Marvel NOW!-Review zu einer der neuen Heftserien von Panini. Und als großer Fan von Spider-Man kann es natürlich nur die Nummer 1 der neuen Spider-Man-Serie sein …

Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!)

Doctor Otto Octavius ist tot. Lang lebe Peter Parker und Spider-Man. Oder so ähnlich. Denn hinter der Fassade des braven Peter Parker steckt nun kein geringerer als der Geist von Octavius. Nach den Ereignissen, der letzten Wochen, hat sich im Leben von Spider-Man einiges geändert. Das letzte Vermächtnis von Peter war, dass er Otto seine Lebensgeschichte durchleiden ließ und ihm somit sein Lebensmotto von Macht und Verantwortung ins Gehirn brannte. Nun handelt auch der neue Spider-Man nach diesem Credo, jedoch nicht ohne einiges grundlegend zu ändern. Mit Hilfe von Spider-Bots und einer Tablet-App schafft er es, die Stadt zu überwachen, neue Erfindungen helfen ihm bei der Verbrecherjagd und auch sein Verhalten Mary Jane gegenüber ist wesentlich forscher und kalkulierbarer geworden. Sogar J. Jonah Jameson schüttelt dem neuen Netzschwinger die Hand und bedankt sich für sein Handeln. Alles scheint gut zu werden, wenn da nicht Peters Geist wäre, der dies alles nicht so wirklich fassen kann und es immer wieder schafft, Ottos Handeln ein klein wenig zu lenken und zu beeinflussen. Gibt es vielleicht noch eine Chance auf Rückkehr …?

Der neue Spider-Man!

Der neue Spider-Man!

Dan Slott hat Spider-Man zumindest oberflächlich gesehen, ganz schön ungekrempelt. Schaut man sich das Ganze jedoch etwas genauer an, merkt man, dass es kaum Änderungen gibt. Noch immer kämpft Spider-Man gegen das Böse, und noch immer steckt das Gesicht von Peter Parker unter der Maske. Dass mit dem leicht veränderten Verhalten versucht wird, diesen neuen Spider-Man wesentlich entschlossener zu machen, ist streng genommen auch nicht neu. Schon einmal hatte Spider-Man eine dieser „härteren“ Phasen. Auch damals wurde er aggressiver und direkter. Diesmal steckt zwar mehr Kalkül dahinter, doch im Endeffekt ist es die gleiche Richtung. Dennoch ist Slotts Idee nicht schlecht. Einen von Spider-Mans alten Gegnern in das neue Kostüm zu stecken ist schon verwegen. Doch dadurch, dass Peter im sein Lebensmotto mit dem Holzhammer eingetrichtert hat, sind die besten Möglichkeiten wieder zunichtegemacht worden. Ich bin zwar ein Fan von dem klassischen Parker und seiner bisherigen charakterlichen Entwicklung, aber ab und zu etwas Neues kann nicht so schlecht sein. Ein bisschen kommen mir da die Erinnerungen wieder, als ein jüngerer und mit blonden Haaren ausgestatteter Peter Parker, als Ben Reilly die Aufgabe des neuen Spider-Man übernommen hatte. Viel Neues wurde damals eingeführt und binnen kürzester Zeit wuchs einem Ben ans Herz. Und der Abschied von Peter fiel nicht einmal schwer, denn dieser war mit MJ ja „nur“ nach Portland ausgewandert und konnte jederzeit vorbeischauen. Diesmal gibt es nicht so einfache Möglichkeiten, aber ich schätze einmal, dass selbst jetzt schon die Idee für Peters Rückkehr irgendwo fertig in einem Schubfach bei Marvel schlummert. Nur für den Fall, dass Otto als Spider-Man nicht mehr bei den Lesern ankommt.

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Jetzt noch gefährlicher!

Wesentlich überzeugender als die Geschichte, sind dafür die Zeichnungen von Ryan Stegman, der zuletzt an Scarlet Spider gearbeitet hat und dort schon ein atemberaubendes Artwork vorweisen konnte. Man kann also sagen, dass Stegman schon Erfahrungen mit Spinnen hat. Und das merkt man wirklich von der ersten Seite an. Sein dynamischer Strich ist perfekt um den, mehr oder weniger, neuen Spider-Man visuell einzufangen. Und auch wenn es nicht sofort auffällt: Spider-Man hat ein neues Kostüm erhalten. Dieses orientiert sich, wen überrascht dies, an der Version aus dem Kinofilm „Amazing Spider-Man“, auch wenn statt Blau, die Hauptfarbe Schwarz ist und auch die Spinnensymbole auf Brust und Rücken nicht so dominant wie in der Filmvorlage. Wesentlich auffälliger hingegen ist das Charakterdesign des „neuen“ Peter Parker. Stegman lässt gezielt Merkmale der Gestik und Mimik von Octavius mit einfließen. Und auch wenn Peter in den Labors von Horizon herumwerkelt, sieht er mit dieser neuen Brille mehr aus wie Dr. Octopus als wie Peter Parker. Das alles ist zwar auf den ersten Blick sehr interessant, wirkt aber schon in dieser ersten Ausgabe eher ermüdend, was aber keine Kritik an Stegmans Arbeit an sich darstellt. Denn diese ist sehr gelungen und wird durch die Farbgebung von Edgar Delgado noch verstärkt.

Und ein Freund des Bürgermeisters!

Und ein Freund des Bürgermeisters!

FAZIT:

Spider-Man unter dem Banner von Marvel NOW! ist auf den ersten Blick sehr faszinierend, und bei genauerem Hinsehen immer noch spannend und unterhaltsam. Doch leider gibt es auch einige Punkte, die noch verbesserungswürdig sind. Das Charakterdesign wirkt stellenweise übertrieben und unglaubwürdig, genau wie die plötzlichen Reaktionen auf den neuen Spider-Man. Die Tatsache, dass bereits jetzt ein Hintertürchen zu erkennen ist, um die aktuelle Situation umzukehren, trübt ebenfalls ein wenig den Lesespaß. Zumindest aus der Sicht der Veränderung. Für diejenigen, die mit dem aktuellen Status quo überhaupt nicht zurechtkommen, ist es ein Hoffnungsschimmer.
Insgesamt jedoch bleibt Spider-Man ein Must Have-Titel unter den Neustarts des Marvel NOW!-Banners und ist in meinen Augen nicht nur für Fans des Netzschwingers eine Empfehlung.

Einen Schlag bei Frauen, hat er auch noch.

Einen Schlag bei Frauen, hat er auch noch.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Panini

Spider-Man & The Avengers (12) (Spider-Man Nr. 110-111 & Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1)

Heute gibt es das große Finale. Viele werden enttäuscht sein, andere begeistert und vermutlich den meisten, wird es ergehen wie mir. Ich habe versucht das Review zur Finalausgabe so gut wie es geht, ohne Spoiler zu verfassen. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass manche eventuell Infos erhalten könnten, die sie so nicht erwarten. Daher weiterlesen auf eigene Gefahr.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 110 [Panini, Dezember 2012]

Roderick Kingsley ist zurück, und er ist nicht erfreut darüber, dass inzwischen jemand anderes, als sein Bruder unter der Maske des Hobgoblin steckt. Doch Phil Urich, der inzwischen als Hobgoblin in den Diensten des Kingpin steht, hat derweil einen anderen Auftrag. Zusammen mit einem Verräter aus Horizons Kreisen will er Spider-Mans Spinnensinn lahmlegen. Zu Peters Unglück scheint das Gerät auch zu funktionieren und verursacht bei ihm schwere Kopfschmerzen. Leider genau in dem Moment, wo Peter sich im Bugle befindet, unweit von Phil Urich. Dieser erkennt seine Chance, und entführt den „Waffen-Ausstatter“ von Spider-Man ohne zu wissen, dass Peter Spider-Man ist. Doch damit beginnt der eigentliche Kampf erst, der neue Freunde, alte Feinde und ein paar Opfer zurücklassen wird …

Wenn Slott davon spricht, es vor dem großen Finale etwas ruhiger angehen zu lassen, dann kommt so etwas, wie dieser Dreiteiler heraus. Haufenweise Action, viele alte Bekannte und Ausblicke, auf das, was den Leser bald erwarten wird. Spannung steht dabei natürlich ebenso hoch im Kurs, wie Humor und das Gedenken an frühere Abenteuer und Wegbegleiter. Man merkt sichtlich, wie eng Slott mit der Geschichte von Spider-Man verknüpft ist. Immer wieder baut er kleine Momente auf, die sich auf fast schon historische Ereignisse beziehen.
Hinzu kommt erneut das wunderbare Artwork von Giuseppe Camuncoli. welches diesmal nicht von Klaus Janson geinkt wird. Dadurch wirken auch diesmal die Gesichter einen Tick authentischer und emotionaler. Und auch die Action kommt in den dynamischen Bildern nicht zu kurz. Gerade der Kampf zwischen den beiden Hobgoblins, sorgte zumindest bei mir, immer wieder für erstaunte Blicke.

FAZIT:

Ein kurzweiliges, vorrangig actionorientiertes Abenteuer lässt einen kurz verschnaufen, bevor es in der nächsten Ausgabe zu Ende geht. Dennoch hat diese Ausgabe kaum Längen und bietet obendrein einiges an Infos, wie und was den Leser eventuell erwarten könnte. Denn immerhin gibt es Anzeichen für mindestens zwei bevorstehende Superschurkenangriffe.

Spider-Man Nr. 111 [Panini, Dezember 2012]

Die letzten Stunden von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Wieso versucht er verzweifelt, und mit aller Kraft unbedingt aus dem Raft auszubrechen und wieso will er unbedingt, dass Peter Parker in den letzten Minuten seines Lebens, an seiner Seite ist. Was für ein Geheimnis umgibt einen der ärgsten Erzfeinde Spider-Mans und schafft es Doctor Octopus am Ende siegreich aus diesem finalen und alles verändernden Kampf hervorzugehen?

Wie schreibt man ein Review, zu einem Heft, bei dem eigentlich jedes Wort ein Spoiler darstellen könnte? Eine Ausgabe, die von vorne bis hinten, so spektakulär ist, dass sie in den USA und inzwischen auch in Deutschland die Gemüter spaltet. Ein Finale, das sogar langjährige Fans dazu veranlasst hat, Spider-Man aufzugeben. Eine Geschichte di so umwälzend ist, dass Autor Dan Slott Todesdrohungen erhalten hat. Ihr merkt es schon. Diese Finalausgabe ist das, was auf dem Cover steht. Sie ist das Ende. Nicht nur einer Heftserie, nicht nur einer Comicreihe, sondern eines Helden. Doch auch Dan Slott weiß, das Einzige, was immer bestand haben wird, ist die Veränderung. Und so hat er mit dem hier enthaltenen Dreiteiler, ein Werk geschaffen, dass dem Mythos Spider-Man auf jedem Fall gerecht wird. Ja, es wird Menschen geben, die Slott hierfür hassen werden, und ja, diese Änderungen werden nicht allen gefallen. Aber ebenfalls ein ja, gibt es zu den neuen Möglichkeiten und der Tatsache, dass egal, welche Änderungen und Umbrüche man bei Marvel jemals versucht hat, keine davon je von Dauer waren. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier wieder alles rückgängig gemacht wird. Bis dahin hat Slott die Möglichkeit neue Geschichten zu erzählen, und wie ich ihn kenne, wird er dies auch tun. So wie er es bereits seit den letzten 100 Ausgaben der Serie Amazing Spider-Man getan hat.
Visuell gibt es kaum etwas auszusetzen. Immerhin ist mein aktueller Spider-Man-Lieblingszeichner Humberto Ramos für die Umsetzung dieses Abenteuers zuständig. Bis auf das erste Kapitel. Hier darf Richard Elson den Zeichenstift schwingen. Und dies macht er durchaus souverän, auch wenn ihm Ramos‘ Dynamik ein wenig fehlt.

FAZIT:

FINALE!!! OHHH-OOOHHHH!!!

Okay. Das ist Blödsinn. Ganz ehrlich. Nach diesem Heft bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Zum einen kann ich die neuen Möglichkeiten, die sich nun bieten kaum erwarten, zum andern blutet mir das Herz. Doch egal, was die Zukunft bringt. Wenn Slott weiterhin solche Werke verfasst und diese so genial umgesetzt werden, bleibe ich dabei. Egal wie lange der aktuelle Status andauert. Und vielleicht wird es ja irgendwann so etwas wie Freundschaft …

… und das meine ich auch im Bezug auf die betroffenen Figuren. 😉

Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1 (06/2011) [Panini, November 2011]

Doctor Doom hat einen Plan. Um die Fraktale des zerstörten Unendlichkeitsschwertes zu bekommen, welche sich zwischen seinem Schurken-Team und dem der Squaddies verteilt haben, muss er nur eine Zeitmaschine erschaffen. Mit ihrer Hilfe kann er in der Zeit zurückreisen, und das Schwert in seine Gewalt bekommen, bevor es zerstört wird. Aber die Squaddies haben da ihre eigenen Pläne. Doch alles geht schief und die Zeitmaschine verwandelt alle in schreiende Babys …

Marvel hat so ziemlich für jedes Alter ein passendes Heldenteam. Die Marvel Super Hero Squad ist jene, für die ganz junge Zielgruppe. Oder auch alle, die von den niedlichen Versionen der Marvel Superhelden nicht genug bekommen können. Denn neben einer TV-Serie, die bisher leider nur in Amerika zu sehen ist, und vielen Videospielen, für alle möglichen Systeme basieren die „Squaddies“ auf einer Spielzeug-Reihe von Hasbro. Als Grundlage dienten lediglich sämtliche Marvelhelden, die einfach verniedlicht wurden. Diese Art nennt man allgemeinhin auch „Super Deformed“, weil hierbei markante Körperteile unverhältnismäßig deformiert dargestellt werden.
Für die, in dieser Ausgabe, enthaltenen Geschichte, konnte Marvel sogar den Autorenveteran Todd Dezago gewinnen, der eine sehr witzige Story verfasst hat. Zeichnerisch wird er hierbei von Leonell Castellani unterstützt, der die süßen Versionen und sogar deren Baby-Inkarnationen einfach nur superniedlich und dennoch witzig und glaubhaft in Szene setzt.

FAZIT:

Eine witzige Story mit wunderbaren Bildern bilden gemeinsam ein kurzweiliges und unterhaltsames Magazin, für die kleinen, und im Herzen klein gebliebenen. Hinzu kommen Ausmalbilder, Infos, Spiele und noch vieles mehr. Da haben die Kleinen auch nach dem Vorlesen und Anschauen der Bilder, noch einiges in dem Heft zu entdecken.

Spider-Man & The Avengers (11) (Spider-Man Nr. 108-109 & Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1)

Langsam geht es dem Ende der Spider-Man Heftserie entgegen und doe Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Doch auch aus der Magazinecke habe ich wieder ein paar Ausgaben ausgegraben.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 108 [Panini, Dezember 2012]

Kaum, dass Doctor Octopus im Raft untergebracht ist, droht auch schon die nächste Gefahr. Denn die Nachricht, dass sich Morbius erneut im Labor 6 von Horizon einquartiert hat, sorgt für Unfrieden zwischen den Mitarbeitern von Max Modell. Aber es gibt noch ein weiteres Problem. Denn offensichtlich hat sich jemand der Leiche von Billy Connors bemächtigt. Als Spider-Man, von Carly informiert, am Ort des Verbrechens auftaucht und die Beschreibung des täter zu hören bekommt, ist ihm klar, wer dahinter steckt. Michael Morbius. Doch dieser hat den Jungen aus einem ganz bestimmten Grund zu sich geholt. Mit der DNA von Billy, will er seinen Vater, Dr. Curt Connors wieder umwandeln. Doch Michael weiß nicht, was er damit heraufbeschwört …

Das letzte Mal, dass die Echse Spider-Man in Atem gehalten hat, ist noch gar nicht so lange her. Und damals hatte es zur Folge, dass die Verwandlung, oder auch Weiterentwicklung dazu führte, dass nur noch die Echse übrig blieb. Die Seele von Dr. Connors war verschwunden und so greift Slott diesen Handlungsfaden erneut auf. Und auch Morbius wünscht sich, durch die Rückverwandlung von der Echse, dass sein Schicksal abgewendet werden kann. Mit diesen beiden, fast identischen Figuren baut Slott einen spannenden Vierteiler auf, der vor allem, aber nicht nur, langjährigen Spider-Man-Fans gefallen wird. Viele frühere Geschehnisse werden mit eingebunden und es wird ein Faden gewoben, der weit in die Zukunft zu reichen scheint.
Für die Zeichnungen ist erneut Giuseppe Camuncoli verantwortlich und auch diesmal hat er wieder Klaus Janson an seiner Seite. Zum Glück aber nicht komplett. Denn immer wieder einmal greift auch Camuncoli zum Tuschestift. Doch in den Passagen wo Janson tuscht sehen die Figuren seltsam apathisch aus und wirken geistig abwesend, was sich vor allem durch einen leeren Blick äußert. Dafür sehen die Echsenwesen umso besser aus. Dennoch stört es dadurch den Lesefluss merklich, da man immer wieder an den glasigen Augen der Figuren „hängenbleibt“.

FAZIT:

Ein spannender Vierteiler mit viel Action und Drama, sowie ein paar kleinen Schockmomenten. Sowohl handlungstechnisch als auch emotional. Denn es werden auch ein paar „Nebensächlichkeiten“ offenbart, die zukunftsträchtig sind. So macht es zumindest den Anschein. Und das gefällt mir persönlich sehr gut. Hinzu kommt eine kleine Bonusgeschichte mit den ewig undankbaren New Yorkern, die sich über Spider-Mans Hilfe so überhaupt nicht freuen können.

Spider-Man Nr. 109 [Panini, Dezember 2012]

Mit einem Experiment fing alles an. Damals wurde aus dem unscheinbaren Peter Parker, der erstaunliche Spider-Man. Und auch diesmal beginnt alles mit einem Experiment, und erneut ist Peter Parker anwesend. Doch diesmal trifft nicht ihn die alles verändernde Kraft, sondern Andy Maguire. Auch er ist ein unscheinbarer Junge. Aber anders als Peter damals ist er weder hochintelligent, noch ein Sport-As. Seine Noten sind durchschnittlich, er ist weder sportlich, noch gut aussehend. Genaugenommen ist Andy, Nichts! Bis zu diesem Tag, denn danach ist Andy Alpha! Der Junge mit den mächtigsten Kräften des Planeten. Schon alleine dadurch könnte Andy zu einer Gefahr werden, doch auch seine Persönlichkeit zeigt, dass New York und die Welt, es hier mit einer wirklichen Gefahr zu tun bekommt …

Ein unreifer Teenager mit einer Macht, der er nicht gewachsen ist. Das Thema an sich ist bereits bekannt, und hier zeigt Slott eindringlich, was zum einen aus Peter Parker hätte werden können, wenn er nicht seine fürsorglichen „Eltern“ Tante May und Onkel Ben gehabt hätte, als auch wie sehr Peter sich alle seine Taten zu Herzen nimmt. Auch nach all den Jahren schafft es Peter noch immer nicht, loszulassen. Die Schuld immer und stetig bei sich zu suchen, auch dann, wenn er nichts dafür kann. Das ist sowohl märtyrerisch, als auch egoistisch. Und von diesem Punkt aus hat man den Wandkrabbler eigentlich selten gesehen. Das Er immer und alles auf sich lädt ist normal, aber die in diesem Abenteuer geschilderte Egomanie, wirkt fast schon befremdlich, und dennoch faszinierend.
Zu einer so dynamischen Geschichte gehören natürlich auch dynamische Bilder. Und wer aus der Riege der Netzkopf-Zeichner wäre da besser geeignet, als Humberto Ramos. Im obliegt es, den Sidekick an Spider-Mans Seite so zwiespältig zu präsentieren. Denn einerseits ist Andy ein Typ Mensch, der einem leid tut. Mit seinen hängenden Schultern und dem melancholischen Blick wirkt er Hilfe suchend. Als dann jedoch die Transformation zum Helden vonstattengeht, wird aus ihm ein arroganter Schnösel, mit fiesem Blick und herausfordernder Körperhaltung. Hier zeigt Ramos sein wahres Können.

FAZIT:

Fantastisches Artwork trifft auf geniale Geschichte. Zwar ist es mit diesem Dreiteiler rund um Alpha auch erst einmal wieder vorbei, aber ich denke der Junge hat Potenzial. Wenn er denn lernt, mit seinen Kräften umzugehen. Doch ob und wann Andy wieder auftaucht, obliegt wohl dem Herrn Slott und seinen Launen, oder Marvel, wenn sie denn mal wieder einen Umbruch benötigen, um dem schwächelnden Comicmarkt einen Schub zu geben. Aber ob Alpha solch eine Macht besitzt, daran zweifle sogar ich.

Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, August/September 2011]

Loki hat es wieder einmal auf die Avengers abgesehen. Und dieses Mal hat er sich eine Gruppe von Superschurken zur Unterstützung geholt. Anfangs scheint Lokis Plan auch sehr gut aufzugehen. Ein Avenger nach dem anderen fällt. Aber Captain America hat einen Plan und versucht, diesen auch konsequent durchzuziehen …

Bei den Avengers sind neben Captain America, Iron Man, Spider-Man, Wolverine und Hulk auch ein paar weniger typische Heldenkollegen an Bord. Storm und Giant Girl zum Beispiel. Gleiches gilt für die gegnerische Seite. Denn wenn man von Loki, Juggernaut und dem Wrecker absieht, ist der Rest mit Vapor, X-Ray, Vector und Ironclad eher hinterste Bankreihe. Wieso und weshalb, das kann am Ende wohl nur Autor Tony Bedard erklären. Gleiches gilt in ähnlichem Maße für das Artwork. Denn über ein zweckdienlich kommt dieses nicht heraus. Man merkt hier, dass Marvels Adventure Comics verheizt werden. Manchmal können diese Geschichten echte kleine Perlen beinhalten, aber oftmals sind sie einfach nur „kindgerechte“ Abenteuer, und mehr nicht.

FAZIT:

Schwache Geschichte mit genauso schwachen Zeichnungen. Selbst für die Kleinsten nur bedingt interessant, da auch eine Lektion mit dem Holzhammer vermittelt wird. Mit dem beiliegenden Extra hat sich Panini ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Denn „22 coole Action Sticker“ wirken eher billig als kaufanregend. Und das sage ich als Vater zweier Kinder, der inzwischen weiß, was Kinder reizt. Auch wenn Aufkleber genaugenommen besser sind, als jegliche Schusswaffe, die üblicherweise beiliegen.