Ma-Co-Re-Mix (Vol. 8) (100% Marvel Nr. 11: Wolverine/Punisher – Stadt der Verdammten, 100% Marvel Nr. 37: Die neuen Rächer – Illuminati, 100% Marvel Nr. 52: Spider-Man – Die wahre Klon-Saga)

Im heutigen Ma-Co-Re-Mix gibt es drei Querbeet-Ausgaben der 100% Marvel-Reihe. Nur mal so zur Abwechlsung …

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I Want You For US Comics – Digi Special (1)

In diesem kleinen Spin-Off zur I Want You For US Comics-Rubrik widme ich mich den amerikanischen Digi-Comics, wie sie über Comixology oder direkt bei Marvel, DC usw. zu beziehen sind …

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Ten GrandTen Grand #1 [Image, Mai 2013]

Joe Fitzgerald ist nicht nur ein Mann mit eigenen großen Problemen, sondern auch jemand der Probleme für andere löst. Wenn das Geld stimmt. Als jedoch eines Tages eine junge Dame auf ihn zukommt und ihn bittet ihre verschwundene Schwester wiederzufinden ändert dies Einiges. Nicht nur, dass er diesen Job ohne Bezahlung annimmt, er hat auch noch persönliche Gründe diesen Fall aufzuklären. Denn offenbar hatte das verschwundene Mädchen Kontakt zu einem Mann, dem Joe bereits vor zwei Jahren eine Kugel in den Kopf gejagt hat. Um dieses Rätsel zu lösen, begibt sich Joe in einen Stripclub, um dort mit einem Engel Kontakt aufzunehmen …

J. Michael Straczynski ist zurück und er hat eine mysteriöse, spannende, faszinierende und dennoch irgendwie verquere Geschichte im Gepäck. Dabei verlässt sich JMS nicht nur auf das typische Spiel von Gut gegen Böse, sondern präsentiert auch Figuren, die einen sofort in den Bann ziehen. Welche Geheimnisse hat Joe und wie wurde er zu dem Mann, der er heute ist. Straczynski legt gleich in dieser ersten Ausgabe ziemlich heftig los, und wirft den Leser in die dramatischen Ereignisse. Ganz ohne Hilfe, nur durch gelegentliche Rückblicke wird der Leser aufgefordert, sich alleine zurechtzufinden.
Für das Artwork ist Ben Templesmith verantwortlich, der mit seinem durchaus schrägen Stil sehr gut zur Story passt. Templesmith der auch für die Koloration verantwortlich ist, verzichtet fast gänzlich darauf die Figuren farblich von den Hintergründen zu trennen. Vielmehr ist es so, dass die Figuren durchsichtig erscheinen. In einigen Panels wirkt es sogar so, als hätte der Zeichner seine Darsteller einfach nur auf ein altes, vergilbtes Blatt Papier gekritzelt. Dieser Stil ist verschroben, aber ideal um die Story zu repräsentieren und fasziniert, zumindest mich persönlich, bereits von der ersten Seite an.

FAZIT:

Ten Grand ist ein durchaus faszinierender Titel, der mich, wie man so schön sagen könnte, aber noch nicht ganz bei den Eiern gepackt hat. Irgendetwas fehlt noch. Die Figuren sind interessant, die Storyansätze gelungen, aber dennoch kann es noch nicht hundertprozentig überzeugen. Aber immerhin schon genug, dass ich mir die zweite Ausgabe bei Gelegenheit ansehen werde, und eventuell wird ja sogar das Trade gekauft, wenn denn eines erscheint. Aber bis dahin werden wohl noch einige Seiten durch die Druckmaschine gejagt werden.

ASM 1Adventures of Superman #1 [DC, April 2013]

Ein geistig verwirrter junger Mann läuft mitten in Metropolis Amok und richtet Verwüstungen an. Doch etwas stimmt nicht. Der Mann, der auf den Namen Leon Torsik hört, hat Superkräfte. Bisher war er nur als Kleinkrimineller auffällig geworden und hatte keinerlei Anzeichen für irgendwelche Kräfte gezeigt. Doch jetzt liegt es an Superman, ihn aufzuhalten, immerhin droht ein gesamter Block durch austretendes Gas in die Luft zu fliegen …

Ich bin ja ganz ehrlich kein Fan von Superman. Zu oft war mir die Figur zu glatt, zu einfallslos und in ihrem Handeln zu perfekt. Keine Überraschungen und die Autoren trauten sich viel zu wenig, mit der Figur zu experimentieren. Dann kam Adventures of Superman und alle in meinem Comicumkreis mit US-Erfahrungen schwärmten von der Serie. Also warum dem Rot/Blauen Superhelden keine neue Chance geben?
Und bis jetzt bereue ich es nicht. Matt Parker und Chris Samnee liefern eine tolle und unterhaltsame Geschichte ab, in der Superman nicht seine typische Rolle ablieferte. Hier sieht man Superman auch verletzlich und überrascht und mit persönlich gefällt dies sehr gut. Dies liegt aber auch an den gelungenen Zeichnungen von Chris Samnee. Sein Animated-Style tut dem angestaubten Image sehr gut, ohne dabei den Stil der Animationsserien von Batman und Superman aus den 90er Jahren zu kopieren.

FAZIT:

Ein gelungener Einstand, der auch mich überzeugen konnte. Und das will etwas heißen. Immerhin gab es bisher nur eine Handvoll Geschichten mit dem Stählernen, die mich überzeugen konnte. Aber mit dieser Serie, oder wenigstens dieser Ausgabe, ist ein guter Start gemacht, um mich vielleicht doch noch Superman näher zu bringen. Zumindest wenn die Qualität so bleibt.

ASM 2Adventures of Superman #2 [DC, Mai 2013]

Zwei Kinder spielen in einer alten Bretterhütte und teilen sich dabei die Rollen. Während einer Superman ist, soll der andere einen Feind von Superman mimen. Zu Beginn macht es beiden auch riesigen Spaß als Superman und Brainiac in der Festung der Einsamkeit gegeneinander um die Flaschenstadt Kandor zu kämpfen, aber dann wird es langweilig. Also beginnt „Brainiac“ andere Rollen einzunehmen und will so seinen Freund „Superman“ bezwingen. Doch die beiden sind nicht alleine …

Für dieses Abenteuer wurde Jeff Lemire gebeten, ein Abenteuer mit dem Stählernen zu verfassen. Und statt sich dem einfachen Superman zu bedienen, konstruiert Lemire ein Abenteuer um dessen Mythos. Seine Unverletzlichkeit, seine Superkräfte und seine Überlegenheit werden zum Streitthema zwischen den beiden Kids. Damit schafft es auch Lemire dem Mann aus Stahl eine weitere Facette hinzuzufügen, die zwar nicht neu, aber aus diesem Blickwinkel dennoch erfrischend anders ist.
Die großartigen und markanten Zeichnungen von Lemire tragen einen nicht unerheblichen dazu bei, dass diese Story so außergewöhnlich wirkt. Man kann über Lemire sagen was, was man will. Ob man ihn nun mag, oder nicht. Sein Artwork ist einfach überall von anderen zu unterscheiden und einzigartig.

FAZIT:

Lemire präsentiert eine Superman-Story ohne Superman und mit Superman. Eine Geschichte, die frisch und anders ist, und dennoch soviel von dem bekannten Superman-Mythos enthält, dass man sich sofort zurechtfindet. Damit überrascht Lemire den Leser und vor allem findet fast jeder Comicleser sich in einem der beiden Jungs wieder, und wird so an seine Jugend erinnert.

ASM 3Adventures of Superman #3 [DC, Mai 2013]

Bizarro stiftet Chaos und Leid. Erst rettet er ein Kind, dann versucht er es in den Wassermassen eines Löschturmes zu ersäufen. Doch Superman kann dies verhindern. Danach versucht Bizarro einen armen Farmer zu verletzen, indem er in mit Getreide zu bombardieren versucht. Aber auch hier kann Superman eingreifen. Das gefällt Bizarro natürlich überhaupt nicht. Er will lieber Menschen verletzen und hasst es, dass Superman im Helfen will. Also muss Superman versuchen ihn zu überlisten, damit er nicht weiter Menschenleben in Gefahr bringt …

Während mich persönlich die Story von Justin Jordan nicht so wirklich überzeugen kann, was vor allem an dem typischen Superman-Verhalten und der Zurschaustellung seiner Überlegenheit liegt, faszinieren mich die Zeichnungen von Riley Rossmo umso mehr. Sein Artwork ist frech, detailverliebt, verspielt und hat ein wenig Ähnlichkeit mit dem von mir sehr verehrten Skottie Young. Dennoch wirken seine Zeichnungen nicht kindisch. Vielmehr haben sie eine Niedlichkeit, aber ohne die Ernsthaftigkeit der Story anzukratzen.

FAZIT:

Inhaltlich nicht so überragend, dafür visuell ein echter Hingucker. Wenn Rossmo des öfteren Superman zeichnen sollte, würde ich sogar regelmäßiger reinlesen. Da machen auch eher seichte und langweilige Storys so richtig Spaß. Dieser Mann könnte es wirklich schaffen, dass mir Superman gefällt.

Ma-Co-Re-Mix (Vol. 7) (Spider-Man, Der Avenger Nr. 1 & 2)

Heute gibt es die ersten Ausgaben von Spideys neuer Team Up-Serie. Hier trifft Spider-Man regelmäßig auf einen seiner Kollegen und gemeinsam erleben sie fantastische Abenteuer. So zumindest der Plan …

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 6) (Daredevil Nr. 2, Punisher Nr. 2)

Mit den heutigen Reviews stelle ich zwei Paperbacks vor, die eine Gemeinsamkeit haben. Beide haben Spider-Man als Gaststar. Doch sie haben auch beide noch viel mehr als nur das zu bieten …

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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 14)

Eigentlich ist ja Mittwochs der Tag für die Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreviews. Doch weil Nickelodeon jetzt wieder eine Pause einlegt, gibt es diesmal ein anderes Episodenreview. Lange, lange, lange hat es gedauert, aber inzwischen liegen mir die beiden Episoden vor, die SuperRTL aufgrund der Altersfreigabe einfach ausgelassen hat. So haben auch diejenigen jetzt eine Möglichkeit sich über diese Folgen zu informieren, die, wie ich, kein Pay-TV haben.

USM 22 005Episode 22: Iron Octopus
(The Iron Octopus)

Ein friedlicher Videospielabend von Peter Parker und Harry Osborn wird jäh unterbrochen, als Iron Man auftaucht und Harrys Vater Norman angreift. Schnell stellt sich heraus, dass nicht Tony Stark in der Rüstung steckt, sondern diese von einem Octobot ferngesteuert werden. Das alles scheint schon schlimm genug zu sein, aber als auch noch ein Doctor Octopus in Iron Man-Rüstung auftaucht, wird es erst richtig gefährlich. Das eigentliche Problem scheint aber nicht Octavius zu sein, sondern seine rätselhafte Verbindung zu Norman Osborn. Da kann auch SHIELD nicht viel dagegen ausrichten …

Iron Man greift Norman Osborn an?

Iron Man greift Norman Osborn an? Da muss Spidey eingreifen.

Nach so langer Pause fällt es natürlich schwer, sich wieder in die Story einzufinden. Erst recht dann, wenn es, wie im Fall bei SuperRTL, zu einer nicht chronologischen Ausstrahlung kam. Dennoch findet man sich schnell wieder zurecht. Da diese Geschichte jedoch einen starken Kontinuitätsbezug zu vergangenen Folgen aufweist, ist sie weniger geeignet für eine Solosession. Andere Folgen dieser ersten Staffel hatten wenigstens die Eigenschaft, sie auch eigenständig anschauen zu können. Octavius Rachefeldzug gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ist schon ziemlich massiv, und auch Spidey taucht mit seiner (alten) neuen Iron Spider-Rüstung auf. Inhaltlich wird zwar relativ wenig geboten, aber dieses Wenige wird spannend inszeniert.

Ein Octobot ist bei Tony Stark eingebrochen.

Ein Octobot ist bei Tony Stark eingebrochen.

Für dieses Review lag mir die Episode in HD-Auflösung und als Originalfassung mit deutscher Tonspur vor. Das heißt, zu visuellen Lokalisierungen kann ich keine Angaben machen. Was aber auffällt, sind die Texturen der Hintergründe. Denn entweder ist es mir bisher nicht aufgefallen, oder aber in dieser Episode kam es massiv zum Einsatz. Ich meine die computergerenderten Backgroundgrafiken. Dies wirkt in der mir vorliegen Version schon massiv beeindruckend. Ich denke auf DVD oder sogar BluRay, könnte diese Episode ein echter Hingucker sein. Aber auch abseits des ganzen Technik-High-Class-Schnickschnacks gibt es wieder einiges zu entdecken. Allen voran Tony Starks Iron Man-Nasenrüstung. Diese hatte in den Comics einen sehr kurzen Auftritt und Tony erklärt dies mit einer persönlichen anatomischen Phase. Hier zeigt sich erneut, dass die Macher auch ein klein wenig Fans und Kenner des Marvel-Universums sind.

Iron Spider-Man gegen Iron Octopus.

Iron Spider-Man gegen Iron Octopus.

FAZIT:

Nach einer solchen Pause, ist man natürlich erst einmal froh, überhaupt neues Material zu Gesicht zu bekommen. Wenn es dann aber auch so spannend und visuell so beeindruckend inszeniert wird, macht es gleich doppelt so viel Spaß. Natürlich darf auch der bekannte und typische Humor der Serie nicht fehlen. Spidey mit Engelchen und Teufelchen auf der Schulter und aus der Situation geborenen Reimen ist einfach witzig. Witziger zumindest als Deadpool. Dieser wird nämlich zu Beginn der Folge in einem Videospiel von Harry gesteuert und vermöbelt Spider-Man, der wiederum von Peter gesteuert wird, ganz schön heftig. Ich hoffe doch einmal, dass dies kein Seitenhieb, auf den jeweiligen Beliebtheitsgrad der Figuren darstellt.

Einige Iron Man Rüstungen. Ultimate Iron Man, die Original-Rüstung und die Nasenrüstung (von rechts nach links)

Iron Man und Spider-Man sehen sich einigen Iron Man Rüstungen gegenüber.
Armor Wars-Rüstung, die Original-Rüstung und die Nasenrüstung
(von rechts nach links)

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USM 25 001Episode 25: Octopus‘ grüne Rache
(Revealed)

Doctor Ocotpus sinnt auf Rache. Doch nicht nur an seinem ehemaligen Arbeitgeber Norman Osborn, sondern auch an Spider-Man. Hierfür hat er extra eine Falle inszeniert, zusammen mit den Furchtbaren Vier, Trapster, Thundra, dem Wizard und Klaw wurden Spidey und seine Teamkameraden angelockt. Doch während sich White Tiger, Iron Fist, Power Man und Nova mit einem ganzen Haufen Octobots herumschlagen müssen, wird der Netzkopf entführt. Im unterirdischen Labor von Doctor Otto Octavius erfährt er dann nicht nur, wie Venom entstanden ist, sondern ist auch Live mit dabei, als Ottavius seine „grüne“ Rache an Norman vollzieht …

Die furchtbaren Vier.

Die furchtbaren Vier.

Hier erfährt man auch als Free-TV-Zuschauer endlich, wie es zu der verhängnisvollen Situation kam, gegen die Spider-Man und sein Team in der 26. und letzten Episode der ersten Staffel antreten mussten. Wie auch schon bei der ausgelassenen Episode 22 wird inhaltlich nicht sehr viel geboten. Aber wie ebenfalls bei der besagten Folge wird das wenige sehr gut inszeniert. Octavius macht hierbei auch eine Entwicklung durch, nicht nur visuell, die sehr an den bekannten Dr. Octopus der letzten Amazing Spider-Man Comic-Ausgaben erinnert. Während Norman stattdessen dem Ebenbild des Grünen Kobolds aus den Ultimate Comics nacheifert. Zumindest visuell.

Eine Falle!

Eine Falle!

Auch hier fällt wieder der Vorteil von HD auf. Die Texturen und Hintergründe sehen so einfach noch viel besser aus. Der Unterschied zwischen analogem Kabel und dem jetzt vorliegenden Material ist erheblich. Doch es gibt auch Negatives in dieser Episode. So scheinen sich die Animationszeichner manchmal in Anatomieurlaub befunden zu haben. Körperproportionen verschwimmen, Köpfe werden größer und kleiner und Rücken breiter und wieder schmaler. Und das alles, innerhalb weniger Sekunden und Szenen. Das hat auch nichts mehr mit humoristischer Übertreibung zu tun, sondern ist einfach nur peinlich. Wenn Spider-Man vom neuen Grünen Kobold angegriffen wird und seine Schultern plötzlich die doppelte Breite haben, wie nur eine Sekunde zuvor, dann ist das schon sehr verwirrend.

Spidey in der Gewalt von Doc Ock.

Spidey in der Gewalt von Doc Ock.

FAZIT:

Es ist schon sehr erbauend endlich die gesamte Story zu kennen und auch die kleinen Anspielungen an die Comics sind sehr erheiternd. Zusammen mit der visuellen Umsetzung macht die Episode schon so richtig Spaß. Wenn da nicht die eher dünne Geschichte und die bereits angesprochenen anatomischen Unzulänglichkeiten der Figuren wären. So geht der Folge einiges an Reiz verloren. Dennoch hoffe ich auf eine vollständige und chronologische DVD und Bluray-Umsetzung, die ich dann auch gerne hier vorstellen werde. Und natürlich warte ich gespannt auf die zweite Staffel. Doch da ich nach wie vor kein Pay-TV habe und dies aus mehreren Gründen wohl auch in absehbarer Zeit nicht bekommen werde, muss ich wohl warten, bis die Staffel im Free-TV läuft. Aber vielleicht wird sie ja eine der neuen Serien auf Disneys neuem Free-TV-Kanal werden, der ab Januar anstelle von „Das Vierte“ zu empfangen sein wird.

Norman wird zum Grünen Kobold und zum Haustier von Otto Octavius.

Norman wird zum Grünen Kobold und zum Haustier von Otto Octavius.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Disney XD

I Want You For US Comics (1)

In dieser kleinen neuen Rubrik sammeln sich zukünftig alle Kurzreviews zu US-Comics, die ich im Original, sprich englisch, lese. Das sind zwar nicht allzu viele, aber dennoch haben sie sich eine eigene Rubrik verdient.

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Teenage Mutant Ninja Turtles Vol. 3: Shadows of the Past [IDW, Oktober 2012]

Old Hob hat Splinter entführt und April ist einem Nervenzusammenbruch nahe, als sie erfährt, wer die vier Schildkröten, die vor ihr stehen, wirklich sind. Dennoch lassen sich die Brüder, April und auch Casey Jones nicht unterkriegen und machen sich auf die Suche nach Meister Splinter. Was sie jedoch nicht wissen, ist das auch Old Hob nicht mehr im Besitz ihres Vaters ist. Stattdessen hat sich der Foot Clan und Karai den Meister der Turtles unter den Nagel gerissen. Und dieser sieht sich in der Zwischenzeit mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Ihm gegenüber steht ein gewisser Shredder, und unter dessen Maske steckt niemand Geringeres als Hamato Yoshis, alias Splinter, alter Feind, Oroku Saki. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt …

Nachdem die Turtles im letzten Band von ihrer Vergangenheit erfahren haben, und dass sie die Reinkarnationen von Hamato Yoshis Söhnen sind, müssen sie nun ihren Vater aus den Klauen ihres damaligen Mörders befreien. Dabei setzen Kevin Eastman und Tom Waltz sowohl bekannte Elemente als auch viel frischen Wind ein, um die Geschichte spannend zu erzählen. Hinzu kommt ein Nebenstrang der Handlung, in dem sich die Turtles eine neue Bleibe suchen müssen und auch neue Freunde finden. Auch hier gibt es wieder Parallelen zu der klassischen Comicserie. Wie auch damals schon kommen die Turtles im alten Geschäft von Aprils Vater unter. Dies weckt Erinnerungen. Dem gegenüber stehen die neuen Freunde, die Purple Dragons. Diese hatten zwar auch bereits einen Auftritt in der ersten Ausgabe der ersten Turtles Comicserie, aber so richtig bekannt wurden sie erst in der Animationsserie die 2003 startete, und natürlich auch durch die aktuelle Serie auf Nickelodeon.
Auch ein wenig umgewöhnen muss man sich bei dem Artwork von Dan Duncan. Seine Turtles sehen inzwischen ein wenig deformiert aus. Die Köpfe seltsam nach oben gezogen, mit hoher Stirn. Das ist im ersten Moment schon ein wenig ungewohnt. Da sich aber ab der nächsten Ausgabe sowieso ein Zeichnerwechsel ankündigt, ist es nicht mehr so wichtig. Und so gravierend anders sehen die Turtles auch nicht aus. Dafür bleibt sein Artwork extrem dynamisch und voller Energie, was aber auch mit an der Koloration von Ronda Pattison liegt.

FAZIT:

Auch der dritte Band der neuen Ongoing von IDW macht wieder sehr viel Spaß und lädt gerade für ältere Turtles-Fans zum Verweilen ein. Immer wieder gibt es Dinge zu entdecken, die einem bekannt sind, oder aber wenigstens bekannt vorkommen. Dass sich Waltz und Eastman hier sowohl bei den Comics, der TV-Serie und den Kinofilmen bedienen, erfreut mich persönlich um so mehr. Zusammen mit dem immer noch sehr guten Artwork von Dan Duncan gibt es Turtles-Action satt.

Hawkeye Vol. 1: My Life as a Weapon [Marvel, Oktober 2012]

Clint Barton, alias Hawkeye, ist ein Avenger. Auch wenn er weder über Superkräfte, Selbstheilungsfaktoren oder sonstige besondere körperliche Fähigkeiten verfügt. Er ist nur ein Bogenschütze, ein normaler Mensch, mit alltäglichen Problemen und Verletzungen. Und so kommt er auch in allerlei gefährliche Situationen. Situationen, die ihn schnell ins Krankenhaus befördern. Doch Clint lässt sich nicht unterkriegen und versucht trotzdem immer Gutes zu tun. Dabei hilft er seinen Nachbarn, einer fremden, jungen Dame, von der er das Auto abkaufen will, und auch Kate Bishop, der Dame die als Hawkeye auftrat, während Clint tot war und dann seine Superheldenrolle als Ronin verkörperte. Aber auch für SHIELD muss Clint tätig werden, nachdem dort durch einen Maulwurf, ein kompromittierendes Video verschwunden ist, das kurz darauf in Madripoor bei einer Auktion auftaucht.

Hawkeye ist ein typischer Superheldentitel von Marvel. Oder eben auch nicht. Denn anders, als in anderen Mainstreamtiteln aus dem Haus der Ideen, passiert hier irgendwie nichts genau so wie der Leser es erwartet. Weder ist die Story normal, noch das Artwork. Alles zielt darauf ab, anders zu sein. Und es kommt, nicht nur bei mir, sehr gut an. Matt Fraction definiert Clint Barton und sein Umfeld nicht neu, aber er macht es interessant. War Hawkeye bisher eher ein Sprücheklopfer und Frauenheld, so ist er jetzt ein Sprücheklopfer und Frauenheld mit Problemen und viel Herz. Hawkeye wurde durch sein Umfeld, seine Verletzbarkeit und seine neuen Freunde, allen voran Kate und Pizzadog wieder interessant.
Tatkräftig unterstützt wird Fraction hierbei von David Aja und Javier Pulido, die in diesem band für die Zeichnungen verantwortlich sind und Matt Hollingsworth, der die Koloration übernimmt. Denn ähnlich, wie Fraction als Autor ein wenig experimentiert, so nutzt auch Aja sein Talent um Hawkeye ein frisches und anderes, genaugenommen unkonventionelles Aussehen zu verleihen. Aja spielt mit seiner Panelaufteilung, den Blickwinkeln und den Schattierungen. So schafft er es, mich als Leser, immer wieder neu zu überraschen.

FAZIT:

Der neue Hawkeye, und seine Serie von Fraction und Aja, treffen genau meinen Nerv. Sie ist frisch, anders und dennoch irgendwie vertraut. Kein Wunder also, dass Hawkeye bereits bei Lesern und Kritikern gleichermaßen beliebt ist. Schade nur, dass die Serie wohl hier in Deutschland eher schlechtere Chancen hat. Aber warten wir einmal ab. Das gleiche hatte ich vor geraumer Zeit auch schon einmal zur Turtles Comicserie von IDW gesagt.

Ma-Co-Re-Mix (Vol. 5) (Das Marvel-Universum gegen Wolverine, Deadpool killt das Marvel-Universum)

Weiter geht es mit der Rubrik, in der es bunt gemischt rund um alles aus dem Marvel-Universum geht, das nicht in die anderen Rubriken passt, oder eine eigene Review erhält …

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Spider-Man & The Avengers (14) (Spider-Man Magazin Nr. 70-72 & Avengers Nr. 28)

Das Ende ist nah. Aber wie heißt es so schön. Wenn etwas endet, gibt es auch immer die Möglichkeit für einen Neuanfang. Ob und wie gut dieser sein wird, oder bereits ist könnt und konntet ihr bereits auf diesem Blog nachlesen, oder werdet es können. Aber bis dahin …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 70 [Panini, Mai 2013]

Eigentlich sollte Spidey nur den Transport vom Absorbing Man überwachen, da dieser in ein Forschungsinstitut überstellt werden sollte. Und plötzlich ist er frei und macht einen Riesenärger. Nun sollte Spider-Man nur noch den Bösewicht einfangen, aber das hört sich einfacher an, als es wirklich ist. Wie schlägt man einen Gegner, der die Eigenschaften von allem absorbiert, was er berührt …?

Und auch diesmal durfte Paul Tobin als Autor antreten und Spider-Man in ein kurzweiliges Abenteuer schicken. Allerdings geht es diesmal massiv nach hinten los. Der Kampf mit Crusher Creel sieht ja noch einigermaßen gut aus, was aber vor allem an den Zeichnungen von Rob DiSalvo liegt, aber das Finale ist selbst für diese Art von Geschichten zu naiv. Hier gibt es definitiv kaum etwas Positives zu entdecken, außer dem Artwork. Da hätten es aber schlussendlich auch ein paar Pin-Ups aneinandergereiht getan.

FAZIT:

Die letzte Geschichte aus dem US-Marvel Adventures Universum und sie ist so ein Reinfall. Das ist echt enttäuschend. Währen nicht die Zeichnungen, hätte man sich die Seiten sparen können. Doch ab dem nächsten Heft sollen dann die Abenteuer des ultimativen Spider-Man für den Comic-Teil herhalten.

Spider-Man Magazin Nr. 71 [Panini, Juni 2013]

Peter Parker, alias der ultimative Spider-Man wird zu einem Einsatz gerufen, um Nick Fury zu beschützen. Doch hierfür muss er wieder einmal den Englischunterricht sausen lassen. Damit das nicht auffällt, hat Direktor Coulson einen Mandroid 13 angefordert, der den echten Peter Parker ersetzen soll. Doch es bleibt die Frage, was gefährlicher ist. Ein Roboter-Parker in der Midtown High oder ein abgelenkter Spider-Man der Fury beschützen soll …?

Wer sich jetzt wundert und feststellt, dass er diese Geschichte schon irgendwie kennt, den kann ich beruhigen. Ja, Panini hat diese Story bereits veröffentlicht. Zum einen als Gratis Heft bei Müller (das Review gibts hier) und inzwischen auch als Paperback. Das bedeutet, dass es der Stuttgarter Verlag doch tatsächlich geschafft hat, ein und dieselbe Geschichte, binnen kürzester zeit in drei Publikationen zu verwursten. Nicht etwa, dass die Geschichte schlecht ist, aber einen faden Beigeschmack hat das Ganze trotzdem. Und dass ich mich über die Story und das Artwork nicht näher auslasse, liegt daran, dass ich dies bereits getan habe, und ihr nur den Link weiter vorne anklicken müsst, um zu erfahren, wie die beiden Komponenten sind.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man macht auch in Comicform Spaß. Allerdings wäre mir, trotz der Qualität der vergangenen Hefte, eine weitere Veröffentlichung der Adventures-Comics lieber, anstatt die aus dem Kids Comic-Trade zum Ultimativen Spider-Man, hier noch einmal zu verbraten.

Spider-Man Magazin Nr. 72 [Panini, Juli 2013]

Eigentlich wollte Peter nur zu Onkel Bens Lieblingsbäckerei, um dort zu seinem Geburtstag seine Lieblingstorte zu bestellen. Doch ausgerechnet jetzt muss ihm der Schocker über den Weg laufen. Und dabei wollten er und seine Tante nur den Geburtstag seines verstorbenen Onkels würdig begehen. Aber von so einer Kleinigkeit lässt sich Spider-Man doch nicht aufhalten? Oder doch?

Mit diesem Heft wäre die Veröffentlichung des kompletten ersten Marvel Universe Ultimate Spider-Man-Heftes abgeschlossen. Das ist natürlich sehr günstig, da so zwei US-Stories aus einem US-Heft auf zwei deutsche Ausgaben verteilt werden können. Die Geschichte selbst ist in Ordnung und passen zur TV-Serie gehalten. Wer also motiviert durch die Serie hier einsteigt, findet sich sofort zurecht. Das Artwork von Nuno Plati ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber schlussendlich sehr gut zur Story.

FAZIT:

Mit dieser 72. Ausgabe beendet Panini die Veröffentlichung des Spider-Man Magazins. Aber keine Angst. Bereits ab nächsten Monat geht es als Der ultimative Spider-Man Magazin mit einer neuen Nummer 1 weiter. Offenbar macht sich dies marketingtechnisch besser, als das bisherige Spider-Man Magazin. So kann man immerhin auf der Zeichentrickserienwelle mitschwimmen. Mal sehen, ob die Veränderungen nur den Titel und das Cover betreffen, oder ob sich auch etwas unter der „Haube“ getan hat.

Avengers Nr. 28 [Panini, Juli 2013]

Die New Avengers sehen sich noch immer einer großen Gefahr gegenüber und Doctor Strange wird sogar des Mordes an Victoria Hand bezichtigt. Doch der wahre Übeltäter ist Daniel Drumm, der Bruder von Jericho Drumm, der als letzter Meister der Magie sein Leben geopfert hatte. Doch Daniel sieht die Schuld am Tod seines Bruders bei den neuen Rächern, insbesondere bei Strange. Doch dieser hat in den letzten Jahren nicht geschlafen, und einige Tricks dazugelernt. So entbrennt ein gefährlicher Kampf, bei dem Drumm jeden Teamkameraden von Strange übernehmen kann, wodurch dieser gezwungen ist, gegen seine Freunde zu kämpfen …
Aber auch Captain America, Iron Man und Henry Pym haben es im Mikroverse nicht einfacher. Doch als sie dort eintreffen und ihre Freundin Janet van Dyne alias Wasp antreffen, scheint sich der Weg gelohnt zu haben. Aber als sie auf den Tyrannen dieser Dimension treffen, wird es ungemütlich. Lord Gouzar, so nennt sich dieser Tyrann, will die Eindringlinge gefangen sehen und ihre Geheimnisse verkaufen. Allen voran die Rüstung von Iron Man. Dumm nur, dass er sich mit den Avengers angelegt hat …

Bendis verabschiedet sich von seinen Rächern mit einem Knall. Nicht nur, dass er Doctor Strange einen lange verlorenen Titel und Status Quo wieder verleiht, auch Luke und Jessica gehen neue und dennoch altbekannte Wege. Fast scheint es, als wolle Bendis alles so zurücklassen, wie er es vorgefunden hat. Fast zumindest. Denn Squirrel Girl darf weiterhin als Babysitter bei Luke und Jessica tätig sein, und das alleine verspricht schon einiges an Potenzial. Das Artwork dieser letzten beiden US-Ausgaben kann vielfältiger nicht sein. Abgesehen davon, dass für den finalen Kampf neben Michael Avon Oeming und Mike Deodato Jr. Schon zwei Größen tätig sind, durften auch Chuck BB, Farel Dalrymple, Ming Doyle, Lucy Knisley, Becky Cloonan und Yves Bigerel ein paar Seiten umsetzen.
Während bei den New Avengers die Handlung noch sehr faszinierend war, geht bei den Avengers schon eher die Puste aus. Bereits ab der Mitte des ersten US-Heftes fragt man sich, wie lange Bendis die Handlung noch ziehen will. Wenn man einmal von dem Machtkampf zwischen Commander Maria Hill und Special Secret Agent Daisy Johnson absieht, gibt es außer der Rückkehr von Wasp nichts wirklich Beeindruckendes. Dafür können die Zeichnungen überzeugen. Und auch hier wurden für den großen Kampf zwischen den Avengers und Lord Gouzar mehrere Künstler an den Zeichentisch gebeten. Neben Terry Dodson, Brandon Peterson und Mike Mayhew die für das hauptsächliche Artwork verantwortlich sind, zeigten Mike Deodato Jr., Walter Simonson, Leinil Yu, Oliver Coipel und Jim Cheung ihre Version des Kampfes.

FAZIT:

Leider enttäuscht die zweite Hälfte des Heftes mit den Avengers ein wenig. Dennoch bleibt es ein würdiger Abschluss. Vor allem visuell gibt es nichts an dem Heft auszusetzen. So bunt und abwechslungsreich wie die Avengers und die New Avengers in den letzten Jahren waren, so vielfältig ist auch dieses Heft. Zusammen mit einem umfangreichen Interview rundet auch Panini diese Finalausgabe gelungen ab.

Spider-Man & The Avengers (13) (Spider-Man Magazin Nr. 67-69 & Avengers Nr. 27)

In der heutigen und morgigen Ausgabe gibt es die finalen Ausgaben der Spider-Man Magazin-Reihe, sowie der Avengers-Heftausgaben vor Marvel NOW! So langsam müsste ich damit alles Material vor dem Neustart bei Marvel durchhaben. Die Geschichten welche außerhalb der 616er-Kontinuität spielen oder von Marvel NOW! nicht betroffen sind einmal außen vorgelassen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 67 [Panini, Februar 2013]

Mitten in New York tobt ein wilder Kampf. M.O.D.OK. hat es auf einen Transporter von Stark Security abgesehen. Doch Spider-Man will das nicht zulassen und deshalb begleitet er den Transport. Aber dies hält M.O.D.O.K. Und auch A.I.M. nicht auf, bis auch noch ein zweiter Spider-Man auftaucht und mitmischt …

Eine dünne Geschichte von Paul Tobin gepaart mit annehmbaren Zeichnungen von Matteo Lolli. Beides nicht wirklich schlecht, aber so richtig überzeugen kann es auch nicht. Einzig der Humor rettet die Ausgabe ein wenig. Am negativsten fällt jedoch auf, dass Panini weder den Autor, noch den Zeichner oder andere Angaben zur Geschichte gemacht hat, wie es sonst üblich war. Auch wenn die Leistung nicht überragend ist, wäre es doch schön zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Und das, ohne danach erst im Internet suchen zu müssen.

FAZIT:

Mehr als Kurzweil ist es diesmal nicht, und auch die ist sehr kurz. Da gab es schon besser Ausgaben mit weit mehr Qualität. Aber die enthaltenen 20 Wandsticker sind für Kinder das Größte. Auf so ziemlich alles kann man die draufpappen. Auch wenn sie nicht lange halten. Aber Spaß machts wenigstens.

Spider-Man Magazin Nr. 68 [Panini, März 2013]

Der Puppet Master hat sich einen neuen Plan ausgedacht. Statt einzelner Menschen manipuliert er einfach einen ganzen Schwarm Tauben. Die können auch sehr gut Geld stehlen und sind nicht so einfach festzunehmen wie ein Mensch. Dennoch kommt ihm Spider-Man auf die Schliche und versucht seinen Plan zu vereiteln. Leider ist das aber nicht so einfach, wie es klingt …

Eines gleich vorweg. Diesmal hat es Panini geschafft die Künstler, welche für die Geschichte verantwortlich sind, mit ins Heft zu packen. Doch auch hier zeigt Paul Tobin, dass er gut darin ist, seichte Geschichten zu verfassen. Oder einfach nur nicht tief genug zu gehen, wenn er unter Zeitdruck zu stehen scheint. Ebenfalls verwunderlich ist, das erneut Spideys Freundin Chat auftaucht, die mithilfe ihrer Mutantenkraft mit Tieren reden kann. Das Artwork von Rob DiSalvo sieht dafür wieder sehr frisch, dynamisch und witzig aus. Da sitzen nicht nur die Gags von Spider-Man sondern auch die Mimik als Reaktion bei den Gegnern.

FAZIT:

Trotz allem Für und Wider bleibt das Heft nur durchschnittlich und das Abenteuer nicht mehr als kurzweilig. Da hatte Panini schon bessere Geschichten in der Auswahl. Gerade in der Zeit, als die Storys noch direkt aus Großbritannien stammten.

Spider-Man Magazin Nr. 69 [Panini, April 2013]

Spider-Man bekommt vom Blonde Phantom den Auftrag, für einen kleinen Nebenverdienst, den Schurken Leap Frog dingfest zu machen. Dieser ist seit einigen Tagen unterwegs und raubt halb New York aus. Also macht sich Spidey auf den Weg und findet den Übeltäter auch sehr schnell. Doch sein Glück hat ein schnelles Ende, als Black Cat seinen Weg kreuzt und ihm seine „Beute“ abnimmt …

Wie auch schon in den vorangegangenen Ausgaben hat sich Paul Tobin nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Die Geschichte an sich, ist wieder sehr dünn und einzig der Humor rettet die Story. Aber noch etwas hat immense Auswirkungen auf den doch noch positiven Gesamteindruck. Und das wäre Todd Naucks Artwork. Seine Zeichnungen, die diesmal so wirken, als hätte man sich den Tuscher gespart, sehen einfach nur sehr gut aus. Okay, ich muss aber auch zugeben, dass ich ein großer Fan von Todd bin und sein Zeichenstil auch getuscht sehr gut aussieht. Dennoch wirkt es so noch dynamischer.

FAZIT:

Insgesamt bleibt auch dieses Heft genaugenommen nur Durchschnitt. Allerdings wirken sich die Zeichnungen und der Humor sehr positiv auf das Gesamtbild aus. Dadurch hatte ich persönlich sehr viel Spaß am Heft. Allerdings fällt das auch nicht schwer, wenn sich Spidey mit der Black Cat kabbelt und quer über die New Yorker Häuserdächer jagt.

Avengers Nr. 27 [Panini, Juni 2013]

Die Auswirkungen des Kampfes zwischen den Avengers und den X-Men sind noch massiv spürbar und das Vertrauen in die Helden ist zwiespältig. Als dann auch noch zum Einen Wonder Man auftaucht um sich für sein Verhalten in der Vergangenheit zu entschuldigen versucht und zum Anderen ein Notruf aus dem Mikroverse die Rächer aufschreckt ist Eile geboten. Wonder Man ist hierbei noch das kleinere Problem, denn der Notruf kann nur von einer Person stammen und so machen sich Hank Pym, Iron Man und Captain America auf, um ihre alte Teamkameradin zu retten …
Aber auch bei den neuen Rächern gibt es aufregende Änderungen. Nicht nur, dass Luke Cage mit seiner Frau und dem Baby das Team verlassen will, zur Überraschung aller, werden die New Avengers auch noch angegriffen. Und dann auch noch von jemandem, der Besitz über die Körper eines jeden Teammitgliedes übernehmen kann und somit fast unauffindbar wird. Doch Doctor Strange ist ihm auf der Spur. Leider muss eine Dame im Laufe der Ermittlungen ihr Leben lassen …

In den letzten Ausgaben der beiden Avengersserien, die Brian Michael Bendis nun schon seit vielen Jahren als Autor betreut, trumpft er noch einmal so richtig auf. Er holt eine Figur zurück, die seit Jahren als tot galt, und er schickt dem Team um Luke Cage eine nicht zu unterschätzende mystische Bedrohung auf den Hals. Noch immer schafft es Bendis, in beiden Serien eine ganz klare Linie zu fahren. Während es bei den Avengers hauptsächlich technisch, kühl und routiniert zugeht, sind die New Avengers mystisch, chaotisch und unangepasst. Und ganz ehrlich. Beide Konzepte passen hervorragend und faszinieren noch immer.
Auch zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für die Rächer sind Brandon Peterson und Mike Mayhew am Zeichenbrett vertreten, auch wenn Mayhew in der hier vorliegenden deutschen Fassung als Zeichner einfach verschwiegen wird. Stattdessen wird ihm nur der Part des Tuschers anerkannt und das, obwohl die Trennung der beiden Zeichenstile durch den jeweiligen Aufgabenpart (Erde und Mikroverse), sehr gut zur jeweiligen Stimmung passt. Dadurch ist wesentlich mehr Atmosphäre spürbar, als wenn es nur ein Zeichner umgesetzt hätte. Bei den neuen Rächern dürfen dagegen Michael Gaydos und Carlos Pacheco ihre künstlerischen Muskeln spielen lassen. Während Gaydos‘ Stil eher düster und mystisch, fragend daherkommt, wirkt Pachecos Artwork schon klärender und offener. Dennoch passen beide, so gegensätzlich sie auch sind, ideal zum Storyverlauf.

FAZIT:

Ein Finale muss schon etwas Besonderes sein. Und das hat sich auch Bendis gedacht, als er die Abenteuer für die jeweils 4 Finalausgaben „seiner“ beiden Rächerserien verfasste. Bis jetzt machen diese auch noch sehr viel Spaß, auch wenn es im Grunde „nur“ eine erneute Heldenrückkehr und eine gefährliche Bedrohung sind. Dazu das tolle Artwork Vierer so guter Künstler, und das Ende kann langsam, aber sicher, und vor allem würdig, kommen.

Die neuen X-Men Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Das heute erscheinende Die neuen X-Men Nr. 1 bildet dann auch schon den Abschluss der neuen Marvel NOW!-Heftserien-Reviews. Mit Brian Michael Bendis und Stuart Immonen sind zwei langjährige Kollegen an der Serie vertreten und wie gut, oder schlecht, sie ihre Arbeit machen könnt ihr nun hier lesen …

Die neuen X-Men Nr. 1 (Marvel NOW!)

Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass Cyclops, alias Scott Summers, Professor Charles Xavier getötet hätte, macht er sich nun auch noch daran, neue Mutanten einzusammeln. Dabei geht er derart aggressiv vor, dass er mit seinem Handeln den Mutanten mehr schadet, als hilft. Um Cyclops nun daran zu hindern, weiteres Chaos anzurichten, müssen die verbliebenen X-Men einschreiten. Dazu reist Beast, Hank McCoy, in die Vergangenheit um dort sein früheres Ich und seine Teamkameraden davon zu überzeugen, mit ihm in die Gegenwart zu reisen, um den durchgeknallten Scott der Gegenwart aufzuhalten. Doch es gibt ein weiteres Problem. Denn offenbar droht Beast ein baldiger Tod. Die nächste Stufe seiner Mutation steht bevor und er weiß, dass er diese nicht überleben wird. Sein Herz oder sein Gehirn wird der Belastung nicht standhalten. Und so fällt Beast, kaum das er mit dem ursprünglichen Team der X-Men aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, ins Koma. Jetzt sind die „jungen“ X-Men in einer ihnen unbekannten Zeit gestrandet mit einer Aufgabe, die ihren Horizont übersteigt. Ganz zu schweigen, von den Informationen, die ab sofort auf sie hereinprasseln …

Cyclops hat ziemlich rabiate Methoden.

Cyclops hat ziemlich rabiate Methoden.

Brian Michael Bendis hat zuletzt viele Jahre lang die Geschicke der Avengers und der New Avengers gelenkt. Mal mehr, mal weniger gut, aber meistens jedenfalls wenigstens unterhaltsam, wenn man einmal von den letzten Ausgaben vor Avengers versus X-Men absieht. Bei den X-Men versucht er jedenfalls mit klassischen und bekannten Komponenten echtes X-Feeling aufkommen zu lassen. In den ersten beiden US-Ausgaben, welche in diesem Heft gesammelt sind, schafft er dies auch sehr gut. Er bringt Vergangenheit und Gegenwart zusammen, erzeugt dramatische und persönliche Schicksale, aber schafft es nicht wirklich, den Figuren Tiefe zu verleihen. Er bedient sich der vorformatierten Charaktere und nutzt diese einfach nur um seine oftmals ausladenden Geschichten zu präsentieren. Auch bei den X-Men gibt es erste Anzeichen für seine Rezeptur und dennoch schafft er es erneut mich zu fesseln. Diese Art von Geschichten habe ich bei den X-Men erwartet.

Beast in der Vergangenheit.

Beast in der Vergangenheit.

Doch vermutlich wäre das alles egal, da mit Stuart Immonen einer meiner Lieblinsgzeichner mit an Bord des X-Schiffes ist. Mit Bendis hatte Immonen bereits beim Ultimativen Spider-Man und den neuen Rächern zusammengearbeitet. Und auch diesmal erweist sich diese Symbiose als fruchtbar. Immonens Artwork ist faszinierend, klar und hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Auch seine Panelaufteilung fügt sich sehr gut in das Gesamtbild ein und erzeugt eine zusätzliche Dynamik. Unterstützend hierfür ist aber auch die Arbeit des Tuschers Wade von Grawbadger. Für die Farbgebung zeichnet sich Marte Gracia verantwortlich. Beide liefern sehr gute Arbeit ab, ohne Immonens Stil zu verwässern oder zu überdecken.

Und die klassischen X-Men in der Gegenwart.

Und die klassischen X-Men in der Gegenwart.

FAZIT:

Eigentlich wollte ich aus dem Marvel NOW!-Start nur die Avengers und Spider-Man weiterlesen. Aber mit diesem Heft haben mich Bendis und Immonen mal wieder eiskalt erwischt. Ich werde wohl oder übel, die nächsten Ausgaben auch holen, und dann noch einmal neu entscheiden. Nun liegt es also wieder einmal an Bendis, wie gut oder schlecht sich seine Geschichte entwickelt und ob diese in belanglose Prügelorgien und kitschige Dialoge abdriftet, oder ob er es lernt, den Figuren auch einmal neue Charaktereigenschaften angedeihen zu lassen. Eine Chance hat er nach dem vorliegenden Heft auf jeden Fall verdient. Und da ich ein Fan von Immonens Zeichnungen bin, fällt mir das schon ein ganzes Stück leichter.

Auch die junge Jean hat Logan schon voll im Griff.

Auch die junge Jean hat Logan schon voll im Griff.

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