Ma-Co-Re-Mix (Vol. 6) (Daredevil Nr. 2, Punisher Nr. 2)

Mit den heutigen Reviews stelle ich zwei Paperbacks vor, die eine Gemeinsamkeit haben. Beide haben Spider-Man als Gaststar. Doch sie haben auch beide noch viel mehr als nur das zu bieten …

MaCoReMix

Daredevil Nr. 2: Der Teufel steckt im Detail [Panini, Januar 2013]

Der Teufel steckt im Detail, und das tut er wirklich. Denn kaum das Matt Murdock den Weihnachtsausflug mit den Kindern der Cresskill Blindenschule überlebt hat, nachdem deren Bus verunglückte und er mit den Kindern in den Catskills gestrandet war, droht auch schon die nächste Gefahr. Diese taucht in Form einer verführerischen Katzendiebin und eines quasselnden Superhelden in rot/blauem Strampelanzug auf. Denn offenbar hat jemand Felicia Hardy, alias Black Cat mit einem fingierten Diebstahl hereingelegt und nun will Spider-Man mithilfe von Daredevil Felicias Unschuld beweisen. Doch der Fall ist größer, als es zuerst den Anschein hat. Aber ein weiterer Auftrag beschäftigt Matt Murdock. Denn sein der Leichnam seines Vaters ist, wie der von vielen Anderen spurlos verschunden und die Spur führt unter die Erde zum Moleman. Es ist viel zu tun, aber hat Daredevil da noch zeit auf die Details zu achten …?

Mark Waid hat aus dem finsteren, verzweifelten und gebeutelten Helden Daredevil versucht wieder einen lockeren und fröhlicheren Helden zu machen. Im Gegensatz zu Frank Miller, Ann Nocenti und auch dem Shadowland Event ist ihm das auch durchaus gelungen. Dennoch schwingt noch immer eine ganz schöne Portion Melancholie in den Geschichten mit. Aber es gibt auch genug Witz, Freude und vor allem Liebe. Waid schafft es einfühlsame Abenteuer zu verfassen, die trotzdem eine gewisse Leichtfüßigkeit besitzen. Und so ganz nebenbei bringt er auch noch Matts Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen.
Für das Artwork dieses über 130 Seiten starken Bandes sind gleich vier Zeichner verantwortlich. Neben Paolo Rivera, der die Hälfte des Bandes visuell umgesetzt hat, dürfen auch noch Emma Rios, Kano und Khoi Pham ihr Talent unter Beweis stellen. Alle vier Zeichner und Zeichnerinnen haben zwar einen unterschiedlichen Stil, fügen sich aber dennoch gut zusammen.

FAZIT:

Dieser Band ist eigentlich schon alleine wegen der mit dem Eisner Award ausgezeichneten Weihnachtsgeschichte ein Muss. Das dann aber auch noch Daredevil als beste Serie und auch Mark Waid als bester Autor an Daredevil einen Eisner Ward erhielten zeugt ganz klar von der Qualität der Serie. Spannende, mitreißende und visuelle faszinierende Comicunterhaltung, die auch emotional überzeugen kann. Was Besseres kann es kaum geben, und mit diesem Band kann man als interessierter Comicfan nichts falsch machen. Gar nichts. Und wann kann man so etwas von einem Comic schon sagen?

Punisher Nr. 2: Die Omega-Disk [Panini, Januar 2013]

Nach dem Chaos auf der Hochzeit der Marinesoldatin Rachel Cole-Alves führen die Ermittlungen des Polizistenduos Walter Bolt und Oscar „Ozzy“ Clemons zum Punisher. Dieser hat jedoch im Moment ganz andere Probleme, denn Rachel Cole-Alves sinnt auf Rache, an den Mördern ihres Mannes und der gesamten Hochzeitsgesellschaft. Und als wäre das noch nicht genug, kreuzen sich auch noch die Wege von Spider-Man und Daredevil mit dem des Punisher. Frank Castle hat es, ebenso wie sämtliche Verbrecherorganisationen auf die Omega-Disk abgesehen, welche sich im Besitz von Daredevil, alias Matt Murdock befindet. Doch Matt hat keine Ambitionen diese Disk auch nur irgendjemandem auszuhändigen und so beginnt ein Abenteuer, das auf allen Seiten Kompromisse erfordert …

Neben Greg Rucka darf dieses Mal auch Mark Waid sein schriftstellerisches Können am Punisher unter Beweis stellen. Während Rucka hauptsächlich für die ersten drei Geschichten verantwortlich ist, kümmert sich Mark Waid um den Omega-Disk Dreiteiler. Und ganz ehrlich, beide liefern hervorragende Arbeit ab. Der Dreiteiler mit Spider-Man und Daredevil ist zwar kein storytechnisches Highlight, aber trotzdem sehr unterhaltsam und zeigt auch sehr gut die jeweiligen Charakterzüge der Figuren auf.
Zeichnerisch wird auch einiges aufgeboten. Neben Matthew Clark, Matthew Southworth und Michael Lark, dürfen auch Mirko Colak und Marco Checchetto die Geschichten visuell umsetzen. Trotz des regen Zeichnerwechsels hat der Band ein einheitliches und stimmiges Gesamtbild, sodass es zu keinen nennenswerten Brüchen innerhalb der Geschichten kommt.

FAZIT:

Nach dem ersten Band, der ebenfalls den Punisher auf sehr hohem Niveau präsentierte, setzt diese Ausgabe den Trend fort. Hinzu kommt ein locker flockiger Dreiteiler mit Gaststars, der spannend und witzig zugleich ist. Alles zusammen mit tollem Artwork und dynamischen Szenen. Mit dem Punisher und Daredevil kann man im Moment wirklich nicht sehr viel falsch machen.

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