Spider-Man & The Avengers (13) (Spider-Man Magazin Nr. 67-69 & Avengers Nr. 27)

In der heutigen und morgigen Ausgabe gibt es die finalen Ausgaben der Spider-Man Magazin-Reihe, sowie der Avengers-Heftausgaben vor Marvel NOW! So langsam müsste ich damit alles Material vor dem Neustart bei Marvel durchhaben. Die Geschichten welche außerhalb der 616er-Kontinuität spielen oder von Marvel NOW! nicht betroffen sind einmal außen vorgelassen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 67 [Panini, Februar 2013]

Mitten in New York tobt ein wilder Kampf. M.O.D.OK. hat es auf einen Transporter von Stark Security abgesehen. Doch Spider-Man will das nicht zulassen und deshalb begleitet er den Transport. Aber dies hält M.O.D.O.K. Und auch A.I.M. nicht auf, bis auch noch ein zweiter Spider-Man auftaucht und mitmischt …

Eine dünne Geschichte von Paul Tobin gepaart mit annehmbaren Zeichnungen von Matteo Lolli. Beides nicht wirklich schlecht, aber so richtig überzeugen kann es auch nicht. Einzig der Humor rettet die Ausgabe ein wenig. Am negativsten fällt jedoch auf, dass Panini weder den Autor, noch den Zeichner oder andere Angaben zur Geschichte gemacht hat, wie es sonst üblich war. Auch wenn die Leistung nicht überragend ist, wäre es doch schön zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Und das, ohne danach erst im Internet suchen zu müssen.

FAZIT:

Mehr als Kurzweil ist es diesmal nicht, und auch die ist sehr kurz. Da gab es schon besser Ausgaben mit weit mehr Qualität. Aber die enthaltenen 20 Wandsticker sind für Kinder das Größte. Auf so ziemlich alles kann man die draufpappen. Auch wenn sie nicht lange halten. Aber Spaß machts wenigstens.

Spider-Man Magazin Nr. 68 [Panini, März 2013]

Der Puppet Master hat sich einen neuen Plan ausgedacht. Statt einzelner Menschen manipuliert er einfach einen ganzen Schwarm Tauben. Die können auch sehr gut Geld stehlen und sind nicht so einfach festzunehmen wie ein Mensch. Dennoch kommt ihm Spider-Man auf die Schliche und versucht seinen Plan zu vereiteln. Leider ist das aber nicht so einfach, wie es klingt …

Eines gleich vorweg. Diesmal hat es Panini geschafft die Künstler, welche für die Geschichte verantwortlich sind, mit ins Heft zu packen. Doch auch hier zeigt Paul Tobin, dass er gut darin ist, seichte Geschichten zu verfassen. Oder einfach nur nicht tief genug zu gehen, wenn er unter Zeitdruck zu stehen scheint. Ebenfalls verwunderlich ist, das erneut Spideys Freundin Chat auftaucht, die mithilfe ihrer Mutantenkraft mit Tieren reden kann. Das Artwork von Rob DiSalvo sieht dafür wieder sehr frisch, dynamisch und witzig aus. Da sitzen nicht nur die Gags von Spider-Man sondern auch die Mimik als Reaktion bei den Gegnern.

FAZIT:

Trotz allem Für und Wider bleibt das Heft nur durchschnittlich und das Abenteuer nicht mehr als kurzweilig. Da hatte Panini schon bessere Geschichten in der Auswahl. Gerade in der Zeit, als die Storys noch direkt aus Großbritannien stammten.

Spider-Man Magazin Nr. 69 [Panini, April 2013]

Spider-Man bekommt vom Blonde Phantom den Auftrag, für einen kleinen Nebenverdienst, den Schurken Leap Frog dingfest zu machen. Dieser ist seit einigen Tagen unterwegs und raubt halb New York aus. Also macht sich Spidey auf den Weg und findet den Übeltäter auch sehr schnell. Doch sein Glück hat ein schnelles Ende, als Black Cat seinen Weg kreuzt und ihm seine „Beute“ abnimmt …

Wie auch schon in den vorangegangenen Ausgaben hat sich Paul Tobin nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Die Geschichte an sich, ist wieder sehr dünn und einzig der Humor rettet die Story. Aber noch etwas hat immense Auswirkungen auf den doch noch positiven Gesamteindruck. Und das wäre Todd Naucks Artwork. Seine Zeichnungen, die diesmal so wirken, als hätte man sich den Tuscher gespart, sehen einfach nur sehr gut aus. Okay, ich muss aber auch zugeben, dass ich ein großer Fan von Todd bin und sein Zeichenstil auch getuscht sehr gut aussieht. Dennoch wirkt es so noch dynamischer.

FAZIT:

Insgesamt bleibt auch dieses Heft genaugenommen nur Durchschnitt. Allerdings wirken sich die Zeichnungen und der Humor sehr positiv auf das Gesamtbild aus. Dadurch hatte ich persönlich sehr viel Spaß am Heft. Allerdings fällt das auch nicht schwer, wenn sich Spidey mit der Black Cat kabbelt und quer über die New Yorker Häuserdächer jagt.

Avengers Nr. 27 [Panini, Juni 2013]

Die Auswirkungen des Kampfes zwischen den Avengers und den X-Men sind noch massiv spürbar und das Vertrauen in die Helden ist zwiespältig. Als dann auch noch zum Einen Wonder Man auftaucht um sich für sein Verhalten in der Vergangenheit zu entschuldigen versucht und zum Anderen ein Notruf aus dem Mikroverse die Rächer aufschreckt ist Eile geboten. Wonder Man ist hierbei noch das kleinere Problem, denn der Notruf kann nur von einer Person stammen und so machen sich Hank Pym, Iron Man und Captain America auf, um ihre alte Teamkameradin zu retten …
Aber auch bei den neuen Rächern gibt es aufregende Änderungen. Nicht nur, dass Luke Cage mit seiner Frau und dem Baby das Team verlassen will, zur Überraschung aller, werden die New Avengers auch noch angegriffen. Und dann auch noch von jemandem, der Besitz über die Körper eines jeden Teammitgliedes übernehmen kann und somit fast unauffindbar wird. Doch Doctor Strange ist ihm auf der Spur. Leider muss eine Dame im Laufe der Ermittlungen ihr Leben lassen …

In den letzten Ausgaben der beiden Avengersserien, die Brian Michael Bendis nun schon seit vielen Jahren als Autor betreut, trumpft er noch einmal so richtig auf. Er holt eine Figur zurück, die seit Jahren als tot galt, und er schickt dem Team um Luke Cage eine nicht zu unterschätzende mystische Bedrohung auf den Hals. Noch immer schafft es Bendis, in beiden Serien eine ganz klare Linie zu fahren. Während es bei den Avengers hauptsächlich technisch, kühl und routiniert zugeht, sind die New Avengers mystisch, chaotisch und unangepasst. Und ganz ehrlich. Beide Konzepte passen hervorragend und faszinieren noch immer.
Auch zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für die Rächer sind Brandon Peterson und Mike Mayhew am Zeichenbrett vertreten, auch wenn Mayhew in der hier vorliegenden deutschen Fassung als Zeichner einfach verschwiegen wird. Stattdessen wird ihm nur der Part des Tuschers anerkannt und das, obwohl die Trennung der beiden Zeichenstile durch den jeweiligen Aufgabenpart (Erde und Mikroverse), sehr gut zur jeweiligen Stimmung passt. Dadurch ist wesentlich mehr Atmosphäre spürbar, als wenn es nur ein Zeichner umgesetzt hätte. Bei den neuen Rächern dürfen dagegen Michael Gaydos und Carlos Pacheco ihre künstlerischen Muskeln spielen lassen. Während Gaydos‘ Stil eher düster und mystisch, fragend daherkommt, wirkt Pachecos Artwork schon klärender und offener. Dennoch passen beide, so gegensätzlich sie auch sind, ideal zum Storyverlauf.

FAZIT:

Ein Finale muss schon etwas Besonderes sein. Und das hat sich auch Bendis gedacht, als er die Abenteuer für die jeweils 4 Finalausgaben „seiner“ beiden Rächerserien verfasste. Bis jetzt machen diese auch noch sehr viel Spaß, auch wenn es im Grunde „nur“ eine erneute Heldenrückkehr und eine gefährliche Bedrohung sind. Dazu das tolle Artwork Vierer so guter Künstler, und das Ende kann langsam, aber sicher, und vor allem würdig, kommen.