Ma-Co-Re-Mix (Vol. 8) (100% Marvel Nr. 11: Wolverine/Punisher – Stadt der Verdammten, 100% Marvel Nr. 37: Die neuen Rächer – Illuminati, 100% Marvel Nr. 52: Spider-Man – Die wahre Klon-Saga)

Im heutigen Ma-Co-Re-Mix gibt es drei Querbeet-Ausgaben der 100% Marvel-Reihe. Nur mal so zur Abwechlsung …

MaCoReMix

100% Marvel #11: Wolverine/Punisher – Stadt der Verdammten [Panini, Januar 2005]

Der Punisher ist auf der Jagd nach „Napoleon“, einem doch eher kleinen Gangster, der nach seiner eigenen Safeknacker-Karriere nun nur noch Überfälle plant und sie von anderen umsetzen lässt. Doch dieser kann entkommen und findet Unterschlupf in der Traumstadt eines jeden flüchtigen Verbrechers, Erewhon. Zehn Jahre später ist der Punisher hinter Harvey Long her. Auch Logan will Harvey Long haben, doch dieser will ihn vor ein Gericht bringen und nicht einfach nur töten. Und so kommt es das sich Logan und der Punisher in die Arme laufen, und dabei auch noch „fast“ zufällig die Stadt Erewhon entdecken. Aber so ein Zufall, wie es zuerst scheint, ist das Ganze gar nicht. Um die Bewohner von Erewhon ein bisschen aufzumischen und auszudünnen haben die Stadtväter den Punisher anlocken lassen. Jedoch geht das etwas nach hinten los. Anstatt den Bewohnern ihre Macht zu präsentieren und die Notwendigkeit ihrer Führung, müssen sich die Oberen Stadtväter nun selbst gegen den Punisher und auch Logan der ihm inzwischen hilfreich unter die Arme greift zur Wehr setzen…

Ich weiß nicht so recht was ich von diesem Band halten soll. Punisher rockt, und Logan ebenso, aber insgesamt ist die Story doch irgendwie ausgemachter Blödsinn. Vor allem der Schluss, und die Tatsache wer wirklich hinter der Stadt stecken soll, ist einfach nur schwachsinnig.
Richtig cool kommen dagegen die Kämpfe an sich daher. Taktik und Choreografie scheinen hier im Vordergrund zu stehen. Die Gefechte wirken wie inszeniert und minutiös geplant, wie bei einem guten Actionfilm. Auch die Zeichnungen sind durchaus in Ordnung und gefallen besonders durch ihr düsteres Erscheinungsbild. Einzig einige Panels die Dynamik darstellen sollen wirken etwas steif und trüben somit das Gesamtbild.

FAZIT:

Als Fazit kann ich nur sagen, das es wie mit vielen großen Kinoblockbustern ist. Es macht zwar einigen Spaß die Action zu sehen und erleben, aber eine sinnvolle Geschichte sucht man besser woanders.

100% Marvel #37: Die neuen Rächer – Illuminati [Panini, Oktober 2008]

Vor vielen Jahren trafen sich Reed Richards, Tony Stark, Namor, Stephen Strange, Black Bolt und Charles Xavier um als Illuminati die Erde zu beschützen. Zuerst geht es darum, die Skrull an der Eroberung der Erde zu hindern. Dabei geraten die Sechs auch in die Fänge der Skrulls, welches noch schwerwiegende Auswirkungen haben wird.Weiter geht es mit Reeds Jagd auf die sechs Infinity-Steine. Doch als er, auch dank der Hilfe der anderen fünf Illuminaten, in dessen Besitz gelangt, muss er von seinem ursprünglichen Plan abweichen. Danach treffen die sechs Freunde auf den Beyonder, der sich auf einem Asteroiden niedergelassen hat, um sich dort mit seinen eigenen Spielchen zu amüsieren. Doch dieser will sich von seinen Spielchen gar nicht abbringen lassen und möchte den Eindringlingen lieber alle ihre sehnlichsten Wünsche erfüllen, nur damit er seine Ruhe hat. Als Nächstes setzen sie sich mit einem verwirrten Jungen auseinander, der Rache an den Menschen für sein Heimatvolk die Kree nehmen will. Es handelt sich dabei um Noh-Varr. Ihn wollen sie wieder auf den rechten Weg führen, indem sie ihm den wichtigsten Kree zeigen, der sogar sein Leben für die Erde und seine Bewohner ließ. Die letzte Geschichte schlägt wieder den Bogen zurück zu Ersten, indem sie den Handlungsbogen mit den Skrulls wieder aufgreift. Tony Stark präsentiert seinen Freunden die Leiche von Elektra, welche Dr. Strange mit seinen neuen Rächern fand und bei der es sich um einen Skrull handelt. Dies führt dann wiederum in die Secret Invasion …

Die nachträglich eingeführte Rolle der sechs Freunde als Gruppe der Illuminati und die Präsentation alter bereits weit in der Vergangenheit liegender Geschichten welche fest in der Marvel-Kontinuität verankert sind machen schon Spaß, aber leider wirkt das Ganze auch ein wenig konstruiert. Alles ist rasant, und flüssig geschrieben und auch Jim Cheungs Zeichnungen sind (bis auf den Beyonder der mir zu sehr, wie ein kleines Kind aussieht, auch wenn dies seinem Charakter entspricht) dynamisch und sehr aktionsbetont.

FAZIT:

Insgesamt ein durchaus unterhaltsamer Band, den man lesen kann (und dabei auch seinen Spaß hat), aber nicht muss. Wirklich wichtig ist er auf jeden Fall nicht, und wenn man ihn nicht liest, verpasst man auch nicht wirklich etwas.

100% Marvel #52: Spider-Man – Die wahre Klon-Saga [Panini, November 2010]

Alles fängt damit an, dass Tante May ins Krankenhaus muss, weil sie aus unerklärlichen Gründen einen Schwächeanfall hatte. Dies ruft dann auch einen neuen „Verwandten“ auf den Plan, Ben Reilly, welcher sich sehr schnell als Peters Klon aus der Vergangenheit entpuppt. Anfangs noch auf Konfrontationskurs müssen sich die beiden sehr schnell zum einen gegen Kaine, den dritten Klon im Bunde, später dann auch gegen den Schakal, Doctor Octopus, Norman und Harry Osborn erwehren. Und zu allem Überfluss ist auch noch Mary Jane schwanger und das Leben ihres Babys ebenfalls in größter Gefahr.

Mit Tom Defalco und Howard Mackie haben sich zwei der geistigen Väter der Klonsaga zusammengefunden und bringen ihre Version dessen heraus, was sie sich wohl damals gewünscht hatten. Rasant, dynamisch, und voller Erinnerungen an die bereits klassische Storyline gibt es für Fans dennoch genug Neues zu entdecken und auch Neuleser werden nicht gnadenlos überfordert.
Zusammen mit den wunderbaren Zeichnungen von Todd Nauck lebt das alte Feeling der 90er Jahre Abenteuer erneut auf. Einziger Kritikpunkt ist jedoch der übertriebene Einsatz von Computerfarben und Effekten. Auch wenn es an einigen Stellen sehr gut aussieht, ist es insgesamt doch zu viel geworden.

FAZIT:

Die Klon-Saga gehört mit zu den bekanntesten und auch umstrittensten Spider-Man-Storylines. Dies hat seine Gründe. Zum einen, weil sich die Fans daran scheiden, zum anderen, weil die Schaffenden damals nicht so schalten und walten konnten, wie sie gerne wollten.
Dies soll nun der vorliegende „Directors Cut“ korrigieren. Die Geschichte, welche sich mit allen Nebensträngen im Original in Deutschland über 60 Hefte und 3 Paperbacks erstreckte, wird hier dafür sehr gestrafft erzählt. Auch ist es keine reine Nacherzählung dessen, was damals geschah, sondern vielmehr eine Art Neuinterpretation oder aber Korrektur dessen, was damals nicht möglich war. Herausgekommen ist eine Klon-Saga wie sie mir persönlich sehr gut gefällt. MJs und Peters Baby lebt und Ben zieht mehr oder weniger glücklich von dannen. So hatte ich es mir damals gewünscht. Alle, denen die damalige Klon-Saga schon gefallen hat, sollten dennoch unvoreingenommen an die Geschichte herangehen, da sie auch so sehr schöne Momente und tolle Bilder bietet und daher eine fast perfekte Unterhaltung für mich bildete.
Einziges Manko des Ganzen ist nur, das es viel zu kurz war.

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