Batman vs. Justice League (12)

Weiter geht es mit dem Schlagabtausch von Batman mit der Justice League. Der letzte Stand war 9 zu 3 für den dunklen Ritter. Diesmal hat Batman einen kleinen Vorteil, da er mit zwei Heften antreten darf. Neben der regulären Nummer 13 gibt es nämlich auch noch das Nullnummer-Special. Daher werden beide Ausgaben diesmal zu jeweils 50% gewichtet, um der Liga eine faire Chance zu geben.

BMVSJL

Batman Special Nr. 0 [Panini, Juni 2013]

Nach dem Tod seiner Eltern reift in Bruce Wayne der unstillbare Hunger nach Vergeltung. An dem Tod seiner Eltern und dem Verlust seiner Kindheit. Er will sich stärken und so eine solche Tragödie in Zukunft verhindern. Hierfür reist er auf den Himalaya, um dort bei einem alten Meister verschiedene Kampf- und Meditationskünste zu erlernen. Aber auch Miss- und Vertrauen lernt Bruce am Gipfel dieses Berges …
Wieder zurück in Gotham trainiert Bruce mithilfe seines treuen Freundes und Butlers Alfred weiter. Er nutzt sein Vermögen, um sich auch technisch gut auszurüsten. Schnell trifft er auf einige von Gothams gefährlichste Schurken, und ebenso schnell hat er einen von Ihnen, Red Hood, gegen sich aufgebracht …

Mit diesen beiden Nullnummern festigten die Autoren die neue Herkunftsgeschichte von Batman nach dem Neustart des DC-Universums. Und sie dienten als kleiner Bonus, um die Figur und den Charakter von Bruce Wayne ein wenig zu festigen. Während Gregg Hurwitz nur eine Variation der alten Origin abliefert, zeigt Scott Snyder erneut sein Talent als Autor. Er legt eine Story vor, die so fesselnd ist, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Doch da liegt auch gleich das Problem. Denn bisher gibt es keine Fortsetzung zu dieser Geschichte. Mit der Konfrontation mit der Red Hood Gang, legte Snyder erneut einen Grundstein für ein weiteres Batman-Großevent. Doch wie das ausgeht, oder überhaupt erst startet, ist noch sein Geheimnis.
Visuell fällt auch hier wieder Greg Capullo besonders positiv auf. Seine Zeichnungen passen aktuell einfach perfekt zum dunklen Ritter. Aber auch Tony Daniel macht seine Arbeit sehr gut und präsentiert einen finsteren, kalten und lebensverachtenden Himalaya.

FAZIT:

Ein sehr gutes Heft, dass seinen Status als Special auf jeden Fall wert ist. Auch wenn inhaltlich die zweite Story, mit Bruce Waynes Himalaya-Abenteuer, eher enttäuscht und zu vorhersehbar ist. Grafisch hingegen können beide Geschichten überzeugen. Greg Capullo durch seinen dynamischen Stil und Tony Daniel mehr durch die gelungene Landschaftsdarstellung.

Batman Nr. 13 [Panini, Juli 2013]

Kaum, dass Batman den Rat der Eulen ausgeschaltet hat und der letzte Talon, Bruces vermeintlicher Bruder Lincoln March, auf der Flucht ist, droht bereits neuer Ärger. Mehrer Batman überfallen einen Transporter. Das kann Batman natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und geht der Sache auf den Grund. Doch was er dabei herausfindet, überrascht selbst ihn. Wie kann es einen Menschen mehrfach geben und wie kann es sein, dass ein toter Wissenschaftler doch noch lebt? Aber das größte Rätsel ist, an was hat Hugh Marder geforscht, das es sogar Batman gefährlich werden könnte …?

Die letzte Storyline von Tony Daniel, der den Neustart von Batmans Ursprungsserie Detective Comics nach dem Neustart maßgeblich mitgeprägt hat, hat begonnen. Und wie bisher auch ist seine Geschichte nicht schlecht, aber es fehlt irgendwie das gewisse Etwas. Die Spannung ist leider nur mäßig und auch inhaltlich gab es vieles schon an anderen Stellen zu sehen.
Auch das Artwork, diesmal von Ed Benes, ist zwar solide, aber nichts Besonderes. Dieser macht zwar nichts falsch, aber sein Stil ist hier einfach zu auswechselbar. Wenigstens an der nötigen Dynamik lässt es Benes nicht missen.

FAZIT:

Tony Daniel hat es nicht einfach. Gerade gegen Scott Snyders Batman konnte er, zumindest mich, nicht wirklich überzeugen. Seine Geschichten und sein Artwork sind zwar solide, aber bei Weitem nicht so reizvoll, wie dass, was Snyder und Capullo an der Schwesterserie ablieferten. Dennoch wird mir sein Joker-Auftakt wohl lange im Gedächtnis bleiben, und je nachdem wie sich dieser Arc entwickelt, vielleicht auch der. Denn wirklich schlecht hat Daniel seine Arbeit nicht gemacht.

Justice League Nr. 13 [Panini, Juli 2013]

Diana fühlt sich verantwortlich, für das, was mit ihrer Freundin Barbara Minerva passierte. Durch ihre Verbindung zu Diana kam sie mit einem mystischen Dolch in Berührung, durch den sie von der Göttin der Jagd besessen wurde und seitdem als menschliche Katzenfrau Cheetah unterwegs ist. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn sich Cheetah nicht zu einer ernsten Gefahr entwickeln würde. Deshalb will Diana sich um dieses Problem kümmern, aber ihre Freunde von der Justice League wollen sie nicht alleine lassen …
Und auch bei den Teen Titans gibt es große Probleme, als Cassie die Macht ihrer stummen Rüstung nicht mehr kontrollieren kann. Völlig außer Kontrolle greift sie sogar ihre Teamkameraden an und gefährdet auch ihr eigenes Leben. Doch Red Robin und Superboy können sie befreien. Aber da taucht schon das nächste Problem auf. Diesel ist, wie Wonder Girl, auch mit einer stummen Rüstung ausgestattet und will die Macht der Rüstung von Cassie haben …

Die Story der Justice League ist irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Weder Fisch, noch Fleisch. Sowohl um die Liebesbeziehung zwischen Diana und Kal, Diana und Steve Trevor als auch die Jagd auf Cheetah wird nur herumgeeiert. Es wird versucht, zu viel in zu wenig Seiten zu packen. Dazu kommen noch die internen Ligaprobleme, das Green Lantern die Liga verlassen hat und das Cyborg außer der Liga kein Privatleben besitzt. Alles ist zu oberflächlich und zu viel auf einmal. Anders ist es da bei den Teen Titans. Autor Scott Lobdell konzentriert sich auf einen Hauptstrang und bringt nebenbei nur wenig zusätzliche Handlungen die aber gekonnt nacheinander abgearbeitet werden.
Zeichnerisch können sowohl Tony Daniel an der Liga als auch Brett Booth bei den Titans überzeugen. Beide liefern solide Arbeit ab, können darüber hinaus aber nicht mit Highlights glänzen.

FAZIT:

Ein solides Heft, das vor allem durch die Titans überzeugt. Diese sind in meinen Augen aktuell besser als die Hauptserie Justice League. Dies liegt vor allem an der unausgegorenen Story der Liga die mit zu viel Informationen und Handlungssträngen auf einmal aufwartet. Einen ebenfalls nicht so positiven Eindruck hinterlässt die Kurzgeschichte aus der Justice League Nullnummer, der sich mit Pandora und dem bevorstehenden Abenteuer mit Shazam befasst. Genau das Gegenteil ist dafür die Shortstory zu Teen Titans in der Autor Fabian Nicieza zusammen mit Zeichner Jorge Jiménez Kid Flash sich noch immer in Chinatown mit den Dinokids von Mystery Island herumschlagen muss.

Diesmal fällt es denkbar knapp aus. Denn eigentlich konnten mich persönlich nur drei Geschichten wirklich überzeugen. Die eine ist Scott Snyders Rückblick in die Anfänge von Batman und die anderen beiden sind die mit den Teen Titans und Kid Flash. Der Rest ist okay, aber nichts Besonderes. Daher gibt es auch für Batman und die Liga jeweils einen Punkt. Neuer Stand ist somit:

Batman 10 : 4 Justice League

JL8 Episode #84

Auftritt: Hippolyta!

Viel Spaß damit!

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(Fortsetzung folgt…)

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JL8 Episode #83

Das ist mal wieder typisch Barry.

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Review Kurzüberblick (1) (Batman/Danger Girl, Spawn Nr. 101)

In dieser neuen Rubrik möchte ich euch Kurzreviews zu Comics von allen möglichen Verlagen vorstellen, die in die übrigen Rubriken nicht mehr passen. Ich hoffe auch diese Rubrik findet Anklang …

Comic Review Kurzüberblick Weiterlesen →

JL8 Episode #82

Ist das Neid?

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Batman: Erde Eins [Panini, November 2012]

Superman: Erde Eins ist schon lange als Review auf dem Blog online. Wieso also hat es mit Batman so lange gedauert? Ganz ehrlich. Ich habe es immer wieder vergessen. Dann kamen andere Dinge dazwischen und noch einiges mehr. Aber jetzt ist es soweit.

Batman: Erde Eins

Bruce Wayne ist ein glücklicher Junge. Sein Vater Thomas Wayne gehört zur Elite von Gotham und hat als Bürgermeisterkandidat die besten Chancen auf einen Sieg. Seine Mutter Martha Arkham Wayne ist ebenfalls ein Grundpfeiler der Stadt und die rechte Hand ihres Mannes und Bürgermeisterkandidaten. Selbst am Abend vor der Wahl und bei der Feier im Hause Wayne können es sich seine Eltern nicht nehmen lassen, um mit dem jungen Bruce ins Kino zu gehen. Doch das Schicksal hat nicht gut gewürfelt. Denn nach einem Stromausfall im Kino werden Thomas und Martha Wayne vor den Augen des Jungen ermordet.
Von nun an liegt das Schicksal von Bruce in den Händen eines alten Freundes seines Vaters, Alfred Pennyworth. Dieser wurde an eben jenem Abend noch von Thomas eingeladen, und ist nun als neuer Vormund des Jungen, seine einzige Bezugsperson. Alfred ist ein alter Kriegsveteran und hat dort auch einige Verluste einstecken müssen. Auch körperlich. Dennoch ist er ein starker und selbstbewusster Mensch und versucht, dies an Bruce weiterzugeben. Der jedoch denkt nur noch daran, die Tragödie um seine Eltern aufzuklären. Durch einen Zwischenfall in der alten Familiengruft entschließt sich Bruce, als das Tier zu verkleiden, welches ihm damals so große Angst eingeflößt hatte. Eine Fledermaus. Und fortan streift er durch Gothams Nächte, um den Mörder und die Geheimnisse über den Tod seiner Eltern zu finden und zu lüften.
Aber Bruce schafft dies nicht alleine, auch deshalb, weil es verzweigter und gefährlicher ist, als es zu Anfang den Anschein macht. Er benötigt Hilfe und findet diese in seinem alten Freund Alfred und einem Techniker von Wayne Industries, welcher ihn mit einigen Gadgets ausrüstet.

Batman auf seinen Streifzügen durch die Nacht.

Batman auf seinen Streifzügen durch die Nacht.

Mit Batman: Erde Eins legen Geoff Jones und Gary Frank eine Neuinterpretation des alten Fledermausmannes-Mythos vor, der mit einigen, wenn nicht sogar ganz gravierenden Veränderungen daherkommt. Nicht nur, dass Alfred kein einfacher Butler im Hause Wayne ist, der aus Familientradition die Sorge um den Erben antritt, nein er ist ein Freund und Weggefährte von Thomas Wayne. Auch der neue Polizist in der Stadt, Harvey Bullock, ist diesmal kein fetter und versoffener, mürrischer Einzelgänger, sondern ein schlanker, aktiver und dennoch nicht ganz sympathischer Schönling. Diese Änderungen sind besonders für langjährige Leser erst einmal ungewohnt, fügen sich aber sehr gut in das neue Gesamtbild ein. Dennoch werden bereits gegen Ende einige Weichen gestellt, die einem aus der früheren Origin bekannt vorkommen wird, oder aber die eine Charakterentwicklung einleiten könnte, die zu den bereits bekannten Charakteren führen kann.

So richtig erfolgreich ist er anfangs noch nicht.

So richtig erfolgreich ist er anfangs noch nicht.

Maßgeblich mitverantwortlich hierfür ist neben Autor Geoff Jones, der Zeichner Gary Frank, der einen neuen und auch etwas tollpatschigen Batman sehr glaubhaft illustrieren kann. Seine Bilder sind detailliert, dynamisch und dennoch klar strukturiert, sodass man als Leser niemals den Überblick verliert. Zusammen mit der dunklen und farblich tristen, aber dennoch emotional stimmungsvollen Farbgebung ergibt sich ein visueller Hochgenuss, der über die gesamte Länge des Bandes gleichbleibend gut ist. Besonders stimmungsvoll ist Frank hierbei die Architektur Gothams gelungen, wobei hier das Arkham-Gebäude, also das Geburtshaus von Martha Arkham-Wayne, hervorgehoben werden sollte. Schon alleine die Fassade, die mit tristem Grau und Braun, verfallenen Gebäudestrukturen und roten, fast schon leuchtenden, Rostspuren ein Gefühl von Gänsehaut erzeugt, ist genial umgesetzt.

Autsch!!!

Autsch!!!

FAZIT:

Wer schon lange Batman liest und sich mit der alten Origin wohlfühlt, der sollte vorsichtig an den Band herangehen, da einige Änderungen doch schon sehr auffällig und im ersten Moment ungewohnt sind. Traut man sich dennoch an dieses Comic heran, erhält man eine frische und dennoch vom Gefühl her bekannte Geschichte, die auch grafisch von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Als kompletter Neuleser des dunklen Ritters erhält man eine Story, die in sich stimmig, ohne Vorwissen verständlich und mit nachvollziehbaren Charakteren ausgestattet ist. Sie bietet ohne Probleme den, aktuell, perfekten Einstieg in die düstere Welt von Gotham und die Abenteuer des Mitternachtsdetektivs und ist daher eine direkte Empfehlung für alle die eine gute und unterhaltsame Geschichte suchen.

Ein alter Freund kommt zu Besuch.

Ein alter Freund kommt zu Besuch.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 DC Comics / Panini

„Batman: Erde Eins“ bei Amazon bestellen.

JL8 Episode #81

Geheimnisse im Traumland …?

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JL8 Episode #80

Clark im Traumland …

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Batman vs. Justice League (11)

Die vorerst letzte Kampfrunde beginnt mit diesen Reviews und bisher kann Batman seinen Spitzenplatz sehr gut verteidigen. Mal sehen, ob ihm das auch im vorläufigen Finale gelingt.

BMVSJL

Batman Nr. 12 [Panini, Juni 2013]

Die Nacht der Eulen ist vorbei und so kommt es, dass bruce und Alfred ein wenig nachdenken. Nicht nur Bruce hat Infos erhalten, die ihn beschäftigen, auch Alfred wurde mit etwas konfrontiert, was in anfangs Zweifeln lässt. Doch inwieweit, steckt Alfreds Vater Jarvis Pennyworth mit dem Rat der Eulen zusammen und welches dunkle Geheimnis hat er mit in sein Grab genommen?
Derweil schreitet Bruces Vorhaben Gotham zu verschönern weiter voran. Dabei trifft er in seiner Rolle als Batman, auch auf die beiden Geschwister Harper und Cullen Row. Diesen beiden rettet er einmal das Leben und die clevere Harper, welche bei den Gotham City Stadtwerken als Elektrikerin arbeitet, entdeckt Batmans Überwachungsgeheimnis. Aus Dank will sie ihm nun helfen und verbessert sein Netzwerk heimlich. Dabei bringt sie sich aber unnötig in Gefahr …

In dieser Ausgabe sammelt sich der Dreiteiler der Back Up-Stories aus US-Batman 9 bis 11. Hier erzählt Scott Snyder einiges aus Alfreds Vergangenheit und diese ist dank Alfreds Vater Jarvis, schon sehr eng mit den Waynes verknüpft. Und es greift auch wieder die Geschehnisse aus der vorangegangenen Ausgabe auf und stellt sie erneut infrage. Dies machen James Tynion IV und Scott Snyder fast schon routiniert und auf sehr hohem Niveau.
Leider ist diesmal kein Greg Capullo an Bord um die Abenteuer umzusetzen. Aber dessen Platz wird würdig von Raphael Albuquerque und Becky Cloonan mit Andy Clarke vertreten. Beide schaffen es, mit ihren atmosphärischen Zeichnungen die Geschichten visuell passend umzusetzen.

FAZIT:

Mit diesem überlangen Heft präsentiert Panini einen würdigen Epilog zum Nacht der Eulen-Event. Die Geschichte aus der Vergangenheit der Waynes und Pennyworths bringt die Ereignisse der letzten Ausgaben zu einem runden Abschluss und lässt dennoch genug Spielraum zum spekulieren und fortsetzen. Und mit dem Abenteuer rund um die Row-Geschwister bekommt man noch eine in sich geschlossene Geschichte, die dennoch weitere Möglichkeiten offen lässt. Visuell gut umgesetzt ist diese Ausgabe ein wirklicher Leckerbissen.

Justice League Nr. 12 [Panini, Juni 2013]

Auf dem Berg Sumeru steht der Liga, der große, finale Kampf gegen David Graves bevor. Doch nicht nur der erwartet sie dort, sondern auch Schatten ihrer eigenen Vergangenheit. Doch sind diese Geister auch wirklich echt, oder nur Trugbilder? Und wie hängen sie mit der neuen Macht zusammen, die Graves umhüllt …?
Zwischenzeitlich bekommt es Kid Flash in Chinatown mit drei Saurier-Humanoiden zu tun, welche den Teen Titans von mystery Ilsand gefolgt sind. Und deren Anwesenheit sorgt für einiges Chaos, was durch die Pläne von einem der Drei auch noch verstärkt wird. Denn Steg, wie der bewusste Dinomensch sich nennt, will die Erde den Sauriern unterwerfen. Und hierfür hat er auch das notwendige Mittelchen mitgebracht …

Das Finale um den Pfad des Schurken David Graves ist nur mäßig überzeugend. Einzig die Entwicklungen zwischen den Teammitgliedern, allen voran natürlich Wonder Woman und Superman wissen zu gefallen, auch wenn dies alles schon einmal da gewesen ist. Daher ist das Liga-Abenteuer diesmal wieder sehr enttäuschend und auch Jim Lee entwickelt sich nicht wirklich weiter.
Aber auch die Titans kommen nicht richtig von der Stelle. Dinosaurier in Chinatown. Man merkt, dass Turok-Autor Fabian Nicieza hier die Vorlage geliefert hat. Immer wieder bringt er in seinen Geschichten die Urzeitechsen unter. Oftmals sind diese ja auch sehr unterhaltsam, aber diesmal wirkt es eher lächerlich. Dafür sind die Zeichnungen von Jorge Jiminez sehr dynamisch und sehen insgesamt nicht schlecht aus. Allerdings sind auch sie nur Durchschnitt und ohne besondere nennenswerte Details.

FAZIT:

Der Abwärtstrend bei den Liga-Ausgaben setzt sich weiter fort, das wird inzwischen sogar so schlimm, dass die Justice League zum Abo-Wackelkandidaten wird. Da lohnt es sich eher, auf eine der Tradeserien wie Nightwing oder Supergirl umzusteigen. Aber paar Ausgaben gebe ich den beiden Serien noch. Vielleicht entwickelt sich ja noch etwas. Immerhin haben beide erst einmal das erste Jahr über die Bühne gebracht.

Ein ganz klarer Sieg für Batman. Auch diesmal schaffen es die beiden Teamserien innerhalb der Justice League-Heftreihe nicht, gegen Batman zu bestehen. Darum gibt es auch dieses vorläufige Endergebnis:

Batman 9 : 3 Justice League

Batman vs. Justice League (10)

Der nächste Kampf steht bevor und Batman hat schon einen heftigen Vorsprung. Wenn man es genau nimmt, sogar über die doppelten Punkte. Das wird nicht leicht für die Liga werden.

BMVSJL

Batman Nr. 11 [Panini, Mai 2013]

Der Rat der Eulen beschäftigt Bruce Wayne noch immer. Doch inzwischen holt er zum Gegenschlag aus. Er dringt in das Heiligtum der Eulen ein und schafft es, diese so weit aufzuscheuchen, dass er sogar die Basis ausfindig machen kann. Doch was Batman dort vorfindet, überrascht sogar den dunklen Ritter. Der Rat ist tot und die Jagd scheint beendet zu sein. Doch dann offenbart sich ihm ein weiteres Geheimnis. Eines, welches sogar seine Vergangenheit und seine verstorbenen Eltern betrifft. Kann Bruce diesen Informationen trauen …?

Was Scott Snyder zum großen Finale seines Eulen-Arcs hervorzaubert, ist fast schon klassisch. Ein Geheimnis, das Bruce Wayne noch lange und auch immer wieder beschäftigen kann. Eine Figur, die immer wieder auftauchen und Unfrieden stiften kann. Eine Geschichte, die so offen ist, dass sie entweder eine Fortsetzung nach sich ziehen kann, oder dem Leser eine eigene Meinung um Ende abfordert.
Hinzu kommt, das Greg Capullo noch immer eine Glanzleistung abliefert, die seinesgleichen sucht. Und es zeigt sich, dass gewisse Zeichenstile und gewisse Charakterdesigns ganz bewusst gewählt wurden, und frühere Kritik an Greg Capullo ungerechtfertigt waren. So sollten diese immerhin gewisse Handlungensfäden anteasern, ohne dabei zuviel zu verraten.

FAZIT:

Ein geniales Finale, von einem großartigen Geschichtenzyklus. Scott Snyder hat etwas geschaffen, das Batman-Geschichte schreiben kann. Und zusammen mit Greg Capullo hat er einen modernen Meilenstein entworfen. In meinen Augen ist diese Geschichte eine der besten Batman-Storys der letzten Jahre und ich hoffe und wünsche mir, dass Snyder damit möglichst viele Leser erreicht.

Justice League Nr. 11 [Panini, Mai 2013]

David Graves hat den Meteoriten der Justice League gestürmt und die Liga direkt angegriffen. Doch diese schafft es sich aus den Klauen des Gegners zu befreien, aber Graves flüchtet. Er besucht stattdessen Steve Trevors Schwester und droht ihr und ihren Kindern. Aber auch hier kann ihn die Justice league ausfindig machen und folgt ihm …
Inzwischen gibt es einen Riesenärger bei den Teen Titans. Denn Bunker hat aus einer dummen Idee heraus, eine Annonce aufgegeben, in der die Titans neue Teammitglieder suchen. Doch der Plan geht nach hinten los und bringt einen Haufen Ärger ein. Und dann ist da noch das Problem mit Wonder Girl, die offenbar auszuticken scheint …

So richtig spannend ist das Abenteuer der Liga inzwischen nicht mehr. Alles scheint wie auf dem Silbertablett serviert zu werden, und mir persönlich schmeckt das nicht wirklich. Zwar gibt es irgendwo diesen kleinen Punkt, an dem man wissen möchte, wie es weitergeht, aber nicht aus den Gründen, die man vielleicht denken mag. Vielmehr ist es so, dass man sich fragt, wie man etwas so Klares doch noch spannend gestalten könnte. Bei den Titans ist es eher so, dass die Story ziemlich konfus wirkt. Zwar ziehen sich zwei rote Fäden durch die letzten beiden Ausgaben, aber irgendwie scheinen die sich zu verwirren und zu verschwinden nur, um dann wieder irgendwo aufzutauchen. Alles ziemlich wirr und daher nur leidlich spannend.
Das Artwork bleibt hingegen gewohnt. Sowohl Jim Lee bei der Justice League, als auch Brett Booth bei den Teen Titans liefern solide Arbeit ab. Nichts Besonderes, aber auch kein Totalausfall.

FAZIT:

Nichts gegen Popcorn-Action im Comicformat, aber hier wird es langsam schon ein wenig ermüdend. Vor allem wenn die eigentliche Action visuell nur Einheitsbrei ist. Das mag dann auch nicht mehr so wirklich munden.

Diesmal geht der Punkt ganz klar an Batman. Im Moment ist das einfach die bessere Heftserie. Wobei es gegen die Liga derzeit wirklich auch nicht so schwer ist. Daher gibt es ganz klar einen Punkt für Batman und somit den neuen Stand:

Batman 8 : 3 Justice League