Batman vs. Justice League (7)

Das Finale des ersten siebentägigen Aufeinandertreffens der zwei Comicserien, welche es nach dem Relaunch in meine Aboliste geschafft haben, ist angebrochen. Batman hat einen klaren Vorsprung und es wird sicher niemanden überraschen, dass er auch siegen wird. Denn immerhin kann die Liga dies beim besten Willen nicht mehr aufholen, geschweige denn umdrehen. Doch wie hoch wird der Vorsprung sein, und kann die Justice League vielleicht noch verkürzen?

BMVSJL

Batman Nr. 8 [Panini, Februar 2013]

Kaum, dass sich Batman aus dem Labyrinth der Talons und des Rates der Eulen befreien konnte steht auch schon die nächste Gefahr vor der Tür. Der Rat der Eulen schickt eine Horde an neuen Talons direkt nach Wayne Manor und somit in das Heiligtum des dunklen Ritters. Doch Batman gibt sich nicht kampflos geschlagen und auch Alfred schwebt in Lebensgefahr. Aber zusammen, mit der gesamten Bat-Familie haben sie vielleicht doch noch eine Chance …
Man könnte fast die Floskel verwenden: „Jetzt geht’s rund!“, aber die gehört nunmal Ben Grimm. Dennoch beschreibt sie es sehr gut. Der Rat der Eulen sieht sich in die Ecke gedrängt und Snyder versteht es perfekt, diese dramatische Stimmung zu inszenieren. Zusammen mit dem Artwork von Greg Capullo ist und bleibt deren gemeinsamer Run an der neu gestarteten US-Batman-Serie ein Highlight des neuen DC-Universums.

FAZIT:

In der aktuellen Konstellation ist die Batman-Heftserie unschlagbar gut und nicht umsonst ein Garant für gute Geschichten gepaart mit wunderbaren Zeichnungen. Der Rat der Eulen ist beendet und die Nacht der Eulen hat begonnen. Da will man unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und das wird es auch. Sobald mir der Rest des Arcs vollständig vorliegt, werde ich das Thema beenden.

Justice League Nr. 8 [Panini, Februar 2013]

Die Liga ist, trotz kleinerer Querelen, inzwischen ein eingespieltes Team. Das passt aber nicht nur der Regierung. Denn diese möchte gerne einen eigenen Mann in deren Reihen haben. Das aber ausgerechnet die Wahl auf Green Arrow fiel, überrascht nicht nur Steve Trevor, den Verbindungsmann zur Justice League. Auch die Liga fühlt sich alles andere als wohl, mit dem Gedanken diesen Querkopf und Tunichtgut in ihren Reihen zu haben. Daraus ergeben sich einige witzige aber auch brenzlige Situationen für das Heldenteam.
Zugunsten des sich langsam anbahnenden Trinity War pausieren diesmal die Teen Titans. Außerdem haben diese mit ihrem eigenen Crossover, zusammen mit Superman, selbst genug zu tun. Das dafür eingeschobene Team Up mit Green Arrow, sowie die Einleitung mit Pandora sind zwar ganz nett, aber insgesamt eher zweitrangig und nur durchschnittlich.

FAZIT:

Alles in allem wirkt diese Ausgabe irgendwie wild zusammengeschustert. Keine wirklich Linie in der Story und auch die Zeichnungen sind nur okay, aber keine Highlights. Aber es gibt auch etwas positives. Denn mit knackigem Humor, vor allem durch die Dialoge zwischen den Ligamitgliedern und Green Arrow, hat dieses Heft wenigstens etwas Gutes zu bieten. Wenn man es also als kleine Verschnaufpause sieht, dann geht das, ausnahmsweise, auch einmal in Ordnung.

Die Liga kann nicht mehr aufholen. Batman rast mit einem grandiosen Eulen-Story-Arc unaufholsam davon. Dennoch hat diese letzte Ausgabe in diesem direkten Fight noch ein wenig gutmachen können. Schade ist aber, dass mitten in der Nacht der Eulen jetzt die Reviews erst einmal zu Ende sind. Aber keine Angst. Das Finale wird nachgereicht. Vielleicht schon sehr bald, in einer kurzen Revanche.

Batman 5 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (6)

Nur noch einen Tag und das große Finale steht bevor. Aber wie wird es ausgehen? Kann die Justice League noch aufholen oder baut Batman seinen Vorsprung weiter aus?

BMVSJL

Batman Nr. 7 [Panini, Januar 2013]

Batman sieht sich seiner größten Bedrohung gegenüber. Talon. Nicht nur das dieser Irre es auf das Leben von Bruce Wayne, alias Batman, abgesehen hat, er hat den Mitternachtsdetektiv auch noch in ein gigantisches, nervenzermürbendes Labyrinth gesperrt und traktiert ihn dort mit der Vergangenheit, Bildern des Schreckens und seinen eigenen Ängsten. Und das alles schon seit über einer Woche. Wie wird sich Batman aus diesem Kerker befreien und kann er es überhaupt noch, als Talon ihn mit einem Dolch schwer verwundet …?
Wenn Snyder etwas anpackt, dann scheint es förmlich zu Gold zu werden. Ähnlich ist es mit dem ersten großen Batman-Event des neuen DC-Universums. Der Rat der Eulen ist das, was ein gutes Event ausmachen sollte. Spannend, dicht erzählt und mit atemberaubenden Bildern von Greg Capullo.

FAZIT:

Batman ist nicht umsonst eine der Topserien des Relaunches. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, wird die Serie von Kritikern und Fans gleichermaßen geschätzt. Und wenn man sich diese ersten Ausgaben bisher so ansieht, dann ist diese Ehre auch gerechtfertigt. Mit Talon und dem Rat der Eulen, hat Snyder einen Furcht einflößenden und nicht zu unterschätzenden Gegner kreiert, der Batman auch über dieses Abenteuer hinaus beschäftigen könnte. Das Potenzial hierfür ist auf jeden Fall vorhanden.

Justice League Nr. 7 [Panini, Januar 2013]

Darkseid ist bezwungen und die Justice League wurden zu Göttern erkoren. Die Bürger wünschen sich sogar, dass die Liga die Aufgaben der Regierung übernimmt. Und so ganz nebenbei machen sie einen neuen „Schurken“ platt, der sich an seiner x-Frau rächen will. Doch so friedlich und einheitlich, wie die Justice League nach außen wirkt, ist sie nicht. Noch immer zicken und sticheln sich die sehr verschiedenen Helden gegenseitig an …
Die Teen Titans versuchen derzeit ihren einstigen Gegner Superboy zu retten. Dieser wurde von Nowhere gefangen und soll bei lebendigem Leib seziert werden. Anfangs ist es nur Red Robin, der helfen möchte, aber so ganz alleine können ihn die restlichen Titans dann doch nicht losziehen lassen …

FAZIT:

Am besten gefällt mir im Moment an der Liga, dass sich die Helden untereinander wie kleine Kinder benehmen. Egal ob Green Lantern, der immer das letzte Wort haben muss, oder Flash der versucht ein Moralapostel zu sein und seinen Freund Hal zu bändigen. Doch bis auf diesen Punkt bleibt bei der Justice League nach dem Lesen nicht viel hängen. Da sind die Titans ein wenig besser dran. Auch dort gibt es zwischenmenschliche Problemchen und neue Helden und Gegner. Das funktioniert bei dem jungen Team auch wesentlich besser, als bei der klassischen Liga. Und auch zeichnerisch gefallen mir im vorliegenden Heft die Teen Titans einen kleinen Ticken besser.

Wieder ein klarer Sieg für Batmn und das Snyder/Capullo-Dream Team. Aber die Justice League kann dank der aktuell besseren Titans ein klein wenig Boden gutmachen. Leider reicht es aber nicht für einen Sieg. Schade.

Batman 4 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (5)

Die fünfte Runde steht bevor und es zeichnet sich ein kleiner Trend ab. Ob sich dieser bis ins Finale retten kann, wird die Zeit zeigen.

BMVSJL

Batman Nr. 6 [Panini, Dezember 2012]

Das Abenteuer in der letzten Ausgabe, welches Bruce Wayne fast das Leben gekostet hat, sitzt Batman noch ziemlich in den Knochen. Dennoch lässt er nicht locker und forscht weiter, nach dem Rat der Eulen. Auch Nightwing versucht zu helfen, aber Bruce macht Dick klar, dass er seit seinen Kindertagen nicht mehr an den Rat der Eulen glaubt. Und das, obwohl er vor kurzem sehr viele Verstecke gefunden hat, die in den letzten 100 Jahren in von der Wayne-Foundation erbauten Gebäuden heimlich eingerichtet wurden. Das Rätsel wird immer komplexer und Dick kann Bruces Verhalten nicht mehr nachvollziehen …
Snyder legt mit seinem Start die Messlatte für die neuen Abenteuer des Mitternachtsdetektivs wieder ein ganzes Stück höher. Er verleiht Bruce Wayne weitere Facetten einer sehr interessanten Persönlichkeit und fügt Details aus seiner Jugend, direkt nach dem Mord an seinen Eltern hinzu. Und Greg Capullo zeichnet einen Batman, wie ich ihn lange nicht mehr gesehen habe. Düster, realistisch und mit einem hohen Wiedererkennungswert. Seine Zeichnungen überzeugen mit vielen Details und gut ausbalancierten Panelinhalten.

FAZIT:

Batman von Snyder und Capullo macht einfach nur Spaß. Das klingt einfach und das ist auch genauso einfach. Eine faszinierende und spannende Geschichte gepaart mit außergewöhnlichen Zeichnungen bilden ein ganz besonderes Comicvergnügen, dem man sich als Leser nur sehr schwer entziehen kann.

Justice League Nr. 6 [Panini, Dezember 2012]

Die Bedrohung durch Darkseid und seine Lakaien wird immer massiver. Und die noch junge und ungeordnete Justice League sieht sich einer Aufgabe gegenüber, welche nur sehr schwer zu bewältigen ist. Das aber ausgerwchnet jetzt Superman und Batman nicht greifbar sind, weil sie sich in einer der Parallelwelten von Darkseid befinden, erleichtert die Situation nicht …
Währenddessen müssen die Teen Titans ihren Kampf gegen Superboy verdauen. Denn dieser hat alle ziemlich heftig mitgenommen. Kid Flash soagr am schlimmsten. Dieser wurde von Superboy auf ein Maximum beschleunigt und droht nun sich vollständig auseinanderzuvibrieren. Aber Red Robin kennt einen Profi, der Bart Allen helfen könnte …

FAZIT:

Nichts gegen die Justice League und die Teen Titans, aber beide Geschichten plätschern momentan nur vor sich hin. Außer kurzweiligen Storys und ordentlichen Bildern können die beiden Original-US-Serien nichts vorweisen, was längerfristig im Gedächtnis bleibt. Das ist in doppelter Hinsicht schade. Denn sowohl storytechnisch als auch zwischenmenschlich wäre, bei so verschiedenen Figuren einiges an Potenzial vorhanden, um wirklich außergewöhnliche Geschichten zu kreieren.

Noch immer hat. Batman ganz klar die Nase vorne. Das ist nach wie vor vor allem dem Duo Snyder und Capullo zu verdanken.

Batman 3 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (4)

Der inzwischen vierte Fight der beiden neuen Heftserien von Paninis DC New 52 Relaunch steht bevor und wie wird sich das neue Team aus Batman gegen die alten Hasen aus Justic League schlagen?

BMVSJL

Batman Nr. 5 [Panini, November 2012]

Bruce Wayne soll sterben. Diese Drohung findet Batman, zusammen mit Harvey Bullock, am Tatort eines grausamen Mordes. Dort wurde ein noch unbekannter Mann mit mehreren Messerstichen getötet. Aber das Seltsamste ist, dass diese unter seinen Fingernägeln Hautreste eines von Bruce Waynes Schützlingen hat. Ist dieser sein Mörder, oder sogar ein Verräter an der Bat-Familie? Batman hat nicht viel Zeit um dies herauszufinden. Bruce Wayne steht in diesen Tagen im Rampenlicht der Öffentlichkeit, weil ein neues Projekt zur Verbesserung der Gesamtsituation in Gotham kurz vor dem Beginn steht. Und hierbei will Bruce noch so viele Sponsoren mit ins Boot bekommen, wie möglich. Ein Untertauchen, oder sogar Polizeischutz, fällt, schon alleine wegen seiner Doppelidentität, strikt aus …

FAZIT:

Snyder und Capullo haben bereits viele Lorbeeren für ihre Arbeit einheimsen dürfen. Aber sind diese gerechtfertigt? In meinen Augen ja. Die beiden schaffen es, Batman frisch und spannend zu inszenieren. Besser als es Tony Daniel, in der eigentlichen Mutterserie, nach dem Neustart geschafft hatte. Diese Abenteuer wirken neu und dennoch bekannt. Durch die verschiedenen Möglichkeiten, in die sich die Handlung entwickeln kann, wird auch die Aufmerksamkeit und das Denkvermögen des Lesers gefordert. Eben wie ein guter Krimi, der zum Mitraten einlädt. Und zu Greg Capullo lasse ich mich beim nächsten Mal ausführlich aus.

Justice League Nr. 5 [Panini, November 2012]

Das es nicht leicht werden wird Darkseid zu besiegen, merken die wild zusammengewürfelten Helden sehr schnell. Keiner von ihnen kommt, trotz nicht unbeträchtlicher Kräfte und Fähigkeiten, alleine gegen diese Bedrohung an. Dass dann ausgerechnet Superman noch von diesen geflügelten Monsten, die Darkseid gehorchen, entführt wird, macht die Situation nicht einfacher. Ein Plan muss her, und dieser kommt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Kopf von Batman. Jetzt muss der nur noch umgesetzt werden …
Während die Justice League gegen Darkseid kämpft, müssen sich die jungen Teen Titans Superboy entgegenstellen. Das Problem an der Lage ist jedoch, dass die Titans noch keinerlei gemeinsame Kampferfahrungen haben. Manche von ihnen noch nicht einmal Solokampferfahrung. Aber sie sind Willens und hoch motiviert. Nicht etwas Superboy zu besiegen, sondern ihn auf den richtigen Weg, weg von Nowhere, zu lenken …

FAZIT:

Beide Geschichten kommen mit schnellen Schritten voran. In beiden Teams baut sich ein Teamdenken und Handeln auf. Beide Abenteuer überzeugen mit gutem Artwork und überzeugenden Helden. Einziges Manko sind die an sich eher flachen Geschichten, die ähnlich einem Popcorn-Kino-Blockbuster zwar gefallen, aber storytechnisch auf Dauer nicht überzeugen können.

Die Justice League hat Action und Drama, eine weltweite Bedrohung und einen Haufen an Helden. Aber Batman hat Snyder und Capullo, und diese zaubern einen Helden zu Papier, wie ich ihn lange nicht mehr gelesen habe. Daher ganz klarer Punkt an den dunklen Ritter.

Batman 2 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (3)

Die dritte Runde steht bevor und es wird spannend. Wer kann sich behaupten?

BMVSJL

Batman Nr. 4 [Panini, Oktober 2012]

Charlotte Rivers hätte lieber nicht mit auf die Eröffnung von Pinguins Iceberg Casino kommen sollen. Denn nach ihrer Begegnung mit Snakeskin steht ihr Leben auf der Kippe. Aber dank Batman wird sie es wohl schaffen. Ganz anders sieht es da für Snakeskin aus, der sich als Attentäter für den Pinguin entpuppt, während Charlottes Schwester Jill ein gänzlich anderes Spiel treibt. Nichts ist, wie es scheint und alles wäre möglich …
Danach muss Batman binnen einer Stunde einige Aufgaben lösen, da sonst eine Geisel der Scarecrow in Lebensgefahr gerät. Dass er dafür Catwoman dingfest machen muss und auch sonst nicht zartbesaitet sein darf, stellt den dunklen Ritter nicht vor ein so großes Problem, wie die verstreichende Zeit …

FAZIT:

Zwei Geschichten, zwei Handlungen, zwei Aufgaben …
Aber irgendwie bleiben am Ende nur „Zwei“fel. Die Storys wirken sehr gehetzt, die Geschichten unausgegoren und schon tausendmal präsentiert. Nichts neues und noch immer dümpelt Batman in seiner Gewaltorgie umher. Einzig die Geschichte um Eli Strange, den Sohn von Hugo Strange birgt noch ein wenig Spannung. Zeichnerisch gibt es dagegen kaum etwas auszusetzen. Daniel macht seine Arbeit gut und leistet sich keine Schwächen. Die Bilder sind dramatisch, dynamisch und dennoch übersichtlich.

Justice League Nr. 4 [Panini, Oktober 2012]

Immer mehr Angreifer strömen aus den Portalen rund um die ganze Welt, aber auch die sich frisch formierten Helden erhalten Zuwachs. Neben der kürzlich zum Team gestoßenen Amazone, Wonder Woman, kommt nun auch noch der Herrscher der Meere und Ozeane, Aquaman, hinzu. Und noch jemand hat gute Chancen zum Helden zu avancieren. Der junge Victor, der nur knapp eine Tragödie in den Star Labs überlebt hat, wurde dank seines Vaters nun zu einem Cyborg, mit außergewöhnlichen Kräften …
Ebenfalls außergewöhnliche Kräfte hat Superboy, der im Namen von Nowhere Jagd auf Wonder Girl macht. Zwischenzeitlich landen Kid Flash und Solstice, wie auch immer, aus der eiskalten Antarktis mitten in New York, ausgerechnet vor dem Penthouse von Red Robin. Und dann geht es auch noch gemeinsam gegen Superboy? Na, wenn das nicht Action ist?!

FAZIT:

Während die Justice League noch sehr spannend und dramatisch daherkommt, verkommen die Teen Titans diesmal zu einem Wirrwarr. Die Handlung hat Löcher ohne Ende und es wird von einer Situation zur nächsten gesprungen. Das ist alles andere als verständlich und macht so richtig auch keinen Spaß. Die Justice League ist zwar nur minimal besser, kann aber wenigstens mit einer dramatischen Handlung um die Zukunft der Erde überzeugen. Auch die Geschehnisse um den jungen Victor sind sehr spannend und laden zum Weiterlesen ein.

Beide Hefte sind nicht wirklich der Bringer. Kaum Handlung und wenn dann sehr flach oder gehetzt. Alleine durch die internen Spannungen und die Dramatik hat Justice League einen winzig kleinen Vorsprung herausarbeiten können. Aber der ist wirklich minimal.

Batman 1 : 2 Justice League

Batman vs. Justice League (2)

Weiter geht es heute mit dem zweiten Aufeinandertreffen zwischen der Batman-Heftserie und der Justice League-Heftserie. Gestern hatte Batman klar die Nase vorne, mal sehen, wie es heute ist …

Batman Nr. 3 [Panini, Oktober 2012]

Kaum, dass Batman den Puppenmacher besiegt hat, steht auch schon das nächste Problem ins Haus. Die Anhänger des Joker versammeln sich vor der Polizeistation, in der das abgezogene Gesicht des Clownprinzen verwahrt wird, und der Pinguin macht mit der Neueröffnung seinem Iceberg Casino die Unterwelt auf sich aufmerksam. Aber nicht nur Batman will auf der Eröffnung einiges klären, auch die Enthüllungsjournalistin Charlotte Rivers ist an Bord und bringt sich selbst in äußerste Lebensgefahr …
Ich gebe ehrlich zu, dass ich kein sehr großer Batman-Kenner bin. Ich habe in den letzten Jahren vielmehr immer nur einige Ausgaben herausgepickt. Meist waren es abgeschlossene Abenteuer oder Klassiker, und dementsprechend klein ist mein Wissen um die Figurenriege rund um den dunklen Ritter. Daher fällt es mir auch nicht sonderlich großartig auf, wenn Tony Daniel hier neue Nebencharaktere oder Gegner einführt.

FAZIT:

Die neue Ausgabe enttäuscht gegenüber der Letzten schon ein ganzes Stück. Irgendwie hat man am Ende nicht das Gefühl, das viel passiert ist. Die Geschichte bleibt flach und überzeugt nicht wirklich. Das Einzige, was wirklich überzeugt, ist die Verbindung zwischen Charlotte und ihrer Schwester Jill, welches noch einiges an Spannung verspricht, da beide auf gegenüberliegenden Seiten stehen.

Justice League Nr. 3 [Panini, September 2012]

Eine Horde von geflügelten Monstern taucht an mehreren Orten der Erde aus verschiedenen Portalen auf und beginnt Menschen zu entführen. Das können sich die Helden Superman, Batman, Green Lantern und Flash nicht tatenlos mit ansehen. Und auch Wonder Woman muss eingreifen. Denn als kriegerische Amazone ist sie ständig auf der Suche nach einem Kampf. Währenddessen kämpft ein junger Mann um sein Leben und macht eine dramatische Wandlung durch …
Kid Flash konnte in der letzten Ausgabe aus seiner Zelle bei Nowhere, die junge Metawesen einsperrt und untersucht, fliehen und begegnete dabei der jungen Solstice. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg aus ihrem Gefängnis und landen mitten in der Antarktis. Zwischenzeitlich reist ed Robin mit Skitter, einer Art Insektenwesen, mit der Bahn durch das halbe Land, um nicht weiteres Aufsehen zu erregen. Doch ausgerechnet jetzt kommt der junge Miguel Jose Barragan, alias Bunker, und es beginnt ein aufregendes Abenteuer …

FAZIT:

Dank Wonder Woman und ihrem wirklich sehr hübschen Outfit, sowie der galaktischen Bedrohung und der beginnenden Zusammenarbeit, überzeugt mich diese Ausgabe weitaus mehr als noch die Vorangegangene. Das gleiche gilt auch für die Geschichte um die Teen Titans, wenngleich diese doch hinter der Justice League zurückbleibt. Zeichnerisch bleibt alles auf dem gleichen, guten Niveau und leistet sich keinerlei auffällige Schnitzer.

Dadurch ergibt sich in dem heutigen Fight, ein knapper Sieg für die Justice League, der hauptsächlich durch Wonder Woman erzielt wurde.

Batman 1 : 1 Justice League

Batman vs. Justice League (1)

Nachdem ich mit meiner Bongo Comics des Monats-Woche schon einmal eine geraffte Aufarbeitung meines Lesestapels gestartet habe, geht es nun mit einer neuen Rubrik weiter. Hier treten die beiden Heftserien des DC New 52-Relaunchs bei Panini, welche nach den ersten Ausgaben in mein Abo gewandert sind, gegeneinander an. Am Ende der Woche werden wir dann sehen, wer der Sieger ist …

BMVSJL

Batman Nr. 2 [Panini, September 2012]

Noch immer muss sich Batman dem Puppenmacher stellen, der bereits in der vergangenen Ausgabe ein kleines Mädchen und Commissioner Gordon in seine Gewalt gebracht hat. Und auch Batman wird diesmal arg zugerichtet. Aber er gibt nicht auf, und als sich auch noch der Pinguin einmischt, dreht Batman erst so richtig auf …
Tony Daniel hatte in den ersten beiden Ausgaben der neuen Detective Comics-Serie den Joker von der Bildfläche verschwinden lassen. Bis auf dessen Gesicht, das als abgezogene Haut als Einziges in dessen Zelle zurückblieb. Nun geht Daniel einen Schritt weiter und präsentiert einen ebenfalls geisteskranken Schurken, der nicht davor zurückschreckt, Menschen bei lebendigem Leib zu operieren.

FAZIT:

Der neue Batman und auch seine Gegner sind wesentlich brutaler. Dies mag zwar in die aktuelle Zeit passen, gefällt mir persönlich aber nicht so recht. Natürlich war der dunkle Ritter schon immer ein wenig düsterer, als der strahlende Superman, aber hier wirkt es, wie ein Versuch, Batman mit SAW zu kreuzen. Und das nur, um dem Klischee nachzukommen, dass dies als alleiniger Faktor noch Comichefte verkauft. Klar haben es gewalttätige Serien wie Crossed im Moment nicht schwer, Käufer zu finden, aber das es auch anders geht, zeigen auch andere sehr erfolgreiche Titel.
Ich persönlich, fände es besser, wenn man sich wieder mehr auf die Tugenden von Batman besinnt und seine Ermittlungsarbeit in den Vordergrund stellt.

Justice League Nr. 2 [Panini, August 2012]

Durch ein Missverständnis kommt es zu einem Kampf zwischen Batman, Superman, Green Lantern und dann auch noch Flash. Aber ein gemeinsamer Feind, schafft es dann doch noch, dass die vier beginnen zusammenzuarbeiten …
Und auch bei den Teen Titans bahnt sich etwas Dramatisches an, als Red Robin und Wonder Girl mehr unfreiwillig, zumindest auf Wonder Girls Seite, zusammenarbeiten müssen. Aber Robin lässt sich von seinen Gefühlen für Cassie Sandsmark, wie Wonder Girl mit bürgerlichem Namen heißt, beeinflussen und macht sich auf die Suche nach weiteren Mitgliedern für seine Teenager Heldengruppe …

FAZIT:

Sowohl die Story um die Justice League als auch die der Teen Titans, dümpeln leider nur gemächlich vor sich hin. Aber so richtig überzeugen können beide nicht wirklich. Wenn man jedoch sein Hirn abschaltet und einfach nur ein wenig Action haben möchte, dann ist man mit dieser Ausgabe bestens bedient. Dem Gegenüber sind die Zeichnungen keine Enttäuschung und überzeugen mit der Panelaufteilung, den Details und der visuellen Dramatik deutlich mehr als die Geschichte an sich. So entsteht leider keine wirklich gelungene Symbiose und die langweiligen und wenig überzeugenden Geschichten stehen den rasanten und dramatischen Bildern immer wieder im Weg.

Das erste Aufeinandertreffen gewinnt trotz unnötiger und übertriebener Gewalt Batman, da die Justice League und auch die Teen Titans nicht wirklich von der Geschichte her überzeugen können.

Batman 1 : 0 Justice League

Animal Man #1: Die Jagd [Panini, Juli 2012]

Zur Abwechslung gibt es heute einmal einen Band, der schon ein gutes Weilchen ungelesen hier bei mir herumlag. Nach der Lektüre frage ich mich nur noch …
… warum er dort so lange lag?

Animal Man #1: Die Jagd

Buddy Baker ist nicht nur Schauspieler, sondern auch der Superheld Animal Man. Als dieser hat er aber seiner Frau versprochen, weniger in Aktion zu treten. Doch als ein verwirrter Mann auf der Kinderstation eines Krankenhauses mit einer Waffe herumfuchtelt, muss Buddy doch wieder los. Bei diesem Einsatz kommt es zum ersten Mal zu einem Zwischenfall, der Buddy und insbesondere seine Tochter in ein Abenteuer hineinzieht, das weitaus größere Auswirkungen haben kann, als es Buddy zuerst ahnen lässt.
Denn mit ihr zusammen begibt er sich auf die Suche in das Rot und trifft dort einige seiner „Vorfahren“, die ebenfalls Animal Men waren. Diese Totem möchten das Buddys Tochter der neue Avatar der Tiere wird, und für diese in einen epischen Krieg zieht. Aber nicht nur die Totem sind auf der Jagd nach Buddys kleiner Tochter …

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Animal Man wird als eine der besten Serien von DCs New 52 Relaunch gehandelt, und dies auch mit Recht. Denn diese gekonnte Mischung aus Horror, Superheldenaction und Drama macht alleine schon eine große Faszination der Reihe aus. Jeff Lemire schafft einen zerbrechlichen, sympathischen und verängstigten Helden, der dennoch niemals aufgeben will, vor allem wenn es um seine Familie geht. Aber Lemire deutet auch eine Staffelstabweitergabe an, indem er Buddys Tochter weiter ins Scheinwerferlicht rückt, wohl wissend, dass die vierjährige als Hauptdarstellerin einer Horror-Action-Superheldenserie eher ungeeignet ist.

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Grafisch unterstützt wird Lemire von Travel Foreman, der besonders die Szenen im Rot und die mystischen Fabelwesen und Monster in Szene setzen kann. Dafür sehen seine Menschen ein wenig seltsam und deformiert aus, und ich meine nicht die, welche von den drei Jägern übernommen wurden. Denn sowohl die Gesichter als auch die Körper weißen oftmals unfreiwillig komische Deformierungen auf, die für den Storyablauf störend wirken. Aber in den Szenen im Rot glänzt Foreman wieder mit seiner vollen Bandbreite an künstlerischem Können. Die Figuren sehen abschreckend und trotzdem faszinierend aus und zwingen den Leser trotz eines gewissen Ekels weiter hinzuschauen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

FAZIT:

Jeff Lemires und Travel Foremans Animal Man wird seinem guten Ruf wirklich gerecht. Die Story ist dicht und dramatisch und die Bilder wissen zumindest in den surrealen Passagen zu überzeugen, bauen aber dagegen in den reellen Abschnitten stark ab. Wenn man aber von diesem Kritikpunkt absieht, ergibt sich ein faszinierender Band, mit eindrucksvollen Horrorelementen und einem bewegenden Familiendrama, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man einmal ein wenig abseits des normalen und einfachen Superhelden-Mainstreams unterhalten werden möchte. Am besten entfaltet sich der Band, wenn man ihn zusammen mit der „Schwester“-Serie „Swamp Thing“ genießt.

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

„Animal Man #1: Die Jagd“ bei Panini Comics bestellen.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 DC Comics / Panini

Justic League #1 [Panini, Juni 2012]

Den Abschluss der DC New 52 Heftserien-Nummer 1-Review-Woche bildet die Startausgabe der neuen Justice League…

Justice League #1

Variant Cover A

Die Justice League gibt es noch nicht. Statt dessen sind jegliche Art von Superhelden neu für die Gesellschaft und wie so vieles was neu ist, erregt es den Unmut und die Angst der Gesellschaft. So kommt es das Batman, Green Lantern, Superman und Co. zwar Gutes tun, aber dafür keinerlei Anerkennung erhalten, sondern statt dessen Geächtete und Gejagte sind…
Ähnlich geht es auch den zukünftigen Teen Titans. Nachdem immer mehr jugendliche mit Fähigkeiten auftauchen und diese auch in der Öffentlichkeit ausleben, wobei einige mehr und andere weniger Kamerapräsent sind und sein wollen, regt sich Widerstand gegen diese jungen Helden. Doch irgendjemand scheint sehr starkes Interesse an den Kids zu haben…

FAZIT:

Variant Cover B

Die neuen Anfänge der neuen Justice League zu erleben ist schon etwas besonderes. Besonders auch deshalb weil DC diese Serie ca. 5 Jahre in der Vergangenheit angesiedelt hat. Auch die Tatsache das die Helden zuallererst noch nicht mal Helden sind, von einem Team ganz zu schweigen, macht die Sache sehr interessant. Ähnlich gelagert ist dies bei der Zweitserie der Teen Titans. Da werden schon fast Erinnerungen an meine Jugend wach, als die JLA noch bei Dino zusammen mit den Titans in Heftform erschienen sind.
Grafisch sind beide Storys sehr gelungen, auch wenn Jim Lees Zeichenstil kaum noch eine Weiterentwicklung erkennen lässt. Sein Stil ist gefestigt und bekannt was an sich nicht schlecht ist, aber auf mich langsam schon fast ein wenig langweilig wirkt. Dennoch sind es solide und Actionreiche Bilder, mit sehr viel Detailreichtum auch im Hintergrund. Bei den Titans weiß Brett Booth was es heißt die jungen (fast)Helden ins rechte Blickfeld zu rücken. Die Zeichnungen sind ebenfalls sehr detailliert und dynamisch.
Insgesamt also ein tolles Rundumpaket das mir sehr viel Spaß gemacht hat und weiterverfolgt wird.

Variant Cover C

Neben der regulären Ausgabe, gab es noch drei Variantcover. Variantcover A (limitiert auf 1500 Exemplare) für 4,95€, war zuerst auf dem Comic-Salon in Erlangen erhältlich, Variantcover B (limitiert auf 333 Exemplare) für ca. 30€ gab es in Online- und Comicshops und Variantcover C (limitiert auf 99 Exemplare und nummeriert) konnte und kann man evtl. auch noch bei einigen Onlinehändlern erwerben. Einen festen (oder empfohlenen) Preis gab es dafür aber nicht.

  • Format: Heft
  • Umfang: 60 Seiten
  • Preis: 4,95€
  • Erscheint: monatlich
  • Beinhaltet: US-Justice League & US-Teen Titans

Batman #1 [Panini, Juni 2012]

Nachdem gestern die erste Ausgabe von „Batman: The Dark Knight“ dran war, wende ich mich heute der normalen Batmanserie zu…

Batman #1

Variant Cover A

Der Joker sorgt schon wieder einmal für Aufsehen in Gotham als Batman ihn nackt bei einem entführten Mädchen findet in einem Kampf mit einem Unbekannten verwickelt. Der Joker kann zwar fliehen, aber dennoch gelingt es Batman ihn kurz darauf dingfest zu machen, als er sich als heimlicher Zeuge unter die Menschmasse schmuggelt während Gothams Polizei blindlinks in eine Falle des Clownprinz des Verbrechens tappt.
Aber der Joker schafft es schon in der nächsten Nacht aus Arkham zu entkommen, lässt aber sein Gesicht zurück, und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Nun muss sich Batman auf die Suche nach einem Verrückten machen, dessen Aussehen er nicht kennt und trifft dabei auf jemanden der fast noch verrückter ist als der Joker…

FAZIT:

Variant Cover B

Der Neustart von Batman macht gewaltig viel Spaß. Vor allem natürlich auch weil es sich gleich um eine Konfrontation mit dem Erzfeind schlechthin handelt. Auch das der Joker seine Gesicht und somit seine Identität ablegt bieten enorm viel Potential. Tony Daniel macht hier sowohl storytechnisch als auf zeichnerisch alles richtig.
Was mir persönlich jedoch noch ein bisschen fehlt, aber dies ist bei einer Erstausgabe kein Wunder, ist die Ausarbeitung der Persönlichkeit von Batman. Dieser tritt im Gegensatz zu seinem Alter Ego Bruce Wayne noch ein wenig Eindimensional auf.
Dennoch überzeugt mich dieses Heft schon so weit, dass ich auf jeden Fall dran bleiben werde.

Neben der regulären Ausgabe, gab es noch zwei Variantcover. Variantcover A (limitiert auf 1500 Exemplare) für 4,95€, war zuerst auf dem Comic-Salon in Erlangen erhältlich und das Variantcover B (limitiert auf 333 Exemplare) für ca. 30€ gab es in Online- und Comicshops.

  • Format: Heft
  • Umfang: 52 Seiten
  • Preis: 4,95€
  • Erscheint: monatlich
  • Beinhaltet: US-Detective Comics