Review Kurzüberblick (18) (Spawn Nr. 110 & 111)

Okay, eigentlich sollten diese beiden Reviews schon letzte Woche online gehen, aber irgendwie kommt halt immer etwas dazwischen, wenn man etwas plant. Aber was solls. Jetzt isses fertig und ihr könnt es lesen, wenn ihr denn wollt. Ansonsten schauts euch halt einfach die Bilder an. 😀

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Review Kurzüberblick (17) (Spawn Nr. 108 & 109)

Auch bei Spawn versuche ich ein wenig Boden gutzumachen und das wird in diesem und dem nächsten Review-Kurzüberblick passieren mit den Ausgaben 108 bis 111. Mit Ausgabe 108 hat Panini den Rhythmus und das Format umgestellt, da die Umsätze bei den Heften nicht mehr so berauschend waren. Hefte haben leider im Comicvertrieb eine nicht ganz so hohe Halbwertzeit wie Softcover, die auch später noch problemlos verkauft und auch nachgeordert werden können. Diesmal sind 108 und 109 dran, und voraussichtlich nächste Woche dann die anderen beiden. Damit müsste ich eigentlich einigermaßen aktuell sein. Jetzt sind nur noch circa 20 andere Serien im Rückstand …

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Michi Diers „259x Condors Die Spinne“ geht in den Nachdruck

Im Mai 2012 erschienen, und bereits seit Herbst 2013 restlos ausverkauft. Für ein Buch, das im Eigenverlag erschienen ist, klingt das doch sehr positiv. Damit aber auch all diejenigen in den Genuss der Fanpublikation kommen können, die bisher keine Chance hatten, wird der erste Band noch einmal nachgedruckt. Aber alle Interessierten müssen sich beeilen, denn auch der Nachdruck wird nur in geringer Auflage erscheinen und ist bereits gut vorbestellt worden.

259x Spinne 1

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, kann sich die Artikel zu Band 1 und Band 2 hier auf dem Blog noch einmal durchlesen. Beide Bände werden nach wie vor zum Selbstkostenpreis für ca. 30 Euro (zzgl. Versand) abgegeben, ohne dabei einen Gewinn zu erzielen.

259x Spinne 2

Des Weiteren gibt es seit kurzem den Verlag Edition Comicographie, der weitere Fanpublikationen plant und auch bereits veröffentlicht hat. Darunter unter anderem der „Corben Index) und die „Sheriff Klassiker Chronik“ zwei jeweils auf mehrere Bände ausgelegte Nachschlagewerke. Wer sich genauer informieren möchte kann dies unter folgendem Link im ComicGuide-Forum tun.

Panini stellt Spawn Heftserie ein.

Am 17. Dezember erscheint mit Ausgabe 107 das letzte Heft der Comicserie Spawn in Deutschland. Die Serie, startete im Mai 1997 beim Infinity-Verlag und erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Doch diverse Probleme auf dem deutsch und amerikanischen Comicmarkt, sowie einige Lizenzrechtliche Probleme bei Todd McFarlanes Figurenschmiede, brachten auch die Comicserie Spawn ein wenig ins straucheln. Hefte erschienen nur noch unregelmäßig, es gab Streitereien um die Rechte von Figuren, die in Spawn auftraten (besonders bei der von Neil Gaiman erdachten Angela, welche nun bei Marvel ein neues Zuhause gefunden hat) und auch die Handlung stellte viele Fans nicht mehr zufrieden. Das Resultat waren sinkende Verkaufszahlen, sowohl in Amerika als auch in Deutschland. Als dann Infinity Insolvenz anmeldete, übernahm Panini die Spawn-Lizenz und sorgte dafür, dass es mit Al Simmons in God ol‘ Germany weiterging. Seitdem ist vieles passiert und der Comicserie Spawn geht es nicht mehr so gut. Wie Christian Endres vor Kurzem im Paniniforum mitteilte, findet Spawn immer weniger Leser in Deutschland. So sei es nicht möglich, Spawn in Heftform weiterhin wirtschaftlich fortzuführen. Die einzige Alternative wäre eine Preiserhöhung gewesen, welche aber auch sehr schwer vermittelbar gewesen wäre.

SPAWN107

Aber die letzten verbliebenen Fans der Serie brauchen keine Angst zu haben. Auch wenn es keine weiteren Hefte mehr geben wird, ist Spawn in Deutschland noch nicht gecancelt. Die Einstellung einer Comicserie sei für Panini immer nur der allerletzte Ausweg und wird Spawn im Sonderbandformat mit 5 US-Heften Inhalt weitergeführt. Sogar die Nummerierung wird beibehalten. Am 25. Februar erscheint Spawn 108 mit satten 116 Seiten (US-Nummern 224-228) Umfang für 14,99 Euro. Laut aktueller Planung sollen die Sonderbände alle 4 Monate erscheinen (regelmäßiges US-Material vorausgesetzt).

SPAWN108

Auch wenn dies viele Leser erst einmal erschrecken wird. Die Vorteile dieser Entscheidung überwiegen die Nachteile. Der Preis bleibt bei 3 Euro je US-Ausgabe, der Leser zahlt also nicht mehr als vorher. Es gibt mehr Ausgaben am Stück, 5 statt nur 2, wie bisher. Durch das Sonderband-Format ergeben sich bessere Vertriebsmöglichkeiten, als es für Hefte der Fall ist. Und der wichtigste Vorteil, die Serie läuft in Deutschland weiter. Nachteile sind natürlich, dass es jetzt eine längere Wartezeit zwischen den Ausgaben gibt, und dass durch das neue Format manche Sammler (welche die Serie seit der ersten Ausgabe in Heftform gesammelt haben) verärgert werden könnten.

Review Kurzüberblick (4) (Spawn Nr. 102 & 103)

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit zwei Ausgaben Spawn weiter …

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Haunt Nr. 5 [Panini, Mai 2013]

Mit dem in diesem Review vorgestellten fünften Band der Serie Haunt, endet diese auch, als eigenständige Comicserie. Denn mit der darin enthaltenen US-Ausgabe Nummer 28 hat Todd McFarlane die Reisleine gezogen, nachdem die Verkäufe wohl rapide nachließen. Nun wird Haunt, früher oder später, in Spawn seine Rückkehr erleben. Doch bis dahin gibt es noch dieses Trade …

Haunt Nr. 5

Nachdem die Agency spurlos verschwunden ist und auch Daniels Freundin und Geliebte Autumn tot ist, scheint das Chaos, das Leben von Pater Daniel Kilgore zu beherrschen. Da hilft es auch nicht, dass Still Harvey Tubman dem ehemaligen Diener Gottes helfen will, mit seinem verstorbenen Bruder Kurt zurechtzukommen, damit diese gemeinsam die Wesenheit Haunt, welche aus dem Zusammenschluss der beiden Geschwister entsteht, besser kontrollieren zu können. Hinzu kommt jedoch, dass nicht nur die Polizei hinter Pater Kilgore her ist, um ihn zu den mysteriösen Todesumständen von Autumn Müller zu befragen, sondern auch die Zweite Kirche nicht untätig bleibt und die ehemalige Kirche von Daniel Kilgore in Schutt und Asche legt. Doch es scheint noch schlimmer zu kommen, als sich eine fast schon biblische Bedrohung in Form von Rieseninsekten ankündigt …

Danny im Kampf mit Riesenkäfern.

Danny im Kampf mit Riesenkäfern.

Wo der letzte Band noch ziemlich unsicher in keine wirkliche Richtung tendierte, zeichnet sich hier ab, dass Joe Casey und Nathan Fox ein Ziel verfolgen. Die Geschichte nimmt massiv an Spannung auf und entwickelt sich fast schon zu etwas Epischem, als es plötzlich mit einem Riesencliffhanger vorbei ist. Zwar gibt es noch immer Handlungselemente, die unklar wirken, aber es scheint einen Sinn zu geben. Einen Sinn, der sich dem Leser nur nach und nach erschließt. Doch dazu wird es wohl nicht mehr kommen. Ich bin ehrlich. So wie es hier weiterging, hätte es mich echt angefixt weiterzulesen. Der Kampf der Kilgores gegen eine ganze Kirche, die es auch noch irgendwie schafft mit Rieseninsekten auf die Menschheit loszugehen hat schon etwas Faszinierendes. Joe Casey inszeniert einen spannenden Mystery-Thriller mit biblischen Anleihen der einen aber leider nur langsam in Bann zieht. Und dies ist wohl auch der Grund, warum viele Leser abgesprungen sind. Ich bin mal gespannt, wie Todd diese Story in Spawn weiterführen und auflösen wird, oder ob er nach dem Cliffhanger einfach einen Whiteout einsetzt, um Haunt eine komplett neue Richtung zu geben. Ob als Held oder Schurke, alles scheint jetzt offen zu sein.

Und gegen seine geliebte Autumn, die hauntifiziert zurückkehrt. Irgendwie zumindest.

Und gegen seine geliebte Autumn, die hauntifiziert zurückkehrt. Irgendwie zumindest.

Die Zeichnungen in diesem Band können leider nicht bei jedem Kapitel überzeugen. Eigentlich passt nur Nathan Fox harter und wirrer Zeichenstil so richtig zur Geschichte. Zwar geben sich Robbie Rodriguez und Kyle Strahm sehr viel Mühe, aber dennoch passt deren Stil nicht wirklich zum gesamten Band. Gerade Strahms Abschlussausgabe, welche auch gleich die Finalausgabe der Serie markiert, wirkt wie ein Bruch innerhalb der gesamten Optik. In meinen Augen, hätte man Casey und Fox ruhig noch etwas Zeit geben können. Immerhin wurde alles in meinen Augen langsam zu einem in sich runden Gesamtwerk. So bleibt es vor allem eine Enttäuschung, und wenn man sich die Serie rückblickend ansieht, wurde aus einer vielversprechenden Idee, ein durchschnittlicher Actioncomic und zum Schluss ein faszinierender Mystery-Thriller. Doch alles, was einem am Ende im Gedächtnis bleiben wird, ist der krude Abschluss der Serie. Das ist sehr schade.

Ganz nebenbei gibt es noch eine körperliche Weiterentwicklung für die Wesenheit Haunt.

Ganz nebenbei gibt es noch eine körperliche Weiterentwicklung für die Wesenheit Haunt.

FAZIT:

Ich wusste je eigentlich schon vorher, worauf ich mich eingelassen habe. Ich wusste, dass McFarlane der Serie ziemlich kurzfristig den Saft abgedreht hatte und ich wusste auch, dass das Ende alles andere als zufriedenstellend sein würde. Aber dennoch bin ich enttäuscht. Und das sagt schon einiges aus. Wenn man mit wenigen Erwartungen an etwas rangeht und dann trotzdem noch enttäuscht wird, heißt das schon sehr viel. Doch wenigstens bleibt es bis zum Ende spannend und rasant, dank Caseys wahnwitzigem Plot und Fox‘ abgedrehten und manchmal psychedelischen Bildern. Aber mal sehen, wie es mit Haunt in Spawn weitergeht …

Still Harvey Tubman im finalen Kampf.

Still Harvey Tubman im finalen Kampf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Image Comics / Panini

Haunt Nr. 4 [Panini, August 2012]

Heute gibt es den vorraussichtlich vorletzten Band der Serie Haunt. Da die Reihe ja in den USA mit der Nummer 28 eingestellt wurde (Ein Review dazu gibt es von meinem Kollegen auf Comic Hive), wird Band 5 auch der letzte von Panini werden. Aber bis dahin dürfen sich noch Joe Casey und Nathan Fox an Haunt ausprobieren …

Haunt Nr. 4

Je länger sich Kurt und Daniel die neue Wesenheit des Haunt miteinander teilen müssen, umso gespannter ist deren Verhältnis zueinander. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Daniel Zuflucht bei einer alten Bekannten sucht. Autumn, die Prostituierte, mit der er sich schon während seines Priesteramtes abzulenken versuchte. Aber es gibt eine Institution, die Zweite Kirche genannt, welche es auf Daniel Kilgore abgesehen hat. Und dies, ohne zu wissen, dass nicht nur sein Bruder noch bei ihm ist, sondern beide zusammen Haunt bilden. Trotzdem schickt die Zweite Kirche ein ganzes Bataillon von Kriegern, um Daniel einzufangen. Und so passiert es nicht nur, dass Autumn ihr Leben verliert, sondern die Kilgores treffen auch noch einen neuen Verbündeten, mit dem Namen Still Harvey Tubman. Dieser verfolgt aber offenbar seine eigenen Pläne …

Vielleicht sollte hier mal Tine Wittler ran ...

Vielleicht sollte hier mal Tine Wittler ran …

Mit diesem Band haben sowohl Kirkman als auch Capullo die Serie verlassen, und McFarlane hat die Aufgaben an Joe Casey und Nathan Fox übergeben. Diese schlagen nicht nur eine neue Richtung, sondern auch einen ganz neuen Stil ein. War Haunt bisher eine Mischung aus Superhelden- und Agentenaction, kommen nun Horror und Mystery mit ins Spiel. Die Agenten fliegen ersatzlos raus. Ob das gut ist? Ganz ehrlich. Ich weiß es noch nicht. Die Ansätze, welche Casey hier macht, sind nicht schlecht, aber es fehlt noch ein wenig der Punkt, an dem man als Leser sagt: „Ja, hier bleibe ich unbedingt dran“. Seltsam wirken auch die Motorräder, mit denen die Kirchenkrieger umherheizen. Diese sehen aus, als hätte man sich bei Akira bedient. Aber das ist wohl eher eine Sache des Zeichners …

Vatikans Angels, oder so ähnlich ...

Vatikans Angels, oder so ähnlich …

… und damit wären wir auch schon bei Nathan Fox. Dieser kann mit seinem Stil sofort überzeugen. Er ist kantiger, dunkler, und passt daher perfekt zur neuen Richtung, die Haunt nun einschlägt. Was ein wenig das Gesamtbild stört, sind die bereits erwähnten Anime-Anleihen. Denn vieles wirkt stilistisch bei Akira oder Ghost in the Shell geklaut. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, passt hier aber meiner Meinung nach nicht ganz in das Konzept. Sehr seltsam kommt dann auch noch das letzte Kapitel daher. Hier ist John Lucas der Zeichner, und dieser bricht sehr mit dem bisherigen Stil des Bandes. Das mag vor allem daran liegen, dass es sich hierbei um eine Flashback-Szene handelt und eine Abgrenzung sehr wohl gewollt ist, aber dennoch habe ich persönlich es als sehr störend empfunden. Zumindest am Anfang. Denn je weiter die Story fortschreitet, um so besser passt der Stil.

Da könnte man doch glatt an Paranoia glauben.

Da könnte man doch glatt an Paranoia glauben.

FAZIT:

Haunt 4 ist erfrischend anders, aber noch nicht so ganz überzeugend. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht so recht weiß, wo Casey mit der Serie wirklich hin will, und ob sich dieses Experiment lohnt. Denn wenn man über den großen Teich schielt, dann weiß man schon, dass Haunt mit der 28. US-Ausgabe ziemlich Knall auf Fall eingestellt wurde. Und wenn man dies auf die deutschen Trades umrechnet, dann bedeutet es, dass mit dem nächsten Band auch schon Schluss sein wird. Von daher kann ich den auch noch mitnehmen und nachsehen, ob Casey einen Schritt wagt, der gut, aber leider nicht massentauglich ist, oder ob er es einfach zusammen mit Fox in den Sand gesetzt hat. So oder so, werde ich das wohl erst gegen Ende des Sommers erfahren.

Gassi gehen in dieser Gegend kann lebensgefährlich werden.

Gassi gehen in dieser Gegend kann lebensgefährlich werden.

„Haunt Nr. 4“ bei Panini Comics bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012 Image Comics / Panini Comics

Spawn: Architekten der Angst [Panini, September 2011]

Heute gibt es nach etwas längerer Zeit mal wieder ein wenig aus dem Spawn Universum. Mit diesem Band sammelt Panini zwei Graphic Novels, doch wie sind sie geworden?

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/bde87c8c6c2b7270234f57c2e88e5736_norm.jpgSpawn: Architekten der Angst

Zwei Graphic Novels der etwas anderen Art, hat Panini in diesem Band versammelt.
In der ersten Geschichte, welche auch namensgebend für die Ausgabe war, trifft Spawn auf eine junge Dame, die weitaus mehr im Schilde führt, als es auf den ersten Blick, den Anschein hat. Und auch Spawn, bzw. Al Simmons kleiner Bruder Marc Simmons, werden in dieses Abenteuer verwickelt, so das Spawn einmal mehr seine Konventionen über Bord werfen muss, um einem Familienmitglied beizustehen und die Erde vor den dunklen Machenschaften zu beschützen.
Das zweite Abenteuer bringt Spawn einen neuen und sehr gefährlichen Gegner. Zumindest in den Augen der Kirche. Denn sein neuester Kontrahent wird mit dem letzten unbefleckten Stück vom Kleid des Heilands ausgestattet, der auch Spawns Symbionten darstellt. Doch nicht nur die Kirche ist involviert, denn auch die Polizei und sogar Spawns Freund und Mentor Cogliostro haben ihre Finger im Spiel …

Spawn und die mysteriöse Dame.

Spawn und die mysteriöse Dame.

Mit Spawn: Architekten der Angst legte Panini im September 2011 eine wirklich außergewöhnliche Zusammenstellung von zwei noch außergewöhnlicheren Graphic Novels vor. In beiden Fällen dreht sich Spawns kleine Welt, rund um seine Alley, um mysteriöse und göttliche Kriege in denen die Erde und deren Bewohner involviert sind. Und in beiden Fällen ist Aleksi Briclot der Zeichner. Dennoch sind sowohl „Architekten der Angst“ als auch „Das Gewand“, vollkommen verschieden. Zumindest grafisch. Denn während „Das Gewand“ noch in traditionellem Comicstil mit leicht frankobelgischem Einschlag überzeugt, ist „Architekten der Angst“ eine Aneinanderreihung von Gemälden. Das ist nicht schlecht, doch wie so oft bei solch detaillierten Zeichnungen geht ein wenig die Dynamik verloren und die Bilder wirken des öfteren statisch.

In der Hölle...

In der Hölle…

Storytechnisch erinnert die Handlung ein wenig an die letzten Werke von Paul Jenkins. Speziell „Universe“ wäre hier ein passendes Beispiel. Der mystisch und esoterische Touch legt sich wie ein Schleier über den gesamten Band und es ist schon verständlich, weshalb Panini diese beiden Ausgaben zusammen veröffentlicht hat. Denn nicht nur der Zeichner ist in beiden Ausgaben identisch. Mit Arthur Clare war ebenfalls an den Geschichten ein und derselbe Autor beteiligt, wenngleich er in beiden Fällen jeweils Unterstützung bekam. Für „Die Architekten der Angst“ stand ihm niemand Geringeres als Todd McFarlane zur Seite und bei „Das Gewand“ griff im Alex Nikolavitch unter die Arme.

Obacht!

Obacht!

FAZIT:

Grafisch sind beide Geschichten eine wahre Augenweide, können aber storytechnisch leider nicht so wirklich überzeugen. So richtig Spannung kommt leider bei beiden nicht auf. Dies kann auch die wirklich opulente Art Gallery mit vielen Gemälden, Sketchen und Figurenentwürfen nicht retten. Die wirklich wunderschönen Zeichnungen kaschieren hier leider nur eine sehr dürftige Story und es wirkt fast so, als würde diese nur als Gerüst oder Rechtfertigung für eine Ansammlung an Pin-ups dienen. Doch ob man hierfür wirklich 15 Euro ausgeben will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nicht gerade zimperlich.

Nicht gerade zimperlich.

Hive-Verweis„Spawn – Architekten der Angst“ bei Panini bestellen.
„Spawn – Architekten der Angst“ bei Amazon bestellen.

259 x “Die Spinne” Band 2 [Eigenverlag, Juni 2012]

Bereits Anfang Juni habe ich über den ersten Band von Michael Diers 259 x Condors „Die Spinne“ berichtet. Nun ist am Donnerstag der zweite Band von der Druckerei geliefert worden und am Montag werden die ersten Ausgaben verschickt. Der zweite Band ist laut Aussage von Michael Diers noch besser geworden, was wenn man den ersten Band schon kennt fast unglaublich klingen mag. Denn schon Band Eins wusste mit einer Fülle an Infos, Zusatzmaterial und liebevoll zusammengestellten Extras zu überzeugen.

259x Spinne 2

Neben den bereits aus Band 1 bekannten Zusammenfassungen zu den „Die Spinne“-Heften (diesmal die Ausgaben 127 bis 259) finden sich auch wieder sehr interessante Begleitartikel die das Durcheinander und die Arbeit hinter den Kulissen bei Condor ein wenig erhellen sollen.

Dazu gehört Miron Seffzek der lange für Condor mit seinem etwa 10 Mann starken Team bei Satz- und Druckservice GmbH in Hamburg maßgeblich für die Gestaltung vieler Seiten in den Condor Comic Publikationen verantwortlich war. Was seine Aufgaben war, welche Freiheiten er hatte und wie die Arbeit funktionierte, vor allem als alles auf Computer umgestellt wurde, das erzählt er in einem wirklich sehr interessanten Interview mit Gerald Berse.

Auch Michael Nagula wurde zu Wort gebeten. Immerhin war er gerade in der Schlusszeit von Condor der Übersetzer und redaktionelle Betreuer schlechthin. Viele Comicfans (zu denen ich mich auch zähle) verbinden mit der Zeit in der Nagula unter anderem für die „Die Spinne“-Hefte verantwortlich war, eine wunderschöne Zeit. Doch Nagula hat nicht immer für Condor und seine Superhelden gearbeitet und davon berichtet ein ausführlicher Artikel von Michael Diers.

Aber nicht nur die Comicschaffenden sind im Blickpunkt von Michael Diers. Denn es gab auch die eine oder andere Kurisosität, wie z.B. McFarlanes kleiner Spleen mit dem Kater den er überall untergebracht hat. Viele werden diesen als den bekannten Cartoonkater Felix wiedererkennen. Die Frage ist nur weshalb McFarlanes diesen bei jeder erdenklichen Möglichkeit mit eingebunden hat. Dieser und weiteren Fragen geht Michael Diers mit akribischer Kleinarbeit auf den Grund.

Hier nun noch die genaue Auflistung was den geneigten Fan im zweiten Band von Michael Diers „259 x Condors „Die Spinne““ erwartet:

  • Vorwort von Michael Diers
  • Auflistung Die Spinne Magazin (ab #127) von Michael Diers
  • Portrait Charles Vess von Michael Diers
  • Marvel-Comic-Übersetzer Michael Nagula von Michael Diers
  • Todd McFarlane und die Sache mit dem Kater von Michael Diers
  • Kurzportrait Sandy Plunkett von Michael Diers
  • Peter Parker und ich… und die Frauen! von Michael Diers
  • Miron Seffzek–Gestalter diverser Comic-Seiten Interview von Gerald Berse
  • Coverzeichner Dennis „Bouncie“ Schattauer
  • Die Spinne – „Gelesen“ von michidiers von Gerald Berse
  • Die Neuzeit der Sekundär-Literatur wird eingeläutet! von Michael Becker

Aber wer ist eigentlich der Mann der sich all diese Mühe gemacht hat? Wer ist Michael Diers, der das Wagnis auf sich genommen hat, nachdem er durch einen unbedachten Klick bei Ebay plötzlich Eigentümer von 259 Spinne-Heften aus dem Condor Verlag wurde, und sich dann durch all die Irrungen und Wirrungen bei Condor gekämpft hat, um uns Fans und Lesern diese beiden Bände präsentieren zu können?

Michael Diers wurde 1966 in Oldenburg geboren, wo er auch noch heute mit seiner Frau lebt. Neben seiner Comicleidenschaft, für die er unter vielen Pseudonymen Rezensionen veröffentlicht (vorrangig für Paninis Vertigopublikationen) ist er auch ein ambitionierter und leidenschaftlicher Fussballer für Roter Stern Haarentor Oldenburg mit denen er einige Siege, aber auch schmerzhafte Verletzungen erleben durfte. Ausserdem fährt er gerne Fahrrad und ist des öfteren mit seiner Frau im Oldenburger Staatstheater und Programmkino, sowie bei Bundesligaübertragungen in seiner Stammkneipe anzutreffen.

Natürlich ließ es sich Michael nicht nehmen sein Werk bei vielen öffentlichen Ereignissen höchstpersönlich an den Mann, oder die Frau, zu bringen.

Der Band ist im Comicmarktplatz und bei Michael Diers unter der Mail Michidiers66@aol.com für 31€ erhältlich. Er umfasst 160 Seiten als Hardcover im Kleinformat mit Schutzumschlag.

Sehr wichtig anzumerken wäre noch, dass es sich bei den beiden Bänden um reine Fanpublikationen handelt, die zum Selbstkostenpreis an die Interessierten weitergegeben werden. Es ist nicht angestrebt mit diesen Bänden Gewinn zu erzielen und sich persönlich zu bereichern.

Sobald dann mir dann beide Bände hier vorliegen, werde ich diesen nochmals einen kleinen aber feinen Artikel widmen, in dem ich aber weniger auf den Inhalt, als vielmehr auf die Qualität und die Verarbeitung dieser privaten Veröffentlichung eingehen werde.

Spawnathon 11 – Spawn #11 [Infinity, März 1998]

Weiter geht’s mit unserem kleinen großen Spawnathon. Diesmal mit einer Ausgabe, die ich nun doppelt habe, weil ich sie mir damals bei Ersterscheinung bereits gekauft, und dieser Tage beim Spawn Zusammenkauf nicht aufgepasst habe. Macht aber nichts, denn schon damals hatte mir diese Ausgabe gefallen. Nun, da ich sie auch noch entsprechend im Kontext lesen kann, ist sie sogar noch besser. Aber, überzeugt euch selbst:

Spawn #11
(gelesen am 19.06.2012)
Wow, was für eine Ausgabe. Also, ich muss jetzt mal sagen, es gab bisher schon einige gute Ausgaben, aber Nummer 11 toppt diese mit links – es sei denn man ist Linkshänder, dann mit rechts, nech. Meine Lieblingsausgabe bisher. Aber sowas von.
Die Fäden laufen langsam zusammen und die Verschwörung um den armen Terry – zur falschen Zeit, am falschen Ort – spitzt sich zu. Erst erschießt die Mafia in seinem Vorgarten zwei FBI-Agenten und dann nimmt ihn Overt-Kill in die Mangel.
Spannend, spannend, spannend, denn Spawn will seinem alten Freund helfen, doch erstmals treten ihm Sam und Twitch gegenüber. Vor allem Sam hat noch ein Hühnchen mit Spawn zu rupfen, weshalb dieser erst in letzter Sekunde Terrys Rettung eilen kann. Letztlich ist es Twitch, der Terry und Spawn rettet. Doch während Spawn reglos am Boden liegen bleibt, nehmen Sam und Twitch Terry in die Mangel. Nicht wissend, dass diesem bereits Geheimdienst und Mafia endgültig ans Leder wollen. Packender geht’s kaum, zum Glück ist Ausgabe 12 schon griffbereit.