Neil Young Greendale [Panini, Juli 2013]

Dominik_AVAHeute möchte ich euch über einen sehr interessanten Comic berichten. Ich hätte ihn mir sehr wahrscheinlich niemals selber gekauft, steht er doch nicht auf meiner „zu kaufen“ oder „ ich wünsche mir in absehbarer Zeit“ Liste. Diesen Comic habe ich zum Geburtstag von meinem Cousin geschenkt bekommen und weil ich in erster Linie mit dem Klappentext nicht so viel anfangen konnte war ich um so gespannter darauf, wie dieser Comic mir wohl gefallen würde.

Neil Youngs Greendale

Nun, dieser Comic wird geleitet vom legendären Musiker Neil Young. Mir ist Neil Young ehrlich gesagt kein großer Begriff gewesen und auch jetzt habe ich diesen noch nicht weiter gegoogelt. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn die Geschichte funktioniert auch einwandfrei ohne jegliches Vorwissen über Neil Young. Jedenfalls erzählt diese Graphic Novel die gesamte Geschichte der berühmten Rockoper von Neil Young in traumhaft schönen Bildern.

Der Stammbaum der Familie Green

Der Stammbaum der Familie Green

Mit der Aufmachung dieses Bandes bin ich sehr zufrieden. Gebunden im handlichen Format (Maße: 17,7 x 26,6 cm ) lässt sich diese Graphic Novel sehr gut lesen und auch in der Hand halten.

Auf der ersten und der letzten Seite befindet sich jeweils eine Abbildung des Stammbaumes der Familie Green. Diese beiden Seiten sind für mich für das allgemeine Verständnis der Geschichte und für die Beziehungen der Charaktere untereinander von enormer Bedeutung gewesen. Ich habe des öfteren mir diesen Stammbaum anschauen müssen, da fast jede Person in Bezug auf den Hauptcharakter Sun Green näher beleuchtet wird. Und somit geht es in erster Linie darum, alle Personen näher vorzustellen und in einen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Sun Green scheint anders zu sein als die anderen Kinder in ihrem Dorf. Sie hat eine besondere Beziehung zur Natur. Eines Tages erscheint ein Fremder in ihrem Dorf der ihr Leben auf den Kopf zu stellen scheint. Von nun an müssen einige Leute sterben.

Eine Rückblendung aus alten Tagen

Eine Rückblendung aus alten Tagen

Wie bereits der Klappentext beschreibt, kann ich nur zustimmen, dass diese Geschichte eine inspirierende Fabel über das politische Heranreifen einer jungen Frau in Amerika ist.  An dem Tag wo in Bagdad die Bomben fallen erscheint der mysteriöse Fremde in Greendale. Immer wieder wird Bezug auf das damalige Kriegsgeschehen genommen. In den Medien wird zwischenzeitlich über den Einsatz im Irak berichtet. Die gesamte Geschichte beinhaltet eine angenehme Portion Magie die nie zu penetrant auf den Leser wirkt. Der mysteriöse Gegenspieler behält dadurch etwas sehr unheimliches, fremdes und zugleich auch ein wenig vertrautes. Mich erinnert dieser mysteriöse Gegenspieler ein wenig an „ The Stand“ – von Stephen King.  Er hat irgendetwas gruseliges an sich, vielleicht ist es die leuchtend rote Farbe seines Jacketts und der schwarze Hut?

Seine letzte Tat...

Seine letzte Tat…

Mit Sun Green gelingt es den Autoren einen Charakter zu erschaffen, mit denen sich sicherlich viele Leser gut identifizieren können. Sun wirkt sehr menschlich und handelt stets glaubwürdig. Ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe und den Tod könnten beinahe jedem so ergehen. Ihre Sehnsüchte und Ängste werden gekonnt dargestellt. So wird zwischendurch sehr deutlich, dass sich Sun nach Liebe sehnt. Als Sun einen Hauch neugewonnener Stärke in sich fühlt erstrahlt die gesamte Seiten in einem freudigem hellem Blütenregen. Da lässt sich diese neugewonnene Stärke beinahe wahrhaftig spüren. Ich bin mit den Zeichnungen von Cliff Chiang mehr als zufrieden. Beinahe durchgehend sind seine Zeichnungen detailverliebt. So gibt es meistens einen ausgearbeiteten Hintergrund oder schön anzusehende Charaktere. Wobei der Hintergrund meist nicht bis in das letzte Detail ausgearbeitet wurde aber dennoch so, dass es für den Leser schön anzuschauen ist.
Die Farbgebung wirkt auf dem Papier ein wenig erdfarbenmässig. Das passt aber optimal zur Geschichte und deren Inhalt in Bezug auf Sun Green’s Naturverbundenheit. Kräftige Farben am Tag und in der Nacht wechseln sich mit etwas zurückhaltenderen Farbtönen in Träumen oder Rückblenden ab. Mit den Zeichnungen und der Farbgebung bin ich absolut zufrieden.
Die Geschichte transportiert Themen wie Krieg, Friede, Naturschutz und Pazifismus. Immer wieder mal zwischendurch kann es dem Leser so vorkommen, dass diese Graphic Novel ein wenig zu pathetisch wirkt. Das ist aber sicherlich Geschmackssache. So zum Beispiel wenn Sun mit dem Mikrofon vor laufender Kamera für eine bessere Welt protestiert. Zum Ende hin schaffen es die Autoren die Geschichte in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Einzig und allein was mit Sun ihrem Freund passiert ist bleibt etwas offen. Das magische was zu Anfang der Geschichte sicherlich leicht fremd wirken mag, wirkt zum Ende hin vertrauter und auch aus deren Sicht nachvollziehbar. Mit „aus deren Sicht“ sind die leicht fremdartigen Wesen aus Sun ihren Träumen, wie alle anderen Charaktere der Familie Green gemeint. Mir hat die gesamte Graphic Novel sehr gut gefallen, ich kann sie ruhigen Gewissen an alle Weiterempfehlen. Wem etwas Pathos nicht abschreckt und mit den genannten Themengebieten sich anfreunden kann, sei diese Graphic Novel wärmstens empfohlen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 DC/Vertigo / Panini Comics

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Der tägliche Simpsons-Gag #564

Und was habe ich gestern gesagt? Mit dem heutigen Tag ist endet das Wochenende auch schon wieder. Morgen geht es dann frisch in die neue Arbeitswoche. Aber ich darf zu Hause bleiben. Immerhin habe ich dann, mit heute, die letzten 7 Tage durchgearbeitet. 🙂 Nun aber erstmal der neue Simpsons-Gag.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Die Simpsons sitzen, frei nach dem Weltbekannten Foto, auf einem Stahlträger hoch über New York und frühstücken vor ihrem Fernseher.