Review Kurzüberblick (29) [Danger Girl: Mayday & I Hate Fairyland Nr. 2]

Nach und nach fülle ich diesen Blog mit weiteren Reviews und ja, hin und wieder sind sie auch etwas aktueller, als das meiste Material hier auf dem Blog. Immerhin versuche ich ja auch meinen Lesestapel etwas abzuarbeiten und dabei gibt es gelegentlich auch Comics, die es schneller schaffen, einfach weil sie mich in diesem Moment besonders ansprechen. Wobei ein halbes Jahr auch nicht wirklich aktuell ist …

Comic Review Kurzüberblick

Danger Girl: Mayday [Mai 2017]

Autor: Andy Hartnell
Zeichner: John Royle
Format: Softcover / Softcover (Variant)
Umfang: 92 Seiten
Inhalt: Danger Girl: Mayday 1-4
Verlag: Dani Books
Preis: 14,99 Euro (SC) / 22,00 Euro (SC-Variant)

Sie ist wieder aufgetaucht. Das ehemalige Danger Girl und die Doppelagentin Natalia Kassle wird nach dem Kampf der Danger Girls mit Hammer ohne Gedächtnis aufgelesen. Doch auch wenn sie sich an so gut wie nichts erinnern kann, ihre Fähigkeiten funktionieren tadellos. Und so zeigt sich recht schnell, zu welchen Leistungen die bis dato Unbekannte fähig ist …

Andy Hartnell liebt seine Mädels. Und auch wenn dieser Band eher eine Soloausgabe eines ehemaligen Danger Girls ist und die aktiven Girls, allen voran Abbey Chase, nur ein paar kleine Gastauftritte haben, kommt doch recht schnell das bekannte Danger Girl-Feeling auf. Natürlich hält sich auch dieser Band nicht wieder mit komplizierten Plotelementen auf sondern konzentriert sich auf das Wesentliche. Knapp bekleidete heiße Girls in rasanter Action.
Damit die Optik nicht zu kurz kommt, schwingt John Royle den Zeichenstift und trifft Scott Campbells Stil recht gut, ohne dabei seinen eigenen zu vernachlässigen. Natürlich steht dann auch die korrekte Physik und Anatomie nicht so wirklich im Vordergrund, wenn es dazu dient, dass die Mädels gut aussehen. Abgesehen davon, hat sich John Royle als echt netter Mensch gezeigt, als ich ihn dieses Jahr auf dem Comic- und Mangapark in Erfurt kennenlernen durfte. Aber das nur als Info am Rande.

Einfach actionreiche und gut aussehende Unterhaltung. Mehr erwarte ich von den Danger Girls überhaupt nicht und meine restlichen Erwartungen werden immer bestens erfüllt. Diesmal habe ich mir sogar das auf 77 Exemplare limitierte Variantcover gegönnt und gleich noch von John mit einem kleinen Headsketch versehen und signieren lassen. Aber auch das reguläre Cover sieht sehr gut aus.

I hate Fairyland Nr. 2: Zwick mein Leben [Juli 2017]

Autor: Skottie Young
Zeichner: Skottie Young
Format: Hardcover
Umfang: 144 Seiten
Inhalt: I Hate Fairyland 6-10
Verlag: Tokypop/Popcom
Preis: 14,00 Euro

Boah, ey. Königin zu sein ist echt voll mega langweilig. Immer nur irgendwelche Verträge unterschreiben und ständig auf dem Thron herumsitzen. Gertrud hat echt die Schnauze voll und deshalb sprengt sie mal eben alles in die Luft und beginnt wieder mit ihrem „Freund“ Larry durch die Lande zu ziehen. Dabei trifft sie unter anderem auf einen Jungen, den es ebenfalls nach Fairyland verschlagen hat, und der Gertrude ersetzen soll. Dummerweise funktioniert das nicht so ganz, wie es ursprünglich gedacht war …

Ging es im ersten Band noch recht rasant zur Sache, wird es im zweiten schon ein wenig ruhiger. Was aber nicht gleichzusetzen ist mit langweiliger. Denn reichlich Action gibt es immernoch. Und ja, auch Blut und Körperteile fliegen wieder einige durch die Gegend. Gertrud ist halt noch immer verschleckt hart drauf und meuchelt sich durch eine kunterbunte Bonbonwelt und färbt sie nach und nach krass mit Blut. Kaum versinkt man in der verzwickten Welt von Fairland eignet man sich komischerweise auch recht schnell die Sprachweise an, was für die eigene Umwelt durchaus verstörend wirken kann.
Zu den Zeichnungen brauche ich nicht wirklich viel sagen. Skottie Young ist ein Meister. Seine zuckersüße Welt sieht wunderschön aus und dann kommt der krasse Gegensatz mit der expliziten Gewalt ins Spiel. Zusammen mit der genialen Farbgebung von Jean-Francois Beaulieu ergibt sich ein sehenswerter Band.

Auch Band Zwei bleibt lesenswert und steht dem ersten band kaum in etwas nach. Mit der etwas ruhigeren Erzählweise muss man sich aber erst anfreunden, was sicher nicht jedem gelingt, da unweigerlich gewisse Erwartungen nach dem ersten Band aufgebaut werden, die Skottie aber scheinbar gar nicht erfüllen möchte und stattdessen einen gänzlich anderen, eigenen, Weg geht. Nun bleibt abzuwarten, ob die Verkäufe ausreichen, damit Tokyopop die Reihe fortsetzen wird, oder ob die ruhigere Erzählweise zu einem Einbruch in den Verkäufen führt. Ich werde einen dritten Band, sofern er erscheint, auf jeden Fall kaufen.

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