I Want You For US Comics – Classics (1) [Spider-Man and his Amazing Friends Nr. 1 & Rune vs. Venom Nr. 1]

Das heutige US-Review ist ein weiteres „Spin-Off“ der bekannten US-Comics-Reviewreihe und mal ausnahmsweise keinen aktuelleren Comics gewidmet, sondern stellt eine Reise in die Vergangenheit dar. Einmal geht es weit zurück, in das Jahr 1981, als Marvel recht erfolgreich mit einigen TV-Serien im morgendlichen Wochenendprogramm vertreten war. Hierzu erschienen dann unter anderem auch Comics, wie zu „Spider-Man and his Amazing Friends“. Danach geht es in das Jahr 1995, wo der Aliensymbiont Venom auf den vampirähnlichen Gott Rune trifft …

Spider-Man and his Amazing Friends Nr. 1 [Dezember 1981]

Autor: Dennis Marks
Zeichner: Dan Spiegle
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Spider-Man and his Amazing Friends 1
Verlag: Marvel Comics
Preis: 0,50 US-Dollar

Norman Osborn wird von den Ärzten als geheilt entlassen. Seine zeit als grüner Kobold soll nun der Vergangenheit angehören. Doch als er mit einem kleinen Privatflugzeug in ein Gewitter gerät und abstürzt, erwacht sein Alter Ego erneut. Ohne jedoch zu wissen, wer hinter der Maske des Spider-Man versteckt, begibt sich Norman an seine alte Universität, an der auch seine Nichte Norma derzeit studiert, da er dort ein altes Labor besitzt. Hier will er ein Serum entwickeln, um weitere Kobolde zu erschaffen …

Die Handlung ist eine Adaption der ersten Episode der gleichnamigen TV-Serie, die in diesem Fall von Dennis Marks verfasst wurde. Dieser hält sich peinlich genau an die Vorlage und so gibt es keine wirklichen Überraschungen, wenn man die Folge bereits kennt.
Für de Zeichnungen ist Altmeister Dan Spiegle verantwortlich, und fängt den Charme der TV-Vorlage sehr gut ein. Besonders die für die Serie extra geschaffenen Charaktere, wie Angelica Jones, alias Firestar, oder Ms. Lion, der kleine Hund in Tante Mays Collegewohnheim wirken genauso wie in der Serie. Ansonsten handelt es sich um typische Comickost Anfang der 80er Jahre ohne große Überraschungen. Das Heft ist auch lediglich ein One-Shot, da keine weiteren Ausgaben produziert wurden. Vermutlich diente es auch lediglich dazu, die TV-Serie ein wenig zu pushen.

Für Fans der alten Animationsserie und Comics der frühen 80er Jahr eist dieses Heft eine nostalgische Zeitreise mit viel Charme. Wer jedoch nur mit den aktuellen Comics Kontakt hatte, wird sich kaum an den Zeichnungen und der doch recht einfachen Story erfreuen können.

Rune vs. Venom Nr. 1 [Dezember 1995]

Autor: Chris Ulm
Zeichner: Greg Luzniak, Mark Pacella, Gabriel Gecko
Format: Heft
Umfang: 48 Seiten
Inhalt: Rune vs. Venom 1
Verlag: Malibu Comics
Preis: 3,95 US-Dollar

Manhattan, die Nächte sind düster und gefährlich. Erst recht jetzt, da offenbar Venom sein Unwesen treibt. Doch war dieser bisher nur Räubern, Mördern und Gesetzlosen gegenüber recht brutal, scheint er sich nun auch vermehrt unschuldigen Opfern anzunehmen. Doch merkwürdigerweise sind alle seine Opfer blutleer. Auch ist sich Eddie, Träger des Symbionten und Beschützer von Manhattan sicher, keine dieser Taten begangen zu haben. Also macht er sich auf die Suche und gerät dabei sehr schnell in das Fadenkreuz der Ermittler …

Malibu Comics, die später in den Besitz von Marvel Comics übergingen, nutzten die Bekanntheit und das düstere Auftreten von Marvels brutalen Antihelden. Hierfür greift Rune-Erfinder Chris Ulm selbst zum Stift und kreiert eine zugegebenermaßen eher krude und merkwürdige Geschichte, die schon nach wenigen Seiten zeigt, in welche Richtung sie steuert. Die Figuren sind eindimensional und emotionslos und die ganze Story wirkt nur, wie eine Aneinanderreihung von Gewaltszenen und Möglichkeiten, um die Figuren eindrucksvoll in Szene setzen zu können. Angesiedelt ist die Geschichte nach dem Spider-Man-Event „Planet der Symbionten“ das sich 1995 durch die insgesamt 4 Spider-Man Super Specials aller damals laufenden monatlichen Spider-Man-Comicserien und einem Venom Super Special zog.
Auch zeichnerisch gibt es keine Besonderheiten. Typische 90er Jahre Optik, angelehnt an die erfolgreichen Künstler jener Dekade, ohne deren Qualität zu erreichen. Und so erinnern die Artworks der drei beteiligten Künstler auch wie jene aus den Super Specials, und so ziemlich fast alles, was damals in den 90er Jahren erschienen ist. Abgesehen davon sind kaum nennenswerte Unterschiede in den Stilen der drei Zeichner auszumachen.

Als kleine Zeitreise und für wenig Geld ist das Heft durchaus einen Blick wert. An die Qualität anderer Veröffentlichungen in diesem Jahrzehnt kommt die Ausgabe bei Weitem nicht heran. Weder inhaltlich noch optisch. Selbst, wenn man mit den Comics der 90er aufgewachsen ist, bleibt diese Ausgabe eher unterer Durchschnitt und ein mäßig gelungener Zeitvertreib.

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