Gratis Comic Tag 2018-Review (12): Der Janitor [Schreiber & Leser]

Auch Schreiber & Leser ist einer der Verlage, die inzwischen mit großer Regelmäßigkeit am Gratis Comic Tag teilnimmt, und anders als viele der großen Verlage, auch auf etwas unbekanntere Serien/Helden setzt. Und so schickt der Verlag eine Art christlichen Söldner im Auftrag des Vatikans ins Rennen, um neue Comicleser zu gewinnen. Mal schauen, ob es bei mir klappt …

Der Janitor Nr. 1: Der Engel aus Valletta

Bisher war Pater Vince eher so etwas wie eine Art Leibwächter, um andere christliche Vertreter zu beschützen. Allerdings besitzt er dieses gewisse Etwas, was bei seinen Aufträgen dazu führt, dass sie nicht einfach nur erfüllt werden, sondern über Gebühr gut erfüllt werden. Und so soll er einer geheimen Gruppe von Elite-Schutz-“Agenten“ beitreten, von denen es nur zwölf gibt. Doch sobald einer aus dem Dinest ausscheidet, muss ein neuer her und so wird aus Pater Vince der neue dritte Janitor. Leider ist Vince aber auch Genießer sämtlicher weltlicher Genüsse, was eigentlich im Widerspruch zu seinen „Regeln“ und Glauben steht …

Wie verbindet man zwei eigentlich nicht zusammenpassende Themen so, dass ein neues interessantes Thema daraus wird? Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht vorstellen, was aber auch daran liegt, dass ich mit dem Vatikan und dessen wofür er steht, nichts anfangen kann. Es gibt nur wenige Storys in denen das Christentum, der Glaube und der Vatikan eine Rolle spielen, und die mir gefallen. Eines davon und ehrlich gesagt sogar einer meiner Alltime-Favorits ist „Die Offenbarung“ von Paul Jenkins und Humberto Ramos. Daher hatte ich durchaus gewisse Erwartungen in diese Idee Agentenaction mit dem Vatikan zu verbinden, wobei es mir nicht unglaubwürdig erscheint, dass der Vatikan über eine solche Gruppe verfügen könnte.
Doch leider zündet das Ganze inhaltlich nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auch die Zeichnungen, die zwar durchaus in Ordnung sind, treffen nicht so recht meinen Geschmack. Natürlich ist mir Francois Boucq kein Unbekannter, allerdings weniger durch eine seiner Serien, als vielmehr durch eine Arbeit im Rahmen des Projekts „Hommage an Albert Uderzo“ (ein Review hierzu folgt im Rahmen der Asterix Review Specials), wo er mir sehr gut gefällt. Anders ist es mit Yves Sente, der mir bisher unbekannt war, aber hierbei auch nicht wirklich so sehr überzeugt, dass er mir im Gedächtnis bleiben wird.

Der Janitor ist zwar durchaus gelungene Unterhaltung, aber trifft leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Gut, dafür hat Schreiber & Leser aber einen persönlichen Sympathiepunkt gewonnen, weil sie sich etwas getraut haben, gegenüber so manch anderen etablierten Verlagen. Und deswegen hoffe ich, dass „Der Janitor“ wenigstens andere Leser überzeugen kann.

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