Comic und Mangapark 2018 – Eine Zusammenfassung

An diesem, ersten Septemberwochenende, fand nun bereits zum zweiten Mal der Comic und Mangapark auf dem Egapark in Erfurt statt. Nachdem Jan Ettinghausen letztes Jahr im Mai einlud, war es dieses Jahr der September und erneut hatten wir größtenteils viel Glück mit dem Wetter, naja fast. Erneut waren viele Zeichner, Verlage, Unterhalten, Musiker, Cosplayer, Künstler aller Art und Interessen vertreten, um das Wochenende für alle möglichst abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Einen kleinen und recht persönlichen Einblick soll euch dieser Bericht von mir geben …

Nachdem ich im letzten Jahr relativ zeitig vor Ort war, habe ich es diesmal etwas ruhiger angehen lassen. Zusammen mit meiner Tochter bin ich gegen Samstagmittag in Erfurt auf dem Egapark eingetroffen und wir haben die erste Zeit genutzt, um uns erst einmal einen groben Überblick zu verschaffen, was wo und wann stattfindet.
Gleich am Eingang begrüßte uns ein sprechender KITT aus der 80er Jahre-TV Serie „Knight Rider“ mit David Hasselhoff. Der war zwar nirgends zu sehen, dafür ließ KITT den einen oder anderen markigen Spruch fallen. Im kurzen Gespräch mit dem Besitzer des Fahrzeugs offenbarte dieser, dass es sich zwar nur um einen 30-minütigen Loop handelt, aber es dennoch immer passt, wenn jemand davor steht.
Ein Stück weiter dahinter, kurz vor der Halle 1, stand der Star Wars X-Wing T70-Fighter aus Metall und Holz mit sagenhaften 12 Meter Länge und 10 Meter Breite. Hier durfte man sich zusammen mit dem „Modell“ ablichten lassen. Leider musste der X-Wing am Sonntag aufgrund des Regens unter einer Abdeckplane versteckt werden, wodurch kaum etwas von ihm zu sehen war. Das hat zumindest am Sonntag den Star Wars Fans Hannover „The Northern Outpost“ und meinem Sohn, der leider nur Sonntag dabei war, nicht gefallen.

Als Nächstes haben wir uns den Außenbereich vorgenommen. Auf dem Weg in Richtung Parkbühne, wo es verschiedene Bühnenprogramme, wie Cosplaywettbewerb, Livemusik der deutschen Visual Kei Band „Nana:[shi]“, Tanzshows und am Abend sogar Anime-Kino gab, standen vor den Hallen verschiedene „Fast-Food“-Anbieter. Neben herzhaftem, wie Hot Dogs, Bratwürsten, Wraps, Burgern, Pomme Frites wurden auch süße Wünsche bedient. Quarkbällchen, kleine Schmalzkuchen (auch Kräppl genannt), Softeis, Waffeln und noch viel mehr sorgten letztendlich dafür, dass keiner Hunger leiden musste. Natürlich nur, sofern das nötige Kleingeld dafür vorhanden war. Bei Preisen zwischen 2 und 10 Euro pro Mahlzeit, fiel die Wahl oftmals nicht leicht. Für einen frisch zubereiteten und guten Burger gingen dann auch schon einmal 6,50 Euro über den Ladentisch. Auch frische Kaffeevariationen vom Kaffeemobil gab es.

Auf den großzügigen Rasenflächen, auch Comicpark-Campus und Workshop-Außenbereich genannt, wurden verschiedene Workshops angeboten. So konnte man sich porträtieren lassen, Beutel im Siebdruckverfahren bedrucken, verschiedene Spiele spielen, Kinderschminken, diverse „Kritzel“ und Zeichenkurse gab es auch. In den Workshops, zu denen man meist eine Anmeldung benötigte für die Teilnahme, wurde gezeigt, wie man professionell Cosplays fotografiert und am PC nachbearbeitet, Stoffe näht und färbt, mit Motiven bedruckt, die Rüstungen und Waffen herstellt, sich schminkt und natürlich auch, wie man sich mit dem fertigen Cosplay ordentlich präsentiert. Sogar die japanische Sprache wurde gelehrt.
Ein Stück weiter dahinter gab es dann noch, ein gutes Stück vor der Parkbühne, den Mainz-Pavillion, wo unter anderem Lesungen von Flix und Simon Schwartz stattfanden, sowie eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Nieder mit Hitler! Oder warum Karl kein Radfahrer sein wollte“ mit Andi vom Telestammtisch, Flix und Hamed Eshrat und am Sonntag ein Comic-Talk mit Andi vom Telestammtisch, dem Zeichner Rainer F. Engel (Captain Berlin), Christopher Kloiber (Chef bei Plem Plem Productions und Erfinder von Tracht Man), Heiner Lünstedt (Verantsalter des Comicfestival München) und meiner Wenigkeit. Dieser wird demnächst als neue Ausgabe des Telestammtischs online gehen. Behaltet daher meine Social Media Kanäle (Facebook, Twitter, Instagram) im Auge, wo ich dann den Podcast teilen werde.

Der Hauptteil der Veranstaltung fand jedoch in der Halle 1 statt. Neben einem Stand, des neu eröffneten Planet Comics Cafés, von Betreiber Jan Ettinghausen, wo man in einem reichhaltigen Comicangebot stöbern und die beiden exklusiven ComicPark-Variantcover von Spider-Man Nr. 26 und Batman Nr. 17 des Paniniverlags erwerben konnte, gab es eine lange Zeichnerallee, wo talentierte Nachwuchszeichner ihr Können darstellen konnten. Des Weiteren gab es eine ganze Menge an Merchandising, von Figuren, über T-Shirts, Plüschtiere und vieles mehr. Lego Sammelfiguren waren auch zu finden, einen Stand mit aktuellen und Retro-Video-Games vom Konsolendealer war ebenfalls vor Ort, genauso wie Brett- und Tabletopspiele. Im Spielebereich waren auch Turniere und Live-Spiele möglich. Auch Händler wie der bekannte Onlinecomicversand Racing Reiner, die Manga Mafia oder Pegasus Spiele waren in der Halle vertreten. Für Unterhaltung sorgten erneut die Jungs der Ghostbusters German Division, die diesmal mit einem eigenen Ecto-1 anreisten und eine Greenscreen-Fotowand anboten, wo man sich in einen von sieben wählbaren Hintergründen einkopieren lassen konnte.

Der Stand des Planet Comic Cafés war auch die Anlaufstelle für die meisten Zeichner. An beiden Tagen war hier Enis Cisic zu Gast, der unter anderem bereits für Marvel an den Avengers und dem Event Original Sin arbeitete und zum Signieren und Zeichnen vor Ort war. Enis hat mir mein Spider-Man Variantcover auf der Rückseite signiert. Aber auch Flix war an beiden Tagen bereit sein neuestes Werk „Spirou in Berlin“ zu veredeln. Ich war so frech und habe mir in meinen Band einen Asterix zeichnen lassen, der wirklich sehr gelungen ist. Die talentierte Mangaka Kamineo, war Samstag und Sonntag ebenfalls am Stand von Planet Comic Café, um zu zeichnen, und signieren. Sonntag signierte und zeichnete Ted Naifeh sein derzeit bei Dani Books erscheinendes erstes Buch der „Courtney Crumrin“-Reihe. Und so war auch dieses Jahr wieder Jano Rohleder für ein kurzes Gespräch bereit, in dem er mir nicht nur sagte, dass jetzt im September außer der regulären Ausgabe von „Courtney Crumrin“ (für den Comicpark hatte er sich extra 250 Exemplare vorab drucken lassen) auch die „Nektons“ endlich erscheinen werden. Als kleines „Noch“-Geheimnis gab er mir außerdem zu verstehen, dass es demnächst auch wieder Neues von den Turtles bei ihm zu sehen gibt und auch das zweite Crossover der Turtles mit den Ghostbusters sei innerhalb der Ghostbusters-Reihe angedacht. Doch als Nächstes steht erst einmal die deutsche Ausgabe von „Ghostbusters – Get Real“ gefolgt von „Ghostbusters International“ und Ghostbusters 101“ im Plan. Ein ebenfalls wunderbares Gespräch hatte ich dann noch mit David Füleki, der bereits zu unserem ComicTalk als Zuschauer auftauchte. Er hat für meine beiden Kinder zwei sehr schöne Bilder gezeichnet und mir eine seiner ersten Veröffentlichungen, die er selbst liebevoll als „Olle Kamelle“ bezeichnete, aus der 50. Banzai-Ausgabe signiert, während wir so ganz nebenbei über die damalige zeit, „Banzai“, „Daisuke“, „Manga Power“ und „Manga Twister“ philosophierten, sowie die traurige Tatsache, dass solche Manga-Anthologien auf dem derzeitigen Markt leider nicht mehr funktionieren.

Zusätzlich waren auch einige Verlage vertreten. Leider jedoch keiner der großen bekannten Verlage, wie Panini, Splitter, Carlsen oder Egmont, dafür aber drei kleinere Verlage, mit denen immer die Möglichkeit auf einen kleinen Plausch bestand. Der schwarze Turm Verlag, hier aus meiner Heimatstadt Weimar, war mit Olivia Vieweg vertreten. Mit ihr und ihrem Partner habe ich sehr schöne Gespräche geführt und ich habe auch die Möglichkeit bekommen, wenn ich dies möchte, zukünftig bei den monatlich stattfindenden Zusammenkünften dabei zu sein, wenn die Zeichner des Schwarzen Turms an ihren aktuellen Werken arbeiten. Außerdem hat mir die sehr charmante Olivia meinen „Endzeit“-Band mit einer wunderschönen Zeichnung samt Signatur veredelt. Plem Plem Productions traute sich nach einer Einladung auch in die thüringischen Gefilde und so konnte ich auch endlich einmal real mit Tracht Man-Erfinder Chris Kloiber ein paar Worte wechseln. Als einer derjenigen, der „fast“ das komplette Verlagsprogramm in seiner Sammlung hat, war dies nach der bisherigen Internetkommunikation ein sehr erfreuliches Treffen und Chris ist so typisch ehrlich und direkt, wie er auch im Netz auftritt. Gleich nebenan war der Stand von Weissblech Comics und hier saß Rainer Engel. Im sehr netten Gespräch versprach ich ihm auch den Sammelband von Captain Berlin zu bestellen, sobald ich Mitte des Monats meinen Lohn bekomme. Da bei mir leider Anfang des Monats das Geld sehr knapp ist, konnte ich den Band leider nicht kaufen und muss es daher ein wenig verschieben. Aber ich werde es tun, das ist ein Versprechen. Ja, und was habe ich mir dann von Chris und Rainer signieren lassen? Über meine Blog-Facebookseite habe ich ja angekündigt, dass ich mir etwas Besonderes einfallen lassen muss. Als Ergebnis meiner Überlegungen habe ich Samstag das Superhelden Jam-Poster mitgenommen und mir von den beiden signieren lassen. Vielleicht schaffe ich es ja, auch die restlichen Zeichner (Elbe Billy, Sarah Burrini, Daniela Schreiter, Sascha Dörp und Thomas Leopold) darauf zu verewigen.

Tja, und nun sind die zwei Tage vorbei. Und ich stelle fest, dass es zwei wunderschöne Tage waren. Man konnte sich ungezwungen und ganz charmant mit vielen der Künstler unterhalten, auch die Gäste waren alle sehr freundlich untereinander, das Programm war nun nicht alles mein Geschmack, das gebe ich ehrlich zu, aber die vollen Plätze an der Parkbühne haben gezeigt, dass die Veranstalter einen „guten Riecher“ hatten.
Und so möchte ich abschließend allen beteiligten Künstlern, Händlern und Helfern danken, die dieses „Festival“ möglich gemacht haben, allen voran Jan „Ed“ Ettinghausen und seinem Team. Danke für die Einladung und wir sehen uns bald wieder, im Planet Comics Café.

Copyright aller verwendeten Bilder, soweit nicht anders angegeben, © 2018 Thomas „Mueli77“ Mülbradt

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