Comic und Mangapark 2018 – Eine Zusammenfassung

An diesem, ersten Septemberwochenende, fand nun bereits zum zweiten Mal der Comic und Mangapark auf dem Egapark in Erfurt statt. Nachdem Jan Ettinghausen letztes Jahr im Mai einlud, war es dieses Jahr der September und erneut hatten wir größtenteils viel Glück mit dem Wetter, naja fast. Erneut waren viele Zeichner, Verlage, Unterhalten, Musiker, Cosplayer, Künstler aller Art und Interessen vertreten, um das Wochenende für alle möglichst abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Einen kleinen und recht persönlichen Einblick soll euch dieser Bericht von mir geben … Weiterlesen

Horror Schocker (Gratis Comic Tag Review Nr. 19) [Weissblech Comics, Mai 2017]

Weissblech Comics ist einer der Verlage, die mit großer Regelmäßigkeit so gut wie an jedem bisherigen Gratis Comic Tag teilgenommen haben. Außer im Jahr 2015, wohlgemerkt. Und jedes Jahr waren die Geschichten eine Mischung aus guten und auch schlechteren Abenteuern. Aber eines waren sie immer, voll und ganz, typisch Weissblech Comics …

Horror Schocker

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XXX Comics – Extra Sammler Spezial #1 [Weissblech Verlag, April 2013]

 NUR FÜR ERWACHSENE LESER!

XXX Comics Sammler Spezial Nr. 1

Yeah, in dieser Ausgabe findet der geneigte Leser auf 52 verdorbenen Seiten kühnsten Pornoquatsch aus den XXX – Comics #1 und #2. Die beiden ersten Ausgaben sind bereits schon seit langer Zeit vergriffen und nicht mehr regulär zu beziehen. Vielleicht wird der ein oder andere sich fragen, wieso denn nicht alle Geschichten aus den Bänden #1 und #2 hier nachgedruckt wurden. Dies erklärt uns der Verleger im Vorwort: Die Kala Abenteuer wurden bereits in dem Band „Die Hardcore – Abenteuer von Kala“ neu aufgelegt und die Geschichten, die es nicht in diese Ausgabe geschafft haben (eine Geschichte und ein paar Pin-Ups), sind für den Verlag nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Dennoch habe ich mich sehr darüber gefreut, endlich die längst vergriffenen Geschichten der ersten beiden Ausgaben genießen zu dürfen.

Der Leser wird wahrhaftig im Vorwort an die Hand genommen. Wie nicht anders zu erwarten liest sich das Vorwort äußerst sympathisch. Der Verleger berichtet kurz und bündig von den Anfängen der ersten XXX – Comics bis zur aktuellen Ausgabe #14.
Alle Geschichten dieses Heftes sind in Schwarz/Weiß gezeichnet.

Im Folgenden möchte ich kurz auf jede Geschichte eingehen.

Ajax im Bann der Medusa:

Ajax im Bann der Medusa

Diese Geschichte handelt von einem Helden, der niemals wirklich ein wahrer Held sein wird so wie wir es kennen. Sein Talent steckt in der Hose …
Im damaligen Griechenland spielt diese Geschichte: der Held wird gebeten, den Dorfbewohnern zu helfen und sie aus den Fängen der bösen Medusa zu befreien. Diese hat sich in einer der nahegelegenen Höhlen versteckt. Kurz entschlossen nimmt unser Held diesen Auftrag bereitwillig an.

Diese erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Pointe am Ende ist mehr als gelungen.
Der Pornoanteil steht nicht im Mittelpunkt, er kommt zwar vor aber es dreht sich hier nicht durchgehend um das eine. Diese Mischung mit dem genialen Ende ist genau richtig. Zeichnerisch ist alles im grünen Bereich. Der Leser erkennt alles auf den ersten Blick, die Zeichnungen sind dementsprechend klar und deutlich. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, die Hintergründe nicht so sehr im Detail. Diese Geschichte enthält sehr viel Text, was ich persönlich absolut nicht störend finde, ganz im Gegenteil, Text und Zeichnungen ergänzen sich hervorragend.

Der Nerd und die Nymphe:

Anspielungen auf Comic Fans finde ich immer amüsant. So ist es auch hier ein Comic Fan, dessen Schicksal sich abrupt ändert. In einem Comic Laden hat sich unser Freund seine Comics gekauft und nebenbei noch den Original Ring von „Herr der Ringe“ (ist es wirklich der Original Ring?). Ein wenig später im abgelegenen Stadtpark macht der Comic Nerd eine interessante Bekanntschaft mit einer Nymphe.

Ähnlich wie in der ersten Geschichte ist auch hier die Pointe absolut gelungen.
Wieder zeichnerisch alles im grünen Bereich. Ebenso klare Zeichnungen und detailliert ausgearbeitete Charaktere. Die Nymphe ist sehr schön anzusehen. Der Pornoanteil ist auch hier nicht ausschlaggebend, sondern passend in die Geschichte integriert. Text und Zeichnungen ergänzen sich auch hier gekonnt. Von meiner Seite gibt es hier nichts auszusetzen.

Die Braut des Schneebiestes:

Die Braut des Schneebiests

Man ahnt es schon, hier geht es auf die Piste. Drei Jungs und vier Mädels sind auf der Piste unterwegs. Immer dem Kick einen Schritt voraus jagen sie die Berge hinunter. Doch es kommt, wie es kommen muss, eines der Mädels verunglückt und landet in einer Gletscherspalte tief unter der Erde. Die Zeit vergeht und das Mädchen wird bereits für tot gehalten. Was niemand weiß, in der Gletscherspalte wohnt ein Schneebiest.

Interessant zu lesen ist diese Geschichte allemal. Bei Schnee und Wintergeschichten brauche ich immer ein wenig, um damit warm zu werden, ganz anders jedoch bei dieser hier. Ebenso wie bei den anderen beiden Geschichten auch ist hier das Ende wieder einmal gelungen. Der sexuelle Part ist wieder einmal angenehm in die Geschichte integriert. Zeichnerisch immer noch alles bestens. Von meiner Seite gibt es auch hier nichts zu kritisieren. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch hier sind die Charaktere wieder gut ausgearbeitet. Allem voran das Schneebiest und die junge Dame in der Gletscherspalte. Beinahe wirkt einem das Schneebiest schon sympathisch.

Sexuelle Devolution:

Wer bereits einige Ausgaben XXX Comics gelesen hat, kennt Frau Professorin Hilde Hirschfinger.
In späteren Ausgaben trifft man immer wieder mal auf sie und ihre fleißigen Studentinnen.

Bereits zu Beginn wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Magazin keinesfalls hirnloser Pornoquatsch ist. Eben wie vom Weissblech Verlag nicht anders zu erwarten. Allein diese Anspielung ist genial. Hier merkt man direkt, dass man diese ganze Reihe einfach nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach lesen schmunzeln und genießen.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass die früheren Männer der Vergangenheit eine bessere Manneskraft haben als wir heutzutage. Um diese Theorie zu bestätigen, schickt Frau Professorin Hilde Hirschfinger zwei ihrer fleißigen Studentinnen mithilfe eines Zeitreisegerätes zu den damaligen Wikingern. Und dort werden die beiden Damen fleißig ran genommen. Letztendlich gelingt es ihnen sogar, ein staatliches Exemplar in unsere heutige Zeit mitzubringen.

Wie man vielleicht schon erahnt, steigert sich der Porno-Anteil ein wenig.
Dieses wird jedoch so amüsant in Szene gesetzt, dass man es einfach nicht ernst nehmen kann. Allein der Name Harald Hoden ist schon rekordverdächtig. Ja es geht heftig zur Sache, klar es ist ja in gewisser Weise auch wirklich nur für Erwachsene, aber wer hat den noch nie einen Porno gesehen. Zeichnerisch ist diese Geschichte detaillierter als die anderen. Die Charaktere ebenso, wie die Hintergründe sind schön ausgearbeitet. Hier ist die Pointe am Ende anders als bisher aber der Handlung entsprechend gut umgesetzt. Allein dass versucht wird das Thema Sex auf fast wissenschaftliche Art und Weise anzugehen, macht diese Geschichte schon zum Hit. In weiteren Ausgaben dieser Reihe haben mir die Geschichten von Prof. Hilde Hirschfinger immer mit am besten gefallen, bitte mehr davon.

Pinky und das Handwerk:

Die gute alte Pinky

Ja auch die gute alte Pinky kommt immer mal wieder in einigen Ausgaben von XXX Comics vor.
Ihr Papa muss zur Arbeit und Pinky bekommt Besuch von zwei Handwerken.

Sehr amüsant erzählt hat der Leser durchgehend ein kleines schmunzeln im Gesicht. Der Porno-Anteil ist vorhanden, teilweise auch explizit aber stets beinahe lustig in Bezug auf die Rahmenhandlung in Szene gesetzt. Der Strich ist klar und deutlich, Detailverliebtheit findet man hier aber weniger. Eine richtige Pointe gibt es nicht zum Schluss, dafür aber eher eine Erkenntnis für Pinky und die beiden Handwerker.

Die letzte Geschichte ist einfach Porno:

Außer Start und Stop gibt es keinen Text in dieser kleinen Geschichte. Die Bilder sind nicht direkt auf den ersten Blick gut zu erkennen, hier muss man teilweise schon etwas genauer hinschauen. Ja auch in dieser Geschichte gibt es eine Pointe, dennoch hat mir diese Geschichte am wenigsten von allen gefallen. Hier gibt es wahrhaftig Porno und das war es.

Dominik_AVAFAZIT:

Ja also was soll ich sagen, wer sich solche Hefte kauft, der weiß eigentlich bereits, worauf er sich einlässt. Klar wird hier gerammelt, was das Zeug hält, aber nicht umsonst sind diese Hefte auch erst ab 18 Jahren erhältlich! Es ist sicherlich Geschmacksache, dem einen gefällt es, dem anderem ist es bereits zu viel Porno. Aber genau hier finde ich wird gekonnt eine Brücke geschlagen. Die Story kommt bis auf die letzte Geschichte überhaupt nicht zu kurz, Witz Humor und Porno immer mit einem genialen Ende versehen machen dieses Heft zu einem sehr gelungenem Extra Sammler Spezial. Ich war selbst sehr überrascht, dass bereits die Frühwerke von dieser Reihe eine solch enorme Qualität aufweisen können, die den Leser so dermaßen zu unterhalten Wissen. Absolut kein Nullachtfünfzehn Porno Quatsch. Und wenn man sich mal mit den Künstlern und Verleger unterhalten hat, weiß man, dass man diese Reihe sowieso nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach nur mit Freude und einem leichten Schmunzeln im Gesicht genießen sollte.

Dieses Heft lässt sich in jedem gut sortierten Comic laden oder direkt beim Verlag bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013  Weissblech Comics

Hammerharte Horrorschocker # 31: Phantome im Paradies und andere Horrorgeschichten. [Weissblech, Februar 2013]

Immer wieder gerne lese ich die Horrorschocker Hefte aus dem Weissblech Verlag.
Wie gewohnt findet Fährmann Charon seine Zeit, um uns geneigten Lesern mit drei neuen Geschichten des Horrors zu unterhalten.

Hammerharte Horrorschocker #31

Das Heft enthält auf 36 Seiten in Farbe folgende drei Geschichten:

  • Oh, Prinzessin!
  • Phantome im Paradies
  • Der Thron der Erdmutter

Oh, Prinzessin!:

Die Geschichte spielt in einer vergangenen Zeit. Isabella wächst zu einer gnadenlosen Herrscherin heran. Viele von ihrem Volk werden unter ihrer Herrschaft leiden müssen. Der Hofmagier Magus versucht sie vor einem Aufbegehren des Volkes zu warnen, doch als Dank dafür lässt Isabella ihn in einen Käfig sperren und als Futter für die Vögel bis zum Tode verrotten. Die Geschichte ist damit jedoch noch lange nicht zu Ende.

Das Storytelling dieser Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Quasi als eine Art Rückschau wird die komplette Geschichte mit einem sehr interessantem Ende dem Leser näher gebracht. Die Pointe am Schluss dieser ersten Geschichte, ist mehr als gelungen. Zeichnerisch ist wie immer bei Levin Kurio (Text, Zeichnungen, Farbe) alles in bester Ordnung. Zeichnungen und Farben harmonieren gekonnt mit der interessanten Darstellungsweise der Geschichte. Sehr gut haben mir die Anordnungen der  Texte gefallen. Sprechblasen in Weiß, Begleittext in Cremefarben.

Gefangen im Käfig.

Gefangen im Käfig.

Phantome im Paradies:

Man hat den Eindruck, diese Geschichte spiele in einem idyllischen Vorort irgendwo entfernt von Amsterdam. „Die große Stadt mit ihren belebten Grachten und den breiten Kanälen ist weit weg…“
Die Landschaft ist ruhig und idyllisch, doch der Schein trügt. Eine fremde Gruppe dunkel gekleideter Männer mit Masken auf macht die Gegend unsicher und sorgt bei den Bewohnern für Unwohlsein. Henk, pensionierter Polizist, nimmt sich dieser Sache an.

Diese Geschichte wirkt wie aus einem Guss, nur das Ende hat mit, auch wenn es irgendwie passt, irritiert. Das ist auch der einzige Kritikpunkt (falls es überhaupt ein Kritikpunkt ist) an dieser Geschichte, wusste ich doch beim ersten Lesen das Ende nicht so Recht einzuordnen. Es dauerte irgendwie ein wenig, biss sich mir das Ende in Bezug auf die gesamte Story  vollkommen erschlossen hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass dieser Storytwist am Ende überhaupt nicht vorherzusehen ist.

Zeichnerisch absolut Klasse umgesetzt. Die schwarz gekleideten Männer mit den Masken entfachen durchgehend eine bedrohliche Stimmung. Die geniale Erzählweise trägt der unheimlichen Stimmung gekonnt bei.  Diese Geschichte hätte meinem Empfinden nach durchaus 1 bis 2 Seiten länger ausfallen können.

In der Nähe von Amsterdam?

In der Nähe von Amsterdam?

Der Thron der Erdmutter:

Wolfgangs Psychotherapeutin gibt ihm den Tipp sich auf der Insel Moja Moja eine großzügige Auszeit zu gönnen und sein Leben zu verändern. Auf dieser Insel gibt es eine exklusive Kommune, dieser tritt Wolfgang bei.  Anfangs noch schockiert über die einfache Lebensweise der Kommune, rückt das Fest der Erdmutter immer näher. Was hat es mit diesem  Fest bloß auf sich?

Die Story fängt sehr interessant an.  Eine Insel in den tiefblauen weiten des Ozeans, das ist Moja Moja.  Die Zeichnungen von The Lep wirken etwas statisch, was aber nicht weiter störend wirkt.  Etwas schade ist, dass mich die Erdmutter nicht richtig überzeugen konnte, irgendwie habe ich von ihr  mehr erwartet. Alles in allem gefällt mir diese Geschichte dennoch sehr gut, ist die Story an sich sehr interessant, flüssig erzählt und in sich stimmig.

Diese Ausgabe  ist wie gewohnt auf dem bekannten und beliebtem matten Papier gedruckt. Aufmerksame Leser haben eventuell mitverfolgt, dass einige Weissblechausgaben (#28,#29 und auch WWC 21) auf leicht matterem Papier gedruckt wurden und die Ausgabe #30 dann letztendlich versuchsweise auf glänzendem Papier.

Auf nach Moja Moja

Auf nach Moja Moja

Dominik_AVAWie dem auch sei, Papier ist Papier.  Alle drei Geschichten  wissen den  Leser zu Unterhalten, und das  in gekonnt guter Weissblech Qulität. Das Heft enthält  meines Erachtens nach keinen Lückenfüller und ist somit uneingeschränkt für den genialen Preis von 3,90 Euro zu empfehlen.

Dieses Heft könnt ihr bei jedem gut sortierten Comicshop oder direkt beim Verlag erwerben.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Weissblech Comics.

Weissblechs Weltbeste Comics #21: Bella Star – Schamlos im Weltall [Weissblech Comics, Mai 2012]

INHALT:
Als Bella durch ein ungünstiges Missgeschick in ihrem Kleiderschrank ihre Kleidung verliert – und es nicht verantworten kann ihre Crew durch ihre Nacktheit abzulenken – beschließt sie einen Planeten mit Einkaufszentrum anzusteuern. Grok stinkt das, Sönke freut’s, denn der muss seit dem letzten Abenteuer in ‘nem riesigen Amazonenhemd rumlaufen. Leider entpuppt sich der Planet als alles andere denn ein Einkaufsparadies für Weltraumreisende. Und dann kommt’s noch dicker, denn Bella und ihre tollkühne Crew werden in ein frivoles Abenteuer geworfen, in dem es um nicht weniger als die Zukunft der Galaxis geht. Ihr Gegner? Ein Monster, eine Bestie, schlimmer als die Geldeintreiber der GEZ…

KRITIK:
Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass sich Bella Star durch den Abschluss der epochalen ABENTEUER AUF DEM PORNOPLANETEN Saga schlüpfte, da wartet bereits das nächste Abenteuer auf Bella, Grok und Sönke Penner – aka Der Grapsch… oder ist’s andersrum? Komplett aus der Schreibmaschine, der Feder und dem Farbkasten des Weissblech Obermotzes Levin Kurio, wird diese Episode allerdings ein wenig weniger pornös, schließlich erscheint SCHAMLOS IM WELTALL in der Reihe WWC – und das meint nicht etwa ein untergangenes Wrestling Franchise, sondern Weissblechs Weltbeste Comics – und diese Heftchen sind immerhin frei verkäuflich.

Doch keine Sorge, Freunde schmutziger Sauereien, es wird deswegen nicht weniger frivol, nur ein bisschen weniger explizit. Darum gibt’s bereits auf Seite 4 – nach Weissblechzählung, nech – die ersten freizügigen Freizügigkeiten unserer schamlosen Bella. Ganz nebenbei und gut versteckt gibt’s obendrauf eine schöne Portion Anstoß – hrhr – um die Geschichte in die richtige Richtung zu lenken. Kurio nimmt sich dabei für die Exposition schön viel Zeit und führt erst einmal alle wichtigen Nebencharaktere ein – hrhr –, und etabliert das Setting ehe wir den Antagonisten das erste Mal zu Gesicht bekommen. Manchmal funktioniert eine lange Einführung, manchmal nicht. In diesem Fall jedoch ist alles gut gegangen, denn bis zur Einführung –hrhr – des GEZ… äh des GGV wird die Spannungsschraube kontinuierlich angedreht. Für den Rest sorgen die spritzigen –hrhr – Dialoge. Zwar fallen die Akte 2 und 3 der Geschichte, dafür ein klitzekleines bisschen kürzer aus und die Klimax – hrhr – kommt fast ein wenig zu plötzlich, doch daran wollen wir uns nicht weiter stören. Dafür gibt’s schließlich Action pur. Und, dass das letzte Panel zu erahnen war, soll uns die Freude nicht nehmen, denn ein wahrlich unterhaltsamer Abschluss ist das alle mal.

Die Zeichnungen sind durchgehend Kurios, die Farben poppig – hrhr – und wissen durch ihren ganz eigenen Charme zu überzeugen – nicht jeden, das ist. Meine Freundin fragt mich jedes Mal auf’s neue, wie ich für den Schund Geld ausgeben kann. Wie? Ganz einfach, mit dem guten Gefühl mal wieder etwas für meine kulturelle Bildung getan zu haben… oder so.

In diesem Sinne: „Friss Strahlen, du perverses Scheissding!!“

FAZIT:
Levin Kurio präsentiert mit SCHAMLOS IM WELTALL, der 21sten Ausgabe Weissblechs Weltbeste Comics, ein zwar jugendfreies, aber noch genug freizügiges Bella Star Abenteuer, dass mit einer ausgiebigen Exposition daher kommt, vollgepackt mit Sex und Spaß. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz, in dieser gewohnt gekonnt bebilderten Geschichte um geheimnisvolle Artefakte, rödelnde Raketen und sexuelle Gelüste. Also: Kauf, kauf, marsch, marsch.

Zu kaufen direkt im Verlagslädchen oder beim Bonner Comic Laden.