Hades – Syndrom – Hunting Season I: Nuke & Dodo [TheNextArt Verlag, Juni 2014]

Dominik_AVADie Geschichten um Nuke & Dodo aus dem Hades Universum gefallen mir schon seit Langem sehr gut.

Der neuste Streich hat einen interessanten Clou:
Annähernd dieselbe Geschichte wird in zwei Heften aus der Perspektive von Nuke und einmal aus der Perspektive von Dodo geschildert. Das macht es für den Leser um so spannender.

Mit dieser Geschichte kann man unabhängig der anderen Hefte starten, sie spielt einige Monate nach „Der letzte Gig“ und knüpft lose an diese an.

Die regulären Hefte kosten jeweils 5 Euro. Ebenfalls gibt es von beiden Heften auf 50 Stück limitierte Ausgaben vom Comic Salon Erlangen 2014 zu erwerben (zusätzlich noch ein Heft auf 25 Stück limitiert) und ein auf 25 Stück limitiertes Heft der Comiciade 2014 in Aachen (mehr Informationen dazu auf der Homepage des Verlages).

Hades-Syndrom – Hunting Season I (Special Variant Cover-Edition) No. 15/50 Dodo
Hades-Syndrom – Hunting Season I (Special Variant Cover-Edition) No. 09/50 Nuke

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Review Kurzüberblick (12) (Der Fall E.P. Jacobs & Transmetropolitan Nr. 2)

Der heutige Review-Kurzüberblick könnte gegensätzlicher kaum sein. Während sich das erste Kurzreview mit dem Leben und Schaffen eines Comickünstlers befasst, dreht sich das zweite Review um ein echtes Arschloch, welches man trotzdem irgendwie lieb haben muss …

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Crossed Nr. 4: Badlands [Panini, November 2013]

Dominik_AVAIch hätte es eigentlich nicht für möglich gehalten, dass mich diese Reihe so sehr zu fesseln vermag. Im Angesicht der Tatsache, dass es hier sehr gewaltsam und blutig zur Sache geht und ich aufgrund dessen immer wieder befürchtet habe, die Story wird zur Nebensache, – aber dem ist meines Erachtens nicht so. Im vierten Sammelband ist Autor Garth Ennis wieder mit von der Partie. Im Grunde versammelt dieser Band die Geschichte Badlands und Homo Superior. Jacen Burrows zeichnet sich für Badlands verantwortlich und Leandro Rizzo für Homo Superior. Garth Ennis ist der Autor von Badlands und Jamie Delano von Homo Superior.

Crossed Nr. 4: Badlands

Klappentext:

Outdoor – Overkill

Die Zivilisation wurde überrollt und ist einem postapokalyptischen Albtraum gewichen. Wer nicht in einen blutrünstigen Irren verwandelt wurde, kämpft jeden Tag in der irdischen Hölle ums nackte Überleben. Doch nicht nur in den Städten ist die Lage übel – in den entlegeneren Gegenden der Welt geht es keineswegs friedlicher zu! Überall in dieser hässlichen neuen Welt lauern Grauen, Terror und Tod auf jene, die nicht von der Infektion betroffen sind …

Garth Ennis kehrt zu seinem Endzeit – Schocker „Crossed“ zurück! Dieser gewohnt brutale Sammelband enthält die US – Hefte Crossed: Badlands 1 – 9, geschrieben von Garth Ennis und Jamie Delano, mit Artwork von Jacen Burrows ( Die Chroniken von Wormwood) und Leandro Rizzo (DV8).

Gregory trifft auf Steve

Gregory trifft auf Steve

Die Reihe Crossed wird in verschiedenen Formaten von Panini auf dem Markt zum Verkauf angeboten. Es gibt die Möglichkeit sich die reguläre Softcover Ausgabe (19,95€), die auf 222 limitierte Hardcover Variante (39,95€) oder die streng limitierte (66 Ausgaben) Hardcover Variante zum Preis von 66,00 Euro zu kaufen.
Ich muss ganz ehrlich gestehen, mir sind knapp 20,00 Euro für diese Ausgabe mehr als genug. Wer sich welche Ausgabe leisten mag, das ist jedem Leser selbst überlassen und sicherlich auch eine Frage des Geldbeutels.

In Crossed #2 und #3 habe ich den Eindruck bekommen, dass sich der Fokus stark auf die Gewaltdarstellung konzentriert. Zwischendurch hatte ich immer wieder das Gefühl, man hätte mehr aus der Handlung herausholen können, aber die Gewalt, das Blut, das Morden, das Eklige steht einfach im Vordergrund. Stellenweise hat mich das dann doch ein wenig abgeschreckt und ich dachte mir, hoffentlich wird Crossed #4 etwas anders.

Es gibt Stress in den Sümpfen

Es gibt Stress in den Sümpfen

Nun, es befinden sich 2 Geschichten in diesem Band und die erste Geschichte Badlands hat mir richtig gut gefallen.
Die zweite Geschichte Homo Superior war verhältnismäßig etwas länger aber keineswegs schlecht. Sie wirkt nur nicht so auf den Punkt gebracht wie die erste. Bei Badlands hat mir das Ende besonders gut gefallen, wohingegen bei Homo Superior mir das Ende etwas lasch vorkam.

Badlands:

Die Geschichte Badlands unterteilt sich in drei Kapitel.

  • 1. Von der Welt in ihrer Entstehung
  • 2. Im kargen Land der Christenheit
  • 3. Und formte die dunkle Schale der Welt

In dieser Geschichte ist eine kleine Gruppe durchweg auf der Flucht vor den Gefirmten. Die Gefirmten werden diejenigen genannt, die mordlustig, brutal und ohne ihresgleichen durch die Welt ziehen und morden. Dabei gehen diese dermaßen brutal zur Sache, dass Köpfe, Gedärme, abgehackte Gliedmaßen, Gehirne, oder auch perverse Sexualpraktiken durchaus keine Seltenheit sind. Nicht selten grunzen die Gefirmten Wörter wie zum Beispiel „Fotzenpimmel“ oder „kleiner Penis“ Die Gefirmten sind leicht zu erkennen anhand eines Kreuzes im Gesicht. Dieses mag durchaus als ihr Erkennungsmerkmal verstanden werden.
In Rückblenden erfährt der Leser einiges über die Geschichte von Ian, dem Anführer der Gruppe.
Aufgrund dessen, dass die Gruppe einige Mitglieder verliert und die Gefirmten ihr weiterhin dicht auf den Fersen sind, entsteht eine unglaubliche Spannung. Bis hin zum Ende fragt der Leser sich, wer mag wohl als nächstes Sterben oder die Gruppe verlassen müssen? Zu guter Letzt kann das Ende mit einem sehr interessanten Schluss aufwarten, mit dem man so nicht gerechnet haben mag. An sich hat es die Gruppe schon schwer genug zu überleben, aber das es dann zum Schluss soweit kommt, das ist schon gut gemacht und weiß ungemein zu unterhalten.

Lüsterne Blicke...

Lüsterne Blicke…

Die Zeichnungen von Jacen Burrows gefallen mir in Kombination mit der Farbgebung sehr gut. Ein klarer Strich definiert die Story. Die Zeichnungen sind allesamt hervorragend zu erkennen, Charaktere und Hintergründe sind konsequent gleichmäßig ausgearbeitet. Dabei muss man jedoch sagen, Detailverliebtheit sieht anders aus, wäre aber auch nicht unbedingt passend für diese Story. Hintergründe und Charaktere sind auf das Nötigste für diese Story passend gezeichnet. Egal ob am helllichten Tag oder in der Nacht, die Zeichnungen Wissen zu gefallen und der rote Blutfarbton sticht immer hervor.

In Homo Superior sieht das Ganze dann schon wieder etwas anders aus:

Die Geschichte ist nicht in kleinere Kapitel unterteilt, der Leser sollte diese dementsprechend auch am Stück lesen.

Gregory John Costello ist allein unterwegs auf der Flucht vor den Gefirmten. Sein Leben ändert sich rasch, als er auf die hübsche Steve trifft. Nach und nach erfährt man deren Hintergründe bzw. einige Ausschnitte aus deren Lebensgeschichte. Zwei weitere Handlungsbogen werden parallel zu Steve und John aufgebaut. Leon hat sich mit seiner „Familie“ auf einem Sicherheitsgelände verbarrikadiert. Dort leben sie alle gemeinsam und es ergeben sich allerhand seltsame Vorfälle.
Die jungen Zwillinge Ashley und Ashynne kommen ebenfalls durch diese Gegend. Es kommt alles, wie es kommen muss und alle Gruppierungen treffen irgendwie aufeinander. Dass alles geschieht in Anbetracht der drohenden Gefahr der Gefirmten. Die Gewaltdarstellungen sind meines Erachtens in diesem Teil noch eine Nummer größer als in Badlands. Man sollte bedenken, dass die beiden Teenager Ashley und Ashynne nicht erwachsen sind. Es gibt eine Stelle, da kommen die Gruppierungen an einer Art „Super Diät Camp“ für Kinder vorbei. Es ist meinem Empfinden nach noch mal eine andere Hausnummer, wenn Kinder, auch in Comics, in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass sie bereits zu den Gefirmten zählen. Generell habe ich den Eindruck bekommen, dass diese Geschichte mit den Geschlechtern freizügiger umgeht als noch die Erste. Nackte Haut wird hier öfters gezeigt, die Gefirmten üben ihre sexuellen Praktiken etwas expliziter aus, als man es vielleicht sehen möchte. Ich möchte dies nicht zu weit ausführen, hier sollte sich der Erwachsene Leser selbst eine Meinung bilden, aber es ist stellenweise für meinen Geschmack doch schon sehr nah an der Schmerzgrenze des erträglichen. Am meisten irritiert haben mich wirklich die Geschehnisse im „Super Diät Camp“. Die schonungslose Darstellungsweise von dicken Kindern, allesamt nackt.

Gefirmte sind nah...

Gefirmte sind nah…

Die Story an sich ist aufgrund dessen, dass hier mehrere Geschehnisse parallel verlaufen etwas vertrackter. Immer wieder wird von einzelnen Charakteren die Vergangenheit etwas näher beleuchtet. Das führt stellenweise zu leichten Verwirrungen. So wusste ich zu Beginn manchmal nicht, welche Vergangenheit hier näher beleuchtet wird. Alles in allem ist die Handlung spannend, aber mit der ersten Geschichte kann diese meinem Empfinden nach nicht mithalten. Diese Geschichte ist auch wesentlich länger als Badlands. Sie kommt meines Erachtens nicht auf den Punkt gebracht einher. Wie ich bereits oben erwähnt habe, hat mich das Ende nicht wirklich befriedigen können, es hat mir der gewisse Überraschungseffekt gefehlt.

Zeichnerisch macht Leandro Rizzo jedoch gute Arbeit. Seine Zeichnungen wirken stets dynamisch und nicht steif. Der Strich in Kombination mit der Farbgebung ist nicht ganz so klar wie bei Badlands. Die Zeichnungen von Jacen Burrows haben mir diesbezüglich besser gefallen.

Gefährliche Diskussionen...

Gefährliche Diskussionen…

Alles in allem kann ich Badlands #4 empfehlen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Leser erwachsen sind, härtere Sachen bereits gewöhnt sind, Blut, Gedärme, Gehirn, abgetrennte Körperteile und insbesondere seltsame sexuelle Praktiken sich anschauen können, ohne das sich den Lesern der Magen umdreht.

Wer auf abgeschlossene kurzweilige, harte und blutige Unterhaltung mit einer sehr spannenden und einer etwas weniger spannenderen Geschichte sich anfreunden kann, dem sei die Reihe Crossed, insbesondere Crossed #4, ans Herz gelegt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Avatar Press / Panini.

Diesen Comic könnt ihr hier bei Amazon bestellen.

XXX Comics – Extra Sammler Spezial #1 [Weissblech Verlag, April 2013]

 NUR FÜR ERWACHSENE LESER!

XXX Comics Sammler Spezial Nr. 1

Yeah, in dieser Ausgabe findet der geneigte Leser auf 52 verdorbenen Seiten kühnsten Pornoquatsch aus den XXX – Comics #1 und #2. Die beiden ersten Ausgaben sind bereits schon seit langer Zeit vergriffen und nicht mehr regulär zu beziehen. Vielleicht wird der ein oder andere sich fragen, wieso denn nicht alle Geschichten aus den Bänden #1 und #2 hier nachgedruckt wurden. Dies erklärt uns der Verleger im Vorwort: Die Kala Abenteuer wurden bereits in dem Band „Die Hardcore – Abenteuer von Kala“ neu aufgelegt und die Geschichten, die es nicht in diese Ausgabe geschafft haben (eine Geschichte und ein paar Pin-Ups), sind für den Verlag nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Dennoch habe ich mich sehr darüber gefreut, endlich die längst vergriffenen Geschichten der ersten beiden Ausgaben genießen zu dürfen.

Der Leser wird wahrhaftig im Vorwort an die Hand genommen. Wie nicht anders zu erwarten liest sich das Vorwort äußerst sympathisch. Der Verleger berichtet kurz und bündig von den Anfängen der ersten XXX – Comics bis zur aktuellen Ausgabe #14.
Alle Geschichten dieses Heftes sind in Schwarz/Weiß gezeichnet.

Im Folgenden möchte ich kurz auf jede Geschichte eingehen.

Ajax im Bann der Medusa:

Ajax im Bann der Medusa

Diese Geschichte handelt von einem Helden, der niemals wirklich ein wahrer Held sein wird so wie wir es kennen. Sein Talent steckt in der Hose …
Im damaligen Griechenland spielt diese Geschichte: der Held wird gebeten, den Dorfbewohnern zu helfen und sie aus den Fängen der bösen Medusa zu befreien. Diese hat sich in einer der nahegelegenen Höhlen versteckt. Kurz entschlossen nimmt unser Held diesen Auftrag bereitwillig an.

Diese erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Pointe am Ende ist mehr als gelungen.
Der Pornoanteil steht nicht im Mittelpunkt, er kommt zwar vor aber es dreht sich hier nicht durchgehend um das eine. Diese Mischung mit dem genialen Ende ist genau richtig. Zeichnerisch ist alles im grünen Bereich. Der Leser erkennt alles auf den ersten Blick, die Zeichnungen sind dementsprechend klar und deutlich. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, die Hintergründe nicht so sehr im Detail. Diese Geschichte enthält sehr viel Text, was ich persönlich absolut nicht störend finde, ganz im Gegenteil, Text und Zeichnungen ergänzen sich hervorragend.

Der Nerd und die Nymphe:

Anspielungen auf Comic Fans finde ich immer amüsant. So ist es auch hier ein Comic Fan, dessen Schicksal sich abrupt ändert. In einem Comic Laden hat sich unser Freund seine Comics gekauft und nebenbei noch den Original Ring von „Herr der Ringe“ (ist es wirklich der Original Ring?). Ein wenig später im abgelegenen Stadtpark macht der Comic Nerd eine interessante Bekanntschaft mit einer Nymphe.

Ähnlich wie in der ersten Geschichte ist auch hier die Pointe absolut gelungen.
Wieder zeichnerisch alles im grünen Bereich. Ebenso klare Zeichnungen und detailliert ausgearbeitete Charaktere. Die Nymphe ist sehr schön anzusehen. Der Pornoanteil ist auch hier nicht ausschlaggebend, sondern passend in die Geschichte integriert. Text und Zeichnungen ergänzen sich auch hier gekonnt. Von meiner Seite gibt es hier nichts auszusetzen.

Die Braut des Schneebiestes:

Die Braut des Schneebiests

Man ahnt es schon, hier geht es auf die Piste. Drei Jungs und vier Mädels sind auf der Piste unterwegs. Immer dem Kick einen Schritt voraus jagen sie die Berge hinunter. Doch es kommt, wie es kommen muss, eines der Mädels verunglückt und landet in einer Gletscherspalte tief unter der Erde. Die Zeit vergeht und das Mädchen wird bereits für tot gehalten. Was niemand weiß, in der Gletscherspalte wohnt ein Schneebiest.

Interessant zu lesen ist diese Geschichte allemal. Bei Schnee und Wintergeschichten brauche ich immer ein wenig, um damit warm zu werden, ganz anders jedoch bei dieser hier. Ebenso wie bei den anderen beiden Geschichten auch ist hier das Ende wieder einmal gelungen. Der sexuelle Part ist wieder einmal angenehm in die Geschichte integriert. Zeichnerisch immer noch alles bestens. Von meiner Seite gibt es auch hier nichts zu kritisieren. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch hier sind die Charaktere wieder gut ausgearbeitet. Allem voran das Schneebiest und die junge Dame in der Gletscherspalte. Beinahe wirkt einem das Schneebiest schon sympathisch.

Sexuelle Devolution:

Wer bereits einige Ausgaben XXX Comics gelesen hat, kennt Frau Professorin Hilde Hirschfinger.
In späteren Ausgaben trifft man immer wieder mal auf sie und ihre fleißigen Studentinnen.

Bereits zu Beginn wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Magazin keinesfalls hirnloser Pornoquatsch ist. Eben wie vom Weissblech Verlag nicht anders zu erwarten. Allein diese Anspielung ist genial. Hier merkt man direkt, dass man diese ganze Reihe einfach nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach lesen schmunzeln und genießen.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass die früheren Männer der Vergangenheit eine bessere Manneskraft haben als wir heutzutage. Um diese Theorie zu bestätigen, schickt Frau Professorin Hilde Hirschfinger zwei ihrer fleißigen Studentinnen mithilfe eines Zeitreisegerätes zu den damaligen Wikingern. Und dort werden die beiden Damen fleißig ran genommen. Letztendlich gelingt es ihnen sogar, ein staatliches Exemplar in unsere heutige Zeit mitzubringen.

Wie man vielleicht schon erahnt, steigert sich der Porno-Anteil ein wenig.
Dieses wird jedoch so amüsant in Szene gesetzt, dass man es einfach nicht ernst nehmen kann. Allein der Name Harald Hoden ist schon rekordverdächtig. Ja es geht heftig zur Sache, klar es ist ja in gewisser Weise auch wirklich nur für Erwachsene, aber wer hat den noch nie einen Porno gesehen. Zeichnerisch ist diese Geschichte detaillierter als die anderen. Die Charaktere ebenso, wie die Hintergründe sind schön ausgearbeitet. Hier ist die Pointe am Ende anders als bisher aber der Handlung entsprechend gut umgesetzt. Allein dass versucht wird das Thema Sex auf fast wissenschaftliche Art und Weise anzugehen, macht diese Geschichte schon zum Hit. In weiteren Ausgaben dieser Reihe haben mir die Geschichten von Prof. Hilde Hirschfinger immer mit am besten gefallen, bitte mehr davon.

Pinky und das Handwerk:

Die gute alte Pinky

Ja auch die gute alte Pinky kommt immer mal wieder in einigen Ausgaben von XXX Comics vor.
Ihr Papa muss zur Arbeit und Pinky bekommt Besuch von zwei Handwerken.

Sehr amüsant erzählt hat der Leser durchgehend ein kleines schmunzeln im Gesicht. Der Porno-Anteil ist vorhanden, teilweise auch explizit aber stets beinahe lustig in Bezug auf die Rahmenhandlung in Szene gesetzt. Der Strich ist klar und deutlich, Detailverliebtheit findet man hier aber weniger. Eine richtige Pointe gibt es nicht zum Schluss, dafür aber eher eine Erkenntnis für Pinky und die beiden Handwerker.

Die letzte Geschichte ist einfach Porno:

Außer Start und Stop gibt es keinen Text in dieser kleinen Geschichte. Die Bilder sind nicht direkt auf den ersten Blick gut zu erkennen, hier muss man teilweise schon etwas genauer hinschauen. Ja auch in dieser Geschichte gibt es eine Pointe, dennoch hat mir diese Geschichte am wenigsten von allen gefallen. Hier gibt es wahrhaftig Porno und das war es.

Dominik_AVAFAZIT:

Ja also was soll ich sagen, wer sich solche Hefte kauft, der weiß eigentlich bereits, worauf er sich einlässt. Klar wird hier gerammelt, was das Zeug hält, aber nicht umsonst sind diese Hefte auch erst ab 18 Jahren erhältlich! Es ist sicherlich Geschmacksache, dem einen gefällt es, dem anderem ist es bereits zu viel Porno. Aber genau hier finde ich wird gekonnt eine Brücke geschlagen. Die Story kommt bis auf die letzte Geschichte überhaupt nicht zu kurz, Witz Humor und Porno immer mit einem genialen Ende versehen machen dieses Heft zu einem sehr gelungenem Extra Sammler Spezial. Ich war selbst sehr überrascht, dass bereits die Frühwerke von dieser Reihe eine solch enorme Qualität aufweisen können, die den Leser so dermaßen zu unterhalten Wissen. Absolut kein Nullachtfünfzehn Porno Quatsch. Und wenn man sich mal mit den Künstlern und Verleger unterhalten hat, weiß man, dass man diese Reihe sowieso nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach nur mit Freude und einem leichten Schmunzeln im Gesicht genießen sollte.

Dieses Heft lässt sich in jedem gut sortierten Comic laden oder direkt beim Verlag bestellen.

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