Hades-Syndrom – Epitaph Nr. 3 [TheNextArt, Juni 2018]

Als ich zufälligerweise im Vorfeld das auf nur 25 Stück limitierte Eis Variant 3A Comic Heft bei Facebook gesehen habe, dachte ich mir umgehend, dieses zu erwerben. Ich bin froh, das Heft im Onlineshop noch bekommen zu haben. Wer Dodo und die Comichefte von Michael Feldmann kennt, der kann sich gut vorstellen, dass dieses Cover durchaus eine erotische Attitüde mit sich bringt. Jedenfalls hat mich das Cover ungemein angesprochen! Der dritte Teil ist absolut gelungen. Hier stockt dem Leser der Atem. Warum das so ist, das macht direkt zu Beginn auf der ersten Seite die mit Blut verschmierte Hauptdarstellerin Dodo klar und unmissverständlich deutlich. Es bleibt kaum Zeit überhaupt nachzudenken in diesem Heft und der Cliffhanger zum Schluss sitzt tief und lässt den Leser mit geballter Spannung auf den nächsten Teil warten. Was der Autor und Zeichner Michael Feldmann mit diesem Heft vollbringt, ist eine saubere und spannungsgeladene Punktlandung, so konzipiert, dass jede Seite in diesem Heft optimal genutzt wird, um den Leser zu unterhalten und zu triggern.

Hades-Syndrom – Epitaph Nr. 3

Autor: Michael Feldmann
Zeichner: Michael Feldmann
Format: Heft / Heft (Variant, limitiert auf 25 Stück)
Umfang: 28 Seiten
Verlag: TheNextArt
Preis: 5,00 Euro (Heft) / 10,00 Euro (Heft/Variant) Weiterlesen

Hades – Syndrom – Hunting Season I: Nuke & Dodo [TheNextArt Verlag, Juni 2014]

Dominik_AVADie Geschichten um Nuke & Dodo aus dem Hades Universum gefallen mir schon seit Langem sehr gut.

Der neuste Streich hat einen interessanten Clou:
Annähernd dieselbe Geschichte wird in zwei Heften aus der Perspektive von Nuke und einmal aus der Perspektive von Dodo geschildert. Das macht es für den Leser um so spannender.

Mit dieser Geschichte kann man unabhängig der anderen Hefte starten, sie spielt einige Monate nach „Der letzte Gig“ und knüpft lose an diese an.

Die regulären Hefte kosten jeweils 5 Euro. Ebenfalls gibt es von beiden Heften auf 50 Stück limitierte Ausgaben vom Comic Salon Erlangen 2014 zu erwerben (zusätzlich noch ein Heft auf 25 Stück limitiert) und ein auf 25 Stück limitiertes Heft der Comiciade 2014 in Aachen (mehr Informationen dazu auf der Homepage des Verlages).

Hades-Syndrom – Hunting Season I (Special Variant Cover-Edition) No. 15/50 Dodo
Hades-Syndrom – Hunting Season I (Special Variant Cover-Edition) No. 09/50 Nuke

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Gratis Comic Tag 2013 Review (18): Hades Syndrom: Crossfire #1 [TheNextArt, Mai 2013]

GCT 2013TheNextArt ist einer der Verlage, die gerade deutschen Jungkünstlern eine Chance geben und es ermöglichen deren Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Neben Michael Feldmanns Hades Syndrom erscheinen auch Blue Evolution, sowie Tomppas Der Engel mit inzwischen 3 Ausgaben bei TheNextArt.

Hades Syndrom: Crossfire #1
(Gratis Comic Tag 2013)

Dodo und ihre Band, die Iwo Jima Girls, haben ein kleines Problem. Sie haben ein Liveprogramm von 25 Minuten Länge und sollen aber einen Gig mit 60 Minuten Livemusik füllen. Das wäre alles nicht so tragisch, wenn sie nicht in der Quarantänezone einer postapokalyptischen Zukunft Deutschlands leben würden, in denen Strom und Benzin zu den wertvollsten Gütern gehören.
Darum fällt es auch sehr schwer, das Programm zu proben und somit auf 60 Minuten auszudehnen, wenn kein Strom zur Verfügung steht, und das letzte Benzin für den Generator vor Kurzem über den Fußboden geflossen ist. Als dann die Band auch noch überfallen wird, und das gesamte Equipment gestohlen wird, droht die Konventionalstrafe des Gigs, den Mädchen das Leben zu kosten …

Bereits 2012 veröffentlichte Michael Feldman den Band Hades Syndrom – Der letzte Gig. Crossfire bietet nun die direkte Vorgeschichte hierzu und erscheint in zwei Teilen. Erneut bestimmt die düstere Atmosphäre mit depressiven Figuren das Bild und die Bilder wiederum sind vorrangig in Grau und Braun gehalten. Die Zeichnungen sind gelungen, die Anatomie der Figuren stimmt größtenteils auch. Besonders schön sehen jedoch die Damen in Crossfire aus. Es scheint, als wären diese auch Feldmanns bevorzugtes Zeichenmotiv. Wie sonst sollte ich es mir erklären, dass diese immer wieder in leichter Bekleidung durch die Panels huschen. Leider fehlen gerade den Kampfszenen die notwendige Dynamik, sodass diese nur wie Momentaufnahmen aussehen, und kaum Dramatik und Action vermitteln. Da ist noch ein wenig Nachholbedarf. Anders sieht es dagegen mit den Settings aus. Diese wirken atmosphärisch dicht und vermitteln ein beängstigendes und beklemmendes Gefühl und wirken dennoch sehr realistisch und vertraut.

Hades Syndrom: Crossfire weckt Interesse und Mitgefühl. Interesse, um wissen zu wollen, wie es weitergeht. Und Mitgefühl mit Dodo und ihren Bandkolleginnen, die es nicht einfach haben und alles tun würden, um erfolgreich zu werden. Die nicht perfekten, aber dennoch sehr guten Zeichnungen tragen ihren positiven Anteil dazu bei. Ich werde mich wohl bei Gelegenheit um den zweiten Teil on Crossfire bemühen müssen und dann auch noch „Der letzte Gig“ in Augenschein nehmen.